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Günstiger Thinclient/Thinkcentre als Homeserver

Twapsel

Cadet 4th Year
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März 2020
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Hallo zusammen,

nächstes Jahr plane ich, mir endlich ein NAS zuzulegen. Darauf möchte ich dann auch einige Anwendungen per Docker laufen lassen. Ein paar Dinge würde ich aber gerne jetzt schon ausprobieren.

Konkret geht es zum Beispiel um Paperless oder Mayan, um meine Dokumente zu digitalisieren und zu verwalten. Außerdem interessieren mich ein lokal gehostetes Anytype, Gramps Web und eventuell auch Dinge wie Pi-hole oder Smart Home mit einem Zigbee-Receiver.

Zuerst hatte ich überlegt, dafür meinen Raspberry Pi mit 4 GB RAM zu verwenden, da ich ihn ohnehin hier habe. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der dafür ausreichend leistungsfähig ist. Außerdem habe ich gesehen, dass es für ARM-Systeme wie den Raspberry Pi wohl nicht für alle Anwendungen passende Docker-Images gibt, zum Beispiel bei Anytype.

Darüber hinaus überlege ich, mir zukünftig für meinen Tüftelkram ein 10-Zoll-Rack zuzulegen, weil ich alles gerne ordentlich und aufgeräumt habe. Einen kleinen ThinkCentre oder ein ähnliches Gerät könnte ich dort vermutlich gut unterbringen.

Ich bin grundsätzlich offen dafür, gebrauchte Hardware zu kaufen, und möchte die Kosten eher niedrig halten. Die Frage ist daher: Was würdet ihr mir für diesen Zweck empfehlen?
 
Meine Empfehlung ist bis zum nächsten Jahr erstmal die Fuße still zu halten.
Für privat sind die gebauchten Kisten erste Wahl, Selbstbau oder Neu ist oft kaum noch bezahlbar.
 
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  • Futro S740
  • Dell Wyse 5070
  • HP T640
  • Lenovo Tiny, HP Mini oder Dell Micro 1 Liter PC. Am bestern irgendwas mit Core i-8000 aufwärts, falls du mal GPU transcoding brauchen solltest, sonst tun es auch die älteren.

Ist alles irgendwo eine Abwägung zwischen DIMM-Slots, SATA-Ports, m.2 SATA bzw. m.2 PCIe Anschlüssen und natürlich Stromverbrauch.
 
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Hatte schon einmal in einem anderen Thread darauf verwiesen, meine subjektive Empfehlung wäre da ein Dell Optiplex 3000 Thinclient. Mit etwas Geschick und Basteldrang lässt sich dort auch eine normale m.2 2280 NVMe einbauen, ansonsten einfach eine m.2 2230 NVMe einbauen und glücklich sein.

Passiv gekühlt - somit lautlos, echte 4 Kerne, sparsam, Transcoding über Quicksync wird unterstützt.
 
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Für einen home server kann ich prinzipiell einen gebrauchten business PC empfehlen, hier gibts ja genügend davon (und sind günstig):
https://www.afbshop.de/gebrauchte-pcs/

Ich hab selbst vor ewigkeiten mal einen Fujitsu Esprimo Q520 dort gekauft und auf dem werkelt heute noch Proxmox mit einer debian VM für syncthing, jellyfin, filesharing und jeweils ein LXC für searxng, agentdvr, pihole, traccar.

Der arbeitet immerhin noch mit einen i5-4570 und 16GB DDR3 und trotz allem ist er nicht gerade ausgelastet mit dem ganzen (wobei AgentDVR noch am meisten ressourcen frisst).

Screenshot From 2026-06-18 12-12-24.png
 
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Wenn du einen Pi 4 hast und mit Docker arbeiten willst, kannst du damit starten. Wenn es allerdings nur x86 Container gibt geht es dann leider nicht..
Zu den genannten würde ich noch den Futro S7010 aufführen, den gab es zuletzt für unter 50€. Schau bei Mydealz und setz dir entsprechende Alarme.

Ich hab selber mehrere S740 bei mir/Family/Freunden im Einsatz, ebenso Wyse 5070, die laufen super.
Wenn du 16GB RAM-Module verbauen willst, darauf achten dass es Module Dual-Rank Module sind. Es gibt einige Rank-agnostische Kits, da kannst du Glück haben und Dual-Rank bekommen, oder Pech und es ist Single-Rank der dann nicht läuft
Gleiches gilt beim Futro S7010, ist die gleiche Plattform nur mit einer minimal aktualisierteren CPU.

