Grill/Barbecue Thread

In jungen Jahren wird süße schwächer wahrgenommen von Kidnern/Jugendlichen. Deswegen trinken die ja so gerne extrem süße Sachen, die Älteren schon zu süß sind. Sie schmecken die süße nicht ganz so stark.
Bis dahin kommen wir überein.

Aber dann. Natürlich hat Bier neben dem Bitteren noch viele weitere Geschmacksnuancen. Das Bittere ist dennoch da und vor allem ist es der erste Geschmack. Und das man etwas bitteres mag, das ist antrainiert meiner Meinung nach.
Aber natürlich hast du trotzdem Recht. Das Alter macht den Einstieg in die Welt des Bieres aus den von dir genannten Gründen trotzdem einfacher.
 
Ja in gewisser Weise ist es antrainiert aber fast alles in unserem Leben ist antrainiert im Sinne von die Summe unserer Erfahrungen - niemand wird mit einer Leidenschaft für PC Hardware geboren man muss sich mit der Materie auseinandersetzen um die Reize zu verstehen, ähnlich verhält es sich auch mit der nicht genetisch bedingten Komponente von Geschmack.

Ich finde nur das Wort "antrainiert" nicht gut weil es etwas negatives impliziert, ich würde es also eher als Lernen, Erforschen, Sammeln von Erfahrung... bezeichnen nicht als antrainiert.
Umso besser man etwas kennt umso mehr sieht man die vielen kleinen Details und umso mehr weiß man es zu schätzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine ersten Biere waren auch Export, weil es süsslicher war. Mein Ältester ist jetzt fast 30 - Dinge, die er vor 10-15 Jahren nicht mal angerührt hat, sind heute seine Lieblinge. Ist wohl was dran, dass sich die Ess- und Trinkgewohnheiten über die Jahre verlagern/verschieben.
 
strempe schrieb:
Mühlen-Kölsch, das ist noch sanfter, fast schon limonadig. Das (und Reissdorf) trinkt sogar meine Frau als Hardcore-Düsseldorferin. Ich hätte nach deiner Herkunft (KLE/WES?) eher Alt vermutet aber das wäre je nach Bittergehalt wahrscheinlich abschreckend gewesed :)

Ui, als HC Ddorfler gerne Kölsch zu trinken, respekt :)
Jau, genau, ich komm aus Kleve selber, da haben früher eher die älteren Generationen Diebels Alt getrunken, komme grad nur auf ne handvoll Bekannte, die überzeugte Altbiertrinker sind. Da mein Freundeskreis und meine Eltern (wenn die mal Bier trinken) auch Pils getrunken haben, bin ich daran geraten. Altbier mag ich heutzutage auch nicht, vermutlich eben weil ich den Geschmack nicht gewohnt bin.

Jace schrieb:
IUnd das man etwas bitteres mag, das ist antrainiert meiner Meinung nach.
Hmm Bitter Lemon, Tonic oder auch frischgepresste Zirtone im Wasser trink ich gern, klar letzteres ist nicht bitter, sondern sauer, aber geht ja in ne ähnliche Richtung.

Ist wohl was dran, dass sich die Ess- und Trinkgewohnheiten über die Jahre verlagern/verschieben.
Da hab ich wohl noch Glück, dass bei mir seit 15 Jahren alles beim Alten geblieben ist, nicht nur was Speis und Trank angeht. Ich hoffe, das bleibt auch erstmal so :)
 
NoD.sunrise schrieb:
Ja in gewisser Weise ist es antrainiert aber fast alles in unserem Leben ist antrainiert im Sinne von die Summe unserer Erfahrungen - niemand wird mit einer Leidenschaft für PC Hardware geboren man muss sich mit der Materie auseinandersetzen um die Reize zu verstehen, ähnlich verhält es sich auch mit der nicht genetisch bedingten Komponente von Geschmack.

Ich finde nur das Wort "antrainiert" nicht gut weil es etwas negatives impliziert, ich würde es also eher als Lernen, Erforschen, Sammeln von Erfahrung... bezeichnen nicht als antrainiert.
Umso besser man etwas kennt umso mehr sieht man die vielen kleinen Details und umso mehr weiß man es zu schätzen.

In dem Kontext war es leicht negativ behaftet. Ich unterscheide zwischen etwas antrainieren wie Leidenschaft für PC Hardware, die schon so abstrakt ist, dass es eh über die Natur hinaus geht.. und etwas zu essen, was dem Mensch eigentlich nicht schmeckt, also gegen die Natur geht. Alles nicht so schlimm, den negativen Touch habe ich bewusst einfließen lassen.
 
Ja gut da bin ich anderer Meinung, "was dem Menschen eigentlich nicht schmeckt" halte ich schlicht für falsch. Es gibt Dinge die ungewohnt sind und was wir nicht kennen ist generell erstmal suspekt das heißt aber noch lange nicht dass es uns quasi genetisch bedingt nicht schmeckt und wir uns künstlich gegen unsere Natur konditionieren.

Mal ein hochst repräsentatives Beispiel - der jüngste Nachwuchs in der Familie ist eben 1 Jahr alt geworden und er hat ne heiden Freude dran auf Zitronen herumzukauen, das hat ihm niemand gezeigt das hat er nicht gelernt es macht ihm einfach nur Spaß so etwas ungewöhnliches zu schmecken.
 
Dazu fällt mir sofort die Tocher einer Freundin ein, die furchtbar gerne rohe Zwiebeln ißt. Die beißt da rein wie in einen Apfel. Hat ihr niemand gezeigt, findet sie einfach gut.
 
