flüssigstickstoffkühlung

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Ensign
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hi all

bin mir nicht ganz sicher ob thread hier rein passt, hoffe mal^^

mich interessiert mal wie so eine flüssigstickstoffkühlung aufgebaut ist, und funktioniert
bilder hab ich schon viele gesehen, aber wie funktioniert son ding? wie ist das mit der isolation, dem nachfüllen, verdampfen, der effizienz, und wenn der pc ausgeschalten ist was ist dann mit dem stickstoff los? die cpu müsste dann ja einige grad im minus sein, kann des ding da überhaupt funktionieren?
wäre schön wenn ihr mir mal so ne allgemeine übersicht über so ne stickstoffkühlung geben könnt, details natürlich auch

danke schonmal
 
Also wie ich das verstanden hab müsste es so sein: Die Cpu wird rundrum isoliert, sodass kein Stickstoff aufs Board laufen kann und meistens hast du ja nen Kupferrohr mit Isolation drumrum. Da rein wird dann der Stickstoff gekippt und gelangt so direkt auf die CPU und kühlt sie. Der Stickstoff wird mit der Zeit ja wärmer und verdampft - löst sich jedenfalls auf und ist weg.
Wenn der PC aus ist dann verdampft ebenfalls der Stickstoff, nur eben nicht ganz so schnell.
So hab ich mir das vorgestellt.
 
also an LN2 kommste kaum dran wenige liter kosten hunderte € !!!

du machst ein kupferblock machte den auf deine CPu drauf und isolierst das ganze wegen der kondensation von wasser wegen den großen temp unterschiede !

dann gibste immer wieder etwas von dem zeugs rein das kühlt unheimlich gut !

die CPU hat eigentlich kein prob mit minus 150 °C ^^

ich würde dir trockeneis empfehlen das ist recht günstig und mit minus 70-90 °C auch sehr gut zum OC
 
dir ist schon bewusst, dass trockeneis und LN2 nur für kurze benchruns taugen? ;)
 
Nur aus Interesse: Wie weit darf man CPUs eigentlich abkühlen, dass sie dabei trotzdem noch funktionieren?
 
-190 grad bestimmt macht eig garnix wenn die kalt wird
es is sogar besser weil umso kälter die is umso weniger wiederstand haste
 
@Threadersteller :lol: dein Nick passt gut zum Thema ;) *No_Name Superpi Weltrekord*

Wie man den Bildern im Allgemeinen entnehmen kann, wird ein gut isoliertes Metallrohr, welches häufig einen eingepressten Kupferboden besitzt, auf die CPU montiert und mit flüssigem Stickstoff(~ -196°C) gefüllt. Die CPU wird kann dabei auf unter -100°C unter Volllast gekühlt werden. Die tiefen Temperaturen ermöglichen es der CPU auch deutlich höhere Spannungen zu überleben, wodurch natürlich auch höhere, stabile Taktraten möglich sind.
LN2(Liquid Nitrogen, N²) kannst du recht günstig im Fachhandel bekommen, für den Dauerbetrieb ist eine solche Kühlung natürlich nicht geeignet, da ständig Stickstoff nachgefüllt werden muss.

@Lar337
Das ist CPU-abhängig. Core2-CPUs haben i.d.R relativ tiefe "Coldbug-Temperaturen" von -100°C und tiefer, es gibt jedoch durchaus Modelle, die schon bei -80 ihren Dienst versagen, während andere auch bei -130 noch munter weiterrechnen.
Bei den alten AMD Opterons gab es afaik auch CPUs, die schon bei +10°C einen Coldbug hatten...

@ICEKALT
Die Isolierung ist vor allem wegen des Kondenswassers nötig. LN2 ist nicht leitend.

Nikolaus117
Trockeneis ist deutlich empfehlenswerter für "moderates"-Extremübertakten :D
LN2 ist zwar komplizierter bei der Handhabung, jedoch nicht wirklich teuer(im Gegensatz zu Helium, welches aufgrund der viel zu kleinen spezifischen Wärmekapazität, den zu tiefen Temperaturen von -269°C, der zu viel zu komplizierten Handhabung und nicht zuletzt des Preises wegen nicht verwendet wird)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke mal das -150°C kein Problem sein sollten.
 
bearnator schrieb:
es is sogar besser weil umso kälter die is umso weniger wiederstand haste

Ähm, Silicium ist ein Halbleiter :rolleyes:
Silicium selbst leitet also beim absoluten Nullpunkt nichts mehr.
Funktioniert die CPU dann allerdings noch?
 
interesannte frage. und mein beitrag wenn man ne cpu zuweit heruntergekühlt hat (mal angenommen) hat die nur im moment ein schaden oder dan für immer?
 
