Festplatte hängt für ca. 30 sekunden

Milson

Cadet 3rd Year
Registriert
Nov. 2008
Beiträge
62
Hallo Leute,
ich habe folgendes Problem:
Seit 2 Tagen hängt sich meine Festplatte zu willkürlichen Zeitpunkten, also nicht ausschließlich nach dem booten oder sonst irgendwann, auf.
Dabei kommt es zu einem Transferstillstand, was ich daran erkenne, dass Programme die im RAM sind noch laufen (TS3 funtioniert noch), aber alle anderen Programme "(keine Rückmeldung)" anzeigen. Des weiteren macht die Festplatte ein kurzes Geräusch wie als würde sie abschalten, am ehesten würde ich es mit "IUUuuu" beschreiben. :lol:
Danach läuft es normalerweise normal weiter oder in seltenen Fällen schmiert der Rechner ab und die Festplatte wird beim direkt folgenden Bootvorgang nicht erkannt. (Hab im BIOS nachgeschaut und der Rechner will auf einmal vom Laufwerk aus booten)

Ich hab auch schon Western Digital DataLifeguard drüberlaufen lassen. Dabei sucht es alle Sektoren durch und wenn die Festplatte wieder ausgeht, bleibt es beim aktuellen Sektor einfach stehn und wenn sie wieder angeht läuft es einfach weiter. Komisch dass es das nicht als Fehler erkennt^^
Teilweise führen diese freezes auch zum Absturz des Systems. Win7 hat auch schon eine Datenträgerüberprüfung während des bootens gemacht, ein paar Indexeinträge gelöscht, aber gebracht hat das auch nix.

Die Festplatte ist eine wd640aaks und als OS hab ich Win7 home premium 64bit.

Hat einer eine Idee zum Problem oder zur Lösung ?
 
Hey, hab ein sehr ähnliches Problem mit meiner Festplatte (dell studio Xps 13) bis auf die kleinigkeit dass ich keine Systemabstürze nach dem Stillstand habe.
Allerdings dauern die Stillstandphasen teilweiße deutlich länger.
Ein Anruf bei Dell, inklusive 7h Festplattentest der Hauseigenen Software ergab keine Fehler jedoch besteht das Problem weiterhin.
Wäre super wenn hierbei jmd weiterhelfen könnte ;)
 
So ein ähnliches Problem hatte ich auch mal mit einer Festplatte von einem Rechner. Die Festplatte hatte keinen defekt denn man nachprüfen könnte, aber nach einem Festplattenwechsel waren die Probleme verschwunden. Machmal kann es sein das die HDD physisch i.O. ist aber ein defekt trotzdem da ist. Bei mir wollte die Platte beim Kopieren 1 min. nix machen bis sie dann mit 1Mb/sec kopiert hatte, auch das booten dauerte 3-5 Min, aber Prüfprogramme hatten keinen defekt festgestellt.
 
Ganz so schlimm ist es ja auch nicht, in den Zeiten wo sie läuft, läuft sie so flott wie immer.
Mir ist aber noch etwas eingefallen. Ich hab vor den 2 Tagen meine mutmaßlich leere zweite Festplatte ausgebaut. Kann es sein dass Windoof da irgendwelche Dateien abgelegt hat, ohne mir Bescheid zu sagen?
Ergänzung ()

Okay ich hab die Lösung für mein Problem, aber keine Erklärung^^

Ich hab die 2. Festplatte wieder eingebaut und alles funktioniert wieder einwandfrei. Ich hab keine Ahnung woran das liegt, aber ich bin froh dass es wieder läuft. :)
 
Mhm das bringt mich leider nicht wirklich weiter^^
 
Ich bin es wieder mal, meine Festplatte hat sich nun doch entschieden immer wieder abzustürzen... :(
In der Zwischenzeit hab ich mal das BIOS auf ne neuere Version geflasht, hat aber auch nix gebracht.
Ich hab mal die Seriennummer bei Western Digital auf der Website eingeben und ich hab noch Garantie, was denkt ihr, soll ich die Platte mal einschicken oder können die da nichts machen ?
 
solange garantie drauf ist würd ich sie einschicken mit dem vermerk, dass die platte sich sporadisch "aufhängt" bzw. abstürze verursacht.
 
