Falsche Vorstellungen vom Leben?

So ziemlich alles. Niedrigere Beiträge, bessere Leistungen (insb. erstattete Zahnarztbesuche beim Arzt seiner Wahl), kein willkürliches und profitorientiertes Zweiklassensystem das viele Leute benachteiligt und nicht das Wohl des Versicherten als erste Priorität hat... Das Krankenkassensystem ist eines der teuersten Europas und bringt im Vergleich wahrlich keine rühmlichen Ergebnisse. Meiner Meinung nach war die Privatisierung wichtiger Institutionen wie der KK (und auch der DB) ein riesiger Fehler.
 
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Bsp AOK: meine Freundin und ich wohnen in Bonn, die AOK (ihre KK) erlaubt ihr gnädigerweise zwei ZA-Besuche im Jahr - bei einem Arzt deren Wahl in Düsseldorf. Alle anderen werden nicht erstattet und sie kommt ohne Führerschein oder Auto nicht ohne weiteres und ohne einen ganzen Tag zu verplempern hin. Geil, nicht wahr?
 
Das ist doch offensichtlich: sie kann den Arzt zur Kontrolle nicht frei wählen, sondern muss dafür einen Tagesausflug mit den öffentlichen Transportmitteln zum von der AOK in den Olymp der Mediziner aufgenommenen ZA unternehmen, obwohl keine 5min Fußweg von unserer Wohnung entfernt einer wäre.
 
Ja, ich weiß es auch nicht... Der Verein hat schon mehrere seltsame Späßchen mit ihr getrieben, also wundert mich nichts mehr.
 
Doch, das kam in einem speziellen Briefchen mit der Lobpreisung, dass die angebotenen Dienste, zu denen man sich herablässt, nun ganze 30 Cent monatlich günstiger werden und eben besagte ZA-Besuche nun einschließen, was vorher nicht der Fall war. Warum dies aber nur in Düsseldorf möglich sein soll blieb ein Mysterium. Aber lassen wir das Thema, darum ging es hier nicht ursprünglich.
 
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cartridge_case schrieb:
Das ist echt traurig. Wieso macht der das mit?


zum start meinte er wäre es besser als Arbeitslos zu sein. Also etwas über 2K aber nicht viel. Ich finde das für den Studiengang sehr wenig.
 
da würde ich allerdings schleunigst die KK wechseln... ist ja nicht so als hätte man die Wahl ;)

Wenn ich das hier lese bin ich echt froh wie "gut" es mir geht....

Ich verdiene ordentliches Geld und bleche ~19% meines Nettoeinkommens für die Miete (ok, ich wohne mit 470 Warm bei 90qm auch verdammt günstig ;)

Aber lasst euch eins sagen... Egal ob man 1.500€, 1.800€ oder 2-3.000€ verdient (in allen Bereichen schon mehrere Jahre gelebt)... man schafft es immer, sein Leben dem Verdienst anzupassen ;) Auch wenn man dann mehr im "Luxus" lebt, kann man auch hier immer schaffen, am Limit zu leben ;)
 
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Zensai schrieb:
Ich gehöre ebenfalls zu den Leuten die mehr oder minder gezwungen mehr als 50% des netto für die Miete zahlen.
Im Rhein Main Gebiet ist das quasi nicht anders zu handeln, wenn man nicht komplett ab vom Schuss in den Bergen (Taunus) hängen will.

Also irgendwie.. irgendwie kann ich überhaupt nicht verstehen, wie man sich sowas freiwillig antut.
Ganz ehrlich? Großstadt? 50 % des Gehalts an Miete? Never, never... kommt überhaupt nicht in Frage. Aber gut, ich kenns nicht anders.. ich brauche Natur, Berge, Seen.. und am Besten Pampas. Nie würde ich freiwillig in eine große Stadt ziehen. Nichtmal wenn ich Netto nen 1000er mehr kriegen würde, den der geht ja dann sowieso drauf. Auch kann ich nicht verstehen wie jemand freiwillig 1 oder 2 Stunden einfachen Weges pendelt und am gleichen Tag wieder zurück. Das würde ich nur für den absoluten Traumjob machen (vorausgesetzt sowas gibts).
Ja ich weiss.. ich bin auch nicht blind. Is mir schon klar, die Mietpreise steigen und steigen.. aber wo soll das hinführen?
Ehrlich gesagt, um so länger ich drüber nachdenke, kann ich nur sagen, was ich als Lösung anstrebe:
Eigenheim. Gibt Sicherheit und Miete ist mir egal. Lieber 20 Jahre abbezahlen und irgendwann fertig werden, als 20 Jahre Miete zahlen und nichts haben.
Plan 2: Sobald erste Bude bezahlt, noch eine Wohnung kaufen und als Altersvorsorge vermieten. Der Mieter zahlt quasi den Kredit ab.
 
