Drummermatze schrieb:
Kommt natürlich aus einer anderen Zeit.
Und auch eine andere Begründung.
Damals war ein Stylus bei den ersten Smartphones notwendig, um die kleinen Bedienelemente zu treffen.
Es gab ja noch kein Scrollen wie wir es heute kennen. Man hat stattdessen am Bildschirmrand eine kleine scrollbar verschoben oder am oberen oder unteren Ende der Scrollbar auf die kleinen Pfeile gedrückt. Oder alternativ mit einer physischen Tastatur unter dem Display gescrollt indem man oft genug die Auswahl mit Pfeiltasten nach oben oder unten geschoben hat.
Also in etwa so als würde man Windows 95 mit einer Maus ohne Scrollrad oder mit einer Tastatur bedienen.
Dementsprechend mindblowing war es ja auch dann als Steve Jobs in der Keynote einfach mit einer Wischgeste übers Display den inhalt gescrollt hat und das dann auch noch physikalisch plausibel mit dem momentum des fingers weitergescrollt hat um am Ende der Liste dann auch noch abgefedert wurde.
Begleitet von tiefem Raunen im Publikum und klatschendem beifall.
Kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen oder überhaupt begreifen, wie revolutionär das war. Das wirkte wie Technik die allem anderen um 10 Jahre voraus war.
Heutzutage ist der Apple Pencil ja nicht zur Bedienung vorgesehen (das ist optional möglich, standardmäßig aber glaube ich sogar abgestellt), sondern zum schreiben und zeichnen. Da macht das ja durchaus Sinn. Die Frage ist eher ob man auf dem Gerät wirklich schreiben und zeichnen will.