Ich brauche nochmal eure Hilfe,
die Festplatte stürzt immer noch ab und ich nehme mittlerweile an, dass es nichts mit der Festplatte an sich zu tun hat, da das Problem auch mit der Ersatzfestplatte aufgetreten ist, die fabrikneu und noch leer war, als sie während der Installation von win7 abstürzte.
Mittlerweile hab ich auch das BIOS nochmal geflasht und anschließend einen CMOS-Reset gemacht.
Hat aber auch nichts gebracht.

Es könnte noch sein, dass die Teperaturen eine Rolle spielen. In meinem microATX Würfel saß das Netzteil direkt über der Grafikkarte und hat die heiße Luft angesaugt.
Jetzt wo ich das Netzteil einzeln auf dem Tisch liegen habe und der Würfel komplett offen ist, läuft der Rechner schon länger aber stürzt immer noch ab. Und immer noch ist die Festplatte das Teil das den Crash verursacht.
Es wundert mich auch dass der Lüfter vom Netzteil bei Volllast nur mit ca. 500 rpm läuft, obwohl mein System schon etwas stromhungriger ist.

An dieser Stelle nochmal meine Komponenten:
CPU: AMD Phenom II x4 955 BE (Xigmatek Balder)
RAM: 4096 mb ddr2 800 cl4 von a-data
Grafik: ATI Radeon HD 4850 1024 mb (passiv, gemoddet mit 2 40mm lüftern)
HDD: Western Digital Caviar Blue 640gb
Netzteil: Corsair HX 520W

weiteres: DVD-Brennner (momentan abgesteckt), 1 120mm Lüfter, 1 80 mm lüfter

Ich bin langsam echt am Ende mit meinem Computer-Latein. Jetzt sind eure Ideen gefragt, auch wenn sie noch so abwegig sind.

-edit-

Ich hab langsam den Verdacht, dass der SATA-controller einen Schlag weg hat. Wie schon gesagt stürzt halt die Festplatte immer wieder mal ab, worauf ein bluescreen folgt, wegen abrupter beendigung systemrelevanter Prozesse. Die Bluescreen Codes hab ich mir mal notiert und es sind größtenteils die beiden folgenden Codes:
0x000000F4
0x0000007e ata.sys (sinngemäß) abgestürzt

Kann mir einer verraten wie ich den Controller teste und wo er sitzt, also in der CPU oder auf dem Mainboard ? Bzw. liege ich überhaupt richtig mit meiner Annahme ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm, hier gibt es viele mögliche Fehlerursachen. Am wahrscheinlichsten ist wohl eine Spannungsschwankung, d.h. das Netzteil sollte mal geprüft bzw. getauscht werden. Mit einem guten Multimeter oder einem Oszi kann man Einbrüche der 5V- bzw. 12V-Schiene erfassen.

Unabhängig davon bitte alle Kontakte (Stecker, RAM, Steckkarten, ...) mal neu stecken, um Kontaktfehler auszuschließen.

Auch eine anständige Kühlung aller Komponenten hat noch nie geschadet.
 
Das erste was ich ausschließen kann, ist das irgendetwas überhitzt, ich habe bereit alle mir verfügbaren Lüfter zur Kühlung eingesetzt, meinen Ansichten nach überschreitet kein Bauteil zu irgendeinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise eine kritische Temperatur.
Kontaktfehler würde ich auch auschließen, da ich mittlerweile, den ganzen PC mehrmals auseinander und wieder zusammen gebaut habe.
Ein anderer SATA-port hat auch keine Besserung gebracht und alle meine SATA-Kabel hab ich mittlerweile auch durchprobiert, hats auch nicht gebracht.

