Was ist denn der Nutzwert? Wenn es dir nur ums Übertakten geht, dann stehen die (einmaligen) Mehrkosten natürlich in keinem Verhältnis.
Andererseits bietet dir eine gute Wasserkühlung:
+sehr leiser Betrieb möglich (entsprechende Radiatorfläche vorausgesetzt, bei einer Grafikkarte und CPU mindestens ein 360er)
+sehr aufgeräumter Innenraum, kein 1 kg Kupferbrocken mehr auf der CPU, Grafikkarten ab jetzt wieder nur noch single-slot
+Wärme wird aus dem System herausgeführt, anstatt (wie bei den meisten Grafikkarten und allen CPU-Kühlern) im System deponiert zu werden
+kann mit farbigen Schläuchen und Beleuchtung ziemlich stylish aufgemacht werden (ergibt natürlich nur sinn wenn man ein Seitenfenster hat und der Rechner auf dem Tisch steht)
+genau das richtige wenn man Spaß am basteln hat.
Dem gegenüber steht:
-einmalige Anschaffungskosten locker im Bereich 300 €
-Umbau nervig, da man erstmal den Kreislauf entwässern muss. Später natürlich auch neu befüllen. Fertigmischungen liegen im Bereich 10 € / l und in nen halbwegs großen Kühlkreislauf passen locker 1-2 l rein.
-Anschaffungskosten für Grafikkartenkühler sehr hoch, passen immer nur auf genau einen Grafikkartentyp und stellen eigentlich fast komplett verbranntes Geld dar
-Wartungskosten durch Filtertausch und Nachfüllen der Kühlflüssigkeit, ggf auch mal Austausch der Schläuche.
-nicht geeignet wenn man keine Lust auf basteln hat, zudem muss nach jedem Umbau immer erstmal penibel die Dichtigkeit des ganzen Systems überprüft werden. Die Komplettmischungen sind zwar angeblich nicht-leitend - der Staub und Dreck auf den Platinen, der im Falle eines Lecks angelöst wird, macht aber aus dem reinsten H2O wieder nen Leiter. Und dann gibts Kurzschluss...