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pyroxeno

Cadet 1st Year
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Nov. 2008
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14
Hallo Zusammen,

bei mir ist es an der Zeit für einen neuen Rechner. Der aktuelle ist knapp 4Jahre alt und für meine neuen Bedürfnisse nicht mehr zu gebrauchen.
Erstmal mein aktuelles System, das ihr wisst was zur Verfügung steht:
K23967h.jpg

Budget: maximal 2000€.

Was möchte ich mit der Machine anstellen:

1. Gaming (50%) ist auf jeden fall wichtig und das Setup sollte Power für ca. 4 Jahre mitbringen. Die Grafikkarte wird nach ca. 1.5-2 Jahre ersetzt.

2. Server (40%): Ich möchte ein leistungsfähiges SystemCenter 2012 R2 Labor für zu Hause. Das bedeutet folgende System werden laufen
- AD
- Komplette SystemCenter Familie: VirtualMachineManager, ConfigManager, OperationsManager, ServiceManager sowie Orchestrator und evtl AppManager.
- SQL Server(s) - je nach bedarf ein oder zwei
- Sharepoint/Datawarehouse
- iSCSI Target Server
- Mindestens zwei Hyper-V Server für Clustering

3. MediaServer (10%) an dem der TV hängt

Was ich mir dazu überlegt hatte:
Mein erster Gedanke wäre meinen aktuellen Rechner zum Server zu machen, eine extra netzwerkkarte ein zu bauen und darüber ein kleines NAS dran zu hängen.
ABER .... das Board supportet leider nur 16GB RAM und keine eSata :-(


Nun zu dem Teil bei dem ich eure Hilfe/Input sehr gut brauchen kann:
Ich bin nicht mehr auf dem aktuellen Stand was Desktop Hardware für den highendbereich angeht...

Grob umrissen meine Vorstellung:

1. HighTower gehäuse, Platz für 2x 125GB SSD + 3x 4TB
2. Mainboard mit Hardware Virtualisierungs Support, mindestens 32GB RAM (64 bevorzugt) sowie WOL und eSata 6G
3. 2x Gigabit Ethernet
4. Grafikkarte mit Support für 3 Monitore + TV


Ich bin sher gespannt was ihr mir empfehlen könnt.

Danke und Gruß
pyroxeno
 
Dein alten Rechner als Server zu betreiben ist doch nur sinnvoll, nachdem was du installieren willst sollten 16GB auch gut reichen. Denn nur die installierte Software braucht nicht so viel. Ohne, dass du genaue Lastfälle nennst die dagegen sprechen wäre ein trennen von Server und Desktop daher anzuraten!

Was deinen großen Rechner angeht:

1. Anstatt 2 Sata Platten nimm doch lieber eine Große. Jedwede Raidkonfiguration von SSDs bringt außer bei synthetischen Benchmarks keinen Mehrwert. Wobei sich diese Benchmarkergebnisse mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit erkauft werden. Wenn du einen Server betreibst wäre es auch fraglich 3x4TB an HDDs zu verbauen. Hast du doch die Chance den Server in ne Ecke zu stellen wo er nicht stört und so die GEräuschentwicklung der HDDs von deinem Desktoprechner auszulagern.

2. Offiziell gibt es kein eSata 6G, die Sata Spec nennt nur Sata I und Sata II. Zudem stirbt eSata langsam aus, da USB3 die "bessere" Alternative ist. Hardwarevirtualisierung ist ein Feature des Prozessors, Wozu brauchst du 32GB bzw. 64GB Ram? Im Ernst das ist bei dem was du beschreibst unnötig. Wenn bei dir wirklich Lastfälle zustande kommen die 64GB Ram benötigen solltest du dich ganz dringend fragen, ob du dir nicht einfach einen echten Server zulegen solltest, den du headless betreibst und eben nicht gleichzeitig als Desktop misbrauchst. 64GB würden aktuell zudem eh Boards erfordern, die registered Ram vertragen. Daher Boards mit Intel Serverchipsätzen (C22x Serie bei haswell)

3. 2x Gbit: Noch so ein Punkt wo es langsam aber sicher sinnvoll wäre Server und Desktop physisch zu trennen...