Ich hab dir mal den Screenshot von meiner Systemplatte angehängt, die zweite hab ich nicht mehr im PC und hab auch nicht vor die weider einzubauen.
Netzteil halte ich auch für plausibel, ich werd mal ein anderes auftreiben und ranhängen, aber das könnte wohl noch ein paar Tage dauern.

Ach ja, Danke für eure Bemühungen :)
 

Anhänge

  • CrystalDiskInfo_1.png
    CrystalDiskInfo_1.png
    180,3 KB · Aufrufe: 226
Der Parameter "UltraDMA CRC Fehler" beziffert 13 Fehler (Hex-Wert D).
Die erklärt die Probleme, die bei dir auftreten.
Ursache sind i.d.R. defekte Datenkabel (SATA) oder verschmutzte Kontakte. Kann aber genauso gut von Übertaktung, zu hoher Southbridgespannung, bzw. zu hoher Temperatur der Southbridge, oder auch von fehlerhaften Chipsatztreibern kommen.
Letztendlich kann es im schlimmsten Fall auch an einem defekten Controller liegen.

Was für ein Motherboard hast du? Chipsatztreiber aktuell?
Ist dein System übertaktet?

Edit: Die Beschleunigungszeit (3175) liegt auch weit über dem Grenzwert (21) . Sofern das nicht mit dem UDMA CRC Fehler zusammenhängt, würde das auf Probleme beim Motor oder den Platten-Lagern hindeuten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Prima - die Beschleunigungszeit war der entscheidende Hinweis.
Folgende Ursachen sind möglich:

- Leiterplattenkontakte vergammelt - sowas kommt bei WD und Seagate häufig vor. Da hilft nur, die Leiterplatte abzuschrauben, und die Kontakte mit einem Glasfaserpinsel o.ä. zu reinigen.
- Motortreiber schwach (Garantiefall?)
- Probleme mit der Spannungsversorgung von außen
 
Als Board hab ich das M4A785D-M Pro, der Chipsatztreiber is meiner Meinung nach aktuell, ich hab den Mainboard Treiber für AMD Chipsets hier von der CB-Seite genommen (version 10.6). Was da aber noch für treiber fehlen könnten weiß ich nicht, da das bei AMD immer sehr unübersichtlich ist. Und mein System ist auch nicht übertaktet.
Garantiefall hab ich schon abgeklärt, ich hatte schon eine Austauschplatte von WD bekommen, aber nachdem ich mit ihr dasselbe Problem hatte, hab ich sie zurückgeschickt.
Und zum Thema Motortreiber, sowas gibts ?
Aufschrauben würde ich die Platte eher ungern, da ich bei meinem Glück noch irgendetwas kaputt mache, aber wie zur Hölle können denn die Kontakte auf der Leiterplatte vergammeln ?
 
Nun, der Motortreiber ist ein kleiner Schaltkreis auf der Festplatten-Platine, der die Spannungsversorgung regelt und den Spindelmotor ansteuert. Wenn das Kerlchen schwach wird, stehen die Betriebsspannungen u.U. nicht mehr richtig zur Verfügung, und die restlichen Komponenten der Platte können nicht mehr richtig arbeiten.

Das mit den korrodierten Kontakten ist leider Standard - da hat die Galvanik offenbar geschlampt. Ich hatte schon mehrere (fast neue) Platten der o.g. Hersteller, die ich durch einfaches Reinigen der Kontakte wieder zur Arbeit überreden konnte. Immer war dort die "Spin up time" auffällig hoch.
Da nimmt man einen 8er Torx, schraubt die Leiterplatte ab, putzt die Kontakte (*), und schon ist man auf der sicheren Seite. Die Festplatte selbst darf natürlich nicht geöffnet werden!
(*) notfalls kann man das auch mit Haushaltsreinigungsmitteln und Papier (-Taschentüchern) probieren. Hauptsache, das Reinigungsmittel wird wieder rückstandsfrei entfernt, z.B. mit Spiritus. Die rein mechanische Reinigung mit einem Glasfaser- oder Messingpinsel (Conrad) ist aber die bessere Variante.


