Fritzbox Mesh bei Kabelverbindung kontraproduktiv?

Executor55

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#1
Hallo,
Kurz:
Ich habe eine einfache und kurze Frage: Ist das Einschalten von der Mesh-Repeater-Funktion einer zweiten Fritzbox sinnvoll, wenn zwischen den beiden Fritzboxen eine Gigabit-LAN-Verbindung besteht?

Lang:
Ich habe daheim eine Fritzbox 7490 als Hauptrouter und eine Fritzbox 7490 als AccessPoint (per Gigabit LAN verbunden) im Einsatz. Läuft schon lange problemlos und performant. Eingerichtet ist die 2. FB im IP-Client-Modus über LAN1.

Jetzt gibt es ja seit einiger Zeit schon das so hoch angepriesene "Mesh" von AVM.
Es verspricht ja mehr performance und intelligente und dynamische Übergabe von WLAN-Geräten zwischen den jeweiligen FBen.
Ich dachte mir ich kann so evtl. mein Netzwerk daheim für WLAN-Clients noch etwas optimieren.
Allerdings musste ich feststellen, das nach Einschalten der Mesh-Funktion an der 2. Fritzbox die Verbindung in der Netzwerkübersicht der 1. FB nur noch mit 160MBit anstatt der 1GBit angezeigt wird und alle Geräte an der 2. Fritzbox dermaßen lahm unterwegs sind, das ich das ganze direkt wieder rückgängig gemacht habe.

Soll das so sein? Ist das Mesh-Routing etwa nicht in der Lage eine vorhandene Gigabit-LAN-Verbindung der beiden Fritzboxen zu erkennen und routet immer alles übers WLAN an die 2. Fritzbox? Oder habe ich etwas falsch gemacht?

Danke für Tipps und Erfahrungen.

Gruß
 

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#2
Merkwürdig.

Ich habe auch mal AVM Mesh installiert und da gab's mit LAN-Verbindungen keine Probleme.

Wobei ich auch nicht zwei Fritz!Boxen im Einsatz hatte.

Soll das so sein? Ist das Mesh-Routing etwa nicht in der Lage eine vorhandene Gigabit-LAN-Verbindung der beiden Fritzboxen zu erkennen und routet immer alles übers WLAN an die 2. Fritzbox? Oder habe ich etwas falsch gemacht?
Nee, bei wlan würde er auch wlan anzeigen und auch ob 2.4 oder 5 ghz


Kannst ja mal einen Praxis-Test mit Dateitransfer machen, ob das wirklich auf 160 mbit ausgebremst wird oder nur Anzeigefehler ist?

edit: erstes Bild ist kein Mesh. Da fehlt bei der zweiten Fritte das Mesh-Symbol.
 

Executor55

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#4
ich hatte es genau nach der anleitung gemacht. auch mit den tasten an den fritzboxen. die einrichtung scheint dann auch geklappt zu haben, da die 2. fritzbox bei interneteinstellungen auch anzeigt das sie als mesh-repeater läuft und unter wlan, das andere wlan auch angeklickt ist als "basis". aber das mesh-symbol bei der 2. fritzbox bekomme ich nicht :confused:
 

h00bi

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#5
Mesh ist eine Technik für Repeater (ohne LAN Kabel).

Es verspricht ja mehr performance und intelligente und dynamische Übergabe von WLAN-Geräten zwischen den jeweiligen FBen.
Das nennt sich WLAN Roaming und hat nur bedingt etwas mit Mesh zu tun.
WLAN Roaming sollte aber auch im "LAN Bridge" Mode funktionieren.
 

Sameneulmann

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#6
Nicht richtig h00bi. Mesh funktioniert selbstverständlich auch mit Kabel.

@Executor55
Nimm einfach mal Kontakt mit dem AVM Support auf, die sind (teilweise) recht kompetent.
 

h00bi

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#7
AVM Mesh funktioniert mit Kabel.
Das hat mit echtem Mesh nix zu tun, genausowenig wie bei 2 Geräten ein Mesh (vermaschtes Netz) entstehen kann. Mesh ist mittlerweile leider ein ausgeschlachteter Marketingbegriff und jeder schreibt überall Mesh drauf.
 

