Chr0n schrieb:
Bei der Rollenspiellage im Moment bin ich für jedes RPG dankbar, wenn es mit Spielen wie Gothic mithalten kann bin ich froh, wenn nicht ist es immerhin ein netter Zeitvertreib.
Das Spiele mal wieder an die Spieltiefe von einem MM, Ultima oder Baldurs Gate rankommen wagt man sowieso kaum noch zu hoffen.
Versuch es mal mit "The Witcher". Ich spiele das jetzt ca. 3 Wochen und es ist von der Grafik, der Story und von den Quests her ein sehr, sehr gutes Spiel, vieleicht das beste was ich gespielt habe. Und ich habe alles seit Diablo 1 gezockt...
Ein Beispiel:
Die Hauptquest im 1. Kapitel verläuft etwa so: Du kommst in einen Ort (Wyzima) der in den Nächten von einer Bestie heimgesucht wird. Du musst nun rausfinden was es mit der Bestie auf sich hat. Dazu muss man das Vertrauen von 3 angesehenen Bürgern des Ortes erlangen. Nach einigen Forschritten wird eine Hexe (Abigel) verdächtigt für die Bestie verantwortlich zu sein.
Im Finale (des 1. kapitels) stehen nun die 3 Bürger und ein Priester als Stellvertreter des Ortes gegen die Hexe und du als Mittler zwischen diesen. Bei den folgenden Dialogen werden die Anschuldigungen gegen die Hexe wie folgt widerlegt:
Der erste Bürger hat seinen Bruder (angeblich mit einem Trank von der Hexe, der ihn so verzaubert hat), getötet. Der Typ hatte aber eine Rüstung in seinem Haus stehen, auf die Gerald (der Held

) ihn auch angesprechen konnte. Die Rüstung gehörte seinem Bruder. Du kannst nun auswählen: Ich glaube dir; oder: Dein Bruder war ein Kämpfer und du konntest ihn wenn, dann nur im Schlaf töten, also Mord.
Bei dem 2. stellte sich raus das er das Mädchen, um das er so getrauert hat, vergewaltigt hat und sie sich daraufhin das Leben genommen hat. (der Typ kommt allerdings davon grrr).
Der Dritte hat gemeinsame Sache mit einer Diebesbande gemacht.
Der Priester hat seine Tochter verstoßen weil sie vergewaltigt wurde (noch mehr grrr, aber dem darf man den Kopf abschlagen...).
Zuletzt die Hexe, die hatte eine Vodoo-Puppe, die dem ersten Bürger sehr ähnlich war.
Man hat bis zum Schluss die Möglichkeit sich für eine von den beiden Seiten zu entscheiden. Dadurch verändert sich auch der gesammt Spielablauf.
Was mir zusätzlich noch eine Gänsehaut bereit hat, sind wie die Dialoge geführt werden, sprich Gesten, Sprache und Videos.
Hier mache ich jetzt mal nen Punkt. Aber es geht immer so weiter. Es gibt immer Entscheidungen die den Questverlauf verändern. Schau mal hier:
http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?t=391016
Da wird deutlich das auch nach einem Jahr noch nicht alle Geheimnisse des Spiels ergründet sind.
Was noch unglaublich gut ist, das man eine ganze Reihe Nebenquests machen muss um in der Hauptquest voran zu kommen. Es gibt auch Quests die kann, muss man aber nicht machen. Und...es gibt Boss-Monster.
Die Steuerung des Spiels ist zwar Gewöhnungsbedürftig, aber die Kampfanimationen sind dafür aller erste Sahne.
Gruß Schaby
P.S. Ich habe auch lange nach einem guten RPG Ausschau gehalten. Mit "The Witcher" hat meine Suche erstmal ein Ende.
P.S.S. The Witcher (Der Hexer) ist ein wenig Irreführend. Die Hexer sind mit Mutagenen gezüchtete Kampfmaschinen, also keine "Zauberer" sondern Nahkämpfer die Magie zur Unterstützung einsetzen.