Gibt es außerirdisches Leben (auf der Erde)?

Da hier schon Sci-Fi angeführt wurde... Findet nicht eher eine gegenseitige Beinflussung statt?

Star Trek z.B. hat viele Fans zur Wissenschaft geführt und ohne die Wissenschaft wäre dort der Heisenberg-Kompensator nicht eingeführt worden.
Gibt sogar Abhandlungen über die Star Trek-Physik.
Muss ja genug Interessantes dran sein, um sich ernsthaft damit zu beschäftigen.

Kleiner Gedanke zum Fermi-Experiment.
Gehst du in deiner Beschreibung davon aus, das wir nicht die ersten sind, die dies machen könnten?
Kann im Bereich des Möglichen sein, dass wir die Ersten sein könnten.
 
-oSi- schrieb:
Gibt sogar Abhandlungen über die Star Trek-Physik.
Muss ja genug Interessantes dran sein, um sich ernsthaft damit zu beschäftigen.

Die Abhandlungen sind für Star Trek eher vernichtend als förderlich. Man muss Sci-Fi eben als das akzeptieren, was es ist: Gute Unterhaltung. Wie der Heisenberg-Kompensator funktioniert wurde von den Autoren damals mit "Sehr gut" beantwortet. :D

Einen Menschen von Ort A nach Ort B zu beamen, wird wohl ein Star Trek Phänomen bleiben und sehr wahrscheinlich nicht Realität werden.
 
Der Heisenberg-Kompensator hat nichts mit Wissenschaft zu tun. Er soll lediglich den Anschein erwecken, Beamen sei möglich, indem die Heisenbergsche Unschärferelation kompensiert wird. Wie das von statten gehen soll, weiß niemand, und jeder Physiker wird dir sagen, dass eine solche Lösung auch undenkbar ist, weil das zu Grunde liegende Problem ein Prinzipielles und kein Physikalisches ist.

Was das Fermi-Paradoxon angeht:
Dass wir die Einzigen sind oder zu den allerersten Zivilisationen gehören (und daher noch nicht von der Kolonisations-Welle erfasst wurden), ist eine gültige Lösung des Paradoxons. Ich selbst halte diese Lösung aber angesichts der Vielzahl möglicher habitabler Welten für unwahrscheinlich. Es steht dir natürlich frei, etwas anderes anzunehmen, und in einigen Jahren werden wir vielleicht auch Daten haben, die die eine oder andere Annahme unterstützen.
 
GevatterTod schrieb:
Irgendwas muss die Kolonisation stoppen oder verhindern: Entweder sind wir nahezu allein und vor allem eine der ersten Zivilisationen, die sich zu den Sternen aufmachen, oder interstellare Kolonisation ist unmöglich oder findet ganz anders statt, als wir nach Jahrzehnten mit Star Trek erwarten.
Gehen wir mal von folgendem Gedankenspiel aus: Niemand kolonisiert, ohne Wurmlochtechnologie für die Rückreise zu haben. Eine Kolonie, die dir nie neue Erkenntnisse oder Waren liefern kann, nutzt niemandem.
So, jetzt hast du also eine Zivilisation mit langsamer Expansion und Wurmloch-Reisen. Anders als die losgelösten Fragmente im Fermi-Paradox hat man hier eine nahezu monolithische Kultur. Du hast irgendwo auf dem Mutterplaneten einen Obersten Kanzler sitzen, der über alles bestimmt.... vielleicht auch über das Recht, weitere Kolonien zu gründen und wie mit Leben tragenden Planeten umzugehen ist.

Das Fermi-Paradox funktioniert ja nur, weil es keine Kolonien sondern vollwertige, eigenständige Zivilisationen sind, die lediglich etwas genetisches und evtl. kulturell/historisches Erbe mit sich rum schleppen. Nach ein paar Jahrtausenden würde man hier evtl. die "Heimatler" nicht für die selbe Spezies wie die "Kolonisten" halten.
In dem Moment, wo jeder sein Glück in einem Wimpernschlag auf einer Vielzahl von Welten finden kann, wird es keine Neugründungen mehr geben. Analog zur Regel 34 im Internet gibt es auch für jeden denkbaren Siedlungs-Wunsch früher oder später den passenden Planeten. Dementsprechend stagniert die Kolonisation irgendwann.
 
