HDD verschmort > startet nicht mehr

Wololo11

Cadet 2nd Year
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Dez. 2019
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Hallo zusammen,

meine externe festplatte hat heute geraucht und der PC hat die Platte nicht mehr gefunden bzw. die Meldung abgegeben das
nicht genug Strom verfügbar ist.
Ich habe jetzt die Festplatte komplett ausgebaut und direkt gesehen das die Platine mit den USB Ports und Stromanschluss verschmort war, und ging auch durch die Rückseite.
IMG_1611.jpg
IMG_1624.jpg



Leider ist die HDD auch an einer stelle verschmort, habe an meinem PC meine aktuelle HDD ausgebaut
und diese eingebaut, leider startet die HDD gar nicht erst.
Hat jemand eine Idee wie ich an die Daten komme? Ich denke mal zum starten werde ich sie nicht mehr bringen oder?

IMG_1634.jpg
 
Dann ist sie wohl defekt, wird schwer ohne professionelle Datenrettung.
Aber wenn kein Backup da ist, dann sind die Daten eh nicht wichtig.
 
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professionelles datenrettungsunternehmen.
ist aber sehr teuer.
 
Da hilft wohl nur noch ein Datenrettungsunternehmen. Oder du musst die Daten auf der Festplatte abschreiben, sofern kein Backup vorliegt.

Früher funktionierte es manchmal die Platine gegen eine des selben Festplattentyps zu tauschen, aber darauf sollte man sich heutzutage nicht mehr verlassen.
Die "Festplattengeometrie" wird wahrscheinlich im Controller und nicht auf der Festplatte selber gespeichert sein.

Die Festplatte in dem Zustand in einen anderen Rechner einzubauen, düfte kein positives Ergebnis bringen, wie auch bei der Beschädigung.
 
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theoretisch müssten die "livedaten" ja aufm rechner sein.... müsste :D

ich glaub aber dass das der einzige ort war wo er die daten abgelegt hat. keine gute idee ;)
 
Was für eine festplatte wurde denn verbaut? Kann man da nicht die Platine mit dem Speichercontroller dann einfach ausbauen und gegen ein identisches Exemplar austauschen (sofern man die gleiche Festplatte wo findet)?
 
Heute ist der Tag des "abrauchens" :king:

Ich hoffe du hast die Daten der Platte gesichert, anschliessen würde ich sie nicht mehr.
 
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Suche bei ebay o.ä. eine baugleiche und tausche die Platine, funktioniert zumeist anstandslos
 
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Wie @KnolleJupp bereits sagte: das ist heute kaum noch möglich, da die Firmware wohl beim Platinentausch verloren geht. Da sollten Profis ran.
 
Was macht ihr alle mit Eurer Hardware. Es sind doch noch ein paar tage bis Sylvester.

Spass beiseite.

So wie das aussieht, hat es auf der Adapterplatine gebrannt.
Das Schwarze auf der Plattenplatine sin wohl nur Schmauchspuren.
Mit Waschbenzin / Spiritus und alter Zahnbürste reinigen und sehen ob Leiterbahnen verschmort sind. Evtl. Foto machen.
Die Platte selbst kann dann noch weiter intern verwendet werden.
 
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SethDiabolos schrieb:
Was für eine festplatte wurde denn verbaut? Kann man da nicht die Platine mit dem Speichercontroller dann einfach ausbauen und gegen ein identisches Exemplar austauschen (sofern man die gleiche Festplatte wo findet)?
Cr@zed^ schrieb:
Suche bei ebay o.ä. eine baugleiche und tausche die Platine, funktioniert zumeist anstandslos
l00pm45ch1n3 schrieb:
Wie @KnolleJupp bereits sagte: das ist heute kaum noch möglich, da die Firmware wohl beim Platinentausch verloren geht. Da sollten Profis ran.

Es handelt sich um eine
Seagate BarraCuda Compute 4TB ST4000DM004
Ergänzung ()

l00pm45ch1n3 schrieb:
Wie @KnolleJupp bereits sagte: das ist heute kaum noch möglich, da die Firmware wohl beim Platinentausch verloren geht. Da sollten Profis ran.

Kann man anhand des Namens der Festplatte feststellen ob diese auch davon betroffen wäre?
 
