Hacker Gruppe Anonymus als Partei?

Eine Anonymus Partei ist....

  • ...eine gute Idee

    Stimmen: 30 19,2%
  • ...eine schlechte Idee

    Stimmen: 107 68,6%
  • ...mir egal.

    Stimmen: 19 12,2%

  • Umfrageteilnehmer
    156

MrEisbaer

Commodore
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März 2007
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4.525
Die Hacker Gruppe Anonymus, die durch diverse Angriffe auf Firmen (z.B. Apple und Sony) bekannt wurden, wollen nun eventuell in die Politik gehen und dafür eine eigene Partei gründen, allerdings nur in den USA.

Bei Youtube war auch ein entsprechendes Video zu finden, was allerdings wieder gelöscht wurde.
Dort wurde unter anderem mitgeteilt, das man die Sympathisanten der Gruppe ansprechen möchte, die zwar die Ziele der Gruppe unterstützen, aber nicht die Methoden durch die Angriffe.

Weiterhin wolle man sich durch die geplante Parteigründung mehr unterstützung in der Bevölkerung sichern und somit seine Ziele wie u.a. Netzneutralität auf legalem wege durchsetzen.

Allerdings sind nicht alle Mitglieder von Anonymus dieser ansicht und so wurde ein Mitglied von "AnonOps", ein wichtiger Teil der Gruppe Anonymus, bei Twitter sehr deutlich und schrieb:

Anonymous is not a fucking group or a party. If someone is telling you that they can lead this then you are getting butt fucked and you don't even know it.

Ob Anonymus nun in die Politik geht, wird sich also noch zeigen, währenddessen gehen die Angriffe als "Operation AntiSec" aber weiter.

http://www.gulli.com/news/16559-anonymous-partei-in-planung-2011-07-09
 
Blöde Frage: Welche Inhalte sollte diese Partei denn haben? Hackt euch bei Firmen ein, klaut Kundendaten und stellt sie dadurch bloß?

Kann ja sein, dass Unternehmen schlampig mit dem Schutz ihrer Daten umgehen und solche Hackergruppen die Firmen darauf aufmerksam machen wollen, aber wieso sollte das für die Gründung einer Partei ausreichen?

Und was die Netzneutralität angeht: Dafür gibt es doch andere Parteien, z.B. die Piratenpartei in Deutschland.

In den USA haben sowieso nur die beiden großen Parteien, die Republikaner und die Demokraten das Sagen. Nicht mal die Liberale Partei oder die Grünen kämen in den USA auch nur auf 5% der Stimmen.
Und solch eine kleine Partei hätte da so gut wie keinen Einfluss.

Ich denke nicht, dass man die Netzneutralität noch ewig wird halten können, sofern die Netze nicht massiv ausgebaut werden. Irgendwann muss man dann einfach Prioritäten setzen und Dinge wie YouTube werden dann eben hinten angestellt. So bedauerlich das auch sein mag.

Von daher ist das eine völlig blödsinnige Idee.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man sieht ja schon an der Piratenpartei, welche Konzepte eine solche Partei bezüglich vom Internet abweichenden Themen wie Bildungs-, Gesundheits- und anderer Politik haben: nämlich keine bzw. schlecht ausgearbeitete. Warum? Weil man sich viel zu sehr auf das Thema "freies Internet für alle" konzentriert und die wirklich wichtigen Themen außen vor lässt. Sowas mag für Kindergarten und Grundschule schön sein, hat aber in der ernsten Politik nichts verloren!

Eine Partei aus Krimminellen...Nette Idee...

Italien und Griechenland machens doch vor :-D
 
Fr@993r schrieb:
Man sieht ja schon an der Piratenpartei, welche Konzepte eine solche Partei bezüglich vom Internet abweichenden Themen [...] haben: nämlich keine bzw. schlecht ausgearbeitete.

Ist das denn so schlimm? Die Piratenpartei beschränkt sich eben auf ihre Kompetenzen. Damit können sie natürlich nicht regieren, aber im Landtag wären sie nicht schlecht gewesen. Andererseits ist es eher etwas ärgerlich, dass man nicht weiß, wo die Partei in solchen Fragen steht, und dass man somit evtl. durch die eigene Stimme die gegenteilige Meinung unterstützt. Aber davon abgesehen, wer weiß, ob sich die 2,5 % bei uns nicht noch verdoppeln bis 2016....

@topic: eine Partei (wahrscheinlich dann mit Namen "Anonymous") in den USA wird, wie GUG geschrieben hat, sowieso keinen Sinn ergeben.
Dazu kommt: würde ich etwas im Namen dieser sagen wir Organisation unternehmen, dann käme ich mir doch verarscht vor, wenn jetzt ein paar Leute hergehen und sagen: wir gründen jetzt eine Partei unter diesem Namen, die vertritt euch alle.
So ähnlich (ich weiß, nicht direkt) war's doch bei den Freien Wählern auch.

