Ich kenne genug Betriebe, da wirste zwar als Azubi vorgestellt, das aber nur wirklich, wenn man nach dir fragt. Sonst würde jeder normale Kunde denken, du bist Mitarbeiter.
Genug Leute arbeiten als Azubi auf dem gleichen Pensum wie ein Mitarbeiter, wenn nicht machmal sogar mehr. Besonders in der IT ist das sehr einfach. Lehrt den Azubi eine Rubrik, in der er besonders interessiert ist, ist er Technisch Visiert, lernt schnell mit, dann kann er das auch alleine machen ohne Probleme. Und wenn der Betrieb das bemerkt, dann kommt das manchmal sogar an Ausbeutung ran.
Freund von mir, sehr fit in der IT, Supporthotline Azubi. Naja, er arbeitet auf Mitarbeiter Niveau und schafft die gleiche Anzahl von Tickets am Tag. Warum sollte er mehr als die Hälfte weniger bekommen, als die Mitarbeiter, die die gleiche Arbeit machen.
Das Hauptproblem ist einfach an Azubis, die das schon alles mal gemacht haben. Einige Azubis haben vorher Fachhochschulreife gemacht, also 2 Jahre mit der IT zutun gehabt. Sie mussten 1 Jahr Praktikum machen, haben dort einiges gelernt, dann noch 1 Jahr Schule, dort lernt man auch einiges. Wenn das auch noch das Hobby ist, man schnell lernt, auch noch Spaß dran hat, dann kann man diesen Azubi eben in allen Einsetzen wie einen Mitarbeiter auf Niedrigslohn.
Gut man lernt auch noch viel und oft was von mitarbeiter, nur ich merks selbst, das es mehr oder weniger meist ein offner Austausch ist. Die jungen IT Begeisterend Azubis haben in manchen Gebieten ein echt solides Fachwissen.
Selbst kenne ich einige, die kennen sich mit Windows 7 sehr tiefgehend aus. Da sind einige Tricks dabei, die kennen so einige Admins mit ihren 10-20 Jahre Berufserfahrung nicht.
Nun ist die Sache mehr, das man es nach Individuellen Fällen betrachten sollte. Wenn man sieht, hey der kerl ist viel weiter als andere Azubis, man kann ihn gebrauchen, sollte man ihn auch besser entlohnen (Natürlich mit Persönlichen Gespräch und verpflichtung zur Geheimhaltung gegenüber anderen Azubis, so professionel sollten diese Menschen dann sein...)
Hoffentlich hat man meine Punkte verstanden, wie ich das meinte. Ist halt schwer aber man sollte es nicht pauschalisieren, deshalb sind diese Ausbildungsverträge auch so komisch. Eigentlich hätte man das einstiegsgehalt im Azubivertrag auch verhandeln sollen. Die sollen früher damit mal in Kontakt kommen und sich verkaufen können... Würde ihnen bestimmt helfen (Natürlich mit einer Mindestgrenze, damit keiner mit 300 Euro Brutto aus dem Gespräch rauskommt... Nur das man sich dort eben verbesseren kann, wenn man es eben mal geübt hat. Zum Beispiel wenn ein Bewerber kommt, erzählt, er hat eben Nebenberuflich ein kleines Gewerbe als Webentwickler in PHP und CSS am laufen, warum sollte er dann als Azubi genau so viel bekommen wie Klaus, der von Vater überredet wurde, sich nen Job zu suchen und weiß, wie ein PC angeht. Also da sollte irgendwie die Fairness greifen, denn wenn Klaus schlau ist, lässt er sich von dem jungen Günther alles erklären, wie man PHP und CSS umgeht, denn er kann es schon. So gings mir auch. Ich konnte einiges schon, hab mir 4 anderen Angefangen und sogesehen schleife ich sie mehr oder weniger durch, wobei es mir eben auch extrem viel Spaß gemacht hat, sich um sie zu kümmern, bin auch irgendwie ein Mensch, der gerne Lehrt.)