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NewsGeringe Smart-Meter-Quote: Bundesnetzagentur geht gegen fast 80 Stromanbieter vor
Ich weiß nicht, woher diese Naivität kommt. Aber mich wundert im Gegenzug dann auch nicht, warum viele Parteien, die mit flachen Parolen auf Wählerfang gehen, so viel Zulauf haben. wenn schon grundsätzliche Wirschaftszusammenhänge (ein "Kostendeckel" deckelt nicht die REALEN Kosten) nicht begriffen werden...
Wenn du schon so gut Bescheid weisst, dann erklär doch einfach mal für alle Naiven hier, was die realen Kosten sind und worin sie sich dann am Ende wiederfinden. Das bringt mehr als solche polemischen Sprüche.
Die sind gedeckelt. Gottseidank, nicht, dass der Kunde noch merkt, was der ganze Bums tatsächlich kostet.
Ich hab letztens irgendwo gelesen das es in DE nur ein Smart meter gibt was zugelassen ist und das kostet um die 1500€. Im EU ausland soll es die teile für 80€ geben.
@TeaShirt Die Zertifizierung ist aufwendig und teuer.
Aber am Ende ist es auch besser so. Klar gibt es Messgeräte für 80€, aber wenn dann am Ende ein Streit zwischen Stromanbieter und -verbraucher aufkommt und niemand nachweisen kann, was das Messgerät eigentlich gemessen hat und sich niemand darauf verlassen kann, dann werden die €1500 (die es vermutlich nicht sind) ganz schnell sehr wenig Geld, das man gerne bezahlt hätte.
Ich habe im privaten Umfeld jede Menge 3-phasen und 1-phasen SmartMeter, die ich für die interne Steuerung und Statistik einsetze. Die kosten alle bei Amazon zwischen 50 und 80€. Aber die sind weder manipulationssicher noch können sie die Daten manipulationssicher und zuverlässig über das Netz an eine abgesicherte Stelle mit TLS-Zertifikat schicken.
Alles kein Hexenwerk, aber ohne klare Standards und deren Überprüfbarkeit geht es nicht.
Man kann gern über die deutsche Übergenauigkeit streiten. Aber genau die selben Deutschen sind immer ganz schnell vorne, wenn es darum geht, sich darüber zu beschweren, wenn sie irgendwo abgezockt werden. Und auch die selben Deutschen sind ebenso vorne dabei, wenn es darum geht, für den eigenen Vorteil mal eben Regeln und Gesetze über Board zu werfen.
Zum Thema Steuern, fast alle Leute haben da eine falsche Vorstellung. Die Eckdaten stimmen häufig, Drosselung auf 4,2kw.
Aber das Ganze ist aber anders angedacht als man denken könnte.
1. Die Steuerung durch den Netzbetreiber darf nur erfolgen, wenn eine Netzüberlastung droht. Sobald die Steuerung erfolgt ist, hat der Netzbetreiber 2 Jahre Zeit, das Netz auszubauen.
WICHTIG!! Das sagt daher aus, dass die Notwenigkeit des Steuerns verhindert werden muss durch den Netzbetreiber. Es geht darum sinnvoll Netzausbau zu betreiben.
Es soll auch später dem Lieferant möglich sein zu steuern. Da geht es aber eher um Preisbildung bei nicht dynamischen Tarifen. Aber das ist nur optional.
2. Die Steuerung muss diskrimitionsfrei erfolgen. D.h. es wird ein rollierendes System genutzt. Nicht alle Wärmepumpen werden gedrosselt sondern die Geräte rollierend. Nachbar X für 15min, Nachbar Z für 15min und so weiter. Bei Heizungen ist es daher quasi Peng, weil das System sehr träge ist.
Ich hoffe, damit ein wenig Sorgen verpuffen. Das Drosseln ersetzt nicht den Netzausbau. Es soll den Netzausbau priorisieren. Dazu geht es darum, Genehmigungsprozesse zu beschleunigen. Mit der Steuerungsmöglichkeit muss man nicht vorher komplizierte Netzkapazitätsberechnungen machen. Im Zweifel steuert man und so kann man alles einfach durchwinken.
