Ich gebe auch mal meinen Senf dazu, auch wenn ich für mich persönlich die Vorauswahl nicht ganz so eng gefasst habe. Beim Vergleich zwischen Action- und Rollenspielen habe ich keine besonderen Vorlieben. z. B. Neverwinternights, Gothic 3, Diablo 2 oder auch Titan Quest. Allerdings bin ich eher der Typ Schwertkämpfer statt Magier und Hack & Slay liegt mir sicher mehr als ein sehr klassisches Rollenspiel. Aktuell habe ich mir Hellgate: London, The Witcher, Call of Duty 4, Timeshift und Crysis angesehen.
Hellgate empfand ich von der Atmosphäre her nicht schlecht und die Kämpfe entfalteten ein gewisses Diablo-Feeling. Aber in der Demo nervte es mich, wenn ich gerade aus einer Region zurückkam und mich der nächste Auftrag gleich wieder dorthin führte. Ok, ich hätte die Aufträge sammeln und dann zusammen erledigen können. Aber das fiel mir zu Beginn nicht auf. Einige der Aufträge sind viel zu simpel. Man rennt in die Schächte, metzelt ein wenig herum und kehrt sogleich wieder zur Station zurück. Dieses Hin und Her zerstört die an sich gute Atmosphäre. Das Spiel ist daher in Ordnung, aber nicht der Hammer.
The Witcher habe ich, abgesehen von der Einführung, nicht sonderlich lange gespielt. Die Videosequenzen sind gut und die Dialoge gefallen mir. Die Landschaften sehen gut aus und vor allem nicht so verstrahlt-glänzend wie in Two Worlds (was mich dort nervte). Wenn allerdings Gesichter in Großaufnahme gezeigt werden, kommen sie mir ein wenig schlicht vor. Meine größten Probleme hatte ich aber mit der Steuerung. Wenn ich auf WASD-Steuerung schalte, was mir am besten liegt, kann ich mit der Maus nicht auf die Symbole. Deshalb muss ich jedes Mal mit F2/F3 umschalten, was mich nervt. Das Kampfsystem mit der Kombination von Schlägen ist an sich eine gute Idee. Aber das Kampfsystem fand ich z. B. bei Gothic 3 besser (und bei Hellgate ansehnlicher). - Übel aufgestoßen sind mir die Ladezeiten. Wenn ich mit 4 GB RAM spiele, sollte es doch möglich sein, die Landschaft im Speicher zu halten, wenn ich ein verlassenes Haus betrete und beim Verlassen des Hauses gleich wieder im Spiel zu sein. Oder diese Sache in der ersten Burg, wo die Küchentür zunächst verschlossen ist, aber mir die lila Schriftzüge anzeigen, welche Möbel hinter der Tür stehen. Das hätte nicht sein müssen.
Call of Duty 4 ist wiederum eine ganz andere Liga. Ein tolles Spiel, finde ich. Aber für mich schon wieder zu stressig und zu hektisch. Man kommt überhaupt nicht zur Ruhe, wie es an der Front eben üblich ist. Die Grafik ist sehr ordentlich und vor allem die Atmosphäre ist sehr gut. Das Single-Play soll ja recht kurz sein. Aber ob ich Bock auf Multiplayer habe, kann ich gar nicht so recht sagen (Wie sieht es mit Cheatern aus?).
Für Timeshift konnte ich mich nicht begeistern. Wahrscheinlich lag es an der Steuerung, in die ich mich nicht so recht einarbeiten wollte. Das ist aber verschmerzbar für mich.
Bei Crysis fühlte ich mich von Beginn an wohl. Das Tutorial erleichterte den Einstieg und man kann das Spieltempo im Gegensatz zu CoD4 selbst bestimmen. Die zahlreichen Optionen im Spiel sind geeignet, um ein und dieselbe Mission mehrmals unter Einsatz verschiedener Hilfsmittel zu bewältigen. Das finde ich sehr gut, zumal Crysis auch grafisch-atmosphärisch eine Pracht ist.
Daher Punktsieg für Crysis, gefolgt von The Witcher. Der Rest fällt dagegen etwas ab. Vielleicht schaue ich mir auch noch Stranglehold an.