Häuser LAN Verbindung: Potentialtrennung+Überspannungsschutz?

thomnes schrieb:
Ich weiß nicht was ihr gelesen habt, aber das LAN Erdkabel ist eingezogen
Hier sei der Verweis auf die DIN 18015-1 gestattet. Auch im Erdbereich sind die Leitungen des IuK-Netzes in Leerrohren zu führen. Somit ist ein Austausch gegen LWL zwingend angeraten und problemlos möglich.

Da der "Junior-Elektriker" mit Begriffen wie Einkopplung und Trennungsabständen sichlich nichts anfangen kann, sollte sich jemand die Anlage ansehen, der die nötige Fachkompetenz diesbezüglich besitzt. Irgendwo einfach Ableiter reinzusetzen ist von fachlich korrekter Ausführung relativ sicher weit entfernt. Schlußendlich ist der Anlagenbetreiber in der Verantwortung, somit liegt diese Entscheidung bei dir.
 
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thomnes schrieb:
ob wir die PV Anlage am Nebengebäude mit LAN Kabel oder besser Glasfaser am Haus Netzwerk anbinden.

hier ist die Frage:

gemeinsamer Stromanschluss von Nebengebäude und Haus (ein gemeinsamer Zähler) oder getrennt.

bei einen gemeinsamen Stromanschluss, sprich wenn das Nebenbebäude mit über das Haus versorgt wird, brauchst du dir nur wenig Gedanken machen, denn der Potenzialausgleich sollte dann per Stromleitung abgewickelt werden.

bei einen getrennten Anschluss bitte das TP LAN Kabel wieder zurückbauen und die eine Glasfaser ersetzen. Und ich hoffe mal das ein Leerrohr verwender wurde, ansonsten sehe ich für den Junior schwarz.
Mit dem LAN Kabel kannst du dann den Junior Elektriker einmal zurück in die Berufsschule schicken, damit die dem das mit dem Potenzialausgleich etc. nochmal beibringen. Denn das sollte der Junior schon wissen.
 
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Einfach SFP+ verwenden in jeden Gebäude ein Ethernet Switch der SFP + kann installieren und fertig . das wird viele in der Industrie verwendet
 
@REM2024

Das ist doch gar nicht das Problem hier ... das Problem ist, das ein TP Kabel zwischen den Gebäuden verlegt wurde, wo der TE eigentlich GF verlegen wollte.
SFP+ ansich löst auch nicht das Problem mit den unterschiedlichen Potenzialen. bei getrennten Stromanschlüssen. Sprich es macht keine Galvanische Trennung. Das will der TE ja beheben erstmal.
 
Gebäude haben gemeinsamen Stromanschluss, trotzdem möchte ich Potentialtrennung und Überspannungsschutz in LAN Kabel einbauen.
Leerrohr zwischen Gebäuden wurde benutzt, es ist ein dickes LAN Erdkabel drin.

Welcher Pfusch ist dem Elektriker vorzuwerfen, er hat Kabel eingezogen und an beiden Enden eine LAN Dose montiert. Einen Potenzialausgleich, usw. würde man doch erst nach diesen Dosen installieren und nicht schon davor oder? @Sebbi

Einkopplung und Trennungsabstände welchen Unterschied und Probleme siehst du da bei LAN Erdkabel das mit oder ohne Kunststoff-Leerrohr drum rum verlegt wurde @Skysurfa ?

Sebbi schrieb:
@REM2024
das Problem ist, das ein TP Kabel zwischen den Gebäuden verlegt wurde...
Achtung in meinem Aufbau erwähne ich nur die Firma "TP Link" und nirgends was von einem ungeschirmten TP Kabel.
 
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thomnes schrieb:
Welcher Pfusch ist dem Elektriker vorzuwerfen, er hat Kabel eingezogen und an beiden Enden eine LAN Dose montiert. Einen Potenzialausgleich, usw. würde man doch erst nach diesen Dosen installieren und nicht schon davor oder?
Wenn man das Thema gleich bedacht hätte würde man es sich einfach machen und kein Kupferkabel einziehen.
thomnes schrieb:
Achtung in meinem Aufbau erwähne ich nur die Firma "TP Link" und nirgends was von einem TP Kabel.
TP-Kabel = Twisted-Pair-Kabel, also das übliche Netzwerkkabel (Cat5/6/7).
 