Hierfür sind genau auch die neuen IMSyS gedacht. Um Transparenz im NSP zu bringen.
Klar sind die Datenschutzbedenken zulässig und richtig. Gerade die Metadaten sind kritisch. Aber gerade in dem Falle wurde eine Abwägung gemacht. Ohne Smartmetering ist die Transformation, die wir für den Klimawandel brauchen, unbezahlbar. Dazu nach die Installation von PV Anlagen. Sobald die nicht mehr genehmigt werden würden, wäre das Geschrei riesig. Warum durfte mein Nachbar und ich jetzt nicht mehr….
Will man von den fossilen weg bei der Primärenergie geht es nicht ohne.
Ergänzung ()
TeaShirt schrieb:
Ich hab letztens irgendwo gelesen das es in DE nur ein Smart meter gibt was zugelassen ist und das kostet um die 1500€. Im EU ausland soll es die teile für 80€ geben.
Frage erstmal, was ist ein Smartmeter? Die gibt es schon für günstiger auch in DE.
Sprechen wir über ein IMSyS (Intelligentes Messsystem), über das man auch abrechnen darf, dann hier mal Kosten:
Erstmal kommt es auf die eingesetzte Zählertechnik an. 3HZ vs BKE. Viele große MSB setzen auf die eHZ Zähler (BKE Anschluss). Die Platte zur Umrüstung kostet ca. 40€ im EK bei größer Stückzahl.
Ab hier geht es kostentechnisch relativ ähnlich.
Die genauen Kosten sind geheim. Ich runde die Zahlen:
Zähler ca. 40€
Gateway ca 190€
Antenne ca. 10€
Anschlussmaterial ca. 10€
Monteuerskosten ca. 70€
Insgesamt ca 320€. Mit der Umrüstung von 3.HZ auf BKE ca 360€.
Edit: Zur Frage. Es gibt 5 Hersteller für Gateways und >10 Hersteller für Basiszähler (IMSyS geeignet).
2.Edit: Preise schwanken natürlich. Hängt immer von der Abnahmemenge ab. Aber das sind gute Richtwerte.
"Die app" was?
was hab ich davon die popelwerte für 1d 7d 30d auszulesen mit einem Lesekopf der Strom braucht/Batterien braucht, mir geklaut wird, zu weit weg ist um Funk in meine Wohnung zu liefern?
Wenn du schon so gut Bescheid weisst, dann erklär doch einfach mal für alle Naiven hier, was die realen Kosten sind und worin sie sich dann am Ende wiederfinden. Das bringt mehr als solche polemischen Sprüche.
habe ich doch bereits. Mehr als 100€. ein anderer forennutzer hat hier bereits eine rechnung aufgemacht, die der realität schon sehr nahe kommt. aber letztlich, wenn es dir selbst nicht aufgefallen ist und du tatsächlichb beleidigt bist, dann .. ja, dann kann ich dir auch nicht helfen.
"Die app" was?
was hab ich davon die popelwerte für 1d 7d 30d auszulesen mit einem Lesekopf der Strom braucht/Batterien braucht, mir geklaut wird, zu weit weg ist um Funk in meine Wohnung zu liefern?
Wieso der dir geklaut wird? IR Leseköpfe gibt es mit Sicherheit auch mit Dect (Höhere Reichweite). Alternativ mit lokaler Speicherung und du holst dir die Daten 1x im Monat oder so.
habe ich doch bereits. Mehr als 100€. ein anderer forennutzer hat hier bereits eine rechnung aufgemacht, die der realität schon sehr nahe kommt. aber letztlich, wenn es dir selbst nicht aufgefallen ist und du tatsächlichb beleidigt bist, dann .. ja, dann kann ich dir auch nicht helfen.
Was von "realen Kosten" und "Wirtschaftszusammenhängen" faseln, aber dann kuschen, wenn es konkret wird. Und dann soll man auch noch raten, welcher der andere Forennutzer gewesen sein soll, der die Rechnung aufgemacht hat, anstatt einfach den Beitrag zu verlinken. Du bist echt ein Wichtigtuer der übelsten Sorte.
