News Instagram-Chef: Frust und Wut über KI werden weiter zunehmen

@hardwärevreag wenn ich die Maschinenbau Stellen ansehe auf LinkedIn, sind nach ein paar Stunden schon mehrere Dutzend Bewerber vorhanden. Allgemein sind die Stellen hier weniger geworden. Suche in Mitteldeutschland.

Ich denke auch der Sozialbereich und die Verwaltung haben sich von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt und werden nicht mehr lange bezahlbar sein.
 
Gandalf2210 schrieb:
Was uns alleine schon an kosten erspart geblieben wäre hätten die amis kein Geld für Krieg im Osten...
Deine AFD gesteuerte Pro Russland Propaganda gehört hier nicht hin.
 
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@hardwärevreag
Ich verstehe viel vom dem was du sagst. Vor allem, dass man, wenn man aus sehr bescheidenen Verhältnissen kommt, irgendwann frustriert ist, wie langsam der soziale Aufstieg ist und man in 1 Generation ohne Erbe wirklich echte Schwierigkeiten hat irgendwas aufzubauen. Selbst mit Bildung und akademischen Abschlüssen etc. muss man akzeptieren, dass der Kumpel der bis 35 nur rumpfuscht und dann Kapitalerzeugend erbt (kann vom Betrieb bis zu Vermietimmobilien alles sein) so dasteht, wie man es selbst auch in 50 Jahren strampeln nicht erreichen wird.

Das hat aber mit KI nix zu tun, das ist die Folge eines Regelwesens, das die Reichen bevorzugt und das seit WW2 sukteessive immer stärker zum Vorteil der Besitzendenumgebaut wurde. Nur wird KI daran nichts verbessern, eher im Gegenteil. Den Menschen geht es dann am besten, wenn der Wohlstand möglichst gleich verteilt wird. Und wir nähern uns da eher wieder einer Feudalgesellschaft, mit ein paar wenigen, die alles besitzen und einer großen Masse, die von denen alles mieten muss.

Da KI ein weiteres System ist, das wir monatlich mieten sollen von ein paar wenigen, die es besitzen, wird das hier beschleunigend wirken.

PS: die einzige Einschätzung, die ich nicht teile ist, dass Schule und Lehrer so schlecht wegkommen. Die Vorstellung, dass kids von alleine mit der KI lernen halte ich für Fantasie. Wissen ist schon lange für alle kostenlos verfügbar, die es haben wollen, aber ohne Lehrer findet man da schlecht hin.
 
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@hardwärevreag
Also den Fachkräftemangel gibt es schon. Bei uns dauert es Monate, manchmal Jahre, bis wir qualifiziertes Personal finden. Wir sind im Cloud-/AWS-Umfeld unterwegs und brauchen T-shaped Entwickler, die DevSecOps wirklich verinnerlicht haben. Also nicht nur Code schreiben und über den Zaun werfen, sondern auch Pipelines, Infrastruktur als Code, Betrieb und Security im Blick haben.
Was der Markt gerade braucht und was die Bewerber mitbringen, sind einfach zwei paar Schuhe. Reine Programmierer werden es gerade schwer haben, man muss schon multidisziplinär sein.

Reinen Code runterschreiben kann die KI mittlerweile ziemlich gut, genau das macht reine Programmierer gerade austauschbarer. Anders sieht es aus mit Architektur, Sicherheit, Betrieb und die Verantwortung dafür, dass das Ding in der Cloud auch sauber und sicher läuft. Wer das kann und KI als Werkzeug nutzt, ist produktiver denn je.
 
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OldboyX schrieb:
@hardwärevreag
PS: die einzige Einschätzung, die ich nicht teile ist, dass Schule und Lehrer so schlecht wegkommen. Die Vorstellung, dass kids von alleine mit der KI lernen halte ich für Fantasie. Wissen ist schon lange für alle kostenlos verfügbar, die es haben wollen, aber ohne Lehrer findet man da schlecht hin.

Ich sage nicht, dass die Kids alleine gut lernen. Ich meine nur: Der volkswirtschaftliche Nutzen geht gegen 0. Früher brauchte es Bildung, um kompetent zu agieren. Heute: Frag halt ChatGPT. Mag sein, dass das Ergebnis nicht immer ganz richtig ist - aber das war es beim Menschen ja auch nie. Für die meisten Menschen in den meisten Situationen reichts.