Executor55

Lt. Commander
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#8
Die Frage ist, welche relevanten Vorteile bietet mir Mesh in meinem Fall überhaupt?
Wie gesagt so wie es jetzt eingestellt ist, ist es schon ziemlich performant.
Beide WLAN-SSIDs habe ich gleich benannt und laufen auf unterschiedlichen Kanälen. Die Endgeräte sind meist selber intelligent genug ins stärkere WLAN selbst zu wechseln.
 

Raijin

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#9
Die Frage ist, welche relevanten Vorteile bietet mir Mesh in meinem Fall überhaupt
Wenig bis gar keine. Aber das kannst du ja selbst ausprobieren, oder nicht? Einschalten, testen, ausschalten, testen.

@h00bi hat es schon ganz richtig geschrieben, Mesh definiert sich primär durch ein vermaschtes Netz. Mehrere sogenannte Nodes bilden ein dynamisches Netz, das sich zB durch Hinzufügen/Entfernen eines Nodes neu ausrichtet. Die einfachste Variante wären drei Nodes, die ein (gleichschenkliges) Dreieck bilden. Node A kann dann dynamisch über Node B oder C verbinden.
Die Nodes selbst können kabelgebundene Access Points oder Repeater sein, wobei letztere die Regel sind.

D.h. Mesh ist bei 2 Nodes wenig sinnvoll, weil die beschriebene Dynamik zwischen 2 Nodes .. .. naja .. sehr statisch ist..

Genau gekommen ist AVM Mesh auch kein echtes Mesh im Sinne von 802.11s. Daher sagt man zu AVMs proprietärer Lösung auch gern "Pseudo-Mesh". Wobei das nicht per Definition schlecht ist, da AVM nicht der einzige Hersteller ist, der das so macht, und diverse Mesh-Tests zeigen, dass AVM im Vergleich oft recht gut abschneidet.

Fakt ist aber, dass die WLAN-Branche ein neues Marketingwort hat, Mesh. Es wird suggeriert, dass WLAN ohne Mesh kacke ist und Mesh das Heilmittel für schlechtes WLAN ist. Ein ordentliches AP-basiertes WLAN wird jedoch jedes Mesh in den Staub treten, ist aber natürlich aufwändiger zu verkabeln.
 
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#11
Ja lass es so. Ich selbst habe eine FritzBox 7490 welche mit zwei AVM Repeatern (1730e und 1160) im Mesh laufen. Wobei laufen eigentlich zu viel gesagt ist. Sie sind zwar im Mesh Modus (Symbol an allen Repeatern und Box aktiv) aber so wirklich rund läuft es nicht. Wenn die Fritzbox ein Update bekommt geht eigentlich gar nichts mehr. Ich muss dann teilweise alle Repeater wieder ins Mesh einbinden (Tasten drücken etc). Dann verbinden sich die Clients nicht mit der Fritte, obwohl die direkt daneben steht, sondern wechseln auf einen weit entfernten Repeater. Alles nicht so doll. Ich werde die Fritte wohl bald nur noch als DSL Modem nutzen und das WLAN über das Zyxel Multy X ( https://www.zyxel.com/de/de/products_services/AC3000-Tri-Band-WiFi-System-Multy-X/) laufen lassen.
 
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#12
Fakt ist aber, dass die WLAN-Branche ein neues Marketingwort hat, Mesh. Es wird suggeriert, dass WLAN ohne Mesh kacke ist und Mesh das Heilmittel für schlechtes WLAN ist. Ein ordentliches AP-basiertes WLAN wird jedoch jedes Mesh in den Staub treten, ist aber natürlich aufwändiger zu verkabeln.
Was mir am AVM-Zeugs gefällt ist, das deren Hardware flexibel einstellbar ist.

Der 1750E wird z.B. als Repeater vermarktet, lässts ich jedoch mit wenig Aufwand in den Lan-Bridge Modus schalten und ist damit effektiv ein AP.

