News Google Browser: Perplexity will Chrome für 34,5 Mrd. US-Dollar übernehmen

nlr

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Das KI-Start-up Perplexity hat Google ein Angebot in Höhe von 34,5 Milliarden US-Dollar für die Übernahme des Chrome-Browsers gemacht. Damit entspricht das Angebot annähernd dem Doppelten der aktuellen Bewertung von Perplexity. Hintergrund ist eine mögliche Zerschlagung Googles aufgrund der vorgeworfenen Monopolstellung.

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Die Logik eines 34,5 MRD Kredits bei 22 Mio aktiven Nutzern erschließt sich mir nicht. Chrome ist für Google alleine durch den Datenklau aka die Auswertung der Profile für das eigene Geschäft profitabel. Wie möchte Perplexity denn mit dem Ding Gewinn erwirtschaften?
 
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Botcruscher schrieb:
Wie möchte Perplexity denn mit dem Ding Gewinn erwirtschaften?
In dem sie ihr KI-Zeugs darin einbauen und Teile davon kostenpflichtig für User anbieten. Der Kauf sollte sich dann in wenigen Jahren rentieren.

Vergleichbar wäre das mit der Google Suche auf jedem Android-Smartphone. Das hat Google zur #1 gemacht. Jetzt stelle man sich vor, der meistbenutze Browser bringt integrierte KI-Features eines bestimmten Anbieters mit. Das würde den KI-Anbieter in kurzer Zeit auch zur #1 machen.
 
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Ein Übernahmeangebot aus Europa für Chrome wäre mal ein GameChanger!
 
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In einem Brief an Alphabet-CEO Sundar Pichai erklärt Perplexity, dass die Übernahme die kartellrechtliche Problematik lösen und Chrome an einen fähigen, unabhängigen Betreiber überführen würde.
Das ist doch Ironie, oder?
 
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Ein StartUp bietet 34mrd? was das für ein StartUp? die werfen da drüben mit Milliarden um sich als wenn es nix wäre.
 
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Ich finde den aktuellen Kommentar von John Gruber zu dem gewünschten Kauf durch Perplexity und und einen älteren Kommentar zum Verkauf von Chrome überhaupt sehr gut.

The whole premise is ludicrous. Start with the fact that Perplexity is only valued at $18 billion. Add to that the fact that Perplexity is almost certainly overvalued at that price. I don’t know anyone who uses Perplexity, and Perplexity doesn’t develop or run their own LLMs. [...] I think what’s happening is that the LLM chatbot field is maturing (exemplified by OpenAI’s launch of ChatGPT 5 last week), and Perplexity CEO Aravind Srinivas is getting increasingly desperate. Desperate moves to seek an edge in product, and desperate moves to seek publicity that Perplexity’s product can’t garner on its meager merits.

Dazu kommt, dass Chrome (siehe den zweiten Link oben) einfach kein Produkt ist, welches auf eigenen Beinen stehen kann.
Chrome hat für Google einen Wert, weil sie so den direkten Draht zum Nutzer haben, noch mehr Daten sammeln können und der Nutzer hat den Vorteil, dass Google-Dienste damit optimal laufen und das Google-Konto direkt integriert ist.
Aber wenn Perplexitity oder sonstwer Chrome kauft, dann wird die Verbindung zum Google-Konto gekappt und absolut nichts spricht noch für die Nutzung von Chrome.
Wenn man dann vielleicht gar eine eigene Suchmaschine als Standard vorgeben will, wie das bei Perplexity zu erwarten ist, springen noch mehr Nutzer ab.
Und anders kann man die großer Nutzerzahl auch nicht monetarisieren, da wenn Google schon gezwungen wird Chrome zu verkaufen, die Praktik Geld an Browserbetreiber zu zahlen, damit sie die Google-Suche voreingestellt ausliefern, auch verboten wird.

Ein Kauf (und auch Verkauf) von Google Chrome ergibt keinen Sinn, die Nutzer würden das nicht mitmachen und die Einnahmemöglichkeiten brechen mit dem dann zu erwartenden Nutzerschwund sowie dem Verbot von Zahlungen an Browserbetreiber komplett weg.

Das einzige was die amerikanische Justiz mit diesen beiden Wünschen gerade erreichen wird ist, dass Apple 20 Milliarden Dollar weniger Gewinn im Jahr macht (da sie so viel von Google erhalten und das aufgrund nicht vorhandener Kosten in diesem Bereich als Reingewinn angesehen werden kann) und dass Mozilla Firefox komplett gefickt ist!
Dann ist die einzige echte Alternative zu Chrome/Chromium und Webkit eventuell weg vom Fenster und aus "Die Nutzer sollen mehr Auswahl haben" wird "Friss Chromium oder stirb!"
 
