Ich betrachte den Preis mal aus meiner Sicht, die aber aktuell sicherlich ähnlich auch auf viele andere zutrifft:
Familie, 2 Kinder, mögliche E-Prämie 4000€, über 3 Jahre 40000km Fahrleistung, aktuell Verbrenner, Lademöglichkeit zuhause
Angenommene Werte, bewusst nicht schöngerechnet:
Spritpreis 2€, Strompreis zuhause 0,35€, Verbrauch Verbrenner 6l/100km, Verbrauch E-Auto 20kWh/100km
Gehen wir jetzt mal ganz bewusst all in mit der Launch-Edition Style.
Leasingkosten über 3 Jahre:
36x 314€ (Leasingrate bei den benötigten 15tkm Fahrleistung) + Überführung von 1200€ = ca. 12500€
Was kann man jetzt alles runterrechnen?
E-Prämie = 4000€
THG-Quote (4x möglich 2026-2029) = 1000€
Betriebskosten-Ersparnis = 400x6x2€ - 400x20x0,35€ = 4800€ - 2800€ = 2000€
Den ID.Polo zu fahren würde also, im Vergleich dazu den Verbrenner weiter zu fahren, über die 3 Jahre
12500€ - 4000€ - 1000€ -2000€ = 5500€
kosten.
Das sind ca. 1830€ pro Jahr oder 152€ pro Monat.
Und dabei ist noch nicht eingerechnet, dass beim Vergleich der Summe für Versicherung, Steuer, Servicekosten etc. auch noch ein kleines Plus herausspringen könnte.
Die Kosten muss man jetzt im Vergleich dazu sehen, was mich der existierende Verbrenner über die 3 Jahre kosten würde, das wäre nämlich mindestens dessen Wertverlust.
Und mal ganz ehrlich – ein Verbrenner, der mit nem jährlichen Wertverlust in ähnlicher Höhe hinkommt, müsste schon was aus einer Fahrzeugklasse sein, die sehr weit unter dem vollausgestatten ID.Polo liegt… Nehmen wir doch mal einen Verbrenner-Polo, der ja absolut als massentaugliches Volksauto gilt, in niedriger Ausstattung – der kostet dann sagen wir mal 20000€. Da bin ich wahrscheinlich nicht bei einem niedrigeren jährlichen Wertverlust, selbst wenn man es auf einen längeren (günstigeren Zeitraum) rechnet.
Die Rechnung funktioniert natürlich auch für andere Elektroautos, aber ich finde, nur weil bei einem E-Auto ein Listenpreis von 30000-40000€ dransteht, heißt das doch nicht, dass es deshalb nicht ein Volksauto sein kann.
Und selbst, wenn man die E-Prämie mal weglassen würde (die muss ja nicht immer existieren) würde die Rechnung ggf. immer noch ergeben, dass ein E-Auto (dann aber bitte auch verglichen mit einem gleichwertigen Auto und nicht nackiger Verbrenner gegen vollausgestatteten Stromer) nicht wirklich teurer als der vergleichbare Verbrenner ist – die Kosten für ein Auto sind schließlich nicht nur ein Listenpreis.