So konnte ich bei meinen Eltern zuhause in einem Altbau der nur ein Ethernet-Kabel vom Keller zum Dachboden hat ein effektives wlan-Netz aufbauen. Ein 1750E ganz oben, zwei 1260E per dlan verbunden an gegenüberliegenden Seiten des Erdgeschoss und die Fritte (sowie ein 1220E) im Keller. Und plötzlich hat man im ganzen Haus durchgehend 3 Balken oder mehr Emfpang für wlan und keine verschwendete Bandbreite durch irgendwelche Repeater oder wlan-Bridges.

Meines Wissens fehlt dem AVM Mesh noch das Feature, die das Roaming unterstützt (aktuell ist das Roaming dann von den Clients abhängig), aber AVM arbeitet hier offensichtlich auch noch an der Software. Bei dem OS 7.0 ist es wohl noch nicht dabei, aber irgendwann wird's wohl kommen.


Was mich an den meisten anderen Mesh-Lösungen stört ist das diese rein auf wlan-Basis aufgebaut sind und nur bei der Basisstation ein Anschluss über Ethernet vorgesehen ist. Klar ist das leicht aufzustellen, aber wenn dann eine dicke Stahlbeton-Decke mit Fußbodenheizung zwischen einzelnden Stationen steht wird hier das ganze Vorhaben erheblich ausgebremst.


Professionelle Lösungen wie z.B. von Sophos derweil gehen meines Wissens nach strikt davon aus, das ein Ethernet-Anschluss vorhanden ist. Repeater sind nicht vorgesehen, Dlan APs gibt's auch nicht, da könnte man höchstens ein dlan-Set vor einen AP setzen was natürlich die Kosten steigert. Und nicht zuletzt -> professionelle Lösungen sich auch an sich schon teuer.
Wenn 3 APs mit 300/866 mbit wlan schon 900€ kosten und dazu noch dlan oder Kabel verlegt werden muss und ein (ich glaube) 60€/Jahr Abo um die APs zu managen... nein danke.
 

Highcoder

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#13
So teuer muss es nicht sein. UniFi z.B....
Selbst die teuren ac ap pro m kosten nicht mal 170€ und da ist dann alles dabei. Sogar PoE Injektor und Masthalterung. Die Software für den zentralen Controller ist kostenlos und für Windows und Linux zu haben. Mit denen sind sämtliche Spielereien möglich. Wer nicht das ganz große Modell braucht kommt nochmal wesentlich günstiger. Bei den APs ist glaube ich für jeden Geschmack etwas dabei.
 

Raijin

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#14
Was mich an den meisten anderen Mesh-Lösungen stört ist das diese rein auf wlan-Basis aufgebaut sind und nur bei der Basisstation ein Anschluss über Ethernet vorgesehen ist.
Jein, Basisstationen gibt es bei Mesh in dem Sinne nicht, das sind alles "Nodes". In der Theorie kann man auch 3 kabelgebundene Nodes (quasi APs) und 5 reine WLAN-Nodes (quasi Repeater) zu einem Mesh zusammenfassen. Genau genommen ist das sogar das ideale Mesh. So kann jeder Node sich den optimalen Weg suchen, dynamisch kreuz und quer geroutet.


Der größten Fehler, den die meisten Leute bei Mesh begehen, ist, dass sie schlicht und ergreifend zu wenig Nodes einsetzen. Bei einem herömmlichen AP-basierten WLAN ist es in der Regel ausreichend, pro Stockwerk einen AP aufzustellen, weil jeder AP direkt ins LAN weiterleitet. Evtl. reicht auch jedes 2. Stockwerk. Bei Mesh sollte man jedoch tendenziell eher 2 Nodes pro Stockwerk einsetzen, um dem Mesh Alternativ-Verbindungen zu ermöglichen. Das kommt natürlich auf die Größe des Hauses an, klar. Bei einem Mesh mit jeweils einem Node pro Stockwerk, die sich der "Dynamik" sei Dank dann schön automatisch in Reihe schalten, kommt nicht wirklich Mesh-Gefühl auf ;)
 