Weil der Stromkasten für alle zugänglich ist im Treppenhaus mit 5 anderen Partein. Und die netten Nachbarn klauen gerne. Die Wohnungstür ist auch nicht zu weil die seit Jahren defekt ist also das Schloss.
"Die app" was?
was hab ich davon die popelwerte für 1d 7d 30d auszulesen mit einem Lesekopf der Strom braucht/Batterien braucht, mir geklaut wird, zu weit weg ist um Funk in meine Wohnung zu liefern?
Die Apps können häufig mehr. Über die Schnittstelle kann auch der Momentanverbrauch ausgelesen werden. Der wird in die App aufgenommen und Diese zaubert dann Kurven, Profile etc.
Die „Taschenlampenfunktion“ des Zählers ist mMn Quatsch zu nutzen aber in Kombi mit nem Tastkopf und App kann man es schon sinnvoll sein.
Ergänzung ()
Klebezettelcity schrieb:
Was von "realen Kosten" und "Wirtschaftszusammenhängen" faseln, aber dann kuschen, wenn es konkret wird. Und dann soll man auch noch raten, welcher der andere Forennutzer gewesen sein soll, der die Rechnung aufgemacht hat, anstatt einfach den Beitrag zu verlinken. Du bist echt ein Wichtigtuer der übelsten Sorte.
Ich war gemeint. Ein paar Posts vorher. Gerät + Einbaukosten ca. 350€.
Apropo Kosten. Mit den alten POGs und auch mit den Neuen sind die Kosten so gerade deckend beim IMSyS. Es wird vorallem durch den MMe Rollout querfinanziert. Damit ein IMSyS kostendeckend ist, muss es 8 Jahre in Betrieb sein. Die 30€ sind übrigens jährlich, nicht monatlich. Und der Netzbetreiber gibt übrigens auch nochmal 30€.
Aktuell ist es ein relatives Nullsummen Geschäft.
Aber die Anschaffungspreise sinken, die Sicherheitsstandards bei der Installation wurden gelockert. Dadurch sinkt das Investment und es wird besser.
Generell sind auch im Eichgesetz neue Qualifizierungsverfahren eingeführt worden, dass die Zähler bei einer Eichverlängerung länger im Netz verbleiben.
Der Punkt ist aber, die Kosten sind relativ deckend, daher passt es schon.
Übrigens die POGs sind nicht zu verwechseln mit Messentgelten, die häufig in den Netzentgelten drin sind. Die sind zwar bei allen Zählerntypen ähnlich, sind Strenggenommen aber auch Kosten für den Messstellenbetrieb. Sind nur nicht separat ausgeführt. Strenggenommen sind die Kosten für Zähler daher höher aber schwanken regional.
Diese Aussage stimmt nur bedingt...
Wird eine moderne Messeinrichtung (mME) oder eine moderne Messeinrichtung (mME)+ ein SmartMeter-Gateway (SMGW) [mME+SMGW=iMSys] eingebaut, dann muss der Messstellenbetreiber beim Stormlieferanten anfragen, ob dieser die Kosten übernimmt und damit dem Kunden die Kosten weiter in Rechnung stellt.
Der Stromlieferant kann diese Anfrage (dieses Angebot) auch einfach ablehnen (z.B. weil der Vertrag des Kunden es nicht zulässt) und dann ist der Kunde gegenüber dem MSB der Schuldner der Kosten für den Messstellenbetrieb der mME bzw. des iMSys.
Inwieweit der Stromlieferant vor Einbau in seinem Endkundenpreis den Messstellenbetrieb eingepreist hat, ist dann Vertragswerk was der Endkunde "studieren" muss.
Es darf davon ausgegangen werden, dass es Stromlieferanten gibt die das im Endkundenpreis drin haben, dann gegenüber dem Messstellenbetreiber das Angebot ablehnen (siehe obige Erläuterung) und der Kunde dann gegenüber dem MSB das Entgelt schuldet, gleichzeitig aber eben auch einen gewissen Betrag in seinem Liefervertrag dem Stromlieferanten schuldet.