Ich verstehe bei der Diskussion hier beide Seiten. Das Kabel liegt, hat Geld gekostet und soll natürlich genutzt werden. Allerdings wäre die „sauberste“ Lösung wohl wirklich LWL.
Wenn man sich sowieso absichern möchte und evtl Angst vor Überspannung hat wäre das die logische Folge. Wenn sowieso Hardware angeschafft werden müsste kann man auch gleich in ein neues Kabel + 1-2 Switche investieren die dann mit LWL umgehen können - falls nicht eh schon vorhanden.

Ansonsten mal einlesen ob sowas (oder so ähnlich) nicht ausreichen würde:
https://eu.store.ui.com/eu/en/categ...ion-outdoor/products/ethernet-surge-protector
 
h00bi schrieb:
..., geht's sogar mit einem PoE Medienconverter.
Medienkonverter mit PoE scheinen auf den ersten Blick leider rar und viel teurer als einfache Medienkonverter mit externem Netzteil.
Normale Medienkonverter kosten nur so 25-35 EUR, bei den PoE Medienkonvertern finde ich eher nur Industrie Modelle die gleich mal 3 stellige Euro Beträge kosten?


@jo89 das im Link ist doch wohl eh das Modell das ich auch bereits zu Beginn erwähnt habe.
 
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thomnes schrieb:
Gebäude haben gemeinsamen Stromanschluss, trotzdem möchte ich Potentialtrennung und Überspannungsschutz in LAN Kabel einbauen

Dann ist der Potenzialausgleich normalerweise über den Stromanschluss gewährleistet. Über einen Überspannungsschutz brauchst du dir hier theoretisch dann keine Gedanken machen, da der Strom sich dann den Weg eher über das Stromkabel sucht, da der eine faule Sau ist und den Weg des geringsten Widerstandes sucht.

Im Allgemeinen ist der Überspannungsschutz gerade auf Datenleitungen eher so ein Würfelspiel, da auch mit so einen Schutz Schäden an dem Empfängern möglich sind bei Spannungsspitzen.
Zudem führt ein Überspannungsschutz idR zu einer Signalverschlechterung. Bei 35 Metern Lankabel hätte ich dann schon meine Zweifel, ob das so dann noch richtig funktioniert.

Wenn du einen Überspannungsschutz als Blitzschutz einsetzten willst, kann ich dir gleich sagen, vergiss es. über 10 kV Schutz lacht ein Blitzschlag, auch wenn er nur in der Nähe wäre. Auch die ggf integierte galvanische Trennung ist so minimal, das der dann einfach einen Lichtbogen schlägt.


thomnes schrieb:
Welcher Pfusch ist dem Elektriker vorzuwerfen, er hat Kabel eingezogen und an beiden Enden eine LAN Dose montiert.

Pfusch kann man dem Elektriker dann vorwerfen, wenn es 2 getrennte Stromkreise gewesen wären ohne eine Potenzialverbindung.
Aber auch so hätte der Elektriker auf eine LWL Verbindung hinweisen können für die Sicherheit.

thomnes schrieb:
Einen Potenzialausgleich, usw. würde man doch erst nach diesen Dosen installieren und nicht schon davor oder?

Der Ausgleich sollte aufgrund der hohen möglichen Ströme völlig getrennt von den Datenleitungen erfolgen und die Gebäudeerdungen ansich verbinden. In dem Fall sollte er aber auch über das Stromkabel erfolgen. Wenn es aber böse wird durch fehlerhafte Verkabelungen, könnte das aber auch über das TP Kabel erfolgen oder dessen Schirm, wenn eine richtige Erdung des Schirms in den Dosen erfolgt ist.
Da die Kabel aber nicht für solche Ströme ausgelegt sind, können die heiß werden und anfangen zu brennen.



