Gehaltserhöhung

Ist zum Beispiel bei mir das kein Tarifvertrag in der Firma existiert. Da Kämpft den Kampf um das Geld jeder für sich mit dem Chef.

Gewisse Leute stehen demzufolge fast einmal im Jahr da, andere scheinen zu Denken das ihnen nur für die Erwähnung des Themas direkt zumindest der Kopf abgerissen wird. Die letzten beiden Runden brachten mir 10% bzw 10% und 2 extra Tage Jahresurlaub auf jetzt 32. Zugegebenermaßen habe ich als Ingenieur da aber auch einen ganz anderen Hebel als ein Facharbeiter.
 
Niyu schrieb:
„Müsste“ – wenn wir im Kommunismus leben würden – aber du gehst ja wohl kaum zu allen deinen Kollegen und sagst: „Hey Leute – ich hab grad 10% rausgehandelt weil ich dem Chef gesagt habe, dass der Sprit teurer geworden ist…“

Und wenn doch, dann freu dich über die 10% - es waren vermutlich für lange Zeit die letzten…

Um dich selbst zu zitieren:

Niyu schrieb:
Man kann natürlich auf Krampf alles falsch verstehen. :freak:

Um mich zu zitieren auch wenn ich es nicht gerne mache:
00Muetze schrieb:
Ausserdem sitzt dein Chef im gleichen Boot und bekommt deswegen auch nicht mehr, ist zumindest bei mir so (ich arbeite in einem Werk mit 1400 Mitarbeitern, das zu einem Konzern gehört).

Mag sein, dass das Argument der Teuerung bei Klein/Mittelbetrieben teilweise auch in der Industrie zieht.
Allerdings ist die Grundvorraussetzung, dass der Chef auch Zugriff aufs Geld hat.

Da aber TE sein Umfeld recht karg beschrieben hat, gehe ich von meiner Situation aus.

Zum Vergleich:
Mein Freund hat eine Tischlerei mit 6 Mitarbeitern und verwaltet natürlich sein Geld selbst. Er ist in der Lage Gehaltserhöhungen zu geben und sei es nur weil FReitag ist und die Sonne scheint.

Mein Chef muss jede Gehaltserhöhung gegenüber seinem Chef und dem Personalbüro argumentieren.
Da ist das Argument "Weil alles teuerer geworden ist" nicht haltbar. Auch hat er keine direkte Entscheidungsgewalt und könnte mir eben nicht eine Erhöhung geben, weil Freitag ist und die Sonne scheint. Würde er das wollen, müsste er andere Argumente finden, denn sonst würgt sein Chef bzw. das Personalbüro dieses Vorhaben ab.
 
Ich sehe nicht wo wir uns widersprechen. Ich merke nur, dass du mich mit einiger Vehemenz zitierst – also muss du wohl damit irgendwas aufzeigen wollen. Ich sehe nur den Punkt nicht. Ich spreche dir ja gar nicht deine Erfahrung ab – ich möchte aber meine gerne Ergänzen: Mein Arbeitgeber hat 320 Mitarbeiter in Deutschland und fast 32000 weltweit. Ich war in den letzten 4 Jahren exakt 5-mal wegen Gehaltsverhandlungen bei meinem Chef. Und ich habe exakt 5-mal meine Erhöhung erhalten – dabei habe ich nur bei der Letzten eine neue Aufgabe mit mehr Verantwortung erhalten. Zuvor war ich nur drin und habe nix weiter gesagt als: „Ich will mehr – weil – Leben ist teuer gelle!“ – Mein Chef ist also entweder sehr begabt seinen Chef und das Personalbüro zu manipulieren oder aber wir können annehmen, dass eben nicht jede Firma, alle Menschen und die Abwicklungen gleich – und somit vergleichbar sind.

Da ich von letzterem ausgehe können deine Aussagen und meine Aussagen doch wohl problemlos nebeneinander stehen – zumal ich wie gesagt keine große (diskussionswürdige) Gegensätzlichkeit sehe.
 