@SheepShaver : Educate me. Was braucht ihr denn? Ich habe bei der Swisscom in Cloud / AI Umfeld geschafft. Ich betreibe als Hobby mehrere k8s Cluster. Sogar meshed. Ich habe meine eigene Forge und CI / CD weil Github mich geflaggt hat, weil ich dank AI zu produktiv war im Code schreiben. Also ... was sehe ich nicht, was du siehst? Bei mir in der Region bewerben sich Hunderte als Cloud Engineer / AI Engineer usw.
 
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Den enormen Energie und Ressourcen verbrauch sieht man offenbar weniger kritisch. Die Bugs hätte man früher oder später immer gefunden. Daher kann ich die Kritik nicht nachvollziehen. Ich glaube nicht das die Situation so bleiben wird. Neue Software hat bald wahrscheinlich weniger Bugs und es wird wieder schwieriger.
 
Es ist doch bloß mal wieder eine industrielle Revolution, in der wir uns gerade befinden. Sie wird das Leben verändern, sie wird alte Berufe durch neue Berufe ersetzen, sie wird das Leben angenehmer machen und sie wird genauso Bestandteil des täglichen Lebens werden, wie alle anderen technischen Revolutionen zuvor.

Sowas habe ich bereits einmal mitgemacht, bei der Einführung der Computertechnologie in den 1980er Jahren. Seinerzeit phantasierten auch einige vom Untergang des Abendlandes und von Millionen von Arbeitslosen und von Zuständen wie Mitte der 1920er Jahre. Was trat davon ein? Nichts. Ganz im Gegenteil. Nach der Zeit des Umbruchs setzte die Zeit der Gewöhnung ein, die Zeit des sich-arrangierens-mit-der-neuen-Zeit und schließlich wurde das, was der Umbruch hervorgebracht hatte, zum Alltag, den man nicht mehr missen wollte.

Also bin ich mal ganz entspannt und warte darauf, was mir, was uns die Zukunft bringen wird.
 
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Katzenjoghurt schrieb:
Langfristig dann: Das bedingungslose Grundeinkommen, von dem selbst Musk redet.
Er spricht sogar von einem "Universal high income"

Er glaubt da aber selbst nicht dran und will nur die Massen beruhigen.
SuperHeinz schrieb:
Sowas habe ich bereits einmal mitgemacht, bei der Einführung der Computertechnologie in den 1980er Jahren. Seinerzeit phantasierten auch einige vom Untergang des Abendlandes und von Millionen von Arbeitslosen und von Zuständen wie Mitte der 1920er Jahre
Und welche Jobs konnte der Computer damals komplett ersetzen?
Soweit ich weiß tatsächlich nur den der "Human Computer", zb der Frauen, die damals die Flugbahnen der Gemini Missionen berechnet haben.

Heute steht quasi jeder white collar job auf der Kippe.
 
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bluephoenix1008 schrieb:
außer dass der Mensch immer weniger sein eigenes Gehirn benutzt wird müssen.
Bisher hab ich mit KI-Arbeit bei der Arbeit das Gegenteil. Früher konnte man nach einer anstrengenden Design-Phase erstmal tagelang gemütlich den Kram runterprogrammieren. Jetzt kommt gleich das nächste, weil die KI den entspannten Teil macht.
 
@hardwärevreag Ich beziehe mich auf den Großraum München. Firmen, die nicht die Gehälter von Big-Tech zahlen können, haben es hier außerordentlich schwer, Stellen zu besetzen.
 
Saint81 schrieb:
War ohne KI schon schwierig genug, aber jetzt? Ich beneide niemanden der das aktuell durchmachen muss.
Es fangt ja schon bei der Bewerbung an. Da ist mittlerweile auch schon das meiste KI generiert. Aus meinem Umfeld ist zu hören, dass die KI derzeit die Arbeitsmenge erhöht. Wo früher eine Bewerbung 1-2 Seiten hatte, hat sie halt nun 43 oder so.
Um dass erfassen zu können, benötigt man halt wieder ki. Es ist also (zumindest derzeit) eine Nullsummenrechnung.
 
"KI" kostet unendlich viel Geld, bringt objektiv keine Produktivität, kostet trotzdem Jobs, macht Einsteiger Jobs unmöglich, verschlechtert die Bildung und das logische Denken, verschlechtert die Energie-Preise massiv, verschlechtert die Preise von aller Art von Computer beinhaltender Hardware, wird für Total-Überwachung verwendet, zersetzt die Gesellschaft durch super einfache Fakes und bereichert eine immer kleiner werdende Kaste an Multi-Mrd. Konzernen.

