HDD kaputt schreiben?

MikeMüller

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Ich habe einen Ordner mit ca. 20 GB.

In dem habe ich alle Kundendaten gespeichert.

Von dem Ordner lasse ich auf dem Server von Acronis jeden Tag eine 1:1 Kopie und alle 10 Minuten ein differenzielles Backup erstellen.

Es wird also viel geschrieben auf der HDD.

Macht das der was aus, was die Lebenszeit betriftt?
 
Es gibt Platten im täglichen Einsatz, die sind 10 Jahre alt. Andere werden ausgepackt, formatiert, kaputt.

Theoretisch hast du Recht, da der Motor mit seinen Lagern einem mechanischen Verschleiß unterliegt. Aber praktisch ist es einfach Glückssache.
 
Versteh ich richtig, du machst ein Backup auf die gleiche Festplatte?
 
Klang für mich eher nach einer Client-HDD mit den 20 GB an Daten, von der dann auf dem Server ein Backup gemacht wird (und um die Schreibaufwände auf dieser Serverfestplatte geht es). Wobei ich da auch gar nicht unterscheiden würde. Der Schreibaufwand auf dem Serverlaufwerk ist ja praktisch identisch zum Leseaufwand auf der Clientseite.

Aber wie gesagt, die klare Antwort lautet: jain. Hängt aber auch nicht zuletzt von den Platten ab, die verbaut sind. Handelt es sich um Desktop-Platten, oder sind es Enterprise-Drives, sind sie für den Dauereinsatz freigegeben etc. pp.

Ist sowieso wichtig, auch von der Server-HDD regelmäßig Backups zu machen. Oder zumindest ein RAID laufen zu lassen. Das schützt einen zwar nicht vor Viren/gelöschten Dokumenten und entsprechend falschen Backups, wohl aber vor einem Laufwerksausfall.
 
@Siemens-Nixdorf
so habe ich das auch verstanden.

@MikeMüller
ja, Festplatten unterliegen einer mechanischen Belastung. Wie Smily aber sagt kann man abgesehen von den Smart-Werten keine Prognose abgeben wann ein einzelnes Exemplar das zeitliche Segnet.
Deswegen: Backup machen, das praktizierst du ja ganz löblich.
Allerdings: Das Backup muss natürlich auf eine weitere Platte, ein wirkliches Backup gehört genauer gesagt nicht nur in einen zweiten Rechner/Server (hilft gegen Diebstahl, Blitzschlag, "umgeworfen", ...), auch nicht in einen anderen Raum (hilft gegen Wasserschaden, ...), sondern sogar in ein anderes Gebäude (hilft gegen Feuer, Zombies, ...)
 
Wenn die Daten wirklich so wichtig sind und du dir solche Gedanken um deine Daten bwz. die HDD machst, dann hast du natürlich auch noch eine Kopie des Backups auf einem anderen Medium wo kein direkter Zugriff möglich ist. Und schont braucht man sich auch keinerlei Gedanken um seine Daten, sein Backup und die HDD machen.

Aber wie schon seit Ewigkeiten gesagt/ geschrieben wird, eine HDD kann 1h halten, 1 Tag, 1 Woche, 1 Monat, 1 Jahr oder auch 10 Jahre bis sie ausfällt. Und das ist Technik die jederzeit ausfallen kann. Genau so wie der Motor deines PKW, der kann auch nach 1h ausfallen, nach 1 Tag, 1 Woche, 1 Monat, 1 Jahr, etc. oder auch dein TV, deine Hifi-Anlage, dein Staubsauger, deine Kaffeemaschine, dein Fön, dein ...
 
Das Backup selbst sollte redundant angelegt werden, also z.B. als einfache Variante auf einem RAID1. Die Wahrscheinlichkeit das zwei HDD gleichzeitig ausfallen ist sehr gering.
 
Smily schrieb:
Es gibt Platten im täglichen Einsatz, die sind 10 Jahre alt.
Vor 10 Jahren hatten HDDs das noch nicht, da war die Technik bei denen noch eine ganz andere als bei heutigen HDDs, aber inzwischen haben HDDs ein Workload Rating und das ist bei Desktopplatten 55TB/Jahr und bei den 3.5" Enterprise Nearline HDDs 550TB/Jahr, die anderen Modelle liegen dazwischen.

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Das Workload Rating beschreibt wie viele Daten eine HDD im Jahr Lesen und Schrieben kann, anders als bei den SSDs zählt also auch das gelesene Datenvolumen mit. Überschreitet man diesen Wert, verkürzt das die Lebensdauer der HDDs.
 
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