Festplatten-Temp auslesesn?

stonix015

Lt. Commander
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Ich habe mal eine Frage, worüber ich bei google und co keine Antwort fand:
Welche Temperatur ließt man mit Tools wie HD-Tune bei Festplatten aus.
Ist es die Chiptemperatur, oder, was ich eher glaube die Festplatten-temperatur.

Laut Google-Studie soll die Temp im Inneren einer Festplatte bei 35-45°C liegen, da gibt es die wenigsten Fehler.
Nun meint aber ein Kollege von mir, quelle hat er nicht genannt!, dass man die Chip-temperatur ausließt und nicht die Casetemperatur.

Da wo ich also immer denke, dass es sehr gut ist, wenn die Werte bei 30-45°C liegen,
sagt er also, dass die Werte egal sind, und dass es sich nur um die Chiptemperatur handeln würde!

Wer hat nun recht?
 
Also ich halte die Chip-Theorie eher für unrealisitisch.

Schon mal jemand mit Festplatten-Chipkühler gesehen?
Wieso wird das Ding dann nicht ab Werk gleich aktiv gekühlt?
Warum haben so große Festplatten-Passivkühler sonst so großen Einfluss auf die Chiptemperatur.

Welche Temperatur es genau ist, ist doch gar nicht so entscheidend. Der Punkt ist, dass die Temperaturen eben nicht zu hoch sein sollten. Das Wissen, ob da nun die Temperatur der Platter gemessen wird oder sonst was ist doch total irrelevant.
 
sie sollte auch nicht unter 25sein, absolutes nogo.
Die Festplatte ist ja gelagert, und es ist besser weil die öle in der platte dann richtig flüssig werden, sodass die Reibung nicht so groß ist.
 
ICh persönlich würde shon sagen, das es die Temp des Gehäuses, irgendwo innen ist, denn meine platten haben so um die 35°C und wenn ich drauffasse, dann würde ich sie auch so schätzen, also könnte der temp-fühler an der innenseite des cases liegen...reine überlegung von mir, keine ahnung ob es wirklich so ist....

EDIT:
ja, wenn die temps unter 20°C sind haben platten eine theoretisch höhere ausfallrate, in etwa so, wie als wenn sie über 50°C laufen würde...quelle ist PCGH
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es sich in den letzten Jahren oder bei einigen Plattenherstellern nicht geändert hat,
ist es weder die Chiptemperatur noch die Gehäusetemperatur,
sondern der Temperatursensor sitzt auf der Controllerplatine zwischen den Chips,
entweder auf der Außenseite oder zur Platte hin.

In der Regel bekommt der Sensor daher etwas mehr Wärme ab (aber nicht so viel wie der Controllerchip selbst),
weshalb die Hersteller einen nicht näher benannten Temperatur-Offset einstellen, dass heißt,
dass nach dem Rechnerstart (bei kalter Platte), über den Sensor ein niedrigerer Wert angezeigt wird als die Platte hat,
z.B. zeigt der Sensor 18°C an, die Zimmertemperatur liegt aber bei 21°C.

Generell sollte man den Sensorwert nur als Richtwert sehen, die tatsächliche Gehäuse-Temperatur kann um einige Grad davon abweichen.

Bei Festplattentest also immer selber nachmessen, sonst sind die Angaben über die Temperaturen verschiedener Festplatten schlicht falsch.

Böse Zungen möchten sogar behaupten, dass die Hersteller den Offset extra groß machen, damit der Kunde seine Platten für besonders kühl hält.

Praktisches Beispiel:
Ich habe gerade meine beiden Samsung F1 1TB Platten im 5,25'' Einschub nachgemessen und mit den Werten aus HD-Tune verglichen:

Platte__HD-Tune___Voltcraft IR-270L
HD1____30°C________37°C
HD2____27°C________34°C

Wie du siehst mogelt Samsung hier ein "bisschen".

Messmittel: Voltcraft IR-270L
Powerbox_9.jpg


Grüße
balla balla
 
Zuletzt bearbeitet:
das mit den Messwerten finde ich sehr HEFTIG!

Es sind ja schon 6-7°C Abweichung, das darf eigentlich nicht sein!
 
Das darf leider schon sein, weil der Sensor-Offset im Gegensatz zu anderen Festplatten-Eigenschaften (z.B. Steckverbinder) nicht geregelt bzw. genormt ist.

Habe gerade auch meine WD VelociRaptor nachgemessen, HD-Tune sagt 32°C, und tatsächlich sind es 34°C, da stimmt's schon eher.

Das darf man alles nicht so eng sehen, schließlich ist die Temperatur innerhalb der Festplatte auch nicht überall gleich, da gibt's schnell mal 2°C Unterschied.
 
Zuletzt bearbeitet:
naja, die IR-Thermometer sind ja auch nur bei einem schwarzen Strahler halbwegs aussagekräftig, und auch da haben sie mindestens 2-3K Toleranz! Also lieber ein gutes Kontaktthermometer verwenden.
Die in den Festplatten oder auf den Platinen eingebauten Temperatursensoren sind auch nicht besser, hier habe ich schon Unterschiede bis 10K gesehen.

Wichtig ist, die Meßwerte mit diesem "Hintergrundwissen" interpretieren zu können, und ältere Platten ggf. ein wenig zu kühlen, damit sie nicht den Hitzetod sterben (vorher anfassen!). Die als Energiesparplatten angepriesenen Exemplare werden kaum noch warm, die sind am anwenderfreundlichsten.
 
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