Hätte ich das mal gewusst, bzw. hätte man mich mal aufklärt..... hat man nicht.
Und genau das finde ich eine Sauerei!
Als normaler Mieter in einem Mehrparteienhaus hat man sich einen Stromanbieter ausgesucht und alles ist fein.
Dann kommt irgendwann ein Brief vom Messbetreiber und man wird auffordert, bitte dafür zu sorgen, dass ein Techniker den alten Stromzähler austauscht. Kein Wort davon, dass man als Mieter zukünftig zahlen muss, kein Wort darüber, ob der Stromanbieter diese Kosten übernimmt, kein Wort darüber, dass das bis 2032 zu erledigen ist.
Also stimmt man dem Termin zu und Techniker baut alles ein. Eine Woche später erhält man plötzlich einen Vertrag, den man auszufüllen hat! Dem ich aber nie zugestimmt habe.
Dieser Vorgang ist eine absolute Frechheit.
Ich bin nun in Kontakt mit der Schlichtungsstelle. Allerdings wurde gleich gesagt, dass das mehrere Monate dauern wird, da die Schlichtungsstelle komplett überlastet ist. Warum wohl?
PS: Als Mieter habe ich vom neuen Zähler null-komma-null Vorteile. Und vor allen Dingen: Das ist eine versteckte Erhöhung der Strompreise.
Dann kommt irgendwann ein Brief vom Messbetreiber und man wird auffordert, bitte dafür zu sorgen, dass ein Techniker den alten Stromzähler austauscht. Kein Wort davon, dass man als Mieter zukünftig zahlen muss, kein Wort darüber, ob der Stromanbieter diese Kosten übernimmt, kein Wort darüber, dass das bis 2032 zu erledigen ist.
Also stimmt man dem Termin zu und Techniker baut alles ein. Eine Woche später erhält man plötzlich einen Vertrag, den man auszufüllen hat! Dem ich aber nie zugestimmt habe.
Dieser Vorgang ist eine absolute Frechheit.
Moment. Das klingt alles nicht ganz sauber. Deswegen, erstmal gut das mit der Schlichtungsstelle.
1. Der MSB ist nach MSbG verpflichtet MMe einzubauen. Die damit verbundenen Preisobergrenze (POG) von 25€ muss der Kunde fressen. Unabhängig vom Anbieter und Vertrag. Selbst in einem laufenden Vertrag wird die POG sofort erhoben anteilig für die Nutzungsdauer im Jahr. Zwang ja, Unterschriftpflichtig nein. Ist aber auch separat auszuführen.
2. Ein neuer Vertrag mit dem Stromlieferant ist nicht notwendig. Wenn als Grund die Änderung der Messeinrichtung angegeben worden ist, dann war es gelogen.
3. Der MSB schließt keine Verträge. Also nicht im klassischen Sinne mit Unterschrift. Jeder muss ein MSB haben und die Kosten sind klar reguliert.
Eigentlich nicht. Dein Post kam ja nach der Behauptung von Kollege n8mahr. Und wie du selbst ausführst, sind die Kosten für Verbraucher Jahresbeträge ab 30€ und dass dies aus dem Netzentgelt bezahlt wird. Dann wirds mehr je nach Jahresverbrauch und Vorhandensein von steuerbaren Verbrauchseinheiten.
Was die "wahren Kosten" sind, nun, die Antwort ist Kollege n8mahr ja immer noch schuldig. Zumal er behauptet, es seien ja deutlich höhere Kosten.
Du hast selbst keine Ahnung, informierst dich selbst nicht und wirfst dem Staat Inkompetenz bei der Digitalisierungsstrategie vor ohne konkrete Argumente zu liefern. Das ist Stammtisch-Niveau.
ich glaube argumenrte habe ich geliefert - muss man auch lesen wollen.
aber wer schon einen solch harmlosen seitenhieb nicht versteht und dünnhäutig reagiert, sagt mehr über sich selbst aus..
Ergänzung ()
Grestorn schrieb:
Ja, das will man. Die dynamischen Tarife sind richtig günstig, wenn man seinen Stromverbrauch dynamisch gestalten kann.
