Heizabrechnung rechtens?

olle-wolle

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Hallo,
hoffe ich habe das richtige Unterforum erwischt. Da sowohl die Verbraucherschutzzentrale als auch der Mietbund Geld für eine Beratung haben wollen, möchte ich erstmal hier fragen ob schon jmnd ähnliche Erfahrungen gemacht hat, bzw. das gleiche Problem hat.

Wir haben neulich die Heizkostenabrechnung für unsere Wohnung bekommen (~70qm, 3er WG). Obwohl wir wenig geheizt haben sollen wir 130€ nachzahlen, was für uns als Studenten eine riesige Summe ist. Bei genauerem Durchgucken der Unterlagen stellte sich heraus, dass die Heizkosten für das gesamte Haus durch 2 geteilt werden.
Der eine Teil wird anteilig nach dem Verbrauch der Mieter aufgeteilt, was mMn auch gerecht ist, der andere Teil wird auf die Wohnfläche bezogen. Sprich beim 2. Teil ist es egal wieviel ich heize, es fällt nicht ins Gewicht, wenn der Rest des Hauses ständig aufdreht.

Beim 1. Teil würden wir 40€ wiederbekommen, beim 2. sollen wir 170€ nachzahlen. Wenn es also nur nach dem Verbrauch gehen würde, bekämen wir 80€ wieder, so müssen wir 130€ nachzahlen.
Hat jmnd von euch auch so eine Art der Abrechnung?
Unser Vermieter ist eine große Wohnungsgenossenschaft, hat man überhaupt eine Chance sich dagegen zu wären oder ist man ohnehin machtlos, da es sicherlich irgendwo im Mietvertrag steht?

Würde mich über Antworten freuen.
 

Oli_P

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Ich habe deutsche Vermieter (auch wenn ich in Belgien wohne). Die haben das Spielchen auch schon mit mir versucht... ich hab mich durchgesetzt und darauf bestanden, daß Verbrauchsmessgeräte an meinen Heizungen angebracht werden. Wo kämen wir denn dahin? Du hast große Wohnung und heizt kaum, während jemand mit ner kleineren Bude dann auf blöd heizen kann und du bezahlst den Unterschied? Ich glaub, dass kannst du anfechten... kenn mich aber nicht mit dem deutschen Mietrecht aus.
 

::1

Banned
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nicoc

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Beim 1. Teil würden wir 40€ wiederbekommen, beim 2. sollen wir 170€ nachzahlen. Wenn es also nur nach dem Verbrauch gehen würde, bekämen wir 80€ wieder, so müssen wir 130€ nachzahlen.
... mir erscheint die Aufteilung der Rechnung in 2 Berechnungsarten etwas eigenartig, scheint aber Rechtens zu sein:

(Aufteilung nach Verbrauch und Wohnfläche) http://de.wikipedia.org/wiki/Heizkostenabrechnung#Aufteilung_nach_Verbrauch_und_Wohnfl.C3.A4che
 

slash2002

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Wenn die Heizkosten einfach durch die Fläche oder die Anzahl der Mieteinheiten geteilt wird, ist der Ärger schon vorprogrammiert. Das sollte der Vermieter auch wissen. Wenn ich mich nicht täusche, sollten die Heizkosten 70% Verbrauch : 30% Fläche abgerechnet werden.

Vielleicht hilft die ja die Heizkostenverordnung weiter:
http://www.gesetze-im-internet.de/heizkostenv/
 
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Tinpoint

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@nicoc diese Berechnung macht sogar Sinn, stell dir mal das extreme Beispiel vor!

drei übereinander liegende Wohnungen , der in der Mitte heizt nicht, dann müsse die anderen stärker heizen um die gleiche temperatur zu erreichen, außerdem heizen diese dann seine Wohnung mit!
 

Leon

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Eigentlich sollten an jedem Heizköper Verbrauchsmesser sein, die Dinger mit den Verdunstungsröhrchen. Ich würde die paar EURO inverstieren und den Mieterschutzbund einschalten.

Ich wohne auch in Miete, habe aber ne Stromheizung, da ist es halt ganzeinfach. Früher bei meiner ersten Mietwohnung wurde von der Firma ISTA die Heizung abgelesen und die Berechnung durchgeführt. Nachzahlen musste ich nie.

Allerdings war der letzte Winter ja auch sauklat und saulang. Es gibt dieses Jahr kaum jemanden der nicht nachzahlen muss.

Ich denke es ist korrekt.
 
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olle-wolle

Lieutenant
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danke für eure Antworten, also scheint es rechtens zu sein.

Vielleicht noch als Hinweis an alle die es gut finden so abzurechnen, weil andere mitheizen. Es stimmt ich hab in meinem Zimmer nie geheizt, weil es so immer warm war. Ich habe sogar bei -10°C das Fenster den ganzen Tag über angeklappt gehabt weils so extrem warm war, da sollten sich die über/unter mir vllt. mal überlegen ob die Temperaturen in deren Zimmern ökologisch und ökomisch überhaupt sinnvoll sind
 

nicoc

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Shader

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danke für eure Antworten, also scheint es rechtens zu sein.

Vielleicht noch als Hinweis an alle die es gut finden so abzurechnen, weil andere mitheizen. Es stimmt ich hab in meinem Zimmer nie geheizt, weil es so immer warm war. Ich habe sogar bei -10°C das Fenster den ganzen Tag über angeklappt gehabt weils so extrem warm war, da sollten sich die über/unter mir vllt. mal überlegen ob die Temperaturen in deren Zimmern ökologisch und ökomisch überhaupt sinnvoll sind
Temperaturempfinden ist subjektiv.
Manche Menschen (nicht nur Mädels) frieren schon bei 23°C Zimmertemperatur, andere finden 18 - 19°C noch voll angenehm. Und wenn es nach manch Zimmertemperaturempfehlungen geht sind 19°C das Optimum.

Große Vermietunternehmen bzw. Gesellschaften sind sich der rechtlichen Sache in Sachen Heizung schon bewusst. Es gibt bei der Heiz- und Wasserkostenabrechnung für die Periode 01.2010 und 12.2010 übrigens eine gesetzliche Änderung (Heizkostenverordnung), dass die Heizkosten 70% nach tatsächlichem Verbrauch und 30% nach ausgewiesener Wohnfläche umgerechnet wird. Zuvor sind 60 zu 40%. Vll. das noch mal überprüfen.
In der Regel (so kenn ich es bei meiner Mietwohnung und der Vermietgesellschaft) wird einem bei der Abrechnung die Umlageschlüssel bekanntgegeben und Änderungen kundgetan.
 

Leon

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Ich habe sogar bei -10°C das Fenster den ganzen Tag über angeklappt gehabt weils so extrem warm war, da sollten sich die über/unter mir vllt. mal überlegen ob die Temperaturen in deren Zimmern ökologisch und ökomisch überhaupt sinnvoll sind
Wie ökologisch es ist, dass Fenster bei -10 Grad offen zu lassen, solltest DU dir mal überlegen.
 
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