Häuser LAN Verbindung: Potentialtrennung+Überspannungsschutz?

thomnes

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Wir haben länger überlegt, ob wir die PV Anlage am Nebengebäude mit LAN Kabel oder besser Glasfaser am Haus Netzwerk anbinden. Jetzt wurde leider ohne mich, ein LAN Kabel zusammen mit befreundetem Junior Elektriker verlegt.
Wie man Datenleitungen schützt davon hat der Junior Elektriker aber leider nicht viel Ahnung, so bleibt die Aufgabe bei mir als Techniker hängen.

Ich will die Gebäude und die Netzwerk Geräte jetzt doppelt schützen in dem beim LAN Kabel an den Enden folgendes dazwischen stecke:
- Potentialtrennung um die LAN Geräte vor Potenzial Ausgleichsströmen zu schützen
Dabei denke ich an ein Netzwerkisolator Zwischenstecker Modell mit 2x RJ45, galvanischer Trennung, und so 8,5 kV Spannungsfestigkeit.
Ich habe ein Modell um die 120 Euro im Auge, bei dem steht das es für medizinische Geräte gedacht ist. Laut Beschreibung ist es auch bei Potentialunterschieden in Gebäudetechnik nutzbar.

-Überspannungsschutz: will ich zusätzlich einbauen, um höhere Überspannungen durch z.B. Blitzeinschläge in der Nähe abzuleiten. Ich meine Modelle mit ebenfalls 2 RJ45 Steckern und einem Erdungs Anschluss.
Weil es da viele unbekannte Noname Produkte gibt, möchte ich den geläufigen Ubiquiti Eth-SP-G2 um 18 Euro nehmen: https://dl.ubnt.com/qsg/ETH-SP-G2/ETH-SP-G2_DE.html

Aufbau sieht dann so aus:
TP.Link Access Point1 - Überspannungsschutz - LAN Erdkabel 35m - Potentialtrennung - TP.Link Access Point2


Sollte das so gut funktionieren?
Oder können so viele RJ45 Steckverbindungen dazwischen Probleme bereiten? LAN Erdkabel ist ca 35m lang. Beim Netzwerkisolator steht dabei das max. 100m Kabellänge erlaubt, aber ich habe viel mehr Zwischenstecker.
 
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Da lieber das LAN-Kabel ziehen und damit ne Glasfaser durchziehen.
 
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Ich hatte zwischen 2 Häusern LAN ... hat mich viele Netzwerkkarten gekostet ... gewechselt auf LWL -> seither Ruhe.
 
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Ich weiß nicht was ihr gelesen habt, aber das LAN Erdkabel ist eingezogen und die normalen LAN Geräte sind bereits ohne Schutz installiert und in Betrieb und das alte WLAN entfernt.
 
thomnes schrieb:
nd die normalen LAN Geräte sind bereits ohne Schutz installiert und in Betrieb

Ja und dann nimmt man das wieder raus, zieht es wie gesagt und damit direkt Glasfaser ziehen. Mit dem Erdkabel dann dem Juniorelektriker die VDE 100 beibringen. Pfusch sollte man halt nicht noch mit mehr Geld versuchen ein wenig besser zu machen.
 
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Wieso Pfusch @VDC LAN Verbindungen zwischen Gebäuden installieren ist doch nicht neuerdings verboten? Es fehlen eben nur noch passende Schutz Einrichtungen.
 
Man könnte auch auf beiden Enden einen RJ45/LWL Konverter machen, damit wäre zumindest sichergestellt, dass eine Überspannung maxmimal in die Elektrik überspringt und nicht direkt auf einen Switch. Damit wäre der Schutz vermutlich besser als bei einer "Sicherung", allerdings dafür "unnötige" Stromkosten auf Dauer, die auf lange Sicht ein neuverlegen von LWL vielleicht wieder attraktiver machen würde?
 
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thomnes schrieb:
Ich weiß nicht was ihr gelesen habt, aber das LAN Erdkabel ist eingezogen
Der Gedanke war halt, es wieder auszuziehen, falls das einfach geht.

