Wanderer101
Lt. Commander
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Cool Master schrieb:Seh ich auch so. NAS selber bauen kann man wenn man Ahung von der Materie und Linux hat. Für ein Anfänger langt ein Synologie oder QNap für alles. Vorallem hat es ein super support. Wenn bei deinem mal was kaputt geht viel spaß.
Dazu kommt du hast ein RAID Controller vergessen da kostet ein guter auch noch mal rund 300-400 € und somit ist Selber bauen nicht billiger sondern sogar teurer.
Sorry aber einen Raid-Controller braucht man nicht. Wenn man die Platten schon als ein Riesenlaufwerk verwenden möchte, reicht ein ZFS-Raid1 (=Raid 5) vollkommen. Auch von der Performance.
Was die Einarbeitung angeht ist das auch hier echt gehyped. Wenn man wirklich nur eine Windowsfreigabe haben will, wo die Daten hingesichert werden, muss man genausoviel einrichten wie bei einem Synology oder Qnap. Dort muss man ja auch eine Freigabe einrichten logischerweise.
Problematisch wird es erst wenn man mehr will als nur Freigabe via Samba und FTP. DANN geht das einlesen und frickeln los! Aber der TE will das doch gar nicht soweit ich das verstehe.
Die Leistung reicht auch "out-of-the-box", 60-90 MB/s werden es sicherlich werden mit 3 Platten. Wenn Hardware ausfällt ist das auch egal (Platten mal außen vor). Da wird halt das Mainboard / der USB-Stick gewechselt und die Raid-Informationen von den Platten eingelesen. Das funktioniert auch, wenn man z.B. die Platten anschlussmäßig durcheinander würfelt. Der Ausfall EINER Festplatte wird auch verziehen und kann mittels Webmenü ausgetauscht werden. Entsprechende Schritt-für-Schritt-Anleitungen um ganz sicher zu gehen gibt es zu hauf, nur eine kleine Google-Suche entfernt.
Synology und Co. punkten in Sachen Komfort (allein die ganzen Dienste, die man schön einfach einrichten kann!). Auch ist der Stromverbrauch wahrscheinlich etwas besser. Was aber durch den erheblich geringeren Kaufpreis vom Selbstbau-NAS wieder egalisiert wird.
Man muss sich aber irgendwann die Fragen beantworten:
* Was will ich eigentlich mit der Kiste machen, welche Services brauche ich WIRKLICH?
* Spielt Geld eigentlich eine Rolle?
* Wie sicher muss es sein? Brauche ich zu Hause wirklich pro User eigene Zugriffsberechtigungen?
* Wie faul bin ich? Bringt mich die Start-Up-Anleitung einer Synology schon an die Grenze?
Ich bleibe dabei, dass für eine "externe Festplatte in ganz ganz groß fürs Backup" mein Vorschlag der wirtschaftlich vernünftigste ist.
Zeitaufwand für die Installation (nach erfolgreichem Hardware-Zusammenbau) vlt. 15 Minuten mit einem Kaffee in der Hand.
Sobald man aber anfangen will Rechte zu verteilen oder gleich alles können möchte, was NAS4FREE so anbietet will auch ich darauf hinweisen, dass es dann auf ganz viel lesen hinausläuft. Das muss aber doch gar nicht sein im vorgestellten Szenario des TE...
Bis denne!