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Das geht mir auch auf die Nerven... andauernd diese unfassbaren hohen Beträge, mit welchen um sich geworfen wird. Als ob es nix wäre... wenn ich heute irgendwo lese, die Person oder Firma hat für 300 Mio. etwas gekauft, dann denk ich: Boah, ist das billig... und dann? Moment, 300 Mio? Das ist eigentlich scheisse viel Geld. Nur das Geld gibt es ja überhaupt nicht, dass sind irgendwelche Beträge, die irgendwie zusammenkommen und niemals auf Scheine gedruckt sind. Man verliert eigentlich den Überblick darüber, was etwas wirklich wert ist. Von mir aus soll das komische KI-Startup doch Google Chrome kaufen für 34 Fantastillarden. Nur interessieren tut mich der Browser eh nicht (mehr) und KI-Features sind für mich mittlerweile ein Grund, nach Alternativen zu schauen ohne KI-Features (die nächste Sache, welche mir unfassbar auf die Nerven geht neben den Fantasiebeträgen für irgendwelche Käufe).
 
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iSight2TheBlind schrieb:
dass Mozilla Firefox komplett gefickt ist!
Dann ist die einzige echte Alternative zu Chrome/Chromium und Webkit eventuell weg vom Fenster und aus "Die Nutzer sollen mehr Auswahl haben" wird "Friss Chromium oder stirb!"
Mozilla ist selber schuld. Weniger Geld für sinnfreie Projekte, lächerlich überbezahlten Führung und Woke-Propaganda verbrennen. Am Ende noch Funktionen für Bedürfnisse der Nutzer Entwickeln. Die KI Seuche in Firefox hat die Erwartungen schon wieder übertroffen: Akkus leer saugen und Prozessorleistung fressen! Für eine Funktion die niemand will oder braucht.

Krik schrieb:
Das würde den KI-Anbieter in kurzer Zeit auch zur #1 machen.
Tolle Idee, der Rest nutzt die Googlesuche. Die Idee ist noch lächerlicher als der Versuch von MS uns mit Bing zu beglücken.
 
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Perplexity, die gerne die Robots.txt ignorieren und damit Internet-Vereinbarungen unterlaufen?
Halte ich für keine gute Idee.
 
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Google verkauft doch nicht seine Kronjuwelen, nur wenn sie müssen.
 
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Botcruscher schrieb:
Mozilla ist selber schuld. Weniger Geld für sinnfreie Projekte, lächerlich überbezahlten Führung und Woke-Propaganda verbrennen. Am Ende noch Funktionen für Bedürfnisse der Nutzer Entwickeln. Die KI Seuche in Firefox hat die Erwartungen schon wieder übertroffen: Akkus leer saugen und Prozessorleistung fressen! Für eine Funktion die niemand will oder braucht.
Das sind meiner Meinung nach Versuche relevant zu bleiben und die Finanzierung zu diversifizieren weil man nicht zu sehr am Tropf von Google hängen möchte.
Funktionen für die Nutzer , schwierig. Da denken Nerds gerne mal ihre Wünsche sind der Nabel der Welt, während es für die Mehrheit nicht relevant ist.
Nicht alle KI Funktionen sind schlecht, eine lokale Übersetzung ist besser als Google Translate zum Beispiel.
Das würde ich nicht pauschal abkanzeln. Akku leer saugen dürfte auch nichts was du abschalten und nicht nutzen kannst.
 
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Ich glaube bevor Google verkaufen würde wird Chrome eingestellt. Ging ja schon anderen Produkten genau so, dass die von heute auf morgen als EoL gesetzt wurden.
 
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Vor einigen Wochen war noch von Gerüchten zu lesen, dass Apple möglicherweise an Perplexity interessiert sei und nun wollen die wiederum für eine Wahnsinnssumme Chrome kaufen. Wilde Zeiten
 
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Aber die Chromium unterlage ist öffentlich einsehbar und könnte weiter verwendet werden auch ohne den Aufbau von Chrome.
 
Absurd.
Wirklich absurd.

Das wie wenn ich Felgenhersteller bin und mein Unternehmen vor kurzem gegründet habe, und jetzt BMW Kaufen will.

also für mich klare Kontraindikation. Sollte Shorts organisieren.
 
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