h00bi

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#16
Meines Wissens fehlt dem AVM Mesh noch das Feature, die das Roaming unterstützt (aktuell ist das Roaming dann von den Clients abhängig)
Ohne Mesh funktioniert WLAN Roaming bei AVM seit Jahren problemlos, egal ob "Repeater" als AP oder PowerLAN APs. Sobald der zusätzliche WLAN Knoten die Option bietet die WLAN Config von der FB 1:1 zu übernehmen geht auch Roaming, zumindest soweit meine Erfahrung/Beobachtung.
 

Executor55

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#17
Ich lese hier immer, das Mesh nur Sinn mit mehreren Nodes macht, also mehr als 2.
Wenn dem so ist, dann heißt das quasi, das Mesh eine reine Routing-Geschichte ist, oder?
In dem Fall würde das ja bei 2 Nodes nie Sinn machen!

Oder kann das Mesh auch entscheiden, das sich ein Gerät von einem Node trennt und sich lieber mit dem anderen Verbinden soll, ohne das es sich auf aktive Verbindungen auswirkt. Das ist ja was mit Roaming gemeint ist.
Aber das machen ja die Endgeräte eigentlich an sich schon?

Und jetzt um das ganze noch zu toppen: Betrachtet Mesh dabei in irgend einer Form den Wechsel zwischen dem 2,4 und dem 5 GHz Frequenzband?
 

Raijin

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#18
Ja, ein echtes Mesh beinhaltet Routing-Algorithmen. Das ist also kein Routing im Sinne von IP-Adressen und Gateways, aber eben in Form von mehreren potentiellen Routen durch das vermaschte Netz, das Mesh, hindurch.

Code:
A---B---C---F
|  /|  /
| / | /
|/  |/
D---E
|  /
| /
|/
Router
Das ist natürlich nur eine vereinfachte Darstellung, aber ein Endgerät, das mit A verbunden ist, kann nun auf mehreren Wegen zum Router durchgereicht werden, zB A-D-R, A-B-D-R oder A-B-E-R oder auch ganz crazy A-B-C-E-D-R. In dieser Darstellung ist ja nicht ersichtlich wie gut die Verbindungen sind bzw. wie groß die Entfernungen sind, sondern nur die grundsätzliche Erreichbarkeit zwischen den Nodes.

Würde man bei der Route A-B-E-R nun Node E entfernen (zB Defekt), würde sich das Mesh automatisch umbauen und eben A-B-D-R routen.

Soviel zumindest zur Theorie. Bei den meisten Pseudo-Mesh am Markt, ist diese Dynamik aber nicht durchgehend umgesetzt, wenn überhaupt. Das sind dann in der Regel einfach nur künstlich aufgebohrte Repeater-WLANs mit dem nicht-geschützten Mesh-Begriff auf der Packung.

Pseudo-Mesh hin oder her, wenn es aber im obigen Beispiel eh nur die Nodes A, B und C gäbe, die auch genau so in Reihe hängen, kann sich sowieso nix umbauen, selbst in einem Muster-Mesh.

Auch wenn sich meine Beiträge etwas Mesh-negativ anhören mögen, so stimmt das nicht. Ich finde die Mesh-Technologie sehr interessant und sie hat definitiv ihren Platz, aber es kommt eben auch auf die Umsetzung durch den Hersteller und nicht zuletzt auch die Nutzung durch den Endanwender an. Für jedes Szenario gibt es passende Lösungen und Mesh eignet im Gegensatz zu AP-basierten WLANs primär für kabellose, weit verzweigte und großflächige Bereiche, fast schon mobil. Frei nach dem Motto: 10 Nodes im Kofferraum dabei haben und binnen 20 Minuten ein Haus mit 300 m² mit WLAN versorgen, zB für eine Veranstaltung, o.ä.
Oder auch eine Montagehalle. Einfach an jeden 2. Stützpfeiler einen Node klatschen, fertig ist das WLAN.