Das ist mir leider nicht bekannt. Ich verweise mal auf diesen Artikel:

Auch das Geld für eine Ersatzplatine können Sie sich sparen - dieser Trick hat früher mal funktioniert. Seit vielen Jahren werden diverse Interna der Festplatte auch auf dem FLASH-Baustein abgelegt oder während des Betriebes verändert. Wenn man da eine neue Platine auf die Mechanik draufschraubt, wird die Platte trotzdem nicht erkannt. Vor allem bei WD-Fabrikaten werden nach dem Einbau einer neuen Platine Daten im Firmware-Bereich (d.h. Scheiben UND FLASH) unwiederbringlich überschrieben. Danach ist hier oft nichts mehr zu machen, auch nicht mit der Original-Elektronik

Deshalb sehe ich da Schwarz. "Früher" hat das Durchaus klappen können, wenn man eine baugleiche Platine mit dem gleichen Firmwarestand hatte.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Eine herkömmliche Festplatte ist aufgeteilt in Zylinder, Sektoren, Köpfe und Spuren.
Anhand eines Koordinatensystems kann dann die exakte Positionen auf der Oberfläche angesteuert werden, um Daten zu lesen oder zu schreiben.

Diese Information war früher mal auf einer der Platten selber gespeichert, heute ist das in den allermeisten, wenn nicht in allen Fällen auf der Platine gespeichert.
Wechselst du die Platine, sind diese Informationen weg.
Auf der Platte liegen dann nur zusammenhanglose Daten und es kann nicht mehr erkannt werden wo Dateien liegen, wo sie anfangen und wo sie aufhören.

Zudem sind Dateien oft auf mehrere voneinander entfernte Stellen verteilt, wenn die Dateien größer sind als ein zusammenhängender Speicherbereich.
Im Laufe der Zeit fragmentiert eine Festplatte also. Heute geht das automatisch, früher musste oder sollte man seine Festplatte von Zeit zu Zeit defragmentieren.
Dabei werden die über die Platte verteilten Daten umsortiert, so dass einzelne Dateien physisch wieder näher beieinander liegen und schneller gelesen werden können.

Dann kommt hinzu das der Controller der Festplatte an den Rechner oft eine andere Geometrie ausgibt als physikalisch vorhanden,
dieser muss also Lese- und Schreibanforderungen erst übersetzen auf die tatsächliche Geometrie.

z.B. Laufwerke mit 512e Sektoren, also 4KB mit Emulation. Emulation bedeutet das sich die Festplatte gegenüber dem Rechner so ausgibt als hätte sie 512Byte große Sektoren,
in Wahrheit sind es aber 4KByte große.

Und der Controller muss wissen wo sich der "erste Sektor" physisch auf der Festplatte befindet. Also ab wo er mit seiner Zählung anfangen soll.
Fehlt die Information plötzlich, kann er auf die gespeicherten Daten nicht mehr zugreifen.

Das ist jetzt nur sehr grob beschrieben. Tatsächlich kommen noch weitere Faktoren hinzu, da die Festplatten im Laufe der Jahre immer größer wurden,
immer mehr Daten auf der gleichen Fläche gespeichert werden und dazu einige komplizierte Verfahren zur Anwendung kommen.

Bei SMR-Festplatten werden z.B. Daten sogar "übereinander" in die selben Speicherbereiche geschrieben.
Der Controller hat dann alle Hände voll zu tun die wieder auseinanderzupuzzlen und diese - wenn die Festplatte gerade nicht genutzt wird - wieder umzuverteilen.
 
KnolleJupp schrieb:
Im Laufe der Zeit fragmentiert eine Festplatte also. Heute geht das automatisch, früher musste oder sollte man seine Festplatte von Zeit zu Zeit defragmentieren.
Auch früher fragmentierten Festplatten "automatisch" :D. Und nur weil Windows inzwischen Aufgaben zur regelmäßigen Defragmentierung anlegt erledigt das die Platte noch nicht autonom!
 
Ich meinte damit das eine regelmäßige Defragmentierung heute von den meisten aktuellen Betriebssystemen automatisch durchgeführt wird und nicht mehr manuell angestoßen werden muss.
 
Die Fragmentierung der Dateien ist das geringste Problem, wenn die Positionen der einzelnen Spuren und Sektoren nicht bekannt ist.
 
Update: Ich habe das alte PCB board eingeschickt und den BIOS Chip auf ein neues PCB Board setzen lassen, hat geklappt und die HDD geht jetzt wieder.
 
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Interessant wäre mal zu wissen wohin du die eingeschickt hast und was das gekostet hat.
 
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