HP Z240 Tower Workstation als preiswerter Gaming PC?

WinstonSmith101

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Ich konnte gestern für 50 € eine schöne, alte HP Z240 Tower Workstation in sehr gutem Zustand aus einem Unternehmen bekommen. Sie verfügt über eine Intel Core i5-6500 CPU, 32 GB (2 x 16 GB) DDR4-2666 RAM, eine Intel I210-T1 Netzwerkkarte und eine Nvidia Quadro K1200 4 GB Grafikkarte. SSD oder HDDs sind nicht vorhanden. Der Z240 verfügt über das originale 400 Watt Netzteil mit 1 x 6-Pin PCIe (80 Plus Platinum zertifiziert). Ich habe zunächst einmal alles gereinigt, also u.a. die Lüfter im Gehäuse, auf der CPU und im Netzteil, und ein BIOS-Update durchgeführt.

Mein Plan ist folgender:
  • Verkauf der Nvidia Quadro K1200 4 GB Grafikkarte (ist schon passiert, 35 € Verkaufserlös).
  • Verkauf der 2 x 16 GB DDR4-2666 RAM (ich rechne mit ca. 100 €).
  • Verkauf der Intel I210-T1 Netzwerkkarte (ich rechne mit 25 €).
  • Verkauf der Intel-Core i5-6500 CPU (rechne mit 10 €).
  • Kauf einer Intel Xeon E3-1270 v6 CPU (bereits erfolgt, 19 €, ein Core i7 7700K ist mir zu teuer).
  • Kauf von 2 x 8 GB ECC DDR4-2666 RAM (das sollte reichen, ich hätte gerne ECC, gebraucht)
  • Kauf einer gebrauchten Gaming Grafikkarte (nur welche?)
  • Einbau einer 256 bis 1024 GB M.2- oder SATA-SSD (habe noch einige im Schrank)
  • Möglichst nutzung des originalen 400 Watt 80 Plus Platinum zertifizierten Netzteiles
  • Installation von CachyOS
  • Nutzung als preiwerter Gaming PC

Warum ich das mache? Einfach aus Spaß an der Freude und weil ich das schöne System wieder zum Leben erwecken möchte. Es ist mir zu langweilig, das alles in Einzelteilen mit Gewinn weiterzuverkaufen. Und ich finde es unsympathisch, das System einfach so zu entsorgen. Vielleicht kann ich einem Kind eine Freude machen.

Wichtig ist mir, dass mit dem System bei 1080p/60Hz annehmbar gespielt werden kann. Ganz aktuelle und sehr fordernde Titel sind nicht unbedingt nötig. Was meint ihr, wäre eine gute und sinnvolle gebrauchte Grafikkarte? Unter CachyOS wäre eine AMD Karte für Spiele wohl zu bevorzugen, oder? Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich die Auswahl auf Karten mit einem 6-Pin Stromanschluss beschränken soll. Es gibt zwar theoretisch Adapter, aber das Netzteil zu überfordern, wäre nicht der richtige Weg.

Über das Budget bin ich mir selbst nicht im Klaren. Solange das Geld sinnvoll angelegt ist, bin ich dabei.

Haltet ihr das für sinnvoll?
 
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WinstonSmith101 schrieb:
Haltet ihr das für sinnvoll?
Nein, die (beiden) CPU ist schnarchlahm, ecc brauchst beim gaming erst recht nicht und mit 400w geht nicht viel in Sachen graka. Eine 5050/5060 oder ähnliches wird wahrscheinlich ganz gut ins originale System passen, aber bis auf Netzwerkkarte und quadro raus (+ Datenträger rein) hättet du nichts machen müssen.

Deine Optimierung (fernab graka) ist wie nen 1l Motor aufblasen.
 
WinstonSmith101 schrieb:
Haltet ihr das für sinnvoll?
Definitiv. Ich würde mir aber überlegen, ob der Workload wirklich ECC erfordert. Bei Spielen ist das schonmal nicht der Fall. Ich würde, in dem Fall, die verbauten 32 GB drinlassen.

Und dann eine GPU finden, die maximal so 150W braucht und ins Gehäuse passt, und fertig ist das Ding.

Diese Vorgehensweise ist seit einigen Jahren ein recht populärer Weg für Low Budget Gaming PCs.
 
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Ich würde da eine gebrauchte RX 570 8GB einbauen. Die gibt es auf Ebay zu vertretbaren Preisen. Mit 8GB VRAM ist sie noch ganz gut in Schuss für 1080p. Viel mehr GPU-Rechenleistung wird die CPU auch nicht verkraften denke ich. Die TDP ist mit 150W im Rahmen.
Zudem rennt die ältere Radeon-Karte mit CachyOS noch vergleichsweise gut und dank Raytracing Emulation laufen mit Linux auch Spiele wie Indiana Jones: Der große Kreis oder DOOM: The Dark Ages auf der Karte (die eigentlich kein Raytracing könnte).

