Holz Gehäuse selber bauen

HelpMeToo

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Hallo liebe Freunde

Ich möchte aus Holz ein Gehäuse selber bauen. Also ein schönes Möbelstück zuerst. 🥰

Geht das? Hat jemand Erfahrung und gute Ratschläge zum teilen?
  • Wie ist es mit der Wärme? Holz isoliert gut.
  • Und würde für einen normalen guten Office PC nur CPU-Föhn und Netzteil Föhn genügen?
  • Wie ist es mit dem Staub?
  • Wie ist es mit dem Lärm? Holz ist ein Klangkörper, vielleicht mit Gummi Unterlagsscheiben am Holz fixieren.
Habt ihr gute Ratschläge und Tipps für mich und andere? Auch dankbar für die, die mir davon abraten möchten.
Ich möchte das Gehäuse mit Holz machen.
Danke
 
Kleine Office Rechner kann man auch komplett passiv betreiben. Oder man ringt sich doch zu 1-2 langsam drehenden Lüftern durch.
Außer denen wird im Rechner auch nichts vibrieren oder Lärm produzieren.
 
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Wenn du "schönes Möbelstück" schreibst, hast du anscheinend schon entsprechend Erfahrung bzgl. Holzbearbeitung / Tischlerei?
Wenn ja dann mach einfach.

Wenn du das erste Mal mit Holz arbeitest und selbst kaum/keine entsprechenden Werkzeuge hast, dann wird dein Erstversuch wahrscheinlich keine ästhetische Augenweide werden, außer du willst da echt viiiieeeel Zeit reinstecken. Der Spagat zwischen "ich dengel mit Spax Schrauben nen Holzkasten zusammen" und "schönes Möbelstück" ist halt enorm.
HelpMeToo schrieb:
normalen guten Office PC
Liste mal die Hardware auf.
HelpMeToo schrieb:
gute Ratschläge zum teilen?
1792482813353.png

1792482882644.png


Sogar direkt hier im Forum:
https://www.computerbase.de/forum/threads/journal-eigenbau-holz-pc.1826330/
https://www.computerbase.de/forum/threads/pc-gehaeuse-aus-holz-auf-was-muss-ich-achten.1301263/
 
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https://www.computerbase.de/forum/threads/gehaeuse-eigenbau-aus-holz.1907556/#post-23397846


HelpMeToo schrieb:
Und würde für einen normalen guten Office PC nur CPU-Föhn und Netzteil Föhn genügen?
Für Office genügt so etwas; wobei genügen bitte nicht zu verwechseln wäre mit "geschenkt".

https://geizhals.de/noctua-nh-p1-a2545528.html
https://geizhals.de/seasonic-prime-fanless-px-500-500w-atx-prime-fanless-px-500-a2245417.html

Wo nichts dreht, kann auch nichts vibrieren ...

HelpMeToo schrieb:
Holz ist ein Klangkörper, vielleicht mit Gummi Unterlagsscheiben am Holz fixieren.
Gerne auf mechanische HDDs verzichten! :)
 
ja, schon wegen emv und elektrische aufladung, würde auch passendes metallgehäuse als Basis nehmen
 
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Hast du Erfahrung mit der Holzverarbeitung? Ansonsten sieht es ganz schnell ganz scheiße aus.
Womöglich würde ich auch nur ein vorhandens Gehäuse beplanken.
 
Holz ist grundsätzlich erstmal problemlos. Ich habe schon als Kind 386'er im Schrank liegend betrieben wie bis heute auch HighEnd.
Ich mag keine Cases, und will Rechner weder sehen noch hören. Im "Arbeitsraum" wo auch die 3d Drucker werkeln habe ich mehere KI Rechner mit RTX 5090ern offen auf MDF Holzplatte einfach an der Wand hängen. Absolut Problemlos und zum entstauben gehe ich einmal im Jahr wenn ich den Raum Grundreinige mit einem Handgebläse ( Wolfbox Gerät ) durch und alles ist wie neu 😉.