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Magl schrieb:
Großstadt? 50 % des Gehalts an Miete? Never, never... kommt überhaupt nicht in Frage.
Magl schrieb:
Auch kann ich nicht verstehen wie jemand freiwillig 1 oder 2 Stunden einfachen Weges pendelt und am gleichen Tag wieder zurück.
Bist du also arbeitslos oder wie hast du dieses Problem gelöst?
 
Das hängt sehr oft mit vielen Faktoren zusammen, die ich hier aber nicht im Forum breit trete. Du darfst mich gerne per Discord oder PN anhauen.
So wie du denken viele, man muss aber oft das breitere Bild sehen: Da spielen Faktoren rein wie Kinder, Freundeskreise, Arbeitsweg, Internetanbindung (Im Homeoffice zumindest mal), Nähe zur Familie weil vielleicht Oma Opa, Mama oder Papa nicht mehr so fit sind und Unterstützung benötigen, Vereinsarbeit...

Zumal: Ich wohne nicht in der Großstadt. Das wollte ich auch gar nicht. Ich bin total der Vorstadt-Typ. Dafür ist der Main Taunus Kreis halt perfekt. Hervorragend angebunden, gute Infrastruktur, "Vorstadt-Flair" (Ich kann weder mit Pampa noch mit Stadtleben was anfangen). Nette Leute und o.g. Punkte wie z.B. Nähe zur Familie.

Was Das Argument Eigenheim angeht: Viel Spaß, wenn mal 1-2 Rückschläge deine Reserven aufgefressen haben. Zumal: Wenn Eigenheim, dann als MFH um die laufenden Kosten zu decken und als Altersvorsorge.

In 20 Jahren zahlt man hier aber nichtmal ein kleines EFH ab. Rechne hier im Umkreis mal eher mit 35 Jahren minimum.

Wenn man dann ein MFH möchte, plus sagen wir mal Grundstück mit Garten, 120m² Wohnfläche plus 2 Wohnungen a 60-70m² dran, Notarkosten, Umbau/Renovierungskosten wenn kein Neubau:
Herzlichen Glückwunsch: Man ist ohne große Schwierigkeiten im 7 stelligen Bereich angekommen.
 
cartridge_case schrieb:
Bist du also arbeitslos oder wie hast du dieses Problem gelöst?
Ganz einfach, ich wohne nicht in der Großstadt, zahle nicht 50% meines Lohnes an Miete und fahre in die Arbeit nicht mal 10 Minuten. Nein, ich bin nicht arbeitslos und arbeite nun seit 24 Jahren. Du schreibst doch selbst, dass Du auch keine Stunde pendeln willst.
 
cartridge_case schrieb:
Eine Stunde pendeln wäre für mich schon viel zu viel.

joahh.. ok. Bis zu einer Stunde kann ich verstehen, wenn die Kohle stimmt. Länger nur, wenns gar nicht anders geht...
 
Shadowcrystal schrieb:
Ich bin jetzt Mitte 30, lebe zurzeit in einer kleinen Wohnung abseits einer größeren Stadt, für nur knapp 400€ warm <...>
Die Anzahl an Wohnungen, die ich mir seitdem angeschaut habe, nähert sich dem dreistelligen Bereich. Und sie werden einfach immer teurer. Zugesagt habe ich dennoch zu jeder, bekommen habe ich keine. Mein Schufa-Score ist nahezu perfekt, mein Einkommen liegt bei etwa 32.000 Brutto.