Anonymous ist einfach keine Partei.
 
Ich denke nicht, dass Anonymous als Partei funktionieren könnte.
1. Die Ziele von denen sind 98% der Bevölkerung einen beliebigen Landes vollkommen egal.
2. Was sollen die schon mit legalen Mitteln erreichen? Unterschriftenaktionen?
 
Nein. Anon als Partei funktioniert nicht.

Fr@993r schrieb:
Weil man sich viel zu sehr auf das Thema "freies Internet für alle" konzentriert und die wirklich wichtigen Themen außen vor lässt.
Das siehst du so. Andere denken etwas weiter und begreifen, dass freier, ungehinderter Informationsfluss wichtig ist, um die Verfehlungen der regierenden Kaste auch in anderen Bereichen aufzudecken.
 
riDDi schrieb:
Das siehst du so. Andere denken etwas weiter und begreifen, dass freier, ungehinderter Informationsfluss wichtig ist, um die Verfehlungen der regierenden Kaste auch in anderen Bereichen aufzudecken.

Man sieht ja in einigen demokratischen Staaten, dass das nicht ganz so funktioniert wie es sollte. Bestes Beispiel ist doch Italien.

Wenn man sich als Partei aber nur auf diesen Bereich fixiert, kann man einfach nicht die gesamte Bevölkerung erreichen. Folglich geht man in den Wahlen unter. Dass die Piratenpartei bei der letzten Bundestagswahl auf 2% kam, war schon ein Achtungserfolg.

Die Piratenpartei an sich hat aber schon etwas geschafft. Sie hat die anderen Parteien darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Politik viel stärker mit dem Internet beschäftigen muss.

Aber die restlichen 98% der Bevölkerung haben in dem Sinn wichtigere Sorgen und Probleme, z.B. einen sicheren Arbeitsplatz, Steuerentlastungen, Gesundheitsversorgung, etc.
Diese Dinge sind für die meisten Menschen von existenzieller Bedeutung, daher ist der freie Informationsfluss eher zweitrangig, auch wenn er sehr wichtig ist.

Aber in Ländern wie Italien oder Ungarn gibt es auch Demonstrationen gegen Berlusconi und gegen das verschärfte Mediengesetz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind Anonymous nicht ein loser Zusammenschluss von Script Kiddies? Die werden sich wohl kaum auf politischer Ebene etablieren können. Als eine Protestform des 21. Jahrhundert mag ich ihrem Treiben zwar noch positive Züge abgewinnen können, aber für mehr als zivilen Ungehorsam stehen die für mich persönlich nicht.

Hier in Deutschland haben wir mit der Piratenpartei ein wesentlich seriöseres Angebot, denen ich auch zutraue, sich langfristig durchsetzen zu können. Die fehlende Einigung auf Netzneutralität und das Leistungsschutzrecht könnten den Piraten wieder Zulauf bescheren. Leider wohl erst, wenn das Kind in schon den Brunnen gefallen ist.
 
riDDi schrieb:
Verfehlungen der regierenden Kaste

Welche Verfehlungen und welche "regierende Kaste"?
Deine Aussage hat nicht viel Inhalt und auch in keinster Weise ihre Richtigkeit.

@Anonymus als Partei:
Das ist eine kriminelle Vereinigung. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Welt hat andere Probleme als das Recht auf kostenlose Pornos und Downloads ;)
 
Vielleicht habe ich dieses ganze Konzept "Anonymous" ja noch immer nicht verstanden, aber:

Meines Wissens nach ist Anonymous keine "Gruppe". Es gibt keine festen Strukturen, keine Anführer, keine Statuten, keine Organisation, keine Hierarchie, keine Mitglieder. Jeder kann sagen er ist Anonymous.

Wie kann man also von Anonymous sprechen als handle es sich um einen Verein oder eine Gruppierung? Die Medien machen den selben Fehler "Anonymous hat...", "Anonymous will...". In meinen Ohren ist das Blödsinn. Es gibt kein "Anonymous". Da werden "Unbekannte" als homogene Gruppe dargestellt. So ergeben sich dann auch die logischen Widersprüche: Anoymous sagt sie wollen eine Partei gründen. Doch Anonymos dementiert und behauptet, sie wollen keine Partei gründen. Das trotzdem weiterhin so getan wird als handle es sich um eine spezielle Gruppe, um einen eingeschränkten Kreis von Mitgliedern, führt die ganze Diskussion, sei es in den Medien, in Foren oder Chatrooms, ad absurdum. Scheinbar haben das nichtmal mehr die selbsternannten Anonymous-Mitglieder selbst verstanden. Wie sonst ist zu erklären, dass irgendjemand erklärt, das Gründen einer Partei hätte nichts mit den Zielen von Anonymous zu tun. Wer will das nachprüfen? Wer nimmt für sich in Anspruch, die Ziele einer nicht vorhandenen, völlig inhomogenen Gruppe zu definieren?