Ich bin kein Träumer, falls ihr das jetzt denken sollten.
Ich weiss, dass es diesen Heisenberg-Kompensator nie geben und Beamen ein Traum bleiben wird.
Schön wärs, aber egal. :D
Der kam aber in die SciFi, als der Einwand aus Richtung der Wissenschaft kam, dass das Beamen ein Märchen ist.
Also wurde er "eingebaut".
Das meine ich mit Beeinflussung.


zum Fermi-Paradox.
Der Flug zum Ziel würde eine Weile dauern und wohl von keinem kleinen Schiff unternommen werden, denke ich mir.
In der Zeit kann sich vieles ändern.
Evtl. wissen die am Startort nicht mal mehr, dass "damals" jemand losgeflogen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Daaron
Ich bin mir nicht sicher, ob eine Wurmloch-Zivilisation tatsächlich langsamer wächst. Die Kolonien wären zwar gedankenschnell mit der Heimatwelt verbunden, und im Gegensatz zur Serie "Stargate" auch permanent, aber jede Kolonie könnte sich ganz leicht von der Heimatwelt loslösen, indem sie das Wurmloch schließt. Aber selbst wenn dies nicht möglich ist, müsste jede Kolonie ein Stück weit autark sein. Es würde keine Sinn machen, die Kolonien von der Erde aus zu versorgen. Die Kolonien müssten sich selbst versorgen und ich sehe keinen Grund, warum man das Wachstum der Kolonien unterdrücken und ihnen nicht den Auftrag geben sollte, bei ausreichender Größe den Sprung zu den nächsten erreichbaren Welten zu machen.

@-oSi-
Man würde wohl stets die nächsten erreichbaren habitablen Welten erreichen und die Reisezeiten kurz halten wollen. Vor allem aber könnte das Raumschiff durch das Wurmloch mit der Erde verbunden werden. Natürlich könnte dann ein globaler Krieg o.Ä. die Mission noch immer vereiteln, aber so bald die ersten Welten kolonisiert sind, wird es zusehendes unwahrscheinlicher, dass die Kolonisations-Welle zum Erliegen kommt.
 
Sie breiten sich von Stern zu Stern aus, bis sie nahe genug sind, um die Erde eingehend zu untersuchen und als lohnendes Ziel zu erkennen.

ich meinte das eigentlich genau umgekehrt: wir wissen nicht, ob z. b. gliese xy schon besiedelt ist, weil wir gliese xy nicht sehen können.

und was das fermiparadoxon angeht: ich glaube, wenn die menschen anfangen, sich auf andere sonnensysteme auszudehnen, werden sie erst jedes sonnensystem in unmittelbarer nähe erschließen. dann wird das erschließen neuer systeme an bedeutung verlieren. man konzentriert sich nur noch auf die systeme, die einen wirklichen mehrwert bringen. ich sage mal, wenn unser szenario vom wurmloch, dass per schiff mit annähernder lichtgeschwindigkeit gebracht wird, zutreffen würde, würden vllt alle systeme im umkreis von 120 lichtjahren um erde und gliese, das wohl auf grund seiner nähe und mutmaßlich guten planetensituation unser erstes ziel sein wird, vollständig erschlossen werden. dann haben wir aber so dermaßen viel raum und resourcen, dass das erschließen beliebiger sonnensysteme einfach bedeutungslos und unnötig zeit und energieaufwendig wird. man beginnt zu selektieren. statt z. b. um zu einem 250 jahre entfernten system zu kommen, werden dann nicht noch die 4 systeme dazwischen erschlossen, dass man 5 x 50 jahre unterwegs ist, sondern man schafft einen direkten weg zum zielsystem, um nicht 5 mal die energie für 5 wurmlöcher aufbringen und 5 mal "umsteigen" zu müssen sondern mit einem wurmloch direkt ans ziel zu kommen. spart viel energie und die erschließung würde so oder so 250 jahre dauern. es werden also gezielt besonders vielversprechende systeme angesteuert. je weiter sich die menschheit ausdehnt, des so mehr sonnensysteme werden übersprungen, auf der suche nach besonders interessanten systemen. viele erschlossene welten werden erst gar nicht besiedelt sondern nur nach seltenen resourcen durchsucht und dann unbewohnt zurückgelassen.
ich denke das wäre auch eine mögliche lösung und so wäre die wahrscheinlichkeit, dass wir heute schon außerirdische sehen könnten, auch bei mehreren solcher hochzivilisationen noch extrem gering. das weltall ist einfach zu groß, als das jeder flecken besiedelt werden würde...
 