Anders sieht's im Büro/ Gamingroom aus. Da habe ich einen selbstgebauten Unterschrank, mit zwei Lamellentüren die einfach mit Strumpf von meiner besseren Hälfte welcher seit nun 20 Jahren u.a. als "Case" dient. Dadurch hat er Passiv ca 1m² Staub gefilterte "Eingangsfläche" und als Ausgang nur einen leisen 140er. Reicht vollkommen und ich habe selbst unter Last in Verbindung mit UV /OC Traumtemps und das absolut lautlos.
Das der Rechner läuft sehe ich nur am TV / Monitor oder an den Statusleuchten in den Schaltern, welche ich neben USB Zugängen in eine Schiefertafel gelegt habe.

Aktuell ist da ein 7800 x3d/ 256 GB RAM / RTX 5080 / mit 6x 8 TB SSDs und 850W Netzteil verbaut, GPU im Sommer max 61°, CPU 72°. Das einzige wo man den Rechner mal leicht hören kann, ist wenn Shader kompiliert werden, also maximale Systemlast anliegt und die CPU Towerkühler voll aufdrehen. Die Hardware wird nur durch einen Uralten Alurahmen gehalten.

Dadurch das hier so viel "Eingangsfläche" zur Verfügung steht, können die Lüfter völlig frei Arbeiten ohne das irgendwie "Druck" aufgebaut werden muss. Die GPU Lüfter können ebenfalls durch eine Öffnung unter ihr völlig anstrengungslos kühle Luft von unten ansaugen und durch freien Platz an den Seiten ausblasen ohne das diese wieder "Ansaugen".

Ebenfalls fällt kein Staub an, da an den Lamellentüren und der großen Fläche zu keiner Zeit ein "Sog" entsteht, seit Jahren ist die Hardware absolut Clean und auch die Strümpfe sind sauber, auch wenn es nicht verkehrt ist einmal im Jahre da mitm Staubi die Lamellentüren abzusaugen 🤣.
Es Arbeiten nur die Lüfter des CPU Kühlers, des Netzteils ( SemiPassiv ), der Grafikkarte und wie schon gesagt nur ein 140er der die Warme Luft raus bläst, völlig ausreichender Airflow um die warme Luft abzuführen. Die Hardware kann völlig "frei Atmen".

EMI, Erdungs oder Abschirmprobleme habe ich noch NIE erlebt.



Wenn ich wieder da heme bin gibt's Bilder 😉.

Edit: Bilder und noch eine Anmerkung: wenn man direkt "um" die Hardware wieder enge Gehäuse baut der "Optik" wegen, sollte man schon das Handwerkliche Geschick und Werkzeug haben und geht auch wieder die Gehäusetypischen Airflow und Temperaturprobleme ein.
Sowas macht man nur aus bestimmten Gründen die es auch tatsächlich Wert sind soviel Arbeit und Material da rein zu stecken. Aus eigener Erfahrung hat man sich schnell an seinen Kunstwerken Satt gesehen 🫣.
 

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VmaxGunni schrieb:
ja, schon wegen emv und elektrische aufladung, würde auch passendes metallgehäuse als Basis nehmen

Die Erdung beziehungsweise der Potenzialausgleich ist wesentlich wichtiger. Ein Holzgehäuse ist grundsätzlich kein Problem, solange Netzteil und elektrische Komponenten fachgerecht verbaut sind. Das Netzteil hat ohnehin ein eigenes geerdetes Metallgehäuse.

Auch elektrostatische Entladungen (ESD) sind nicht automatisch ein grösseres Problem, nur weil das Gehäuse aus Holz besteht. Entscheidend sind der Aufbau und der Umgang mit den Komponenten.

EMV ist zwar nicht völlig irrelevant, bei einem privaten PC-Gehäuse aber meist kein praktisches Problem. Moderne Komponenten müssen bereits entsprechende EMV-Anforderungen erfüllen. Ein Metallgehäuse bietet zusätzliche Abschirmung, ist aber nicht zwingend notwendig.