Ich wollte etwas mehr RAM als die 16GB in meinem Futro S740 haben, weshalb ich mir den Dell Optiplex 3000 TC geholt hab, leider bisher mit einem durchwachsenen Ergebnis:
Wie im S740 möchte ich eine 2. SSD im "WLAN"-Slot betreiben. Bis auf die Pin-Coding ist das ein normaler PCIe Slot, statt mit 4 Lanes nur mit 1 Lane verbunden und deswegen nicht so schnell, was aber nicht das Problem ist und ok wäre.
Der Haken ist, dass er sporadisch Verbindungsprobleme zu einer der beiden SSDs hat. Proxmox setzt die SSD dann auf Read-Only und nach kurzer Zeit hängt Proxmox dann weil er nix mehr schreiben kann.
Mag ein Spezialfall sein, bin da dennoch etwas enttäuscht weil es beim Futro über 2 Jahre mit einer vergleichbaren Konstellation lief. Unterschied ist dort, dass der primäre SSD Slot ein M.2 SATA ist und der WLAN M.2 PCIe. Hatte mit dem Dell Support Kontakt, sie haben mir bestätigt dass es ein normaler M.2 PCIe Slot ist, was es umso komischer macht das Probleme auftreten.

Ich bekomme die Tage ein System mit einem Intel Alder Lake (N100/200), da gibt es viele Systeme die mehrere M.2 Slots für SSDs haben, hoffe dass es dort mit 2 SSDs stabil läuft.
 
Hab erst kürzlich einen Lenovo m720s und m910x in Betrieb genommen, da der HP t640 aufgrund der 1+1 Slots für Fespletten mittlerweile limitiert.


Hp T630 sind aufgrund der 2 Sata m.2 auch nett.
 
erstmal die Anforderungen genau spezifizieren (für sich selber und die Anfrage ;) )

  • wie viel Speicher („Disk“) wird denn vermutlich benötigt oder soll es werden?
  • wie schnell muss darauf zugegriffen werden können?
  • wie soll die Backup Strategie aussehen?
  • dann geht es bei den Containern/VMs weiter, was genau soll das alles laufen und wie hoch sind das die Performance Anforderungen?
  • usw. usf.

als Beispiel:
Ich habe mir in der guten alten Zeit, als die Preise noch nicht wegen dem KI Boom in den Himmel explodiert waren, zwei kleine N100 Kistchen mit 12GB RAM, 512GB SSD, Dock fähigen USB-C, 2xEthetnet davon ein 2.5GbE usw. für 120€ pro Stück gekauft.
Die Dinger finde ich wesentlich praktischer und zumindest „damals“ auch noch deutlich günstiger als ein Pi

Aber es kommt halt wie immer darauf an…
Erweiterbarkeit ist außer USB gleich null, wer das zig SATA HDDs anschließen möchte, der sucht sich lieber was anderes. Und klar, die Performance liegt (weit) über einem Pi (auch 5) obwohl Idle Verbrauch sich n unter 5 Watt liegt, aber eine Rakete für zig VMs ist das natürlich nicht (ich habe da aber Proxmox drauf)

Die (älteren) gebrauchten Geräte sind jetzt pauschal nicht schlecht, haben meiner Meinung nach aber oftmals doch hier und da mehr oder weniger kleine Haken. „J“ sind extrem lahm, andere haben „nervig kreischende“ Lüfter, verbrauchen relativ zur Leistung (zu) viel Strom oder, oder, oder
Da kommt es dann auch noch auf die persönlichen Vorlieben (um nicht Marotten zu sagen ;) ) an. Ich habe z.B. auch noch einen Fujitsu 9?? , weil ich mit dem mit AMT/vPRO herum spielen kann (Remote Management bis auf BIOS Ebene mit der Möglichkeit virtuelle Boot Medien unter zu jubeln!). Das geht in die gleiche Richtung wie die Dock fähige USB Schnittstelle von den Chuwis, die laufen hier normalerweise headless und wenn die mal Support brauchen, dann stecke ich auf dem Schreibtisch ans „Trockendock“ und Maus, Tastatur, Monitor, Netzwerk…
 
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ich persönlich halte es nicht für Werbung, wenn jemand (der nicht mit dem Händler verbandelt ist) seine guten Erfahrungen hier teilt. Genauso wie ein Bericht mit schlechten Erfahrungen kein "Hass" ist (oder vermutlich nicht ist oder sein soll). Aber genug Haar- und Wortspalterei, solch eine sinnlose Diskussion nutzt wohl niemanden...

ich habe schon persönlich bei mehreren Händlern refurbished Geräte gekauft (nicht nur Thin-Clients, alles mögliche) und muss sagen, ich war meistens überrascht, wie gut die Sachen in Schuss waren. Einen echten Griff ins Klo habe ich bisher noch nie erlebt aber das Spektrum geht schon recht weit auseinander.

die Geräte von AFB waren immer tipptopp, da habe ich bisher aber auch nur "Klasse A" gekauft. Da kommt auch noch der soziale Aspekt dazu, man kann sich seine Spielzeug Käufe schön/gut reden ;)

bei AMSO habe ich tatsächlich mal ein HP 2in1 bekommen, das noch in der (verlängerten) Werksgarantie und optisch wie technisch kaum von einem Neugerät zu unterscheiden war. Den konnte ich bei HP auf meinen Namen registrieren! Ein anderes Mal ein ähnliches Dell, das zwar auch "OK" war aber doch deutliche optische Gebrauchsspuren aufwies, nix schlimmes und ich habe es behalten, ist ja "gebraucht", aber zeigt eben die "mögliche Streuung", auch bei "A" oder "sehr gut" bei ein und demselben Händler.