Also soweit ich weis geht bei -273,15°C gar nix mehr. Da sogar Atome still stehen.
 
Noja, die Atome sollen ja auch nicht auf Wanderung gehen, sondern die Elektronen.
Und das müsste, von Halbleitern mal abgesehen, doch auch beim absoluten Nullpunkt gehen.
Aber grad da stell sich ja die Frage bei CPUs.
Silicium ist nunmal ein Halbleiter. Allerdings mit Leitern dotiert.
Fragt sich also, wie stark die Funktionsfähigkeit von der Temperatur abhängig ist.
Ich verstehe eh schon nicht, wie eine CPU bei so vielen verschiedenen Temperaturen funktionieren kann. Die Leiteigenschaften müssten doch selbst bei -150° schon total anders sein.
 
Tolle Fragen in dem Thread, mit der Beantwortung könnte man schon eine seitenlange Abhandlung füllen.
Ich bin auch nicht der Experte dafür, aber die Temperatur, bei der eine CPU noch funktioniert ist generell nicht bei allen CPUs gleich.
Stichwort Cooldbug.
Hat die CPU diesen Bug, dann startet der Rechner ab eine bestimmten Temperatur, eben ab wann der Bug auftritt, nicht mehr.
Die Temperatur kann da ganz unterschiedlich sein, manche haben die wohl bei -100°, manche höher, manche niedriger oder auch gar nicht.
Viele CPUs starten aber einfach nur nicht mit dieser Kälte, aber wenn sie einmal gebootet sind kann man sie noch viel weiter kühlen.
Von einem Schaden durch eine zu kalte CPU hab ich bisher noch nicht gehört.

Wie ich schon sagte ist das ganze Thema sehr komplex, die Awardfabrik ist imo. ein interessanter Anlaufpunkt.
Oder man fragt direkt Jemanden, der sich wirklich damit auskennt, und auch hier im Forum ist, zB. Stummerwinter. ;)
 
@all
Bei 0K geht NICHTS mehr ;) (ist eigentlich sowieso irrelevant, da alle CPUs schon lange vorher einen Coldbug haben)
 
Ich glaube trotzdem nicht das eine CPU bei -273,15°C noch funktionieren würde.


Edit: Anders siehts bei der Supraleittechnik aus. Je kälter desto besser. Im idealfall nimmt man flüssige Helium.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nikolaus117 schrieb:
also an LN2 kommste kaum dran wenige liter kosten hunderte € !!!
Typischer Nikolaus Schwachsinn. LN² gibts bei Linde für etwa 2€ pro Liter. Dewars kann man sich auch leihen.

schnopsnosn schrieb:
dir ist schon bewusst, dass trockeneis und LN2 nur für kurze benchruns taugen? ;)

Bingo :daumen:

Lar337 schrieb:
Nur aus Interesse: Wie weit darf man CPUs eigentlich abkühlen, dass sie dabei trotzdem noch funktionieren?
Bis zum Cold boot bug oder zum freeze.

Zu kalt ist nicht gut und verschiedene CPUs reagieren unterschiedlich auf Kälte.

Und für Trockeneis/LN² braucht man natürlich einen Pot. Sowas zum Bleistift:



Ist allerdings nicht ganz günstig so ein Pot. 100-150€ je nach Model muss man schon rechnen.

Und ohne wenigstens etwas Erfahrung zu haben sollte man das ganze garnicht anfangen. Und naja sein wir mal ehrlich. Hier danach zu fragen disqualifiziert einen eigentlich so extrem zu benchen.

:freak:
 
Wie machen es denn die in Sibirien und Co. KG sonst bitte? :D
Bei O Kelvin geht sowieso nichts mehr. Ich denke, bei etwa -190° C geht keine CPU mehr.
 
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