Die Medien halten sich scheinbar für sehr spitzfindig, wenn sie schreiben dass Anonymous wieder irgendwelche Systeme gehackt haben. Damit ist man am Puls der Zeit, das ist Hip und Trendy. Letztenendes ist es nichts anderes als "Unbekannte haben den Supermarkt in Klein-Ostheim überfallen." Das einzige was damit erreicht wird ist das schüren von Angst vor einer angeblichen Hacker-Supergruppe, welche die Welt in Schutt und Asche legt. Wo ist James Bond, wenn man ihn mal braucht?

Wenn ich will bin ich Anonymous.
Und solange das nicht alle Begriffen haben lohnen sich auch solche Diskussionen nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
pro: bei den ganzen verbrechern fällt anonymous auch nocht mehr ins gewicht
contra: von politik verstehen sie nichts und von privatsphäre halten sie nichts. auch davon haben wir schon genug "da oben".

ergo: das (schwer definierbare und fluktierende) pack hat weder in der regierung, noch sonst in irgendeiner gesellschaft was verloren. ausserdem erübrigt sich das sowieso, sobald die script-kiddies bei mama ausziehen und selbst geld verdienen müssen ;)
 
Glaube nicht das Anonymous jemals als Partei funktioniern kann da ihre hauptregel ist keiner steht über dir und keiner unter dir , da aber alles andere das Pyramidensystem nutzt wird das nie was.
 
Ist genauso idiotisch ;)
Irgendwer hat Türkische Nationalisten gehackt, dafür haben die türkischen Nationalisten irgendwen anders gehackt. Die Ironie an der Geschichte ist, dass sie nun glauben sich gerächt zu haben.

Ob die Leute hinter dem Hack die selben Leute sind, die Anonplus betreiben oder ob sich diejenigen überhaupt kennen weiß niemand.
 
Mir ist egal wer wen gehackt hat, aber es ist lustig das die Experten von Anonymous gehackt wurden :lol:
 
Ohman, das ist doch genauso bescheuert. Wer wurde dann Gehackt? Wer "ist" denn Anonymous? Wer sagt, dass die Betreiber von Anonplus etwas mit den Hacks gegen Sony und Co. zu tun haben? Wer behauptet, dass die Betreiber von Anonplus Experten wären?

Man kann nicht einfach jeden Unbekannten als Mitglieder einer homogenen Gruppe betrachten, so wie das scheinbar alle bei Anonymous tun. Tatsächlich war es so:

Unbekannte haben Sony gehackt.
Unbekannte haben die türkischen Nationalisten gehackt.
Unbekannte haben die Plattform Anonplus betrieben.

Und nun werden all diese Unbekannte in einen Sack gesteckt und als "Anonymous" bezeichnet und plötzlich sollen das nicht mehr (auch untereinander) Unbekannte ohne Verbindung zueinander sein sondern eine homogene Gruppe. Schwachsinn²
 
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Hexor Reynolds schrieb:
"Anonymous" hat einen aufn Deckel bekommen...
http://www.golem.de/1107/85115.html
Erster und einziger Hack der mit Sympathisch ist :D da bekommen die richtigen eins aufen Deckel.

Als Partei Anonymus? Never, da hat ja sogar eine Piratenpartei mehr Parteiprogramm.
Dazu frag ich mich noch immer wie man so etwas unterstützen kann sei es nun eine Organisation, eine Partei, eine lose Terror Gruppe oder was auch immer.
Sinnlose Zerstörung, Veröffentlichung von Privaten Daten und und und

@Nossi
Unbekannt für uns aber auch die hinterlassen irgendwo irgendwie Spuren die sicher früher oder später zu den Angreifern führen.
 
Es geht doch nicht darum, ob man sie erwischt. Es geht darum, ob es sinnvoll ist, jeden der uns derzeit unbekannt ist zu einer Gruppe zusammenzufassen und anschliessend so zu tun, als wüsste man nun, mit wem man es zu tun hat, nur weil man es nicht mehr "Unbekannt" sondern "Anonymous" nennt.

Tipp: Ist es nicht.
Weder Lobpreisungen ("Geil, Anonymous haben die CIA gehackt!!") noch Schadenfreude ("Juhu, Anonymous kriegen auf'n Deckel!"). Durch diesen ganzen Quatsch mit Anonymous ziehen die Medien (und auch die normalen Leute, siehe diesen Thread) verbindungen zwischen vorfällen, die keine Verbindung haben.

Der Anonplushack ist Schwachsinnig. Das ist so, als würde irgendjemand seinen Hund in deinen Vorgarten kacken lassen und anstatt denjenigen zur Verantwortung zu ziehen lässt du nun deinen Hund in irgendeinen x-beliebigen anderen Vorgarten sein Geschäft verrichten. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen bist du nun der Meinung, dass du demjenigen, der seinen Hund in deinen Garten hat machen lassen, es nun schön heimgezahlt hast.
 
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