Geschwindigkeit von Internetverbindungen - Pings

MikeMüller

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Man hört immer von höheren Bandbreiten die kommen.

Wie ist das generell mit den Ansprechzeiten über das Internet bei den neuen Techniken?
Ping ist ja glaube ich das richtige Wort dafür.

Werden die allein durch höhere Bandbreiten auch schneller?

Oder durch die neuen Techniken?
 
je kürzer die Entfernung, desto kürzer die Pings
mit Bandbreiten hat das nichts zu tun

PS
Ping können auch mit niedriger Prioritätengesendet werden, -> QoS
 
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Ausserdem kommt es auf die angepingten Server an. Wenn die stark ausgelastet sind, dann werden sie mehr Zeit benötigen um zu antworten. Mit immer mehr Bandbreite hat das nichts zu tun, denn es kommt immer auch darauf an wie der Server selbst ans Netz angebunden ist.
 
So einfach ist das zwar nicht... sagen wir lieber je besser die Verbindung zum Ziel, desto kürzer der Ping.
Aber ja... mit Bandbreite hat es nichts zu tun. Du kannst auch 100mbit mit miserablem Ping haben.
 
Hallo,

Sowohl als auch lässt sich da nur sagen ;).

Auf der einen Seite die Hardware:

Durch bessere Materialien, beziehungsweise durch den Austausch von viel Kupfer gegen neue Glasfaserkabel verringern sich die Laufzeiten da die Lichtgeschwindigkeit nun mal etwas schneller ist als diese kleinen lieben Elektronen im inneren des Kupferatoms ;). Somit entfällt hier eine große Verzögerung und die, die beim Umwandeln entsteht ist bedeutend geringer, somit kommt dein Signal "schneller" von A nach B.

Auf der anderen die Software:

Da in div. Telekommunikationsämtern beziehungsweise DSLAMs aktive Hardware sitzt, muss diese auch irgendwie angesteuert werden. Hier sorgen viele Hersteller unter anderen Infineon und Texas Instruments ebenfalls dafür das die Software ihrer Geräte innerhalb der Standards bleibt aber hier und da nochmal etwas optimiert wird.


Es ist der gesamte technologische Fortschritt der hierbei die Laufzeiten eines Signals von A nach B verbessert. Übrigens auch nicht unbedingt abhängig von der Bandbreite. Es geht einfach gesagt nur darum das kleine Stromsignal auf die andere Seite zu bekommen, mit welcher Geschwindigkeit das moduliert wird ist dabei eigentlich egal.

In dem Beispiel eines Pings kann man eben sagen das wenn der Ping z.B. 42ms beträgt das Signal in 42ms von Dir -> zur Gegenseite -> verarbeitung des Pings -> generieren der Antwort -> Rückantwort zu dir.
 
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VDSL50(25-50ms)* ist etwas langsamer als ADSL16+Fastpath(10-30ms)*

*eigene Werte

Wobei das schon sehr optimale Bedingungen sind wenn solche Pingzeiten erreicht werden.
 
Wenn du einen LKW größer und breiter baust, kann er zwar mehr transportieren ( → höhere Bandbreite, mehr MBit/s), schneller am Bestimmungsort (→ Latenz) ist er aber nicht.
 
holdes schrieb:
Auf der einen Seite die Hardware:

Durch bessere Materialien, beziehungsweise durch den Austausch von viel Kupfer gegen neue Glasfaserkabel verringern sich die Laufzeiten da die Lichtgeschwindigkeit nun mal etwas schneller ist als diese kleinen lieben Elektronen im inneren des Kupferatoms ;). Somit entfällt hier eine große Verzögerung und die, die beim Umwandeln entsteht ist bedeutend geringer, somit kommt dein Signal "schneller" von A nach B.
Um noch eins drauf zu setzen:
So einfach ist das nicht. Man muss hier die Signalausbreitungsgeschwindigkeit berücksichtigen.
Bei LWL ist das 0,65 fache Lichtgeschwindigkeit, keine echte Lichtgeschwindigkeit im Vakkum. Dazur Verzögerung grundsätzlich der Medienkonverter in Form von SFP oder sonstwas auch Zeit frisst.
Auf Kupfer sind das 0,6 fache Lichtgeschwindigkeit im Vakkum
Also erstmal ist der Unterschied zwischen Kupfer und LWL, was die Signalausbreitungsgeschwindigkeit angeht marginal, und jetzt kommt das große ABER:
Um auf billigen CuDAs hohe Bandbreiten zu erreichen, muss moduliert werden, diese Modulationsverfahren kosten Zeit und verschlechtern die Antwortzeiten im Vergleich zu LWL dramatisch.
Das haben vor 14 Jahren die ersten DSL-Looser bemerkt, Ping war deutlich schlechter als mit ISDN/Modem. Gut, es war als Ursache zwar die eingeschaltete Fehlerkorrektur bekannt, deren Abschaltung als "Fastpath" marketingtechnisch ausgeschaltet wurde, aber selbst dann waren die Antwortzeiten bei ISDN mitunter besser.
 