4. Kleinstes Problem


Also unterm Strich, es wäre nett zu wissen, wieso du genau der Meinung bist, dass du einen derart dicken Rechner/Server benötigst. Es klingt bisher so als hättest du nur den Willen dir etwas extrem Dickes hinzustellen, ohne wirklich Bedarf dafür zu haben. Denn im Ernst, auch wenn das ein paar Serverdienste sind, es ist nicht real anzunehemen, dass man so ein Ding in einem Privathaushalt auch nur um Ansatz auslasten kann. Daher es wäre sinnvoll zu schauen, ob man nicht den alten Rechner mit den lärmenden HDDs zu nem Server umerzieht und dann noch ein Gamingrechner für 1000-1500€ dazu stellt anstatt sich einen 3000€ Rechner/Server hinzustellen der bis zum Ende seiner Tage hauptsächlich unausgelastet vor sich hingammelt.
 
Danke für deine Antwort Piktogramm.

Wie kommst du darauf das 16GB locker reichen ohne das das Labor super langsam kriecht?

Wenn ich es durchrechne:
Host: Server 2012 R2, Hyper-V = 4Gb
VM1: AD = 1GB
VM2: VMM+SC = 2GB
VM3: OM+SM+Orchestrator = 2GB
VM4: SQL = 4GB
VM5: iScsi Target Server = 2Gb
VM6: Sharepoint/Datewarehouse/ISS = 3GB
VM7: Hyper-V1 = 4GB
VM8: Hyper-V2 = 4GB

= 24GB

Zugegeben ich könnte auch nochmal 6-7 GB RAM freischaufeln wenn ich die maschinen dünner auslegen, allerdings würde das alles deutlich zäher machen.

1. Meine Storage vorstellungen haben einen ganz speziellen grund: Speicher Tiering. Um Datenbank operationen mit aktiver live deduplizierung zu simulieren brauche ich effektiv drei performance Ebenen. SSD simuliert hier das fiberchannel SAN welches zur aktiven live deduplizierung verwendet wird (tier0). Die HDD Platten sind für Tier1 und Tier2 vorgesehen, einmal um direkt an die Hyper-V Server angebunden zu werden (Tier1) und einmal über den iSCSI Target Server (Tier2).
Das mit der Geräuschpegel ist kein Problem! Krachmacher haben ihren eigen Raum.

2. eSata für das exportieren und importieren von großen Testdatensätzen die ich aus der Arbeit habe. Die sind leider auf Platten die keine USB3.0 haben, dafür eSata.
Zum Thema warum ich soviel RAM brauche hab ich oben ja was geschrieben :-)

3. 2x Gbit könnte ich auch notfalls verzichten, wäre nur "nice to have" um evtl später noch ein NAS direkt an zu binden.


Grüße
 
Naja irgendwas ist komisch. Das was du beschreibst (wovon ich ehrlich gesagt nicht alles verstehe), brauchst du ein waschechten Server, der kritischen Anwendungsfällen bei halbwegs hoher Ausfürhungsgeschwingkeit standhält. Gleichzeitig willst du aber die Hälfte der Zeit auf der Kiste zocken (was man keinem kritischem System antut).

Was mich auch etwas verwundert, kann Hyper-V nicht sowas wie ne dynamische Zuweisung des Arbeitsspeichers für die Gastsysteme? Bei 8 VMs mit statischer Zuweisung (so klingt es gerade), Fällt ja doch ordentlich Verschnitt an. Hier wäre es vielleicht doch sinnvoll die kleinen Geschwindigkeitseinbußen dynamischer Speicherzuordnung in Kauf zu nehmen.


Naja Rezept für +32GB Ram:

Ein Servermainboard mit 2011er Sockel: http://www.heise.de/preisvergleich/...cols=2387&fcols=318&xf=644_Sockel-2011&sort=p

Mit eSata schaut es da aber richtig mau aus, 2x Gbit Lan ist aber kein Problem und 64GB Ram sind je nach Modell mit normalen Riegeln möglich, bis 256GB (und mehr) mit registered Modulen (etwas langsamer, aber manchmal zählt die Masse...)


