Farbechter Monitor 1000 EUR

ich gebe dir natürlich recht, dass die telekom ihr rosa überall gleich haben möchte, aber die geben dir ja nicht nen monitor mit nem stromaggregat mit und sagen "SO muss das rosa aussehen", sondern den RGB Wert in einem Farbraum (sRGB z.B.), der an jedem monitor anders aussieht, aber intern der selbe ist. Wenn ich den RGB Wert für dieses Rosa habe, kann ich auch mit einem komplett verstellten Monitor arbeiten.

Das 180 Rot bleibt 180 Rot, es sieht aber anders aus, wenn man dem monitor nen deutlichen grünstich verpasst, das gamma nach unten zieht und helligkeit+konstrast nach dem geburtsdatum einstellt - und wie will man sich als grafiker davor schützen, dass andere ihre monitore verstellen, wie sie lust haben?

Auf das mit dem Lack möchte ich nicht eingehen, weil das außerhalb des Digitalen stattfindet, das steht hier nicht zur Debatte :P
 
und wie will man sich als grafiker davor schützen, dass andere ihre monitore verstellen, wie sie lust haben?

Nochmal: Das steht für dich als Grafiker gar nicht zur Debatte.

Wenn du nach definierten Farben (z.B. Telekom Rosa) arbeiten kannst, oder eine Webseite z.B. nach Vorgabe oder nach Farbfächern erstellst ist dies eine Sache. Das kannst auch am schwarz/weiß Bildschirm wenn's unbedingt sein muss. -Nerven dürfte es trotzdem jedesmal, wenn dein Farbfächer dir andere Farben anzeigt als dein Monitor. Aber zumindest würde man den Job irgendwie hin bekommen.

Aber was machst du bei Bildbearbeitung wo eben nichts mit Farbfächern zu regeln ist?
Dabei bist du schnell aufgeschmissen, wenn du nicht an einem leistungsfähigen Monitor entscheidest. Denn dann kommt hinten meist nur Murks raus, der dir erst dann um die Ohren fliegt wenn du das Bild mal ausbelichten lässt, oder an einem ordentlichen Monitor betrachtest.

Wer also farbkritische Aufgaben zu erfüllen hat, sollte wohl kaum gerade an der Stelle / an dem Werkzeug "sparen" wo eine genaue Farbreproduktion stattfinden soll und zu Entscheidungen bei der nachfolgenden Bearbeitung führt. Und wenn man schon etwas "sparen" will, dann doch bitte Zeit, Nerven und Fehlentscheidungen durch ungeeignete Monitore.

In jeder Berufssparte gibt es geeignete Werkzeuge die einem die Arbeit erleichtern, natürlich aber auch "Notlösungen".
Anders als bei Grafikern und Fotografen sehe ich allerdings eher selten einen Dachdecker oder Zimmermann mit 'nem Ziegelstein 'nen Nagel einkloppen nur "weil's irgendwie damit geht".
Selbst der Hobby Heimwerker hat 'nen Hammer in der Schublade.

Aber neeeiiin. Als Designer und/oder Fotograf braucht man kein geeignetes Werkzeug. Man ist ja kreativ. Reicht ja wenn man mit 'ner dicken Kamera auftaucht und alle vor Neid und Ehrfurcht ob der Kaufpreise des Equipments zunächst erstarren.

Mal sehen wie die Hochzeitsgesellschaft das sieht, wenn du deine für Geld geschossenen Bilder hübsch vermurkst mit deiner Rechnung auf CD überreichst und das Hochzeitskleid auf den anschließend in Postergröße belichteten Bildern hübsch vergilbt ausschaut, oder Braut / Bräutigam irgendwie leicht grün oder rot im Gesicht sind weil du es an deinem "08/15 reicht ja Monitor" nicht gesehen hast.

Was hast du dann gespart? Deine zukünftige Kundschaft? :evillol:
Recht mutig wie ich finde, zumal ordentliche Monitore keine Kleinwagenpreise, sondern selten über 1500 Euro kosten. Wenn man natürlich seinen guten Ruf wegen solcher "Summen" auf's Spiel setzen möchte. -Bitte. Der Markt sortiert solche Amateure früher oder später ohnehin wegen Misserfolg und andauernder Ausreden aus.
 
Das wichtige ist nunmal, das er was schönes bietet, denn er macht die Bilder nicht für sich...

Er verdient damit sein Geld und das wird in seinem Fall auf einem genau so Farbechten Monitor bewertet.
Versteht ihr warum er es braucht?
 
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