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Die Höheren Bandbreiten könnten sogar zu schlechteren Pings führen! Wenn z.B. bei Kabel durch die höhere Bandbreite (Nutzung der Nachbarn usw.) das Netz ausgelastet ist ;)
Bei meiner 6000er Telekom Leitung habe ich eigentlich durch die Bank weg bessere Pings als bei der 50 000er Kabelleitung :D
 
Wenn VDSL einen schlechten Ping hat, kann es durchaus sein das die "letzte Meile" zu lang ist, da diese ja auch nur Kupferbasis hat oder eventuell die Gegenstelle einfach auch nur über die Gesamtstrecke per Kupfer schneller zu erreichen ;).


Um noch eins drauf zu setzen:
So einfach ist das nicht. Man muss hier die Signalausbreitungsgeschwindigkeit berücksichtigen.
Bei LWL ist das 0,65 fache Lichtgeschwindigkeit, keine echte Lichtgeschwindigkeit.
Auf Kupfer sind das 0,6 fache Lichtgeschwindigkeit.
Also erstmal ist der Unterschied zwischen Kupfer und LWL, was die Signalausbreitungsgeschwindigkeit angeht marginal, und jetzt kommt das große ABER:
Um auf billigen CuDAs hohe Bandbreiten zu erreichen, muss moduliert werden, diese Modulationsverfahren kosten Zeit und verschlechtern die Antwortzeiten im Vergleich zu LWL dramatisch.
Das haben vor 14 Jahren die ersten DSL-Looser bemerkt, Ping war deutlich schlechter als mit ISDN/Modem. Gut war als Ursache zwar die eingeschaltete Fehlerkorrektur bekannt, der Abschaltung als "Fastpath" marketingtechnisch ausgeschaltet wurde, aber selbst dann waren die Antwortzeiten bei ISDN mitunter besser.

Natürlich schafft das Kabel in der Wirklichkeit keine Lichtgeschwindigkeit, das ist mir durchaus bewusst als ehemaliger Telekomiker aber es ist schlicht und einfach davon abhängig wie viele Umwandler auf seiner Strecke hängen ;). Legen wir 2 100km Leitungen, eine Kupfer eine Glas wissen wir was schneller Signalisiert :P
 
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Klar bei 100 km, will ich die Dämpfung auf der CuDa garnicht wissen. Aber bei 1 km? Wird der Unterschied auch Prozentual marginal sein und das DSL was ich zu Hause habe nutz die DSL-Modulation nur auf der letzten Meile und ist so schlecht bzgl. der Antwortzeit wegen der Modulation und der vielen Hops und Geräten dazwischen. Zumindest ist in Ballungsgebieten ab dem DSLAM dann oft LWL (VDSL-Fähigkeit).
Wie wäre es bei 9600 Baud @ 9600 bit/s über Cu und bei 9600 bit/s über LWL.
Der Unterschied dürfte auf 1 km gegen 0 gehen.

Entscheidend ist letztlich:
- Anzahl der Hops/Signalverarbeitende Geräte
- Geopgraphische Entfernung / länge Leitungsweg
- Keine Vollast der Bandbreiten -> Sonst Queueing/Drops (Fi-Fo/QoS?)
- Modulationsverfahren (s. Signalverarbeitende Geräte)
- QoS? Welcher DSCP-Wert wird genutzt, bleibt er bis zum Ziel erhalten, wird er überschrieben?
 
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