bei Pollin (edit: hier stand fälschlicherweise Conrad) habe ich den Convertable aus der Verpackung gezogen und war völlig entsetzt, einen so verdreckten Laptop hatte ich schon lange nicht gesehen. Nach einer intensiven Reinigung war aber auch das Teil "perfekt", es war nur oberflächlicher Schmutz und darunter völlig Kratzer und sonstig Fehler frei.

ein Fujitsu Mini PC (keine Ahnung mehr wo der herkam) war soweit völlig OK aber hat ein ziemlich nerviges Spulenfiepen. Macht für meine Anwendung nix, auf dem Schreibtisch in 1m Abstand will man den aber nicht haben. Da unterstelle ich dem Anbieter aber auch keine böse Absicht, das werden die in lauter/normaler Arbeitsumgebung vermutlich gar nicht gemerkt haben.
 
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Hallo Twapsel,

ich bin auch (wieder) auf der Suche nach vernünftiger Hardware. Ich habe nun seit fast zwei Jahren mein eigenes Homelab. Mit dem Raspberry Pi kannst du die einfachsten Dinge hosten, das wars aber auch schon. Für deine Zwecke brauchst du mehr Power und x86-Kompatibilität.

Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen:

  • Fujitsu Esprimo
  • Fujitsu Futro
  • HP MIni
  • Thinkcentre Tiny

Haben ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Außerdem haben sie kleine und energieeffiziente Netzteile. Pass beim Kauf auf die Prozessoren auf. Bei Intel sollte es ein Modell mit Hyperthreading und T-Suffix sein.

Ein Problem sehe ich bei deinem Anwendungsfall: Die haben oftmals nur 1G Netzwerkkarten verbaut. Für NAS solltest du ein Modell finden, wo du eine 10G Netzwerkkarte nachrüsten kannst.

Zum Spulenfiepen vom Fujitsu Esprimo: Verdammt ja. Ich dachte mein Modell (Q965) ist ein Ausreißer. Der Lüfter klappert und zusätzlich hab ich Spulenfieben. Der Rechner steht glücklicherweise im Keller. Ich habe noch einen zweiten Esprimo Q965 bei meinen Eltern, der dient als Offside-Backupserver. Leider mit den gleichen Symptomen... Ich persönlich schiele gerade in Richtung der Thinkcentre Tinys. Hier noch ein Ding, womit ich selbt konfrontiert war: Achte auf die Bildschirmanschlüsse. Manche haben kein HDMI. Mein Fernseher hat nur HDMI :freak:

Ich selbst hoste Paperless-NGX, Grafana, DNScrypt Proxy, Steam-CLI, SFTP-Server für unseren Kopierer, ein paar PHP-Applikationen und die üblichen Docker-Spielereien darauf. Außerdem nehmen sie Backups von meinem Gaming-Rechner und dem Laptop meiner Frau auf.

Ein Rant zum Schluss: Mein bishlang treuer, selbst zusammengestellter Asrock X600 ist vor zwei Wochen spektakülär (mit Lichtblitz) gestorben. Glücklicherweise ist kein großer Schaden entstanden. Vielleicht wäre das einen Erfahrungsbericht hier im Forum Wert. Ein Keramikondensator ist geplatzt und hat einen MOSFET an der CPU Stromversorgung kurzgeschlossen. Hardwareausfall ist selten, kann aber jeden betreffen: Idealerweise kannst du deine Hardware schnell ersetzen ;)

Wenn du dich entschieden hast, schreib gerne nochmal hier rein!'

Viele Grüße!
 
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ShiSan schrieb:
Außerdem haben sie kleine und energieeffiziente Netzteile.
Das hängt vom Blickwinkel ab!

Ich mag interne Netzteile, andere finden externe Stecker Netzteile besser. Nimmt man einen Rechner mit USB-C für die Stromversorgung, kann man sich mit einer „pass through“ Power Bank eine günstige USV bauen.
Es kommt halt immer darauf an…

ShiSan schrieb:
Pass beim Kauf auf die Prozessoren auf. Bei Intel sollte es ein Modell mit Hyperthreading und T-Suffix sein.
Auch hier muss jeder selber wissen was er braucht oder haben möchte.
Wenn man VMs laufen hat und gerne kurzzeitige Spitzen schnell abarbeiten lassen möchte, dann ist eine „T“ CPU weniger geeignet und man erkauft sich vielleicht lieber etwas mehr Spitzenleistung durch minimal höheren idle Verbrauch mit einer „normalen“ oder sogar K!

ShiSan schrieb:
Für NAS solltest du ein Modell finden, wo du eine 10G Netzwerkkarte nachrüsten kannst.
Da wird es schwierig. Wenn man überhaupt eine PCIe nachrüsten kann, brauchen viele 10G Karten X4 oder sogar X8
Bei USB macht ein 5Gbit Port natürlich keinen Sinn für 10Gb Netzwerk.
Wesentlich einfacher und günstiger wird es mit 2.5GbE
Die Frage ist ja auch, ob der Mini PC das überhaupt verarbeiten kann und ob man die 10G Infrastruktur hat…
 
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