Kann ja keiner kommen sehen, dass sowas unbeliebt sein wird :rolleyes:
Den meisten anderen Umfragen dazu sieht es oft sogar noch schlechter aus und interessanter Weise ist dass auch überraschender Weise über das politische Spektrum relativ gleich verteilt. Der Rückhalt für "KI" ist also am Ende wie man schon bei den Sales von "KI" Produkten sehen kann eigentlich nicht in der Bevölkerung gegeben. Nur Manager sind da weiter dran weil sie massiv von FOMO und Sunk-Cost-Fallacy betroffen sind.
Am Ende wird das Platzen der Blase aber die Stimmung nicht verbessern, weil die zahlenden Menschen wieder mal Otto-Normal sein wird, nicht die Mrd. Konzern Manager Kaste die sich hier bereichert...
 
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hardwärevreag schrieb:
Es braucht keine akademisch orientierten Lehrer mehr. Denn das, was diese bestenfalls in den Köpfen der Schutzbefohlenen erzeugen, ist komplett wertlos. Jede halbwegs anständige KI kann den intellektuelln (!) Wissens- und Fähigkeitsstand eines 18-Jährigen abdecken. Schulen (wie Gymnasium, nicht Lehre) sind daher eine antiquierte Fehlproduktion.
Du hast die Aufgaben eines Lehrers fehlinterpretiert. Vertrauen, Motivation, Ansporn kannst du nicht durch eine nicht physische Exzellenz ersetzen. Und da hilft dir auch keine mustergesteuerte Erkennung von Mimik und Gestik der Schüler. Allein das Bewusstsein, dass der Schüler hier mit einer digitalen Plattform kommuniziert, reicht schon aus, um keine zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen zu können. Denn wie der Name schon sagt, benötigt dies Menschen. Die KI steht auch nicht zur Abschlussfeier da, hält die Rede, überreicht Blumensträuße und führt anekdotische Gespräche mit deinen Eltern.
 
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Deswegen meine ich ja "akademisch orinetiert". Das andere ist halt Kidsdompteur / Ersatzeltern, seitdem Frauen diese Rolle nicht mehr ausfüllen. Btw: Meine Eltern waren auch nicht zur Abschlussfeier da. Ich kenne sowas nicht. Ich glaube auch nicht, dass die Allgemeinheit für so einen Bullshit in Zeiten knapper Kassen Geld ausgeben sollte.

Wir befinden uns im (totalen) Wirtschaftskrieg mit China & USA und es geht um die Existenz Europas, insbesondere auch Deutschlands. Glaube nicht, dass da Blumensträusse hilfreich sind.

SheepShaver schrieb:
@hardwärevreag Ich beziehe mich auf den Großraum München. Firmen, die nicht die Gehälter von Big-Tech zahlen können, haben es hier außerordentlich schwer, Stellen zu besetzen.
Ich suche zwar nicht in München, aber darf ich dich anschreiben? Ich würde gerne mehr lernen.
 
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@SuperHeinz
Aus der Tatsache, dass die letzte Transformation bewältigt wurde, lässt sich nicht ableiten, dass die nächste ebenso verlaufen wird.

Frühere industrielle Revolutionen haben die menschliche Arbeitskraft ersetzt, indem sie Menschen produktiver machten. Die KI-Revolution könnte Menschen ersetzen, indem sie ihre Produktivität überflüssig macht.
Hinzu kommt, dass KI skalierbar ist. Ein Unternehmen kann seine Wertschöpfung vervielfachen, ohne seine Belegschaft entsprechend zu vergrößern. Es entstehen also nicht automatisch so viele neue Arbeitsplätze, wie alte wegfallen - Und Produktivitätsgewinne können bei Kapitalgebern konzentriert werden, während die breite Bevölkerung Kaufkraft und Verhandlungsmacht verliert.

Die langfristigen Folgen sind völlig offen.
 
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hardwärevreag schrieb:
Wen interessieren irgendwelche Armen. In den USA haben die noch nichtmal ne Krankenversicherung. Dem grossen Teil der Welt geht es noch Beschissener. Viele Menschen sind überflüssig und jeder muss darum kämpfen nicht auch in die Unterschicht abzurutschen. Es gibt keine Sicherheit.
Wenn die USA Dein Vorbildstaat, dann pfiat di, wie gut, dass nicht alle so denken.
 
