Huawei FTTR "System" ab sofort in DE verfügbar

Ich weiß 😉
Ich beginne jetzt nicht aufzuzählen, weshalb, wieso und wo doch lieber auf inhouse Verglasung gesetzt wird.
Aber ja, ihr habt alle Recht. LAN ist 🥇und ein FTTR System 💩
 
Brainorg schrieb:
Ich finde die Idee bzw. umsetzung, alle AP´s via Single Mode Faser anzusteuern sehr reizvoll.
Seh ich auch so. Ist ne prima Quick&Dirty Methode.

Aber leider ist die Informationslage reichlich unklar. Ob die APs (die Sub's) wirklich ein Heimnetzwerk bilden und welche Datenrate zuverlässig erreicht wird ist nirgendwo beschrieben oder getestet, auch bei Herrn Karcher nicht.

Die Frage ist - gehen auch Transfers von AP zu AP oder nur in Richtung Internet. Und mit welcher Datenrate. Bei den einrfachen Geräten ohne + scheint die Übertragungsrate auf der wohnungsinternen Glasfaser 2.5G/1.25G zu sein. (Wie bei GPON)

Bei der + Variante wird von XGSPON gemunkelt, fragt sich nur wo und ob wirklich. Die Ethternet Buchse bleiben aber bei 1GbE und 2.5GbE soweit man den Produktfotos trauen kann. Man sieht ja nur die Schrift, nicht die Buchse.

Also ob das wirklich Ersatz für eine Wohnungsnetzwerkverkabelung mit 1GbE oder 2.5GbE ist bleibt die Frage. Für 10GbE ganz sicher noch nicht. Könnte aber kommen - geredet wird ja von verlegte Glasfaser tauglich bis 200G.
Ergänzung ()

Gohst schrieb:
Das Kabel ist interessant, die restliche Hardware dazu eher nicht.
Weiss jemand ob es Medien-Converter geben wird auf RJ45 ?

Oder ob normales Multi/Single Mode Fiber in den üblichen Wellenlängen auf diesem Kabel ginge?


EDIT: alles klar, Single Mode Faser mit SC/APC Stecker - ganz normaler Standard
Die Produktfotos und Beschreibung sind ne echte Seuche - wie aus dem Bastlerladen oder von Amazon, 3/4 der Produkteigenschaften bleiben im Bereich des Ratespiels.

Aber die AP's "Sub's" scheinen wie das Hauptgerät jeweils eine 1 GbE und eine 2.5GbE Buchse zu enthalten, nicht nur WIFI. Medienkonverter inbegriffen. In den Produktfotos sieht man nur die Schrift "2.5GE" .. nicht die Buchse. Beschrieben sind sie nicht.

Also ob die ein normales Netzwerk mit Datenübertragung von APx and APy aufspannen oder nur den isolierten Kontakt zum Internet herstellen bleibt unklar. Ist auch in dem Karcher Video nicht getestet. Da gibt's nur WIFI Tests ins Internet.

Auch die Datenrate bleibt unklar. Angesichts von offenbar 2.5/1.25G auf der FTTR Leitung wird's wohl bei der kleinen Gerätevariante (ohne +) wohl bestenfalls das 1G sein können .. Außer vielleicht möglicherweise bei den + Geräte die ja vielleicht möglichweise XGSPON Datenraten extern oder vielleicht auch intern unterstützen.

PS
meinst du mit "single mode" wirklich single mode oder eher "bidirektional"? Sprich nur eine (Klebe-)Faser (und nur 1 Stecker) statt des üblichen Paares? (Verwendet wirklich noch jemand multi mode Fasern? Außer vielleicht bei SPDIF..)
 
Zuletzt bearbeitet:
@senf.dazu Mit Single-Mode ist 9/125um Fiber für die entsprechenden Wellenlängen gemeint. Der rest (Duplex/Simplex) hat damit nix zu tun.

Das System von Huawei ist natürlich 1 Faser - also Simplex und benötigt BiDi Transceiver.
 
Kein Bock auf nen Vendor Lock-in inhouse Pon.
Dann lieber etwas mehr aufwand uns ein geswitches Bidi Netz.
 
@Holzkopf

Ach die übrigen Anbieter werden schon nachziehen. Durchaus auch mit der gleichen Art der Verkabelung.

Das optische FTTR Netz könnte ja grundsätzlich auch deutlich höhere Bitraten als 1G und 2.5G. Von bis zu 200G hat wohl Huawei gesprochen. Neuen Gerätesatz an die einmal verlegte Glasfaser stöpseln reicht.

