Passwort Manager machen es nicht nur leichter, einmalige und hinreichend starke Passwörter zu verwenden, sondern auch sie bei Bedarf bequem wechseln zu können. Fast alle Menschen ohne PW Manager werden früher oder später schlampig. Oft sind die Passwörter dann die Namen der diversen Haustiere zusammen mit dem Jahr wo es eingerichtet wurde, also sowas wie „Bello2025“, ergänzt um die minimale Anzahl an Sonderzeichen um gängige PW Richtlinien zu erfüllen.BeBur schrieb:Der verwaltet Passwörter, er macht es leicht, für jeden Dienst ein einzigartiges, im Regelfall zufällig generiertes zu verwenden.
Ich habe bei meiner eigenen Frau Jahre gebraucht, bis endlich Passwörter dieser Art ausgemerzt wurden.
Über komprimierte Webdienste abgegriffene, mehrfach verwendete Passwörter ist immer noch einer der häufigsten Angriffsvektoren für Identitätsdiebstahl. Der Vorteil für den Angreifer: Da üblicherweise Nutzer mit solchen Passwörtern generell wenig Sicherheitsbewusstsein haben, wirkt es quasi als Filter für leichte Ziele.
Insofern ist konsequente Nutzung eines Passwort Managers für durchschnittlich organisierte Anwender immer ein Sicherheitsgewinn. Hier ist im Zweifelsfall eine niedrige Einstiegshürde für hohe Anwenderakzeptanz wichtiger als maximale Sicherheit, nach dem Maximime: Der beste PW Manager ist einer, der genutzt wird.
Auf jeden Fall. Wobei man dann unbedingt auf die Recovery Prozedur achten muss. Was garnicht so trivial ist, z.B wie legt man Recovery Codes ab.BeBur schrieb:Gegen kompromittierung eines Systems sichert man sich mit 2FA ab, nicht mit einem Passwortmanager.
Problematisch ist auch, die von vielen PW Managern angebotene integrierte TOTP Funktion zu nutzen. Für weniger kritische Dienste mache ich das zwar zuweilen auch, aber man sollte sich der Risiken bewusst sein.