Anderer Gedankengang wäre noch, im Nebengebäude 2 Medienkonverter auf Glasfaser hinzustellen und einen davon vom Hauptgebäude mittels PoE zu versorgen, dann hätte man die galvanische Trennung und den Überspannungsschutz auch hinbekommen.

thomnes schrieb:
Wieso Pfusch @VDC LAN Verbindungen zwischen Gebäuden installieren ist doch nicht neuerdings verboten?
Nein, das nicht. Aber wenn du direkt Gf verlegt hättest würden deine Probleme hier nicht existieren :)
 
Interessant, aber der Vorteil von LAN Variante wäre ja eben das man im Gegensatz zu Glasfser eben keine 2 dauernd Strom verbrauchenden Medienkonverter an den Leitungsenden braucht.
 
thomnes schrieb:
LAN Verbindungen zwischen Gebäuden installieren ist doch nicht neuerdings verboten
Leider nicht verboten, aber sowas von unsauber. Und ja, man sollte die großen Vorschriften auch im Kleinen immer anwenden, ist halt so ein Grundsatzding. Was man immer so macht, macht man halt immer und dann sollte es das richtige sein.

thomnes schrieb:
2 Stromverbrauchenden Medienkonverter
Bis die Differenz zu dne 120€ für den Netzwerktrenner verbraucht haben, dauert das. Wenn auf der einen Seite nicht sowieso schon ein Switch mit passendem Slot ist, der sowieso immer läuft.
 
Wieviel verbraucht ein Medienkonverter? 2W, 3W, irgendwas in der Größenordnung, Ich glaube wenn ein Vogel auf deine PV Anlage scheißt wird das zu größeren Verlusten führen als das.
 
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2 Medienkonverter sollten nicht mal 4 Watt verbrauchen. Aber stattdessen dafür möchtest du 120€+ ausgeben?
 
thomnes schrieb:
Interessant, aber der Vorteil von LAN Variante wäre ja eben das man im Gegensatz zu Glasfser eben keine 2 dauernd Strom verbrauchenden Medienkonverter an den Leitungsenden braucht.
Richtig, Nachteil wäre der hohe Aufwand für Überspannungsschutz und Potentialtrennung. Für 110€ bekommst du 40m robustes Gf-Patchkabel und 2 Medienkonverter, hast also noch 10€ für Stromkosten übrig.
 
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Solange die PV Anlage keine Inselanlage ist, muss diese auch am Haupterder angeschlossen sein. Dann wäre auch alles auf einem Potenzial.
 
Tornhoof schrieb:
2W, 3W, irgendwas in der Größenordnung, Ich glaube wenn ein Vogel auf deine PV Anlage scheißt wird das zu größeren Verlusten führen als das.
Naja, der Vogel wird da aber so oder so drauf kacken. Dann sind es plötzlich schon 2x2W und 5W durch den Vogelschiss = 9 Watt.

Wenn auf einer Seite ein SFP(+) Switch ist, geht's sogar mit einem PoE Medienconverter.
Dann mit einem kurzen DAC Kabel oder 2x Transceiver + Glasfaserkabel.
 
Würde auch sagen GF Kabel. Bevor du das Ethernet Kabel ziehst, Befestige dort das Glasfaser, dann das Ethernet Kabel vorsichtig durchziehen.
 
Medienkonverter die meisten die ich bisher sah, hatten nur leeren SFP Port, da müsste man also selber noch ein SFP Modul, aus einer riesigen Auswahl auswählen, plus dazu passendes Glasfaser Patchkabel.
Oder meint ihr eher einen Medienkonverter mit direkt integriertem SC-Port?
Oder gibt es da gleich gute Sets: 2x Medienkonverter plus ein Glasfaser Patchkabel?
 
thomnes schrieb:
Medienkonverter die meisten die ich bisher sah, hatten nur leeren SFP Port, da müsste man also selber noch ein SFP Modul, aus einer riesigen Auswahl auswählen, plus dazu passendes Glasfaser Patchkabel.
Gibts auch als zusammenpassendes Set, zumindest bei Amazon. Das waren die, die ich bei meiner Rechnung ausgewählt hatte.
thomnes schrieb:
Oder meint ihr eher einen Medienkonverter mit integriertem SC-Port ?
Geht natürlich auch. Wobei 2 robuste Patchkabel (jeweils 1 Faser) mit SC-Stecker teurer sind als ein robustes Patchkabel mit 2 Fasern und LC-Steckern.
 
Moin,

weiß gar nicht, was da großartig viel überlegt und/oder gespart werden muss. Man hat hier genau zwei Möglichkeiten:
  • Möglichkeit 1: Man investiert jetzt in eine vernünftige Installation und schützt dabei die ganzen Geräte.
  • Möglichkeit 2: Man scheut jetzt den finanziellen wie auch technischen Aufwand, spart dabei Geld und im Falle eines Falles ersetzt man später alle defekten Geräte, die an der verpfuschten Installation hängen.
Welche Möglichkeit für dich bzw. euch in Betracht kommt, könnt nur ihr prüfen und entscheiden.

Nachtrag: Es muss nicht mal ein Blitz einschlagen und alle oder einige Geräte zerstören. Es reicht wenn genügend Potential auf der Leitung ist und jemand berührt an falscher Stelle die angeschlossenen Anlagen. Nun, Menschen kann man nicht ersetzen.
 
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