<...> Ich müsste mir also einen neuen Job suchen (was ich parallel dazu ebenfalls, auch bundesweit, versuche, allerdings sieht das Ganze bislang genau so erfolglos aus wie die Wohnungssuche vor Ort). Das bedeutet natürlich auch, dass ich mir nicht auf Gut Glück eine Wohnung suchen kann, die über meinen Verhältnissen liegt.
Ich bin sehr froh, dass ich mir aktuell keine neue Wohnung suchen muss, denn was da gerade abgeht, ist wirklich nicht mehr feierlich. Zumindest in den "guten" Regionen. Hier (beliebte Universitätsstadt im Südwesten) grenzt es schier an ein Wunder, eine brauch- und vor allem bezahlbare Wohnung in geeigneter Lage zu finden. Die Vermieter haben die Auswahl, insofern ist es zwar sehr blöd, dass du trotz zahlreicher Besichtigungen keine Zusage bekommen hast, aber auch nicht wirklich verwunderlich. Freunde von mir suchen auch, und die kamen bisher gerade erst auf eine Besichtigung, weil alles andere, was auf dem Markt ist, schon wegen den Rahmenbedingungen (Lage, Größe, Preis) nicht in Frage kam.

Was ich mir an deiner Stelle überlegen würde:
Wenn du ohnehin bundesweit einen neuen Job suchst, würde ich vermutlich erstmal das mit dem Job klären und mir dann eine neue Wohnung dort suchen, wo ich arbeite. Was nützt es dir, wenn du jetzt durch Zufall und mit Glück eine neue Wohnung findest, und dann nach einem halben Jahr wegen neuem Job wieder umziehen musst?
Oder ist die Suche nach einem neuen Job nur Konsequenz aus der bisher vergeblichen Wohnungssuche?
Das würde ich mir erst recht gut überlegen. Ich weiß für mich, dass ich nicht bundesweit suchen würde. Ich mag es hier, wo ich bin, und es müsste schon extrem viel passieren, dass ich hier wegziehen würde.

Shadowcrystal schrieb:
Ich habe vor kurzem einen Artikel gelesen, dass inzwischen ein nicht unwesentlicher Anteil an Menschen bis über 50% des Nettoeinkommens aufwenden muss, um nahe der Großstadt eine Bleibe zu finden. Ist das... normal? Habe ich, wie eingangs gefragt, einfach nur falsche Vorstellungen vom Leben? Zumal es dabei ja nicht bleibt. Hinzu kommen noch Fahrtkosten (derzeit 220 Euro, Pendelzeit eine Stunde) sowie alle monatlichen Fixkosten oben drauf. Nach Abzug aller monatlichen Fixkosten habe ich dann keine 400 Euro mehr in der Hand, wenn ich mir tatsächlich eine Wohnung für 800 Euro nähme.
400 EUR "übrig" ist schon wenig ... um nicht zu sagen zu wenig. Ich kenne dein Freizeitverhalten nicht, aber 100 EUR Freizeit, 100 EUR Klamotten, dann bleiben noch 200 EUR für was zu essen. Und nix für Urlaub.
Kürzlich habe ich gelesen, dass man nicht mehr als 30 % seines Nettoeinkommens für Wohnkosten ausgeben sollte. Sagt sich natürlich leicht, wenn es kaum bezahlbaren Wohnraum gibt, aber als Anhaltspunkt vielleicht doch nicht schlecht. Bevor du so ins Risiko gehst (also nur noch 400 EUR "übrig"), würde ich dir empfehlen, über eine gewisse Zeit Haushaltsbuch zu führen, damit du weißt, wo deine Kohle hingeht bzw. wieviel du für was brauchst. Nur dann kannst du beurteilen, ob dir 400 EUR reichen oder nicht.

Viel Glück bei der Wohnungssuche - wo auch immer ...
 
Also ich weiß nicht, was manche hier für Ansprüche haben, aber 400€ übrig haben reicht mir. Muss man jeden Monat Klamotten kaufen, jedes Jahr in Urlaub fahren? Was machen Leute nur mit niedrigem Einkommen, verhungern die oder was? Einfach Mal die eigenen Ansprüche etwas zurückschrauben, und vlt auch sparen oder auf etwas verzichten können!
Und manche können sich halt nicht aussuchen, wie lange sie pendeln, nicht jeder hat das Glück, ein Auto zu haben oder in der Nähe der Arbeit zu wohnen.
 