Spätestens mit Wallbox und Wärmepumpe macht das extrem viel Sinn.
also rein aus der sicht als verbraucher möchte ich das nicht - "dynamisch" ist nicht zwangsläufig besser, den ich möchte eine konstante und planbare belieferung zu einem kostanten preis - also das was man ungefähr 30-35 jahre lang hatte als wir eine der stabilsten stromnetze europas hatten, wo im jahr vielleicht 3-4 mal netzstabilisierend einegriffen werden musste (und nicht wie heute um ein vielfaches öfter) und man als kunde diese teueren eingriffe auch nicht mitbezahlen musste.
die rechten palavern was von "flatterstrom", aber man muss zugeben dass da schon ein fünkchen wahrheit drin steckt, auch wenn sie an sich maßlos überdramatisieren.
ich für meinen teil finde es etwas ungeschickt wenn der staat auf der einen seite von der energiewende spricht und diese auch vorantreibt, einen auch bei mobilität und wohnraum-beheizung lieber früher als später in stombetriebene systeme umsteigen sehen will, auf der anderen seite schon bei dem jetzigen stand bei dieser wende mehr probleme als lösungen hat und das was dan als lösung präsentiert wird ist aus verbrauchersicht eher ein rückschritt.
kann ja sein dass dies das "tal der tränen" ist durch das man schreiten muss bevor es irgendwann in der zukunft besser wird, aber einen guten eindruck macht das nicht.
ich nutz das hier mal für ne frage: wärmepumpen über 4,2 kw müssen ja regelbar sein vom netzbetreiber. ist das die wärmeleistung oder die elektrische anschussleistung? und wenn letzteres, gibt es systeme ohne heizstab? die wärmepumpen kommen ja i.d.r. nur über die 4,2 kw weges des heizstabes, den könnte man ja aber auch weglassen bei vernünftiger dimensionierung bzw. im neubau, oder?
kann ja sein dass dies das "tal der tränen" ist durch das man schreiten muss bevor es irgendwann in der zukunft besser wird, aber einen guten eindruck macht das nicht.
Es ist zumindestens nur als Tal der Tränen geplant. Große Batteriespeicher sollen genau diese Netzschwankungen abfangen. Insgesamt alles machbar. Bis 2050 könnte man fertig sein.
Das Problem ist noch deutlich vielschichtiger und größer. Die Aussage mit der „Zeitenwende“ war zwar pathetisch, aber Wahrheit steckt schon drin. Unsere Energieversorgung abhängig zu machen, war ein großes Versäumnis der Gesamteuropäischen Gemeinschaft. Wenn wir als DE nicht mehr der Spielball der Versorger sein wollen, dann müssen wir das Netz transformieren.
Wir können es nach und nach machen, oder wir versuchen es so schnell wie möglich. Da der Netzausbau nicht nur Kohle kostet sondern vor Allem Personal braucht, ist das nicht zu schaffen. Die Netzbetreiber sind personell darauf ausgelegt, dass Netz zu betreiben. Ein Ausbau um das doppelte (Bestcase mit IMS) bis vierfache (Worstcase ohne IMS) innerhalb der nächsten Jahr ist mit der Stammmannschaft unmöglich. Mein Tipp, wenn man es so gelassen hätte wie 2010, dann würden wir locker 75% weniger privater PV Anlagen haben. Die wären alle nicht genehmigt worden.
Ergänzung ()
Don_Tralle schrieb:
ich nutz das hier mal für ne frage: wärmepumpen über 4,2 kw müssen ja regelbar sein vom netzbetreiber. ist das die wärmeleistung oder die elektrische anschussleistung? und wenn letzteres, gibt es systeme ohne heizstab? die wärmepumpen kommen ja i.d.r. nur über die 4,2 kw weges des heizstabes, den könnte man ja aber auch weglassen bei vernünftiger dimensionierung bzw. im neubau, oder?
Elektrische Anschlussleistung. In der Tat wird meistens nur der Heizstab wegreguliert.