Zuletzt bearbeitet:
GevatterTod schrieb:
@-oSi-
Man würde wohl stets die nächsten erreichbaren habitablen Welten erreichen und die Reisezeiten kurz halten wollen.
Auch so dürfte es eine Zeit dauern, um das nächste System zu erreichen.

Vor allem aber könnte das Raumschiff durch das Wurmloch mit der Erde verbunden werden.
Bevor wir aneinander vorbei reden.
Das Raumschiff muss erstmal das Ziel erreichen, um das Wurmloch zu etablieren.
Oder etwa nicht?
Ginge es ohne, könnte man sich das Raumschiff sparen.
Das Raumschiff trägt ja nicht den 'Ausgang' des Wurmloches zum Zielort.

Natürlich könnte dann ein globaler Krieg o.Ä. die Mission noch immer vereiteln, aber so bald die ersten Welten kolonisiert sind, wird es zusehendes unwahrscheinlicher, dass die Kolonisations-Welle zum Erliegen kommt.
Ich meine nicht, dass es unbedingt das Ultimative sein muss. Also Krieg.
Zum Vergessen braucht man nur Zeit.
Beim Rest gehe ich mit.
 
Die Kolonie wird natürlich irgendwann autark sein, was die Versorgung mit Nahrung, Baumaterial oder Energieträgern angeht. Permanente Versorgung lieferst du höchstens für Projekte wie eine Forschungsbasis oder einen Minenkomplex.
Anders sieht es hingegen mit Kultur und Technologie aus. Da geht nix über ein Netzwerk. Dasselbe gilt für den Handel. Vielleicht wächst auf Kolonie A ja eine besondere Getreideart, aus der man extrem leckeres Brot machen kann, auf Kolonie B leben einheimische Insekten, aus deren Webfäden man nützliche Baumaterialien gewinnt,... Am Ende hast du ein Netzwerk, das allen nutzt.

Ob die Kolonien irgendwann expandieren? Die Frage ist: Warum sollten sie? Du expandierst und emigrierst, weil du neue Rohstoffe benötigst, weil dir der Platz ausgeht oder weil du mti der Gesamtsituation unzufrieden bist. Rohstoffe sind kein Akt, wenn du schon interstellare Reisen und Wurmlöcher beherrschst. Wurmloch ins Asteroidenfeld, n paar Bergbau-Drohnen hin, abgehts. Platz ist auch nur begrenzt problematisch. Wenn dein Volk nicht gerade von Karnickeln abstammt, dann wird es eine ganze Weile brauchen, um jeden kolonisierten Planeten voll auszulasten. Außerdem hast du dann noch die orbitalen Habitate. Bleiben nur die Dissidenten als einzige Unwägbarkeit.

Edit:
@-oSi-
Wir spielen hier mit dem Gedanken, dass Start und Ziel einer Einstein-Rosen-Brücke nicht fixiert in der Raumzeit sind, sondern bewegt werden können. Denk einfach an das Stargate auf der Destiny (falls du mal SG:Universe gesehen hast). So kannst du problemlos eine Nabelschnur für das Schiff schaffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die Serie hab ich gesehen.
Das wäre natürlich eine Möglichkeit. Sollte jedoch das im Gedankenspiel auch mal erwähnt werden.
Denn sonst redet man schnell man aneinander vorbei.
 
man konzentriert sich nur noch auf die systeme, die einen wirklichen mehrwert bringen.
Dann breiten sie sich gar nicht aus. Um eine materiellen Mehrwert wird es niemals gehen.

ich sage mal, wenn unser szenario vom wurmloch, dass per schiff mit annähernder lichtgeschwindigkeit gebracht wird,
Oooooh, für eine Zivilisation, die ein geöffnetes Wurmloch mit Beinahe-Lichtgeschwindigkeit transportieren kann, bekäme das Universum eine ganz andere Gestalt. Tatsächlich kann in diesem Szenario das Fermi-Paradoxon möglicherweise gelöst werden.

Der Clou: Wir wären durch das Wurmloch mit dem Bezugssystems des Schiffes verbunden, und da das Schiff mit relativistischen Geschwindigkeiten unterwegs ist, ist es auch relativistischen Effekten unterworfen. Wenn wir das Schiff nun zur Andromeda-Galaxie schicken, dann würde die Reise für einen außenstehenden Beobachter 2,5 Millionen Jahre dauern. Aber nicht für uns. Wir sind ja durch das Wurmloch mit dem Bezugssystem des Schiffes verbunden, und im Bezugssystem des Schiffes dauert die Reise zur Andromeda-Galaxie nur 15 Jahre. Das bedeutet, dass wir nach 15 Jahren durch das Wurmloch treten können - und wir wären in der Andromeda-Galaxie.