Die Performance ist bei WLAN natürlich immer so eine Sache, auch bei rein AP-basierten WLANs. Ein gutes Mesh arbeitet aber nicht nur mit 2,4 und 5 GHz, sondern hat noch ein drittes Frequenzband für die proprietäre Verbindung zwischen den Nodes. So können die Nodes ihrerseits mit den Endgeräten nach Belieben via 2,4 bzw. 5 GHz funken, während sie die Daten untereinander über eine eigene Funkverbindung austauschen.


Was das Roaming angeht: Das ist ja im Prinzip einer der Hauptbestandteile eines Meshs. Roaming ist grundsätzlich nichts anderes als eine dynamische WLAN-Verbindung. Wie genau das jetzt aber mit dem üblichen "client-side-roaming" interagiert? An dieser Stelle bin ich überfragt. Es heißt, dass Roaming von Clients im Mesh besser funktionieren soll und das kann ich mir in Anbetracht des Mesh-Prinzips auch vorstellen. Ob das aber besser ist? Das hängt vermutlich wieder von der Mesh-Implementierung des Herstellers auf der einen Seite und von den Access Points eines herkömmlichen AP-WLANs (zB UniFi) auf der anderen Seite ab. Wie so oft bei WLAN: Da bleibt wohl nur die Probe auf's Exempel.
 

Executor55

Lt. Commander
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#19
Genau so habe ich mir das schon gedacht. Ich frage mich aber dennoch, für wen das gut sein soll. Gerade für AVM Kunden, die hauptsächlich Endgeräte für Privatkunden verkaufen. Ich meine wer hat denn schon mehr als einen AP/Repeater daheim? Vielleicht ja noch 2 aber das wars. Wofür dann überhaupt Mesh?
Nur Marketing und Kundenfang?
Ich mein funktionieren tut es bestimmt. Die meisten denken wenn ihr WLAN-Router jetzt Mesh kann ist auf einmal das WLAN viel besser und haben dabei überhaupt kein AP/Repeater im Einsatz.
 

Raijin

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#20
Die meisten denken wenn ihr WLAN-Router jetzt Mesh kann ist auf einmal das WLAN viel besser
Das ist ja das Ding. Die Hersteller suggerieren dem Kunden immer, dass er das neueste Feature unbedingt braucht - unabhängig davon ob das überhaupt stimmt.

Das ist nicht nur in der WLAN-Branche so. Im TV Markt ist es ähnlich. Die Hersteller wollen, dass man sich jedes Jahr nen neuen TV kauft. Bis vor kurzem (oder immer noch?!?) wurden immer noch mehr DVDs als BluRays verkauft. Trotzdem wird 4k gehypt. Hinzu kommt, das viele Leute viel zu weit vom TV wegsitzen bzw der TV zu klein ist und das menschliche Auge auf die Entfernung gerade mal HD erkennen kann.

Marketing ist alles. Dem Kunden wird eingeredet, dass er das Produkt braucht, weil das alte ja alt ist und neu (angeblich) immer besser ist. Otto Normal beschäftigt sich ja gar nicht mehr mit der Technik und ist somit zu 95% auf die Aussagen der Hersteller angewiesen. Der Hersteller hat aber gar kein Interesse daran, die optimale Lösung für den Kunden zu bieten, es geht nur ums Verkaufen. Mesh ist das Schlagwort schlechthin im WLAN Bereich und deswegen steht das auch überall drauf - egal ob es im individuellen Fall sinnvoll ist oder nicht.

Wozu man Mesh braucht? Wie gesagt, es ist dynamisch, fast schon mobil. Statt tagelang Hunderte Meter LAN-Kabel durch die Bude zu ziehen und im worst case sogar einen teuren Fachmann dafür zu engagieren, kann man einfach ein halbes Dutzend Nodes blind im Haus verteilen und gut is, zumindest mehr oder weniger - vor allem für diejenigen, die nicht mal 10 Minuten über Technologie nachdenken wollen/können..
 
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