Letztendlich ist es für uns Endverbraucher relativ egal, was für eine Prozessbezeichnung gewählt wurde, mit reellen Größen hat es eben wenig zu tun. Was wirklich zählt, ist die Leistung, der Verbrauch und der Preis des Produkts.
Einige Fetrigungsprozesse werden, obwohl "nur" eine Optimierung eines anderen Prozesses bereits anders bezeichnet (siehe dazu beispielsweise 12nm und 11nm), andere wiederum nicht. Dazu kommen auch noch Prozesse, die eigentlich für bestimmte Bereiche gedacht sind, wie zum Beispiel LPP hauptsächlich für Mobile.
Damit kann man anhand der Bezeichnung des Fetrigungsprozesses eigentlich nicht viel ableiten, insbesondere, wenn es Fertigerübergreifend erfolgt. So muss Intels 10nm mit Nichten schlechter sein, als TSMCs 7nm, wenn Intel die Fertigung im Griff hat, die können sich auch quasi entsprechen (wovon zumeist auch ausgegangen wird).
Laut Intel soll es bald auch Desktop-Produkte geben, nächstes Jahr. Was das allerdings genau bedeutet, wissen wir nicht. Genauso wenig wissen wir, wie es um den Nachfolger von 10nm steht. Broadwell hat man auch wenig im Desktop gesehen, allerdings war es eine andere Situation, Broadwell war zwar wegen dem Prozess verspätet, aber der Nachfolger Skylake war eben auf dem gleichen Prozess aber mit erneuerter Architektur. 10nm fast zu Überspringen ist da eher weniger wahrscheinlich.
Zu Ryzen-APUs brauche ich nichts mehr hinzu zu fügen, außer, dass der Wechsel auf Zen2 sich schon lohnt gegenüber Raven-Ridge und Picasso. Über Zen3 ist noch viel zu wenig bekannt, um da genauere Aussagen zu machen.