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Magl schrieb:
Also irgendwie.. irgendwie kann ich überhaupt nicht verstehen, wie man sich sowas freiwillig antut.
Ganz ehrlich? Großstadt? 50 % des Gehalts an Miete? Never, never... kommt überhaupt nicht in Frage. Aber gut, ich kenns nicht anders.. ich brauche Natur, Berge, Seen.. und am Besten Pampas. Nie würde ich freiwillig in eine große Stadt ziehen. Nichtmal wenn ich Netto nen 1000er mehr kriegen würde, den der geht ja dann sowieso drauf. Auch kann ich nicht verstehen wie jemand freiwillig 1 oder 2 Stunden einfachen Weges pendelt und am gleichen Tag wieder zurück. Das würde ich nur für den absoluten Traumjob machen (vorausgesetzt sowas gibts).
Ja ich weiss.. ich bin auch nicht blind. Is mir schon klar, die Mietpreise steigen und steigen.. aber wo soll das hinführen?
Ehrlich gesagt, um so länger ich drüber nachdenke, kann ich nur sagen, was ich als Lösung anstrebe:
Eigenheim. Gibt Sicherheit und Miete ist mir egal. Lieber 20 Jahre abbezahlen und irgendwann fertig werden, als 20 Jahre Miete zahlen und nichts haben.
Plan 2: Sobald erste Bude bezahlt, noch eine Wohnung kaufen und als Altersvorsorge vermieten. Der Mieter zahlt quasi den Kredit ab.

Die Rechnung kann man aber je nach Lage auch von 2 Seiten sehen.

Es ist ja ned so das wenn man ein Haus hat man nur die hohe Abzahlsumme hat ;) Man hat genauso Nebenkosten und auch Reparaturen die sagen wir mal in 25-35 Jahren anfallen.

Wenn ich das jetzt mal vergleiche:

Sagen wir mal ich wohne in einer noch halbwegs vernünftigen Lage. Selbst hier zahlt man für ein vernünftiges Haus mit Grundstück und Garten bestimmt locker 400-500.000€ (wenn es komplett überhaupt langt).

Ich wohne jetzt aktuell wirklich günstig in Miete, gut das kann sich ändern, weiß man nie. Ich zahle aktuell 420€ warm für ~90qm.

Das wären bei 50 Jahren ganze 252.000€ ;) Sprich ich hab mir in 50 Jahren sagen wir mal 250.000€ gespart (damit komme ich bis zum sterben ggfls besser weg als du).

Wenn ich jetzt sagen wir mal davon ausgehe, das man für das 450-500.000€ Haus locker 1.200€ (sicher mehr) im Monat abdrücken muss, könnte ich andererseits ~800€ im Monat für die Private Altersvorsorge zur Seite legen... ODER ich hab einfach Spaß und Lebe.

Und was deine Verzinsung in 10 Jahren macht, ist auch höchst fraglich bei der aktuellen Weltwirtschaftslage.

klar, man kann jetzt auch davon ausgehen man kauft sich ein gebrauchtes Haus, aber selbst da ist man LOCKER bei 250-300.000€ im Moment.

Hab ich immer noch ~50.000€ gespart denn ich verrechne hier auf der Hauskauf-Seite jetzt weder Nebenkosten noch mögliche Reparaturen (Dach, Heizungsanlage, mögliche Solaranlagen etc).

Ich bin mir sicher, wer in Miete wohnt (nicht grad in der Großstadt oder nah dran) fährt letztendlich auf Dauer besser (WENN ein gewisser Teil des Geldes zur Seite gepackt wird). Wenn man natürlich alles verprasst hast du als Hauseigentümer natürlich nachm abzahlen einen Gegenwert dastehen keine Frage.

Diese Rechnung geht natürlich nicht immer und in jeder Region auf. Wobei natürlich in Regionen in denen die Miete entsprechend teuerer ist auch Immobilieneigentum entsprechend teurer ist.
 
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