Ich finde den aktuellen Kommentar von John Gruber zu dem
gewünschten Kauf durch Perplexity und und einen
älteren Kommentar zum Verkauf von Chrome überhaupt sehr gut.
The whole premise is ludicrous. Start with the fact that Perplexity is only valued at $18 billion. Add to that the fact that Perplexity is almost certainly overvalued at that price. I don’t know anyone who uses Perplexity, and Perplexity doesn’t develop or run their own LLMs. [...] I think what’s happening is that the LLM chatbot field is maturing (exemplified by OpenAI’s launch of ChatGPT 5 last week), and Perplexity CEO Aravind Srinivas is getting increasingly desperate. Desperate moves to seek an edge in product, and desperate moves to seek publicity that Perplexity’s product can’t garner on its meager merits.
Dazu kommt, dass Chrome (siehe den zweiten Link oben) einfach kein Produkt ist, welches auf eigenen Beinen stehen kann.
Chrome hat für Google einen Wert, weil sie so den direkten Draht zum Nutzer haben, noch mehr Daten sammeln können und der Nutzer hat den Vorteil, dass Google-Dienste damit optimal laufen und das Google-Konto direkt integriert ist.
Aber wenn Perplexitity oder sonstwer Chrome kauft, dann wird die Verbindung zum Google-Konto gekappt und absolut nichts spricht noch für die Nutzung von Chrome.
Wenn man dann vielleicht gar eine eigene Suchmaschine als Standard vorgeben will, wie das bei Perplexity zu erwarten ist, springen noch mehr Nutzer ab.
Und anders kann man die großer Nutzerzahl auch nicht monetarisieren, da wenn Google schon gezwungen wird Chrome zu verkaufen, die Praktik Geld an Browserbetreiber zu zahlen, damit sie die Google-Suche voreingestellt ausliefern, auch verboten wird.
Ein Kauf (und auch Verkauf) von Google Chrome ergibt keinen Sinn, die Nutzer würden das nicht mitmachen und die Einnahmemöglichkeiten brechen mit dem dann zu erwartenden Nutzerschwund sowie dem Verbot von Zahlungen an Browserbetreiber komplett weg.
Das einzige was die amerikanische Justiz mit diesen beiden Wünschen gerade erreichen wird ist, dass Apple 20 Milliarden Dollar weniger Gewinn im Jahr macht (da sie so viel von Google erhalten und das aufgrund nicht vorhandener Kosten in diesem Bereich als Reingewinn angesehen werden kann) und dass Mozilla Firefox komplett gefickt ist!
Dann ist die einzige echte Alternative zu Chrome/Chromium und Webkit eventuell weg vom Fenster und aus "Die Nutzer sollen mehr Auswahl haben" wird "Friss Chromium oder stirb!"