Heimnetzwerk, Anschluss im erdfeuchten Keller?

H1ldegunst

Commander Pro
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Hallo Community,
ich habe eine Frage, bei der ich selbst nicht weiter komme.

Wir lassen gerade in unserem Haus Netzwerkkabel verlegen. Grob gesagt bekommt jeder Wohnraum 1-2 Netzwerkdosen. Die Kabel werden alle im Keller enden, dort soll dann ein Switch o. ä. sowie die Fritzbox 5530 Fiber stehen bzw. an der Wand hängen.

Nun ist die Frage, welchen Kellerraum wir dafür nehmen. Ideal wäre direkt nebem dem Sicherungkasten im erdfeuchten Keller. Hier ist einfach am meisten Platz.
Ist das aus eurer Sicht problemlos möglich? Oder spricht da die hohe Luftfeuchte dagegen?
Der Elektriker sieht da keine Probleme, aber ich hole mir gerne eine zweite Meinung ein.

Geplant ist mittelfristig auch ein NAS zu nutzen. Das hätte ich aus Lautstärkegründen auch gerne im Keller. Ändert das etwas?

Danke für eure Hilfe :)
 
Wie hoch ist denn die Luftfeuchtigkeit bei einem "erdfeuchten Keller"? Wenn du das weißt, schau in die technischen Daten, dort findet man normalerweise Angaben zu max/min Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
 
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Ist halt die Frage, wie feucht "erdfeucht" ist.

Wir wurden 2019 ans Glasfasernetz angeschlossen und haben seitdem auch sämtliche wesentlichen Elemente im Keller; also Hausübergabepunkt, Router und 24er Switch. Bisher ohne Probleme.
 
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Erdfeuchten Keller habe ich auch. Zumindest das, was ich darunter verstehe. Be-/Entlüften gehört da ja dazu, dennoch hab ich seit 8 Jahren darin einen 8HE-Schrank hängen mit Switch, NAS, USB 3.0 HDD und noch einem RAID-Storage drin laufen, zeitweise war dort auch mein Modem. Ebenso steht da Waschmaschine, Trockner... geht! Aber ich weiß halt nicht, was bei dir erdfeucht bedeutet. Bei mir bedeutet das im Winter 16°C und >70% RLF und da hat noch nichts von Schaden getragen. Selbst meim Mountainbike lagere ich da unten und da haben die Bremsscheiben noch nicht mal Flugrost. Und ich lüfte dort nur regelmäßig stoßweise statt dauerhaft.
 
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Einfach die Feuchte im Keller am Wunschort feststellen. Dann siehst du ob du irgendwie handeln musst oder die Bedenken unbegründet sind.
 
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NOTAUS schrieb:
Einfach in ein IP65, IP66, IP67 (Industrie-) Gehäuse packen.

Ändert das den was oder ist das sogar kontraproduktiv? Sobald die Tür bei Einbau der Hardware länger offen ist hast du ja im Schrank die gleiche Luftfeuchtigkeit wie außerhalb. Zudem kommt jetzt noch die Gefahr dass es im Schrank wenn es abkühlt sogar noch feuchter werden kann als außerhalb ...

Edit: man könnte natürlich in den Schrank noch ein Mittel zu entfeuchten packen :)
 
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Wenn da ein Netzwerkschrank rein kommt, dann entfeuchtet sich dieser minimal von selbst, weil da drin elektrische Verbraucher arbeiten und Abwärme haben.

Messe einfach mal die Feuchtigkeit.
Wenn sie ungewollt zu hoch ist, gibt es auch Lüftungsgeräte wie z. B. "Bayernlüfter", der automatisch relativ stromsparend entfeuchtet.
 
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@SpamBot
Unterschätze das mit dem Wassergehalt in g/m³ in einem solchen Keller nicht ;)
Ich kam mal auf die verrückte Idee, mit einem elektrischen Luftentfeuchter den Keller zu entfeuchten: der förderte pro Tag >5l Wasser aus ~120m³. Da bringt dir kein (!) Mittel im Schrank irgendwas. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Diese Keller aus >100 Jahre alten Häusern in Bruch-/Sandsteinbauweise sind halt feucht. Das ist in den meisten Fällen auch überhaupt gar kein Problem für die Bausubstanz.
 
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SpamBot schrieb:
Ändert das den was oder ist das sogar kontraproduktiv? Sobald die Tür bei Einbau der Hardware länger offen ist hast du ja im Schrank die gleiche Luftfeuchtigkeit wie außerhalb. Zudem kommt jetzt noch die Gefahr dass es im Schrank wenn es abkühlt sogar noch feuchter werden kann als außerhalb ...

Edit: man könnte natürlich in den Schrank noch ein Mittel zu entfeuchten packen :)
Das ist richtig. Zu dicht bewirkt vermutlich das Gegenteil. Ich gehe aber von Dauerbetrieb aus. Da stellt sich die Frage eigentlich nicht. Ich würde ein billiges IP65 Gehäuse nehmen, ggf. sogar noch eine dezente und verschließbare Luftöffnung herstellen. Im Anfangsbetrieb kann man ja auch die Feuchtigkeit mal eine Weile überwachen. Zusätzlich kann man auch noch ne "handvoll" Silica- Beutelchen ins Gehäuse packen.
 
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Alles klar, danke für alle Antworten. Immer wieder toll, wie schnell man hier Feedback bekommt.:daumen:
Dann gehe ich nicht von einem Problem aus und wir werden das so umsetzen.
Trotzdem werde ich nach dem Umzug mal die Feuchte messen und über ein Jahr beobachten. :)
 
TheManneken schrieb:
Da bringt dir kein (!) Mittel im Schrank irgendwas.
Doch das bringt schon was, zumindest wenn man die Tür nicht mehr öffnet, das Wasser im Schrank ist ja begrenzt.

wahli schrieb:
Das stimmt natürlich, aber dazu müssten es auch mitten in der Nacht im Winter ein paar Watt sein. Wenn das NAS 24/7 läuft klappt das natürlich.
 
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Hab auch mal so ein Entfeuchtungsbeutel in einem Plastikgehäuse getestet. Das bringt gar nichts, wenn der Raum feucht ist. Es kommt ja ständig Feuchtigkeit nach und nach kurzer Zeit hat sich der Inhalt im Beutel aufgelöst und im Plastikgehäuse war dann die Flüssigkeit. Und die Feuchtigkeit im Raum war nicht messbar geringer als vorher.
Wenn man die Feuchtigkeit aus einem feuchten Raum raus haben möchte, muss man dauerhaft die Feuchtigkeit mit einem Abluftlüfter mit Zuluft oder besser mit Lüftungsanlage (dezentral/zentral, mit/ohne Wärmerückgewinnung) entlüften. Hier empfehle ich auf youtube "Der Fachwerker" und "Energiesparkommisar".
 
Die Geräte geben Wäme ab. Dadurch sinkt die relative Feuchte im Schaltschrank. Der absoulute Feuchtegehalt bleibt natürlich gleich. Am Besten kann man sich das im h,x-Diagramm ansehen.
Erdfeuchte Keller haben bereits den Telefonverteilern der Reichspost nicht ausgemacht.
 
Tipp: Einfach ein Thermometer / Hygrometer in den Serverschrank einbauen und beobachten. Meiner hängt auch im Keller, ich weiß allerdings nicht was "erdfeucht" ist, ich hab schon Betonboden :)

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