Und vielleicht kommt es noch besser: Das Wurmloch muss während der Reise nicht groß sein. Es kann winzig sein, mikroskopisch klein, gerade groß genug, um Signale durch das Wurmloch zu schicken. Und es kann von der Erde aufrecht gehalten werden. Das bedeutet, dass auch das Schiff winzig sein kann, wodurch es deutlich einfacher wird, das Schiff in den Bereich relativistischer Geschwindigkeiten zu beschleunigen. Und am Zielort angekommen, blasen wir das Wurmloch einfach auf eine sinnvolle Größe auf.

Wie so dass Fermi-Paradoxon möglicherweise gelöst wird:

1. Zwar könnte eine solche Zivilastion aus ihrer Sicht in kurzer Zeit viele Welten erreichen, aber aus unserer Sicht würden sie dafür viele Millionen Jahre benötigen. Um die Galaxie zu erschließen, vergingen aus unserer Sicht vielleicht Milliarden Jahre.

2. Aber warum sollten sie das tun? Die können in wenigen Jahrzehnten den Rand des beobachtbaren Universums erreichen. Ihnen stehen einige Sextillionen Welten offen. Warum sollten sie sich für eine kleine, blaue Kugel in einem Seitenarm einer durchschnittlichen Galaxie interessieren.

Zu mal sie von unserer Existenz wahrscheinlich nicht einmal etwas mitkriegen, denn während sie zur Andromeda unterwegs sind, vergehen bei uns 2,5 Milliarden Jahre. Eine Wurmloch-Zivilisation verabschiedet sich unweigerlich aus unserer Realität und aus der Realität jeder anderen Zivilisation. Jede Zivilisation würde für sich alleine existieren, außer sie begegnen sich zufällig, was nahezu beliebig unwahrscheinlich ist.

Aber bevor dir jetzt der Kopf platzt: Wir haben noch kein Wurmloch beobachtet. Wir wissen nicht, was ein Wurmloch benötigt. Wir wissen nicht, ob ein Wurmloch überhaupt von Materie durchquert werden kann. Und selbst wenn es keine Unmengen an exotischer Materie benötigen oder wir diese Materie auftreiben könnten, wüssten wir nicht, wie sie zu bauen sind. Sie sind nur eine mathematische Spielerei mit interessanten Konsequenzen.

-oSi- schrieb:
Das Raumschiff muss erstmal das Ziel erreichen, um das Wurmloch zu etablieren.
Oder etwa nicht?
Soweit ich weiß spricht nichts dagegen, ein Wurmloch auf einem Objekt, das beschleunigt wird, zu installieren. Aber wer weiß schon, was da für eine Mathematik drin steckt, wenn denn solche Objekte überhaupt möglich sind. Vielleicht zeigt sich, dass in dem Fall der Energiebedarf für den Transport des Wurmloches gegen unendlich geht.

Zum Vergessen braucht man nur Zeit.
Die Reisen wären sehr kurz, vor allem wenn den "Wurmloch-Transporter" mit relativistischen Geschwindigkeiten bewegt.

Daaron schrieb:
Ob die Kolonien irgendwann expandieren? Die Frage ist: Warum sollten sie?
Aus den gleichen Gründen, weshalb sie die ersten Kolonien errichtet haben.
 
Na ja, eine Wurmloch-Zivilisation könnte durchaus eine zentrale Regierung haben, die die Siedlungspolitik reguliert. Da kann es durchaus so weit kommen, dass es heißt: bis hier her, und nicht weiter.... vielleicht einfach nur, weil es sich nicht lohnt, noch weiter rumzusiedeln.
Aber ich glaube hier kommen wir nicht weiter. Wir können nicht auf die Psyche einer möglichen Hyper-Zivilisation schließen.
 
Aber dann hätte es sich schon vorher nicht gelohnt, überhaupt zu siedeln. Davon mal ab: Eine Politische Haltung bleibt nicht ewig stabil. Kann schon sein, dass eine Zivilisation sagt "okay, es reicht erst einmal!". Aber 500 Jahre später kann die Stimmung eine andere sein. Im Fermi-Paradoxon sind solche "Auszeiten schon berücksichtigt. Irgendwann siedeln die Siedler wieder, und dann ist die Galaxie in Windeseile kolonisiert.
 
