till69 schrieb:
Alles zu pauschal, einer
5080 TUF reichen 13W, während eine Colorful 5080 32W nimmt
Bin jetzt nicht sicher, ob 13W vs 19W vs 32W stimmen (Hat Guru3D das gleiche Setup und Methodik wie CB?),
aber das ist natürlich ein Problem, vll noch besser darstellbar bei CPUs:
Neben der immer auftretenden Silicon Lottery, könnte man vermutlich 1-2 Redakteure Vollzeit beschäftigen
- Diverse Motherboards und ihre Revisionen testen
- neue (und eventuell alte!) BIOS-Versionen testen, auf jedem MB
- Features abstellen / Einstellungen ändern und Einfluss auf Idle Verbrauch messen, auf jedem MB (und mit jeder BIOS-Version
)
- Windows und Treiber Einstellungen (z.B. bei Netzwerkadapter gibt es gerne mal 2 dutzend Einstellungen, wo der default gut funktioniert, aber man bestimmt beim Idle verbrauch noch was rausholen kann)*1
- Einordnen und Gewichten: Der Netzwerkanschluss auf Motherboard A nimmt viel Strom im Idle, dass sollten wir in die Bewertung aufnehmen. Der Soundchip auf Motherboard B nimmt viel Strom im Idle, doch die Mehrzahl (?) der Konsumer hat ein USB-Headset(einschließlich Wireless Headsets) oder USB-Soundkarte/Verstärker, d.h. die können und sollten den Chip und BIOS einfach deaktivieren, also nicht bewerten/aus der Idle Zahl "entfernen"??
Bei GPUs gibt es immerhin noch folgende Variablen:
- Die verschiedenen Modelle einer Grafikkarte(TUF/ROG etc) von allen Herstellern(Asus, Asrock, Msi, ....)
- Einstellungen in den Hersteller Tools
- Fankurve
- LED/Beleuchtungseinstellungen
- VGA-BIOS Versionen
- Treiber/Windows Updates
- Monitor/VR/KVM Setups
*1) "Lösung": Werkzustand messen: klar. Was ist, wenn dieser sich nach einem Update ändert, weil 5/1000 Usern mit der Ursprungseinstellung Probleme haben, welche die neue Version behebt, aber eben auch den Idle Verbrauch erhöht? Was ist per default installiert: der generische Windows Treiber, der Hersteller Treiber über Windows Updates, oder der Hersteller Treiber von dessen Website?
Da man die Breite vermutlich nicht systematisch testen kann (und wenn man es gemacht hätte, müsste man sie noch aufbereiten und darstellen, und dann müssten sich genug dafür interessieren ^.^), muss man sich vorerst damit zu Frieden geben, diese Breite nur in gelegentlichen Stichproben und Deep-Dives zu erforschen.
Am Ende des Tages sind wir uns bewusst, dass man nur eine "Tendenz" misst.
Edit: Zu negativ.
Der Artikel erarbeitet ein Modell heraus. Wie jedes Modell, ist dieses unvollständig, aaaber: Es ist nützlich, denn es trifft Aussagen, welche man für Vorhersagen nutzten kann, und wenn man diese Vorsagen experimentell überprüft, treten sie ein.
Das Bohrsches Atommodell(2/8/8/8... Elektronen kreisen in Schalen um den Atomkern) ist auch unvollständig/falsch, kann aber in endlosen Fällen genutzt werden, um intuitiv zutreffende Vorhersagen zu treffen.