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Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) treibt die Digitalisierung weiter voran, indem es ab sofort eine online abrufbare und an Dritte teilbare Version des Untersuchungsberichts über die Hauptuntersuchung anbietet, kurz: DUB. Eine Verknüpfung mit anderen Lösungen wie der i-Kfz-App für den digitalen Fahrzeugschein erfolgt aber nicht.
Das ermöglicht zwar eine Nutzung unabhängig von der i-Kfz-App, verhindert zugleich aber das Bilden einer zentralen Anlaufstelle für alle digitalen Fahrzeugdokumente.
Und das ist mal wieder der Knackpunkt. Dieses Land bekommt es einfach nicht auf die Kette, sinnvolle und zusammenhängende Dinge in eine (!) Plattform/App zu integrieren.
Man könnte natürlich mal bei den Nachbarländern, die meilenweit weiter in der Digitalisierung sind als wir, nachfragen, aber das wäre ja zu einfach...
@LauneBaer86 Dann müsste man sich gegenüber den anderen Ländern eingestehen, dass wir digital in der Steinzeit leben. Dann macht es nicht mehr so viel Spaß, mit dem Finger auf andere zu zeigen, wenn man unsere Rückständigkeit offenbart hat, was ja im Grunde eh schon jeder mitbekommen hat.
@LauneBaer86
Hier läuft vieles nicht wie es soll, man darf aber auch nicht vergessen, dass andere Länder ganz andere Voraussetzungen haben. Alleine durch den Föderalismus werden solche Vorhaben erschwert. Hinzu kommt, dass man viel mehr Stakeholder hat.
Mal als Beispiel Luxemburg: Die Leitungstiefe ist dort viel niedriger. Das verkürzt natürlich die Zeit bis Entscheidungen getroffen werden etc.
Also keine Verknüpfung mit Fahrzeugschein-App, kein Ersatz für das vom TÜV ausgedruckte Papier, das im Auto mitzuführen ist. D.h. also man hat Geld in die Entwicklung von etwas Digitalem gesteckt, ohne vorher nachzudenken, welches Problem man damit eigentlich lösen will.
Und das ist mal wieder der Knackpunkt. Dieses Land bekommt es einfach nicht auf die Kette, sinnvolle und zusammenhängende Dinge in eine (!) Plattform/App zu integrieren.
Eine Kopie vom Tüv-Bericht war zu einfach?
Oder geht's bei der Onlinegeschichte eher darum, zu schauen, wer zu welchem TÜV fährt, weil er beim ersten Mal nicht durchgekommen ist?
In Deutschland heißt "Digitalisierung" nun mal immer gleich: "Datenschutz! Oh nein, das will ich nicht! Alles auf dem guten alten Zettel, so wie die letzten 100 Jahre auch."
Wir schießen uns selbst ins Abseits, da brauchen wir gar keine Politiker dazu.
Aber was konkret findest du positiv an der Meldung, wenn der digitale Abdruck nichtmal den Papierausdruck ersetzen kann? In Estland kann ich elektronisch eine Signaturkarte beantragen, mit der ich rein digital ein Unternehmen gründen, Bankkonten für das Unternehmen eröffnen, Verträge abschließen kann. Da gibts gar nichts mehr mit Papier. In Deutschland wird ne digitale Lösung erschaffen, die Papier nicht ersetzt und auch nicht mit anderen digitalen Lösungen interagieren kann, die zeitgleich rund ums Auto geschaffen wurden. In dem Moment, in dem die Menschen aufhören, sich über solche Stümperei aufzuregen, gewinnt die Mittelmässigkeit.
Das ermöglicht zwar eine Nutzung unabhängig von der i-Kfz-App, verhindert zugleich aber das Bilden einer zentralen Anlaufstelle für alle digitalen Fahrzeugdokumente.
Ist doch nur folgerichtig, wenn man mit dem digitalen Fahrzeugschein nicht zum TÜV/GTÜ/Dekra whatever kann, dann kann man auch weiterhin Papiere ausdrucken.
Digitalisierung mit aller Gewalt, ohne koordinierten Fahrplan?
Vor allem, was heißt das denn hier wieder:
Darüber hinaus sei der DUB dem KBA zufolge noch kein vollständiger Ersatz für den gedruckten Untersuchungsbericht, er könne aber „für fast alle Zwecke“ verwendet werden, für die Fahrzeughalter einen gedruckten Untersuchungsbericht benötigen.
Also erfahre ich im Zweifel mit der digitalen Version am Einsatzort, dass das nicht geht und dann?
Dann sich ich mir einen Farbdrucker und bringe das digitale Dokument zu Papier, oder gilt dann wirklich nur das Papier mit Siegel.
Ich bleibe dabei, so lange im Zweifel nur das Papier gilt, kann ich eben dieses auch einfach mitnehmen - liegt sowieso im Auto.
Grundsätzlich finde ich die Idee ja gut, aber evtl. hätte man ja einfach die Fahrgestellnummer nehmen können.
Das bringt einem beim Autokauf weiter, aber diese nichts aussagenden Nummern die man brauch alla
Nummer des Untersuchungsberichts, Schlüsselnummer der Überwachungsinstitution und Identifikationsnummer
Ich verstehe bis heute nicht, dass Deutschland es nicht schafft 1-3 Apps zu erstellen, die den kompletten Behördenmüll in sich zu vereinen. Die Daten hat der Staat ja eh man müsste die jetzt einfach mal zusammenführen. Vermutlich wäre im Rahmen dessen eine Personennummer sinnvoll.
Ich bin über die negativen Kommentare doch sehr überrascht. Nur weil zwei verschiedene Dinge mit dem Thema Auto zu tun haben, gehören sie nicht immer in die gleiche App/Schublade.
Die Kfz-Dokumente sind behördlich ausgestellt, der Staat hat hier Aufsichtspflichten.
Zudem ist das eine Dokument beim Fahren mitzuführen, während Berichte der Hauptuntersuchung eher kommerzielles Interesse, alle paar Jahre beim Verkauf haben - also völlig anderes Themengebiet.
Stellt euch einfach vor in der Ausweis-App sind auch Friseurtermine gekoppelt - weil Haare haben die meisten von uns. Gehört also zusammen, alles zur Person in eine App.
Vor allem ist es leider kaum sachliche Kritik, sondern einfach Mecker-Kommentare - "alle doof außer mir". Bisschen Dampf ablassen im Internet am Dienstag.