Und mal ehrlich: Dein Smartphone hältst du dir direkt ans Ohr, obwohl es aktiv Funkwellen aussendet. Da würde ich mir wegen eines Holz-PC-Gehäuses deutlich weniger Gedanken machen. 😉
 
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HelpMeToo schrieb:
Habt ihr gute Ratschläge und Tipps für mich und andere? Auch dankbar für die, die mir davon abraten möchten.
Ich möchte das Gehäuse mit Holz machen.
Als Tischler mit Werkstatt hab ich so ziemlich jede Möglichkeit, trotzdem habe ich das für mich aus verschiedenen Gründen verworfen.
"Holz" kann erstmal alles und nichts sein. Dazu kommen wir noch.
Du solltest tief in dich gehen und genau überlegen was du möchtest.
Möchtest du das Gehäuse an vorhandene Möbel anpassen, oder was individuelles designen?
Soll das ganz aus Holz, oder Mainboardschlitten oder Teile aus Schlachtgehäuse nehmen?
Plattenwerkstoffe sind auch irgendwie Holz, gemeint ist aber oft genug Massiv. Dann musst du dich mit Schwund auseinandersetzen. Furnierarbeiten sind aufwändig und können wirklich kompliziert werden.
Eine Holzkiste kann man sich bedingt im Baumarkt zurechtschneiden lassen. Unter Vorbehalt.
Du wirst aber unter Umständen sehr grade sägen müssen (Formatsäge... eventuell Gehrungen), Fräsen müssen (Oberfräse mit Zubehör?...oder Stationär) Eine CNC ? Vernünftig bohren- Säulenbohrmaschine oder Reihenloch. usw usw Am Ende dann noch Oberfläche.

Was richtig schwierig werden kann: Kein Mainboardtray , diverse Schalter, USB und sonstige Öffnungen.
Wenn man sich nicht sowas zum aufschrauben besorgt. Der Schwund bei Massivholz radial über Strecken von Tiefe oder Höhe Gehäuse. Wo am Ende Hirnholz auf Längsholz tritt und Verbindungen.

Mit feinen Sägearbeiten, Stecheisen, Hobel und Bohrarbeiten hat man hunderte Genarationen an Tischler Azubis gequält. Das kann man mit YT getrost vergessen. Und immer im Kopf haben: Es werden hunderte Arbeitsschritte. Ungenauigkeiten verfolgen dich bis zum Ende.

Nochmals Oberfläche. Nimm ein Öl oder Mòbel Schnellack. Hochglänzende geschlossene Oberflächen kannst du ohne Profi Equipment nahezu vergessen. (Polyesterlack inklusive Politur oder Ballenmattierung)

Plane geschickt! Selbst eine Jaffakiste selber bauen wird teurer und aufwändiger, als man denkt.
 
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Heyhey, ich baue seit Jahren meine Gehäuse selbst und aus Holz. Mittlerweile habe ich vier Gehäuse gebaut, jedes besser als der Vorgänger, wobei das erste wirklich nicht gut war. Das dritte Bild aus dem Screenshot von @ruthi91 ist von mir.

An sich ist das kein Problem. Temperatur, Staub, etc. ist eher abhängig vom Konzept bzw. Aufbau, weniger vom Material. Die Wandstärke ist aber grundsätzlich dicker als ein vergleichbares Gehäuse aus Metall oder Kunststoff, das muss man mit einplanen.

Grundsätzliche Vorerfahrung im Holzhandwerk und mit den typischen Werkzeugen sind Voraussetzung. Man muss kein Profi sein, und man lernt viel im Prozess, aber es erleichtert einem viel.

Wenn du etwas lesen willst, ich habe über meine Projekte damals Buildlogs drüben im Forum der PCGH geschrieben:
Sie alle haben gemeinsam, dass ich sie in CAD genau vorgeplant hatte. Das war bei meinem allerersten Versuch von 2017 noch nicht so, entsprechend durchwachsen ist auch das Ergebnis gewesen. Zumindest die Dimensionen der Komponenten sollte man parat haben. Im ersten Buildlog habe ich verschiedene PDFs verlinkt, wo es um die Spezifikationen und Dimensionen von Mainboards und Erweiterungskarten sowie von Laufwerken geht.