SheepShaver schrieb:
Ich beziehe mich auf den Großraum München. Firmen, die nicht die Gehälter von Big-Tech zahlen können, haben es hier außerordentlich schwer, Stellen zu besetzen.
Bei den Gehältern dann auch kein Wunder. Aus Big Tech wieder rauszugehen, ist finanziell sehr unbequem. Vor allem, wenn man trotzdem noch in München (oder z. B. Berlin) leben muss.
 
Mir egal, wenn die IT dann irgendwann nur noch AI verseucht ist, dann such ich mir nen anderen Job. Werd ich halt Gaertner oder sowas. Sobald das Haus abbezahlt ist, koennen andere Hamster im Rad um ihr Leben laufen.
 
@w1ldr3dx Erst unterstellst du mir, ich sei mit goldenem Löffel geboren worden, dann sowas. Aber es sollte dir aufgefallen sein, dass wir eine Aussenstelle der USA im Moment sind. Wir tanzen nach der Musik, die woanders gemacht wird. Rheinischer Kapitalismus ist daher zunehmend out. Blackrock-Merz in.

@1776: Die Rente ist sicher. Aber nicht, was du dir davon kaufen kannst. Viel Spass beim Gärtnern dann. Machen die in Subsaharaafrika ja auch. Nennt sich Subsistenzwirtschaft.
 
Alphanerd schrieb:
Und welche Jobs konnte der Computer damals komplett ersetzen?
Die Arbeit in den großen Schreibbüros wurde überflüssig. Die ganzen neuen Tätigkeiten, die neu hinzukamen, verdrängten mit der Zeit angestammte Tätigkeiten und das mit einer weitaus geringeren Zahl von Mitarbeitern.

Kenne das von unserer Firma von der bundesweitem Bestellung von Transportraum. Niemand mehr telefonierte mit den Kunden und füllte mit der Hand riesige Tabellenblätter aus, übertrug die Summen aus diesen Blättern auf andere riesige Tabellenblätter, weil man diese auch am Computer sitzend mit der Bürosoftware ausfüllen konnte. Nach und nach übermittelten auch die Kunden ihre Bestellungen elektronisch.

Niemand mehr musste die Summen aus diesen Tabellenblättern per Telefon von regionalen Melde-/Sammelstellen an überregionale Stellen weiterleiten, wo dann erneut Summen in weiteren Tabellenblättern gebildet wurden, die ihrerseits an Zentralstellen gemeldet wurden. Und immer alles per Telefon, rasend schnell und mit kryptischen Abkürzungen.

Und nach der Sichtung der Bestellungen bei der Zentralstelle und dem Ordnen dieser Bestellungen, erfolgte dann die Verteilung des Transportraums über die gleiche Meldekette, bloß in anderer Richtung.

Mit den Computern wurde auch eine Meldesoftware etabliert, die die Meldungen von den örtlichen Büros an die Zentralstelle weiterleitete. Dort verglich ein Zentralrechner die eingehenden Bestellungen mit dem eingehenden Bestand an Transportraum, glich beides miteinander aus und schickte das Ergebnis zurück in die Fläche. Das ging wesentlich schneller, brauchte nur noch einen Bruchteil vom bisherigen Personal, das danach für andere Aufgaben eingesetzt werden konnte.

In den Zeitungs-Druckerein wurden die Setzer überflüssig, weil man mit Setzcomputern deren Arbeit viel schneller erledigen konnte. Was allein bei den Zeitungen Tausende an Mitarbeitern freisetzte. Außerdem konnten die Redaktionen weitaus länger arbeiten und es entfielen mehrere Zwischenschritte zwischen Reporter/Redaktion und dem Druck der Zeitungen.

Statt einem Redaktionsschluss von sagen wir mal 16 Uhr, konnten nun Nachrichten bis 23 Uhr noch in den Zeitungsdruck einfließen. Weil die ganzen Zwischenschritte wegfielen und damit natürlich auch die Mitarbeiter.

Alles in der Maschinensteuerung, was vordem Menschen erledigten, wurde nun von Computern übernommen. Nur zwei Beispiele von tausenden anderer. Hier auf CB werden gerne Computer für CAD-Programme zusammengestellt, wer mag nur vorher diese Aufgaben erledigt haben, als es noch keine CAD-Programme gab?
 
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