Vorausgesetzt das die Huawei Komponenten auf dem "FTTR" Netz (zwischen Hauptgerät und APs) wirklich ein echtes Netzwerk implementiert haben - das ist noch unklar. (Mit bei den Huawei Standardkomponenten dann wohl maximaler Datenrate gutes 1G - die wohl verwendeten GPON Transceiver limitieren auf down 2.5G und up 1.25G => nur 1.25G für 1 gleichzeitige Verbindung garantierbar).

Aber ein Billig-Heimnetzwerk auf Basis von erst GPON, dann XGSPON, dann 25GPON dann 50 GPON dann 100GPON .. Transceivern da ist es schwierig gegen anzustinken weil die elektrooptischen Transceiver halt Massenware sind und so gnadenlos preiswert sein können.

Außerdem treibt man nicht den Aufwand von nur P2P Verbindungen und dicken Switches die mehrere P2P Verbindungen gleichzeitig könnten, sondern es gibt quasi nur einen P2MP-"Bus" bzw. faktisch einen Hub. Der aber technisch bereits direkt in Router und den APs eingebaut ist. Die theoretische Einschränkung der Peak Datenrate durch P2MP statt NxP2P ist für normale Haushalte wohl ohne Bedeutung. Verspricht also auch künftige z.B. 10GbE APs deutlich preiswerter als normale professionelle 10GbE Netzwerktechnik zu liefern. Oder eben gleich USB4 networking mit mehr als 10G an den APs.

Das Einzige was dagegen anstinken könnte wären optische Transceiver Stückzahlen die noch größer sind als das bislang 1 pro Haushalt PON. Also vielleicht irgendwann in Zukunft USB5 mit dann USB-D mit optischer Datenübertragung? (Weil: jeder Haushalt hat viele USB Ports .. eins oder mehrere an jedem Gerät.. irgendwann dann alle optisch .. passive optische Kabel sind einfach billiger als aufwendige Kupferkabel für hohe Datenraten)
 
Zuletzt bearbeitet:
senf.dazu schrieb:
Aber ein Billig-Heimnetzwerk auf Basis von erst GPON, dann XGSPON, dann 25GPON dann 50 GPON dann 100GPON .. Transceivern da ist es schwierig gegen anzustinken weil die elektrooptischen Transceiver halt Massenware sind und so gnadenlos preiswert sein können.
Find ich halt nicht sonderlich endkundenfreundlich. Für mich als Gf-Monteur sind die Kabel am interesantesten, aber die sind ja preislich auch nicht ohne.
senf.dazu schrieb:
Außerdem treibt man nicht den Aufwand von nur P2P Verbindungen und dicken Switches die mehrere P2P Verbindungen gleichzeitig könnten, sondern es gibt quasi nur einen P2MP-"Bus" bzw. faktisch einen Hub.
Andererseits muss man damit ja trotzdem eine PtP-Verkabelung aufbauen, aber mit dem Splitter anstelle von aktiver Technik in der Mitte. In jedes Zimmer einen Splitter bauen, der ein bisschen Signal für das Gerät im Raum auskoppelt, wäre zwar technisch auch machbar, aber aktuell halt selbst für Netzbetreiber eine Sonderlösung.
senf.dazu schrieb:
Der aber technisch bereits direkt in Router und den APs eingebaut ist.
Mittels SFP könnte man hier auch die weite Welt der "normalen" (oder eher professionellen) Geräte erschließen. Aber klar, ein AP + bspw. das Zyxel-SFP als GPON-ONT von der Telekom ist preislich schon sehr unattraktiv.
senf.dazu schrieb:
Also vielleicht irgendwann in Zukunft USB5 mit dann USB-D mit optischer Datenübertragung? (Weil: jeder Haushalt hat viele USB Ports .. eins oder mehrere an jedem Gerät.. irgendwann dann alle optisch .. passive optische Kabel sind einfach billiger als aufwendige Kupferkabel für hohe Datenraten)
Damit würdest du dir hat den Nachteil der fehlenden Stromversorgung holen. Optische Ports an PC oder so sind ja schon heute mit SFP machbar.
Holzkopf schrieb:
Kein Bock auf nen Vendor Lock-in inhouse Pon.
GPON ist ja netterweise ein Standard, wenn auch mit variablen Parametern, wie die ISP zeigen.
 
rezzler schrieb:
Damit würdest du dir hat den Nachteil der fehlenden Stromversorgung holen. Optische Ports an PC oder so sind ja schon heute mit SFP machbar.

