Bei uns kam der Zählerwechsel relativ kurzfristig nach Inbetriebnahme der 9,9kw PV.
Modell EMH ED300L
Sieht recht unscheinbar aus und gibt abwechselnd 2 Zahlenfolgen aus.
Verbrauch und Einspeisung.
Dazu gibt es einen optischen Ausgang, der via Lesekopf auch durch den Kunden ausgelesen werden kann.
Die PIN Eingabe erfolgt bei diesem Modell mit einer Taschenlampe.
Den PIN bekommt man vom Netzbetreiber.
Es ging damals recht flott, weil bei viel Sonne der alte Ferrarzis Zähler ordentlich rückwärts gedreht hat.
Es darf natürlich nicht sein, weil dem Netzbetreiber dann Bares Geld flöten geht.
Somit muss man sich als Kunde mMn an die Gegebenheiten anpassen.
Kann man davon profitieren?
Profitieren ist vielleicht übertrieben, aber man kann seinen eigenen Verbrauch schon besser einsehen, steuern, regeln und anpassen.
Ich lese seit 2017 mit einem kleinen ESP8266 und Tasmota, die Werte des Zählers per Lesekopf aus und hab mir eine hübsche Übersicht in Node Red gebastelt.
-> Aktueller Verbrauch
-> Gesamt Bezug
-> Gesamt Einspeisung
Dazu kann ich noch den SMA Sunny Home Manager auslesen und die Daten sammeln/verarbeiten.
Den SMA Sunny TriPower (PV Erzeugung Aktuell/Gesamt/Tag)
Und den Heizstab der im Warmwasserspeicher nachgerüstet wurde (AC ELWA E)
In einer perfekten digitalten Welt würde das proprietäre SMA System selbst alles so regeln, dass der Heizstab den PV Überschuss in Warmwasser umwandelt.
Aber das ist so dermaßen schlecht, dass ich es dann doch lieber selbst steuere.
Der Heizstab ist via HTTP API steuerbar und das funktioniert erstaunlich gut.
Wenn Netzbezug <0 und PV Erzeugung>2000 dann wird der Heizstab mit einer Variablen Wattzahl gefüttert.
So habe ich bei wolkenlosem Himmel um die Mittagszeit die Zieltemperatur erreicht.
Selbst mit Wolken klappt es, dann halt erst um 14/15 Uhr.
Mit dem ESP am Zähler kann man zusätzlich ein Shelly 3EM emulieren und somit einen Akku wie den Marstek Venus E 3.0 steuern.
Schlussendlich bin ich der Meinung sollte man als Kunde hier das maximale raus holen.
Ansonsten ist der Smart Meter nichts anderes als ein ferngesteuertes/überwachtes Bauteil im Privathaushalt.
Ich verstehe allerdings die Netzbetreiber auch.
Ein Bekannter (arbeitet bei einem Netzbetreiber) meinte mal mittlerweile sind die nicht mehr Versorger sondern Entsorger.
Da so viel "Kleinkraftwerke" einspeisen und das irgendwie verarbeitet werden muss.
Dafür sind die Netze (noch) nicht ausgelegt.
Auf der anderen Seite denk ich mir ..
würde es ums Klima gehen, dann lasst den alten Ferraris Zähler rückwärts drehen und der Kunde hätte auch was davon.
Für die Grundlastabdeckung ist eine PV zwar immer noch sinnvoll. Aber bei dem Invest armotisiert sich das Ganze wirklich sehr spät.
@gaelic ... du kannst den Shelly Pro 3EM emulieren am Smartmeter. (
https://ottelo.jimdofree.com/stromzähler-auslesen-tasmota/)