Ein etwas längeres Fazit:
FarCry 2 war für mich der berühmte Griff in die Villeroy & Boch-Abteilung.
Mir erscheinen für dieses Spiel selbst Wertungen um 80% zu hoch.
Dabei hatte ich ja eigentlich Bock auf einen ordentlichen Schooter, aber...
Nervfaktor Nummer eins in diesem Spiel sind zweifellos die Wachposten.
Ich verstehe einfach nicht, wie sowas ins Spiel kommen konnte.
Fahren, Wachposten ausschalten, Auto reparieren und weiterfahren.
Das macht spätestens nach dem dritten mal einfach kein Spaß mehr. Zumal die "Wachposten-KI" immer nach dem gleichen Schema agiert. Es wird das am Wachposten stehende Fahrzeug besetzt, der Rest rennt wie ein aufgescheuchter Hühnerstall umher.
Und obwohl ich auf dem vorletzten Schwierigkeitsgrad spiele - eine Herausforderung stellen die Wachposten nicht dar.
Sie sind halt einfach nur nervig. Da helfen auch die Busrouten nur bedingt.
Nervfaktor Nummer zwei ist das selten dämliche Waffenbalancing.
Die Gegner vertragen unrealistisch viel Blei. Im Singleplayerspiel ist die Pumpgun die Überwaffe. Auch auf irrwitzige Entfernungen. Dagegen ist mit einem Sturmgewehr gerne auch mal mehr als ein Magazin pro Gegner fällig.

Im Multiplayer wird entweder gesnipert oder mit der Mac10 einfach alles niedergemäht.
Und wer auf die grandiose Idee kam, das Offline im Multiplayer alle Spielerfolge bei Serverneustart verschwinden, der gehört mit seinem Sack unter die Decke genagelt.
Entweder kein Belohnungsystem oder so wie bei Call of Duty 4.
Schlussendlich ist FarCry 2 lahm inszeniert. Die Story ist unglaubwürdig, die Entscheidungen für oder gegen eine Seite letztendlich ohne Belang und Konsequenzen.
Ich frage mich, ob Spieleentwickler nicht mal auf die Konkurrenz schauen: Rockstar zeigt schon seit Jahren, wie ein Open-World Spiel spannend gemacht sein kann.