Aus meinem Privaten, Ich habe eine Wärmepumpe die auf 150% meines Wärmebedarfs ausgelegt ist. Mein Heizstab reagiert quasi nie. Dazu nen großen Pufferspeicher.
Man muss da selber im Markt aufpassen. Häufig werden die Luftwärmepumpen mit Systemleistungen verkauft, WP + Heizstab.
Da geht man häufig schon geplant mit dem Heizstab ins Rennen.
Gibt auch Hybridheizungen, bei denen Gas den Heizstab ersetzt. Eigentlich auch ne Primasache.
Ich lese hier immer nur von den Mehrkosten der Smartmeter. Gibt es in Deutschland keine Einsparungen?
Beispiel aus Österreich: Mit den alten Drehzählern kam nach spätestens 3 Jahren jemand vom Netzbetreiber vorbei und kontrollierte die Verbräuche. Dafür zahlte man einen Messbetrag auf jeder Monatsrechnung und musste natürlich auch zu Hause sein. Mit den Smartmetern ist das ein Relikt der Vergangenheit.
Bezüglich Tagesablauf: ich habe einen Tarif mit niedrigeren Stromkosten zwischen 10 und 16 Uhr. Ja, trotz Kind im Haushalt und viel Fremdbestimmung im Tagesablauf schaffen wir es, dass der Geschirrspüler in der Früh befüllt ist, und erst um die Mittagszeit startet.
Und ja dank Smartmeter habe ich auch erst die großen Stromfresser identifiziert. Und ich weiß, dass sich unser Haushalt nur 900Wh/d gönnt, wenn wir im Urlaub sind und nur das notwendigste läuft.
Wenn das nicht genug Vorteile sind, weiß ich auch nicht. 🤣
also rein aus der sicht als verbraucher möchte ich das nicht - "dynamisch" ist nicht zwangsläufig besser, den ich möchte eine konstante und planbare belieferung zu einem kostanten preis - also das was man ungefähr 30-35 jahre lang hatte als wir eine der stabilsten stromnetze europas hatten
Ja, wenn man konstante Energiequellen einsetzt, wie Atomkraft oder fossile Brennstoffe, dann kann man das auch gewährleisten.
Regenerative Energiequellen sind nicht so unabhängig von Tageszeit und Witterung.
Du kannst natürlich predigen, dass regenerative Energiequellen deswegen Mist sind, und wir wieder zurück zum Atomstrom und zur Verbrennung von fossilen Brennstoffen zurück sollen und uns damit wieder zu 100% in die Abhängigkeit anderer Staaten begeben, uns erpressbar machen, und den Strompreis in absehbarer Zeit durch die Decke gehen lassen sollen.
Von anderen Folgen will ich gar nicht anfangen, da kommt ja nur, dass Deutschland nicht die Welt retten kann.
Wenn Du dieser Meinung bist, dann ist die Diskussion für mich beendet, weil wir dann keinen gemeinsamen Nenner finden werden.
Ergänzung ()
Don_Tralle schrieb:
ich nutz das hier mal für ne frage: wärmepumpen über 4,2 kw müssen ja regelbar sein vom netzbetreiber. ist das die wärmeleistung oder die elektrische anschussleistung?
Es geht immer um den konstanten Energieverbrauch natürlich, nicht um die dadurch erzielte Wärmeenergie.
Es ist keine harte Begrenzung, also wenn der Einschaltstrom kurzzeitig höher ist, so macht das nichts. Nur die dauerhafte Energieaufnahme muss begrenzt werden.
Das wird nicht durch eine harte technische Limitierung erreicht, sondern es ist ein binäres Signal, das man normalerweise nutzt, um die Wärmepumpe (oder Wallbox) softwaremäßig abzuregeln oder zu limitieren. Bei Wärmepumpen bedeutet das, wie @D708 schrieb, meist nur, dass der Heizstab nicht genutzt wird. Wobei auch das nicht so stimmen muss. Wenn man den Heizstab begrenzen kann, dann kann man ihn auch nutzen.
Du darfst das auch selbst umsetzen, und das werde ich auch so machen, wenn ich die technische Anbindung mal bekomme. Ich werde also in meiner eigenen Haussteuerung, die ich selbst programmiere, das so einrichten, dass kein Verbraucher mehr als 4,2 kW verbraucht - was für mich auch keine große Herausforderung ist.