Eine RX 5600 wäre vom Stromverbrauch her auch im Rennen, hätte aber 2GB VRAM weniger. Die RX 5700 würde mit 180W TDP das Netzteil etwas stark belasten, zudem recht teuer sein und eine RX 6600 wäre für den Prozessor zu viel des Guten und ebenfalls preislich zu hoch angesetzt denke ich.

Ältere Nvidia-Karten fliegen wegen mangelndem Treibersupport aus meiner Sicht raus.

Es fragt sich nur, welche Anschlüsse das Netzteil außer dem PCIe 6 Pin noch hat, weil man für diese Grafikkarte mindestens einen 8 Pin bräuchte. Ohne Adapter wird es also nicht gehen.
Das könnte eventuell schwierig werden.
 
Den RAM behalten... 32GB zu haben ist meist sinnvoll. Die CPU passt schonmal wenn sie auf dem Niveau des 7700k ist dann ist alles schick.

Als Grafikkarte würde ich eine RTX3060 12GB oder eine RTX4060Ti 16GB ins Auge fassen. Damit kannst Du so gut wie alles zocken. Beide liegen um die 150 Watt unter Last. Mit UV kann man das nochmals drücken. Ich hatte eine 3060 12GB (mit UV bei 130 Watt) und die aktuelle 4060Ti liegt unter Last mit UV bei 140 Watt.

Gruß
Holzinternet
 
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Den Ram zu verkaufen ist mehr als sinnlos wie @Holzinternet geschrieben hat.
Ich würde aber zu einer AMD KArte raten.
 
@AAS Ich würde bei der Grafikkarte zu Nvidia greifen. Diese verbrauchen in der Regel deutlich weniger Energie. Auch kann man dank DLSS hier weiter den Verbrauch reduzieren. Eine 7800XT ist deutlich Energiehunriger und das Netzteil im Build begrenzt hier die Auswahlmöglichkeit. Auch ist DLSS viel weiter verbreitet als FSR. Von der Qualität bis auf FSR4 ganz zu schweigen. Selbst mit einer RTX2060 hat man die Möglichkeit das aktuelle DLSS zu nutzen. Auch wenn Fähigkeiten fehlen.

Gruß
Holzinternet
 
Ich würde mit Linux auf jeden Fall nur wenn es überhaupt keine echte Alternative gibt zu Nvidia greifen, ansonsten auf jeden Fall zu AMD. Dazu laufen die Nvidia-Treiber mit Linux einfach nicht rund genug. Damit meine ich nicht nur FPS.
Zudem wurde der Support für Karten vor der RTX 2000-Serie bereits eingestellt, während bei AMD alle GCN und RDNA-Karten von den Mesa-Treibern unterstützt werden und ein Ende des Supports ist nicht in Sicht. Das wird auf Linux völlig anders gehandhabt, als auf Windows.
Ich denke, es ist bei Nvidia nur eine Frage der Zeit bis RTX 2000 auch eingestellt wird und deshalb halte ich eine AMD-Karte für eine deutlich zukunftssicherere Investition auf Linuxsystemen.
Update: Und unter 8GB würde ich auch für 1080p nicht mehr gehen.

Ich habe nochmal geschaut, eine RX 6600 hätte 10 TFLOPS, also sollte sie für den Prozessor doch nicht so überdimensioniert sein. Leider muss man über 100€ dafür zahlen. Und ob man das bei dem Rechner investieren will, muss man selbst entscheiden.
Man könnte zumindest INT8-FSR4 benutzen. Angeblich sieht das ganz OK aus. Aber wenn man in einer niedrigeren Auflösung rendert, geht natürlich automatisch der Prozessor leichter in die Knie. Ob sich also Upscaling überhaupt lohnt, oder ob der Prozessor dann limitiert, ist die andere Frage.
Den Prozessor sehe ich tatsächlich als Haupt-Bottleneck an.

Was das ECC betrifft: ECC schadet nie, bewahrt einen aber vor ärgerlichen Bugs die man nicht debuggen kann, weil man keine Fehlermeldung bekommt. Mit ECC bekommt man Fehlermeldungen, wenn der RAM stirbt.

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https://www.pcgameshardware.de/Linu...Grafikkarten-in-Spielen-vs-Winodws-1487614/3/
 
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Mein Plan war, die 32 GB zu verkaufen, da es dafür im Moment viel Geld gibt und 16 GB RAM für die meisten Spiele ausreichen. Der Wunsch nach ECC-RAM kommt daher, dass der Xeon diesen unterstützt und ECC-RAM gebraucht eher nicht viel teurer als normaler RAM ist. ECC-RAM sollte auch nicht schaden. Für Gaming ist er allerdings nicht unbedingt nötig. Selbstverständlich warte ich auf ein günstiges Angebot. Die preisliche Differenz zwischen den 16-32 GB RAM kann ich besser in die Grafikkarte stecken, so meine Annahme.
 
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