Einfacher macht man es sich, wenn man den Mainboard-Tray samt Halterung für PCIe-Karten aus einem alten Gehäuse verwendet. Dann spart man sich den großen Teil der Detailarbeit, wie welches Teil zueinander platziert sein muss. Je kompakter es werden soll, und das war mir immer wichtig, desto hilfreicher ist allerdings eine Planung in CAD.

Beispielhaft meine Gehäuse 1 und 3:
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Danke Euch allen für eure Beiträge, das ist hilfreich.

Auf der Produkteseite des Mainboards steht, dass es verboten ist, irgendwelche Abstandshalter zwischen den Mainboard Schaltkreisen und dem Gehäuse zu plazieren.

Ich möchte ein Stück Gummischlauch als Abstandshalter nehmen.
Auch alle anderen Komponenten sollen an die Holzkonstruktion gebaut werden. Gummi Unterlagsscheiben oder so.

Ich habe noch nie einen PC selber zusammengebaut und will nichts kaputt machen.
Ist das ok?
 
Das mit den Abstandhaltern betrifft aber nur die Bereiche, in denen das Bohrschema des Mainboards keine Bohrungen aufweist. Dort wo die Bohrungen zu finden sind, dürfen selbstverständlich Abstandhalter angebracht werden. Diesen Hinweis geben die deshalb, weil die Gehäuse meist für mehrere Formfaktoren von Mainboards entsprechende Gewindebohrungen aufweisen, die mit Abstandhaltern bestückt werden können. Und ein Abstandhalter an der falschen Stelle führt dann eben gerne mal zu Kurzschlüssen.

Du kannst das PC-Gehäuse auch zunächst mit Tinkercad entwerfen, indem Du dort erst einen Dummy des Mainboards baust und das Gehäuse dann darum zimmerst. Das Platinenlayout der Mainboards mit den genauen Abmessungen, den Positionen der Bohrungen und der korrekten Position des IO Shields lässt sich anhand der Formfaktors des gewählten Mainboards im Internet finden.

Hier als Beispiel das Gehäuse für einenen Raspi mit entsprechendem Dummy:

1792565950367.png


Tinkercad bietet die Möglichkeit, ohne lange Einarbeitungszeit gute Ergebnisse erzielen zu können.
 
HelpMeToo schrieb:
Ich habe noch nie einen PC selber zusammengebaut und will nichts kaputt machen.
Ist das ok?
Besorg dir ein kaputtes ATX Board bei Kleinanzeigen (oder was du auch immer bauen möchtest? E-ATX/ ITX usw)
Dann bekommst du ein Gefühl beim Planen. Auch bezüglich ATX Blende (IO Shield)), GraKa usw.
Messing Abstandshalter - also anständige bekommt man bei "T" oder eBay. Dann hast du auch Schrauben dabei. Genau wie Schalter usw. Kann man teuer im Baumarkt kaufen....oder nach vernünftigen Tastern in Übersee Onlinemärkte suchen.
1000012498.jpg


1000012500.jpg
 
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HelpMeToo schrieb:
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  • Und würde für einen normalen guten Office PC nur CPU-Föhn und Netzteil Föhn genügen?
  • Wie ist es mit dem Staub?
  • Wie ist es mit dem Lärm? Holz ist ein Klangkörper, vielleicht mit Gummi Unterlagsscheiben am Holz fixieren.
Isolation Holz ist uninteressant - der Flow durch Gehäuse muss stimmen. Aber bei Office PC bist du mit allem im unteren Segment.
Ich würde gar kein Fòhn einbauen. Fòhn nennt man bestenfalls sehr, sehr laute Lüfter (NV 5800 Ultra Zeiten)
Offensichtlich willst du was kleines bauen. (iTX) Einfach mal über externes NT nachdenken. (PicoPSU)
Kein Fòhn, kein Staub. Viel Föhn, viel Staub.
Letzte Punkt: Kaum beweglichen Teile, ergibt wenig Sound. Ergo: Silent Fan = Silent fürs Ohr.
Die Pico PSU sind übrigens passiv....und eine APU unter 100 Watt (besser 50W) ist ja leicht zu bekommen.
 
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