RAM: Hier solltest du in die Kompatibilitätsliste von Hersteller schauen


Prozessor: Intel Xeon E5 oder E5 v2, hier beißt es sich aber langsam. Für Spiele wäre eine CPU gut, die schlicht durch einen hohen Takt überzeugen kann. ABER Jene Xeons E5 mit mehr as 2,5GHz kosten ordentlich Geld. Für deine Sammlung an VMs wären hingegen eine CPU sinnvoll, die möglichst viele Kerne hat, was auf Kosten des maximalen Taktes und des Preises geht. e-Sata wird aber glaub ich auch bei aktuellen 1150er Boards schwer.


SSDs: Da deine Anwendung so klingt als ob größere Datenmengen auch geschrieben werden sollen würde ich empfehlen Enterprise Modelle zu nehmen. Oder aber eine Lösung zu wählen, bei denen die SSDs abschmieren können, ohne dass es für dich kritsche Folgen hat.


Grafikkarte: Hier weiß ich nicht, wie sich Grafikkarten auf Server Boards verhalten. Für FullHD Auflösung reicht eine AMD R8 270(X) bei aktuellen Spielen um fast alle Details wiederzugeben. Alles was darüber hinausgeht ist für höhere Auflösungen als FullHD sinnvoll. Jedoch werden die Grafikkarten höhere Baureihen Energiehungrig und nur schwerlich leise kühlbar. Oftmals ist es schlauer den Neukauf von kleineren Graifkkarten einfach in kürzerer Folge in Kauf zu nehmen.
Bei Nvidia habe ich derzeit keinen Überblick.


Oder aber es wird ein ordinärer Daddelrechner mit Haswell CPU (Xeon E3 v3), 32GB Ram, nem mehr oder weniger X-Bliebigem Board und ner Grafikkarte. Wobei gut ausgelastete Serveranwendungen auf ner Daddelkiste laufen würden *schauder*, die bei Maximalausbau die Minimale Anforderung an deine Arbeitsspeicherwünsche erreicht.
 
hier mal ein vorschlag von mir:

Nanoxia Deep Silence 4
Sea Sonic SSP-450RT
Intel Xeon E3-1230 v3
Prolimatech Basic 48
Fujitsu D3222-B
Intel Gigabit CT Desktop Adapter
Crucial Ballistix Sport VLP
Intel SSD DC S3500 Series 240GB
Western Digital WD Red 4TB
Sapphire Radeon R9 270X Dual-X

bei bedarf liefere ich auch gerne noch eine erklärung warum ich genau komponente x oder komponente y in der zusammenstellung habe. bei der festplatte bzw. den festplatten bin ich mir allerdings nicht ganz so sicher ob diese den anforderungen entsprechen, ggf. sollten diese vielleicht durch schnellere ersetzt werden.
der spagat aus spiele pc und server ist nicht besonders leicht, ich denke aber einigermaßen gut gelungen.
zu beachten wäre noch das fujitsu soweit ich weis den xeon nicht offiziell unterstützt, normalerweise sollte es da aufgrund der ähnlichkeit zum i7 keine probleme geben. wenn du auf nummer sicher gehen willst wäre der etwas teurere i7-4770 oder i7-4770s eine überlegung wert.
wenn an dem pc sehr oft gespielt wird könnte man auch noch an einer grafikkarte im referenzdesign überlegen um die temperaturen im gehäuse möglichst niedrig zu halten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachtrag, in der aktuellen c't ist ein Beitrag zur i/o Virtualisierung. Quintessenz: Man muss sehr genau schauen, ob CPU, Mainboard und zum Gast durchzureichende Hardware auch wirklich mitmachen. Also am besten mal Wikis und Dokumentationen zu deiner VM-Lösung durchgehen. Dem Artikel war hauptsächlich zu entnehmen, dass es ansonsten reines Glücksspiel zu ungunsten des Spielers ist, ob VT-d bzw. das AMD Pendant so funktionieren wie sie sollten.
 
Hallo Nightfly09 und Piktogramm,

danke erstmal für eure Zeit und Hilfe.
Die Zusammenstellung von Nightfly sieht schon sehr interessant aus! Leider habe ich viel zu viel Arbeit um dieses kleine Project ordentlich vorran zu treiben.
Ich werde mich in 1-2 Wochen nochmal in Ruhe mit euren Ideen befassen und mich dann wieder zu Wort melden :-)

Danke und viele Grüße
 
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