Bulletchief schrieb:
wo die Probleme lagen, wie sie sie in jedem Titel versucht haben zu lösen usw usw.
Das gleiche war es auch in einem persönlichen Gespräch auf der gamescom (das war zum Release von Risen 2)...
Ihm jetzt im Nachhinein immer zu unterstellen er hätte keine Ahnung - weder von seinen Spielen, noch von der Community - halte ich grundsätzlich für daneben.
Die Probleme lagen da definitiv woanders.
Sorry nein er ganz persönlich ist vor die Leute beim Games Award zu Gothic 3 gegangen und hat sich erstmal für die miese Qualität entschuldigt. Später wurde er von einem Redakteur gefragt was sie jetzt mit dem recht üppigen Preisgeld machen werden, ob sie sich Professionalisieren...? Antwort: (in etwa) "nein dann würde sie nicht mehr PB sein". Genau hier ist einer der größten Themen von PB gewesen, sie waren einfach nicht Professionell genug, mit klaren Rollen und Personen die die Übersicht behalten, gerade für AAA Titel deren Anspruch ja immer bestand. Noch schlimmer es sollte immer größer und ausschweifender werden, trotz der beschränkten Ressourcen und ein dafür eigentlich kaum geeigneten Büro. Zusätzlich gab es wohl (letzter Gamstar Podcast) ein Toxisches Klima mit Persönlichkeiten die auf Einwände und Argumente nicht eingehen wollten, so dass nachher jeder unwidersprochen einfach umsetzte was gefordert war und regelmäßig einfach sein Ding machte, weil es nichts brachte etwas anzusprechen. Aus dieser Gemengelage wurden die Games, immer größer, weil hier noch ein Strauch und da eine Quest,..., und um nicht immer an Gothic1 erinnert zu werden, musste auch ständig eine neue verrückte Idee eingebaut werden, daher wurden Fristen gerissen bis der Publisher mit Sanktionen drohten. Drum gab es dann gar kein QA mehr und eh voila wir sahen wieder ein PB Bugfest....
Risen1 war erfolgreich weil es nach dem Gothic3 Debakel, das selbst PB als solches verstanden und akzeptiert hatte, wieder kleiner aufs wesentliche konzentriert und dadurch ausgereifter war. Bei Risen 2+3 gingen dann wieder die Pferde durch(Piraten, Seekämpfe und was sonst noch nicht alles).
Für Elex1 hatte man sich von vorneherein mehr Zeit gelassen und Teile der Welt wohl automatisch generieren lassen, zudem versprach man etwas wirklich neues, mit einer Art Cyperpunk nur anders. Daher war das Game ein Erfolg. Wobei mir persönlich keine der Fraktionen zusagte und man deutlich weniger Fraktionen gegen einander ausspielen konnte, so wie mit der Wahl der Fraktion teils erheblich in der Wahl der Waffen etc eingeschränkt war. Daher hatte ich es nach kurzer Zeit abgebrochen zumal ich es für bessere PC Ausstattung zurücklegen wollte. Elex2 floppte dann ja wieder vollends die Kritiker sagten zu Recht.
Lange Rede, kurzer Sinn, nein sie(vor allem das Management) haben es nicht verstanden, weder was gut an ihrer Titeln war, noch was schlecht, geschweige den wie man zukünftig Fehler vermeiden, Abgabetermine einhalten, oder seine Kundschaft gerecht werden kann.