[Edit 27.6.10]
Die Kontakte innerhalb der Leiterplatte sind wohl i.O.; ich hatte mich vom vermeintlichem Maximalwert von 253 (anstatt 200) in die Irre führen lassen.
 
Zuletzt bearbeitet: (Fehler erkannt - und eingesehen ;-))
Ich will mich jetzt nicht belehrungsresistent geben und ich bin auch dankbar für die Hilfe, aber ich glaube nicht, dass die Fehler an der Platte an sich liegt, weder am Kabel, den Kontakten noch an der Leiterplatte.
Ich hab nämlich zu vergleichszwecken die zweite Festplatte rangehangen (siehe Bild) und sie mit CrystalDiskInfo ausgelesen. Und es werden bei ihr genauso UltraDMA CRC Fehler angezeigt. Dass aber bei zwei Platten (gleichzeitig) aus unterschiedlichen Produktreihen der selbe Fehler auftritt, der auch noch verschmutztungsbedingt sein soll, halte ich für recht unwahrscheinlich.

Ich würde deshalb nochmal auf die Treiber zurück kommen wollen. Wie finde ich heraus welche Treiber benötigt werden oder welche ich installieren sollte ? Oder der SATA-Contoller ist wirklich hinüber...
 

Anhänge

  • CrystalDiskInfo_2.png
    CrystalDiskInfo_2.png
    168,3 KB · Aufrufe: 177
simpel1970 schrieb:
Edit: Die Beschleunigungszeit (3175) liegt auch weit über dem Grenzwert (21) . Sofern das nicht mit dem UDMA CRC Fehler zusammenhängt, würde das auf Probleme beim Motor oder den Platten-Lagern hindeuten.
Der Grenzwert ist nur im Zusammenhang mit dem aktuellen (current) und dem schlechtesten (worst) Wert zu verstehen. Und beide liegen noch weit oberhalb des Grenzwertes (der Grenzwert muss unterschritten werden). Die Rohdaten, hier von Crystal Disk Info in Hex dargestellt und von dir in das dezimale System umgerechnet, sagen nur aus wie lange die Festplatte in ms gebraucht hat um auf nominale Drehzahl zu kommen (ob das ein Durchschnittswert oder die letzte Anlaufzeit ist, weiß ich allerdings nicht).

_TK_ schrieb:
Prima - die Beschleunigungszeit war der entscheidende Hinweis.
Folgende Ursachen sind möglich:
Hast du dir den Screenshot auch mal angesehen?

Ich kann nur soviel sagen. Ihr seid auf dem Holzweg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war anfänglich auch davon überzeugt, dass ein Grenzwert unterschritten werden müsse, wenn der worst-wert unter dem current-wert liegt. Es muss also noch weiter runter gehen um in einen kritischen Bereich zu kommen, aber ich war davon überzeugt, dass die Leute schon öfter mit CrystalDiskInfo gearbeitet haben und sich auskennen. Ich kenn mich ja eher weniger aus. :D
 
@Milson
_TK_ kennt sich schon aus. Er hat sich aber anscheinend den Screenshot nicht selbst angesehen.

Wenn du die Möglichkeit hast die Festplatte an einem anderen Rechner zu testen, würde ich das mal versuchen. So kannst du ausschließen oder bestätigen, dass es an der Festplatte liegt.

Ehrlich gesagt, glaube ich auch, dass es das Board bzw. der Kontroller sein muss, der defekt ist.

Die Rohdaten des "UltraDMA CRC Fehler"-Attributes ist übrigens ein Zähler, der nicht zurückgesetzt wird. Ist der Wert höher als 0 bedeutet das, dass es tatsächlich Übertragungsfehler gab (evtl. aufgrund eines defekten Kabel), dies aber nicht aktuell sein muss und längere Zeit zurück liegen kann.
 
Zurück
Oben