GevatterTod schrieb:
Tachyonen sind ein Beleg für gar nichts, weil deren Existenz nicht experimentell belegt ist. Und deren Existenz würde die SRT auch nicht widerlegen o.Ä.. Im Gegenteil! Tachyonen gehen aus der SRT hervor. Deren Existenz wäre ein weiterer von unzähligen Belegen der SRT.

Hm, ich denke mit der letzten Aussage muss man vorsichtig sein. Die SRT selbst postuliert die Existenz von Tachyonen ja nicht; lediglich die zur Beschreibung verwendete Mathematik bietet eine solche Lösung an. Ich bin kein Physiker, aber ich denke mal, dass die Existenz von Tachyonen die SRT eher in ihren Grundfesten erschüttern würde...
 
Stimmt, hast Recht. Tachyonen sind kein direktes Postulat der SRT, sondern ein Lösung der SRT. Dennoch würden sie die SRT nicht in ihren Grundfesten erschüttern, denn die SRT verbietet die Existenz dieser Teilchen nicht.
 
@Tachyonen

Der Lesch hatte das ganz gut erklärt, wie zu denen kommt: Tachyonen sind eine mögliche Lösung der SRT. Die Frage ist allerdings nur, ob diese Lösung auch in der Natur realisiert ist.

Ein analoges Beispiel: Den Phytagoras kennen wir alle. a²+b²=c²
Will man zB c ausrechnen, stellt man die Formel um: c=Wurzel(x), wobei x=a²+b² ist. Die Formel hat 2 Lösungen, nämlich Wurzel(x) und minus Wurzel(x). In der Natur ist die negative Wurzel allerdings nicht realisiert. Wurzel(x) ist eine Distanz und die ist immer positiv! Rein rechnerisch ist eine negative Distanz aber drin.

Und so ist es auch mit der SRT und den Tachyonen. Rechnerisch ergeben sich die Tachyonen aus der SRT, aber ob sie auch praktisch existieren, ist eine ganz andere Sache. Die haben nämlich eine negative Masse, reisen in der Zeit rückwärts und je mehr man sie bremsen will, desto mehr Energie braucht man. Umgekehrt können sie aber auch unbegrenzt schnell werden.

Das ist für uns aber nicht von belang, da wir mit ihnen nicht wirklich etwas anfangen können.
 
Gemäß der SRT dürften Tachyonen niemals mit der gewöhnliches Materie wechselwirken, da dann Ursache und Wirkung nicht mehr klar getrennt wären, was die RT aber zwingend voraus setzt. Insofern wären die Ergebnisse des OPERA-Experiments durchaus "erschütternd" für die RT gewesen, hätte man tatsächlich überlichtschnelle Teilen beobachtet.

Allerdings teile ich die Ansicht nicht, dass die RT dadurch in ihren Grundfesten erschüttert worden wäre. Es gibt wahrscheinlich keine andere Theorie, die durch derartige viele Experimentaldaten gestützt wird. Diese Experimentaldaten, diese stabile Fundament der RT wäre und würde durch die Beobachtung von Tachyonen nicht negiert werden. Es wäre ein neuer Grenzfall geschaffen worden, in dem die RT nicht mehr funktioniert hätte. So wie sie für die Quantenmechanik nicht funktioniert. So wie Newton für relativistische Geschwindigkeiten nicht mehr funktioniert.
 
Was ist denn "eine Lösung der SRT"? Meinst du eine Bahnkurve der entsprechenden relativistischen Verallgemeinerung der Newton'schen Bewegungsgleichungen deren Geschwindigkeit grösser als c sind (die müsstest du mir zeigen)? Ich kenne Tachyonen bloss im Rahmen der Darstellungen der kontinuierlichen Darstellungen der eigentlichen orthochronen Lorentzgruppe respektive ihrer Überlagerungsgruppe SL(2,C). Das ist schon lange QFT respektive klassische Feldtheorie und wird auch im Rahmen der Stringtheorien diskutiert, mit der SRT selbst hat dies nur die Lorentz-Gruppe gemein.