Ich persönlich würde hier, wenn ich der Sicherheit vorrang geben will, in den sauren Apfel beißen und das TP Kabel ziehen und durch ein LWL Kabel mit entweder entsprechenden Switchen mit SFP+ Port oder Medienkonvertern ersetzen.
 
https://amzn.eu/d/0aKdWMS5

(Das ist nur ein Teil)

Galvanische Trennung und Überspannungsschutz, nur nicht vergessen an die Hauserde anzuschließen.
 
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thomnes schrieb:
Einkopplung und Trennungsabstände welchen Unterschied und Probleme siehst du da bei LAN Erdkabel das mit oder ohne Kunststoff-Leerrohr drum rum verlegt wurde @Skysurfa ?
Ich dachte, dass die thematische Trennung durch den Absatz eindeutig ist. Scheinbar ist das nicht so. Die DIN 18015 hat inhaltlich nichts mit Blitzschutzthemen zu tun. Inhaltlich befassen sich die Absätze mit zwei unterschiedlichen Themen.
 
Wenn du das LAN-Kabel raus- und damit ein LWL einziehst:
Ziehe mit dem LAN-Kabel nicht nur den LWL, sondern gleichzeitig auch noch eine Schnur ein.

Falls irgendwann in Zukunft noch was ins Leerrohr soll, musst du dann nämlich nicht erst den LWL wieder rausziehen, um mit ihm die fehlende Schnur und daran im zweiten Schritt erst wieder den LWL und die neue Leitung einzuziehen. Kostet nix und spart in Zukunft eventuell einiges Rumfluchen. :)
Sebbi schrieb:
da der Strom sich dann den Weg eher über das Stromkabel sucht, da der eine faule Sau ist und den Weg des geringsten Widerstandes sucht.
Eher alle Wege, zum Widerstand^(-1). Im Zweifel werden mehrere Teile gegrillt. :) Aber man könnte schon "hoffen", dass das Stromnetz wohl oder übel das meiste abbekommt.
 
Sebbi schrieb:
Zudem führt ein Überspannungsschutz idR zu einer Signalverschlechterung. Bei 35 Metern Lankabel hätte ich dann schon meine Zweifel, ob das so dann noch richtig funktioniert.
Meinst du da vielleicht eher Netzwerkisolatoren, denn bei den Überspannungsschutz Zwischensteckern habe ich bislang nichts von einer nennenswerten Dämpfung in ihren knappen Datenblättern gelesen (wie z.B. beim in Post 1 & 27 verlinkten Ubiquiti). Auch eine Begrenzung der Kabellänge wurde dort nicht erwähnt.
Ich würde mal vermuten bei diesen Überspannungsschutz Dingern sind einfach an allen Adern auch Dioden angeschlossen die höhere Spannungen in die Erde ableiten. Also keine Unterbrechung der Leitungen wie bei den galvanisch getrennten Netzwerkisolatoren. Die Netzwerkisolatoren haben auch diverse Dämpfungswerte in den Datenblättern.

Das bei ganz nahen Blitzeinschlägen so ein Überspannungsschutz leider überfordert ist ist mir bekannt, ein Beispiel dafür war beim Ubiquiti Modell einer der ersten Google Treffer. Mehr als so einen Überspannungsschutz scheint es für LAN Kabel aber auch nicht zu geben.

Probleme sehe ich bislang bei den bereits in Post1 angesprochen großen Anzahl von RJ45 Steckverbindungen auf dieser Leitung und deren Dämpfung, usw.?
 
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thomnes schrieb:
Ich würde mal vermuten bei diesen Überspannungsschutz Dingern sind einfach an allen Adern auch Dioden angeschlossen die höhere Spannungen in die Erde ableiten.

Ohne Widerstände, die den genauso einfachen Weg Richtung Netzwerkport unattraktiv machen, würde aber genauso ein Spannungsstoß beim Netzwerkport ankommen und mindestens den Empfänger grillen.

https://www.pk-components.de/ressourcen/ueberspannungsschutz-bauelemente-das-design.html

siehe bei RJ45 ganz unten.

und selbst dann würde ich dem eher noch skeptisch gegenüberstehen, da die ganze Elektronik sehr sensibel ist und schon bei einer sehr kleinen Überspannung die Hufe hoch macht
 
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