Es gibt ja heute schon das aller(?)erste 3m und 4.5m USB4 Kabel mit optischen Mikrotranceivern in den Steckerchen und Glasfaser für die Daten. Und trotzdem der üblichen USB4 Power Over bis zu 240W - von OWC. Sprich Kabel die beides - Glasfaser und Kupfer enthalten.

https://www.cyberport.de/pc-und-zub...poCR1zahyNEAQYASABEgKFsPD_BwE&prodid=4B20-008

Und USB(5ff) wird wohl kaum in Zukunft Patchkabel ohne Power Over realisieren - das gehört einfach dazu. Wie das bei Verlegekabeln aussieht ist ne andere Frage. Bei Kabeln und Dosen die für UP Montage gedacht sind hat man die Wahl - bei Quick&Dirty Klebeglasfaser die trotzdem fast unsichtbar ist dagegen ..

Allerdings sprich für die Wohnungsverkabelung einiges dafür das da in Zukunft in jeder Wohnungsecke ein optisches USB Kabel mit ordentlich Power Over sitzt. Um z.B. die Lautsprecherbox oder einen Monitor/TV anzustöpseln. Und die Energieversorgung gleich über den einen solchen optoelektrischen USB Stecker zu machen (240W eben) statt noch eine Steckdose daneben zu belegen. Mit Kupfer allein geht das nicht mehr - weil die USB Datenraten die Cu-Datenkabel kurz machen. Der Leistungsverbrauch für Elektrogeräte im Haushalt geht aber eher zurück. Selbst für die Beleuchtung an der Decke reicht ein 240W Anschluß inzwischen selbst für einen Kronleuchter. Da kann man dann auch gleich den AP hineinbauen - der hat dann gute Sicht auf alles im Zimmer. Was für Funk im zig Ghz Band von Vorteil sein soll ..
Ergänzung ()

rezzler schrieb:
Find ich halt nicht sonderlich endkundenfreundlich. Für mich als Gf-Monteur sind die Kabel am interesantesten, aber die sind ja preislich auch nicht ohne.
Kosten um Kabel und Dosen (im Bestandsbau nachträglich) unter Putz zu legen sind aber auch nicht gerade preiswert ..

Und das sich Hauseigentümer oder Mieter auf Kabelkanäle einlassen wenn der Weg die dann doch irgendwann unter Putz zu kriegen, wobei die finanziellen Lasten von vornherein klar zwischen Provider, Eigentümer und Mieter geklärt sind, und der Provider der den Kabelkanal sein eigen nennt kein Vetorecht (Telekom: gesagt: "is meine Leitung auf wenn in deinem Haus - darf keiner dran" gedacht: so kann ich auch die lästige Konkurrenz im Haus besser blocken) hat, ist doch arg unwahrscheinlich.
Ergänzung ()

rezzler schrieb:
Mittels SFP könnte man hier auch die weite Welt der "normalen" (oder eher professionellen) Geräte erschließen. Aber klar, ein AP + bspw. das Zyxel-SFP als GPON-ONT von der Telekom ist preislich schon sehr unattraktiv.
Wie gesagt - wenn du den SFP Weg gehst und mehr als 1..2G im Sinn hast - also z.B. 10G oder mehr (für dein Haushaltsnetzwerk, nicht unbedingt, aber auch, den Internetzugang - dann brauchst du in der Regel auch zusätzlich noch lärmende teure Switches oder mindestens Medienkonverter an der Stelle der Huawei APs. Die aber genau das Gleiche tun - und den Transceiver vom SFP Modul und den Medienkonverter Consumerfreundlich quasi gleich mit eingebaut haben.

Und - die SFP Lösung reicht bislang bestenfalls bis 10G - mit einem RJ45 10GbE im Medienkonverter/Switch. Darüber fängt dann die QSFP Welt für die Verbindung zum Computer an .. (Ist schwierig weil die Karten eher mehrere PCIe Lanes brauchen und deshalb in vielen Heimcomputern erst gar keinen Platz finden - bei meinen mac-mini's schon gar nicht.

Alternativ vielleicht ein künftiger Huawei AP mit USB4 statt 1GbE oder 2.5GbE? 20G, 40G, 80G stehen bei USB4 networking bereits zur Wahl. (Wenn auch die OS Unterstützung dafür sicherlich noch ausbaufähig ist). Übrigens USB4 Ports haben die mac-mini's heute schon - und viele weitere Computer ebenso.

Aber das eine wie das andere ist Zukunftsmusik. Man kann sicher heut schon was mit SFP Technik in Richtung 10G machen - aber das wird wohl ne homöopathische Dosis von Haushalten bleiben.

Ein Massengeschäft mit XGSPON und hausinternem 10G (oder mehr) Netz könnten die Provider aber eher mit etwas wie der Huawei Lösung lostreten. Auch wenn es die Huawei Komponenten für 10G extern und 10G(+) internes Wohnungnetz wohl noch nicht gibt.
 
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