Zusätzlich bezahlt der Netzbetreiber bei den POGs, die ausschließlich für die Messeinrichtung sind, noch deutlich mit. Bei einem Verbrauch von <10.000kWh zahlt der Netzbetreiber 60€ pa und der Nutzer 30€ pa.
Da häufig der Netzbetrieb und Messstellenbetrieb unter einem Dach sitzen, ist das Recht/Linke Tasche. Der Gesetzgeber hat hierbei betont, dass der Nutzen vor Allem auf der Seite des Netzbetreibers liegt, daher sollte er auch ein Großteil des Orchesters bezahlen.
In meiner Rechnung wird klar, dass bei einem Regelbetrieb von 8 Jahren ein Nullsummengeschäft entsteht, was die Bereitstellungskosten der Technik angeht. 100€ einmalig + 30€ jährlich.
Ist wie immer eine Mischkalkulation, auch hier gehen Geräte kaputt mit ganz normalen RMA Quoten. Zerstörung/Ausbau tun ihr übriges.
Die sogenannten Betriebskosten sind deutlich höher.
Ich hole mal aus, Grundsätzlich gab es im Strommarkt 3 Rollen, Lieferant/Kunde/MSB&VNB(Verteilnetzbetreiber). Durch das Gelumpe im EnWG und im EEG sind neue Rollen dazugekommen. Der GWA (Gatewayadministrator) ist nur eine der Rollen. Die Rolle mag trivial aussehen, ist aber relativ hoch komplex. Deren Geschäftsmodelle ist meist an die Anzahl der Assets gekoppelt und relativ teuer. Ist bei nahezu allen VNB/MSB nicht inHouse. Nur für die Anzahl der eigenen Assets lohnt es sich nicht. Daher gibt es nur eine Handvoll an GWAs. Diese Kosten stecken auch nicht im Netzentgelt.
Was ich grundsätzlich ausdrücken will, die Bereitstellung der Technik vor Ort übernimmt der Anschlussnutzer. Die Betriebskosten liegen beim VNB.
Ergänzung ()
Grestorn schrieb:
Du kannst natürlich predigen, dass regenerative Energiequellen deswegen Mist sind, und wir wieder zurück zum Atomstrom und zur Verbrennung von fossilen Brennstoffen zurück sollen
Selbst wenn wir mit Atomstrom/Kohle/Gas weitergemacht hätten, würde sich nichts an der Situation ändern. Das ist pure Verschwendung von Energieträgern.
Voraussetzung der Netzausbau wäre gegeben und DE wäre quasi vollständig elektrifiziert als Gedankenbeispiel. Die neuen Verbraucher hauen dermaßen in die Abnahmeleistung in DE, so das man ständig Kraftwerke zu&Abschalten müsste. Wir haben nicht mehr genug Industrie, um diese Schwankungen abzufangen.
D.h. es müssten ständig Kraftwerke ohne Nutzen parallel mitfahren, ohne das die Am Netz sind. Dieser Betrieb müsste bezahlt werden. Der Strompreis würde noch teuerer werden -> weniger Industrie -> weniger Abhname von Lastspitzen -> mehr Kraftwerke im Vorhaltung.
Wenn man also den ganzen Aufriss eh machen muss, dann kann man auch auf Dezentrale Produktion umstellen.
Ergänzung ()
Sherman123 schrieb:
Ich lese hier immer nur von den Mehrkosten der Smartmeter. Gibt es in Deutschland keine Einsparungen?
Selbst wenn wir mit Atomstrom/Kohle/Gas weitergemacht hätten, würde sich nichts an der Situation ändern. Das ist pure Verschwendung von Energieträgern.
Du weißt doch, Wärmepumpen und E-Autos führen uns in den Abgrund. Wir müssen selbstverständlich weiter bis ans Ende der Zeit Benzin, Diesel, Gas und Öl verbrennen!
(Sorry, manchmal kann ich den Sarkasmus nicht unterdrücken)