Ich denke auch ihr macht es euch etwas zu einfach mit den Wurmlöchern. Wurmlöcher sind - wenn es sie denn gibt - topologische Eigenschaften der Raumzeit, wie wollt ihr solche erzeugen oder gar bewegen wenn sich alles auf ihr selbst abspielt? Das ist meiner Meinung nach hochgradig nichttrivial. Weiter macht die Angabe einer geometrischen Ausdehnung so keinen Sinn, dazu müsste man die Raumzeit in einen geeigneten IR^n einbetten - und auch dann hätte die Angabe einer Grösse überhaupt keine Relevanz für uns.
 
Wenn man sich nur die letzten beiden Seiten des Threads durchliest zeigt sich bereits wie stark die Menschen von (Sci-Fi) Filmen und Literatur geprägt sind… also ein Spiegel der Umgebung.

Wurmlöcher, Hyperraum, Reisen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit, Sternen-Tore. Dazu kommt noch das Fermi-Paradoxon und eine Zivilisation packt ihre sieben Sachen und lässt sich vom süßen Duft des Abenteuers verführen.
Zitat: Eine Zivilisation kolonisiert, sobald sie dazu in der Lage ist, eine handvoll erreichbarer Welten. Die Kolonien werden über kurz oder lang ihrerseits eine handvoll erreichbarer Welten kolonisieren. Schon haben wir einige Dutzend kolonisierter Welten, die dieses Spielchen weiter treiben. Und so weiter und so fort.


Zitat: Mit Wurmlöchern ändert sich aber eine Sache: Die Kolonien wären nicht vom Ursprungsort abgeschnitten. Es gäbe eine große Zivilisation, die sich über unzählige Welten erstreckt. Wie verändert dies die Dynamik der Ausbreitung dieser Zivilisation? Wird weiterhin jede "Kolonie" versucht sein, erreichbare Welten zu kolonisieren? Oder breitet sich die Zivilisation nur Stern für Stern, Wurmloch für Wurmloch aus? Aber selbst dann wäre die Galaxie in einem Bruchteil der Zeit, seit dem Zivilisationen in der Milchstraße existieren können, kolonisiert worden.

Ich glaube hier wurde bereits die höhere Physik entdeckt… eine Theorie von etwas das höheren Einfluss hat als Schwerkraft.
Zitat: Irgendwas muss die Kolonisation stoppen oder verhindern: Entweder sind wir nahezu allein und vor allem eine der ersten Zivilisationen, die sich zu den Sternen aufmachen, oder interstellare Kolonisation ist unmöglich oder findet ganz anders statt, als wir nach Jahrzehnten mit Star Trek erwarten.

Ich bezeichne die Entdeckung mal als „süßen Duft“ ein süßer Duft der jede Zivilisation über Lichtjahre hinweg in ihren Bann zieht. „Irgendwas muss die Kolonisation stoppen oder verhindern

Was stellt sich wohl dem süßen Duft entgegen (?) Eventuell eine Spezies die Glücklich ist auf ihrem Planet, ne das kann nicht sein, oder (?) dem „süßen Duft“ kann man nicht entkommen, jede Spezies im Universum unterliegt der höheren Physik, dem „süßen Duft“.

Kleiner Spaß am Wochenende. :D

Aber was wenn die Kolonisierte Galaxie zu eng wird und kein Platz mehr da ist (?) dann geht´s zur nächsten Galaxie rüber… und so weiter und so weiter… bis das Universum Voll-Fermi-zersiedelt ist… das wird aber auch nicht reichen oder (?) man muss dann entweder neue Universen im Reagenzglas züchten oder bis auf weiteres die eigene Art Schrumpfen um wieder neuen Platz zu haben. :rolleyes:

Spaß ohne… Leute schaut euch doch mal um, eine Spezies die sich weiter entwickelt befindet sich bereits in einem Stabilen System. Oder anders gesagt Entwicklung hin zu Technologie setzt Stabilität voraus. Es ist bereits alles vorhanden was man benötigt, eine Notwendigkeit Galaxien zu Kolonisieren ist schlicht nicht gegeben.

Wer weiß, eventuell haben die Aliens die Milchstraße nicht besiedelt weil sie auf Ihrem Heimatplanet Glücklich sind und bei ihnen alles im Butter ist… vielleicht haben Sie kein so doofes Kapitalistisches System das auf Wachstum beruht… vielleicht können Sie mit den Ressourcen umgehen und haben nachhaltige Technologien entwickelt. Das aber ist eine gewagte und Revolutionäre Idee die jedem Sci-Fi Liebhaber das Blut vor Schreck gefrieren lässt. :p
 
Zurück
Oben