Genau das hatte ich als Kind auch mit den Zwiebeln, meine Mutter meinte immer, ich hätte es wohl fürn Apfel gehalten. Hat mir aber wohl geschmeckt und hab das ab und an, wenn ne geschälte Zwiebel in Reichweite war, roh gegessen und glücklich dreingeschaut.
 
Mal ein anderes Thema.

Burger wurden ja schon sehr breit getreten. Was hier in Deutschland noch nicht so angekommen ist, sind Hot Dogs.
Hat jemand paar gute Rezepte?
Nehme alles.. vom Rezept für ein selbstgemachten Bun, bis hin zum Gesamtrezept.

Mir schwebt momentan ein Hot Dog mit Tomate, Mozarella und einem Chutney mit Balsamico vor. Aber so richtige Knaller habe ich noch gar nicht in meinem Kopf. Weiß auch nicht was für ein Würstchen ich nehmen will.
 
Bei uns wird Fischiger HotDog verkauft, Lachsknacker, Senf-Honig-Dill Sauce, Salzgurken und Röstzwiebeln plus was man sonst noch so mag.
Bis auf die Salzgurken die nicht meins sind mal was anderes
 
Finde irgendwie Salzgurken und Röstzwiebeln passen nicht so gut zu dem Lachsknacker und der HonigSenfDillsauce.
Habe das Gefühl die wurden nur drauf gemacht, weil es Standardmäßig auf nen Hot Dog gehört.

Auf den ersten Gedanken würde ich vllt ein bisschen angedünsteten Spinat draufpacken oder so. Ist aber ne gute Idee mit dem Lachswürstchen. Danke.
 
Eigentlich machen wir sie immer mit Würstchen, dänischen Gurken und Röstzwiebeln. Letztens haben wir noch Speck um die Würstchen gewickelt und statt Röstzwiebeln, rote Zwiebeln verwendet. Dazu eine BBQ-Sauce -> War lecker.
 
Ledeker schrieb:
Und was wird alles frittiert?

Zugegebernamßen kenn ich gar nicht alle Namen für das Zeug, aber z.B.
Frikandel, Kipkorn, Nasi, Bami, Fleischkrotte, Bitterballen, Kaassoufflee, hier sind welche aufgelistet, gibt aber noch mehr, aber da weiß ich echt nicht wie es heißt. Wenn wir wieder einkaufen waren, mach ich mal nen Bild ;)


Hotdogs sind so gar nicht mein Fall wegen der Würstchen. Liegt aber auch primär an einer schlechte Erfahrung mit dieser Art Würstchen.
 
Ledeker schrieb:
Eigentlich machen wir sie immer mit Würstchen, dänischen Gurken und Röstzwiebeln. Letztens haben wir noch Speck um die Würstchen gewickelt und statt Röstzwiebeln, rote Zwiebeln verwendet. Dazu eine BBQ-Sauce -> War lecker.

Das Standardding ist mir zu langweilig. Will mal was neues. Man isst ja auch nicht immer nur normalen Cheeseburger :)

Was ich mal gesehen auf dem Chili + BBQ Festival in Hannover gesehen war ein Hot Dog mit Bacon. Dafür wurde ein normaler Hot Dog gemacht, mit Zwiebeln und Chili Mayo.. Dann das ganze, inkl. Bun, mit Bacon umwickelt und nochmal gegrillt. Das Brot hat sich richtig mit dem Fettvollgesogen.. war super lecker. Bin halt jetzt auf der Suche nach neuen Ideen. Rumexperimentieren ist halt auch zeitaufwendig.
 
Habe ein Frage, muss dazu etwas ausholen:

BBQ-Pit-Boys hatten jetzt Rippchen gemacht (YT Video).

Würzen, Die Dinger 3 Stunden auf den Grill bei 150°/160°. Zwischendurch alle halbe Stunde mit Soße nach Wahl einpinseln.
Im Grill einfach mal nach und nach anders hingelegt zum gleichmäßigen indirekten Grillen. Danach noch 1 Stunde mit Alufolie in den Grill.
Das will ich nun nachmachen und habe schon Rippchen fürs WE am Start - also der Metzger steht in den Startlöchern...

So jetzt die Frage:

Man sieht immer nur wie sie am Anfang einmal Kohle (Briketts) reinballern.

Wie kann man denn garantieren, dass über die ganze Zeit ein Betrag an 1XX° herrschen? Denke ich mir: Natürlich mit Kohle nachkippen.
Nur man sieht leider nie, wie sie das machen.. oder ob überhaupt?

Daher:

1. Wann kippe ich Kohle nach?
2. Wie viel Kohle Kippe ich nach?
3. Wie macht ihr das? Sind das Erfahrungswerte?
 
Ich weiß nicht wie die es machen aber sagt dir "Minionring" was? Dabei legt man die Kohlen in einem Kreis so dass die kontrolliert nacheinander abbrennen und eben nicht alle auf einmal, damit erhält man über lange zeit eine recht konstante Temperatur.

Edit: https://bbqpit.de/minion-ring-methode/
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Normalerweise legt man da nen Ring aus so das sich die Kohlen nach und nach entzünden. (Minionring)
2. Immer nur ein bisschen, wenn überhaupt - bei 3-4 Stunden gar nicht.
3. Mit Kohle leider "mega" Aufwand, da man immer ein Auge auf die Temp. haben muss und ständig über die Luftzufuhr korrigieren muss.
 
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