Schick deinen Chef doch mal bei mir vorbei ;)

Aber du hast recht. Warum sollte der TE es nicht versuchen, gibt ja offensichtlich noch andere Vorgesetzte als meinen.
 
Also ich persönlich würde auf meinen Chef zugehen, ihm begründen warum ich der Meinung bin ich müsste mehr verdienen und dann abwarten ;-).
 
In meinen Augen ist der Zeitpunkt zur Frage nach mehr Gehalt etwas komisch gewählt.
Gegen Jahresende, wo die Chefs genauer auf Geld bzw. den Etat schauen, ist nicht so gut gewählt.
Im Q4 eines Jahres würde ich nie fragen. Eher schon in Q1/Q2. Also nächstes Jahr.
Suche dir am besten einen Zeitpunkt aus, wenn der Chef gerade frisch aus dem Urlaub zurück ist und er noch bei guter Laune ist.
Seine Laune ist bei solchen Gesprächen sehr wichtig. Also suche dir einen seiner guten Tage aus.

Weiter sind die höheren Lebenshaltungskosten kein Argument.
Die steigen für alle und nicht jeder rennt deswegen zum Chef und fragt nach mehr.
Der hört das sehr oft und sagt schneller Nein.
So meine Erfahrung.
 
Natürlich ist das ein Argument.
Womit wird wohl der Chef seine steigenden Preise gegenüber den Kunden rechtfertigen?
Genau. Mit der Inflation und seinen gestiegenen Kosten.

Ansonsten hast osi aber recht.
Q4 ist nicht unbedingt der beste Zeitpunkt um nach einer Gehaltserhöhung zu fragen.
Kann aber je nach Firma vernachlässigbar sein.


Mit dem Spruch von Niyu würde ich es aber nicht versuchen:
"Ich will mehr – weil – Leben ist teuer gelle!" :D
 
Also wenn ich der Meinung bin eine Gehaltserhöhung verdient zu haben und ich darauf warten muss dass der Chef vom Urlaub zurück kommt damit ich ein Chance habe diese zu erhalten, ist der Chef einfach nicht geeignet für seinen Job.
Was dann nämlich passiert bei qualifizierten Personal ist dass diese abwandern wenn er sie einmal zu viel vergrault. Dann sagt das know how aufwiedersehen und die Firma hat den Salat.
Im Allgemeinen vertrette ich fast immer die Meinung, dass Gehaltssprünge nur selten dadurch erreicht werden in einer Firma zu verbleiben. Das Begründet sich relativ leicht. Die Meisten Arbeitnehmer tendieren nämlich dazu wegen 100 Gründen nicht die Firma wechseln zu wollen. Weshalb sollte man dann auch Gehaltserhöhungen erteilen ;)
 
wenn einem die Jobs nur zu zufliegen mag dein Post sicherlich stimmen ..ansonsten nicht^^ @Funart
 
Also wenn ich mehr Gehalt will, warte ich natürlich auf einen guten Tag meines Vorgesetzten. Auch der ist ein Mensch und bei guter Laune erreicht man leichter sein Ziel, als wenn er gerade massig um die Ohren hat und sich dann auch noch um deine Wünsche kümmern soll.
Von daher würde ich eher die Vorfreude auf den Urlaub nützen, da bei uns die Vertreter zwar das Tagesgeschäft am Laufen halten aber zusätzliche Projekte (die jeder von uns hat) wärend des Urlaubs "stiefmütterlich" behandelt werden, also hat man nach dem Urlaub einiges auf zu arbeiten und somit gleich wieder Stress.
 
letztens erst das Personalgespräch gehabt - jedoch sind meinem direkten Vorgesetzten von der Geschäftsführung die Hände gebunden: Kein Spielraum für Gahaltserhöhungen wegen der momentanen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. In andern Abteilungen wird auch schon Personal abgebaut und auch bei uns wurde 2 Kollegen aus "Kostengründen" bereits gekündigt, aber offiziell heißt es, man wäre unzufrieden gewesen (ganz plötzlich).
 
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