Interessante Erkenntnis oder auch nicht ?

latiose88

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Hi also ich weiß nicht ,manche Sachen könnten nur Halbwissen sein aber darum kann es ja ohne Probleme drüber diskutiert werden. Es gibt bestimmt Sachen wo ich missverstanden habe ,aber dafür ist ja die community da um das richtig zu stellen.

Die Tatsache das wer mal behauptet hätte Takt ist durch nix anderes als durch noch mehr Takt zu ersetzen weil davon alle profitieren würden. Das ist aber falsch ,denn bei manchen endet es ab einen bestimmten Takt. Wenn man dann die Einstellung senkt dann noch immer nicht mehr Leistung belohnt wird ,dann ist klar das es nicht stimmt. Oder kann eine CPU die bis zum Anschlag ausgelastet wird ,noch immer von noch höheren Takt profitieren auch wenn schon niedrigere Einstellung außerhalb von spielen nicht mehr profitiert hatte ?
Es gibt da so ein Software limit wo dann ab einen bestimmten Punkt Takt auch kein Heilsbringer mehr ist.
Bei der Anzahl der Kernen weiß ich ja es gibt ab einer bestimmten Kernzahl ein abnehme Leistung ,das gillt ja bei Spielen auch und nicht nur bei Anwendung.

Dann heißt es IPC Steigerung also breitere Kerne würden jeden helfen. Naja wenn die Aufgabe eh schon schnell ist ,ab einen bestimmten Punkt nimmt das ab und breitere Kerne würden zu geringere Auslastung führen aber nicht zu einer schnelleren Geschwindigkeit.
Was ja bestimmt bei Temperatur und stromverbauch gut ist aber nicht für mehr Leistung. Sofern man letzteres anstrebt ist das halt in die falsche Richtung.
Dann kommen noch die Instruktionen,wenn aber die schon kaum mehr zu einer Steigerung führen weil neueres die Anwendung nicht beherrscht,dann geht die Steigerung ins leere.

Dann noch das Thema mit Cache was ja auch heiß diskutiert wird. Aber ja außerhalb bei Videospielen profitiert nicht jede Anwendung ,das weiß mAh ja. Unter bestimmten Bedingungen ja sehr wohl ,kommt dann nur noch auf die Einstellung des Programms drauf an. Aber Wunder sollte man sich nicht davon erhoffen.

Und ob man das Ergebnis von einem 9700x/9800x auf einen 7950x bzw 9950x und so übertragen kann beim Taktlimit ist ne gute Frage .
Bestimmt habt ihr ein Software limit schon mal erlebt auch außerhalb der Videospiele.
Nun über das diskutieren sehr gerne ,das ist es ja was man haben will. Rückmeldung sind also herzlich willkommen.
 
Ähnliche Diskussion wie bei Motoren / Hubraum.

Da gibts auch noch Leute, die sagen "unter 3l fahr ich nichts".
Gängige Meinung ist das nicht mehr, genau so schnauts mit CPUs aus.

Die Benchmarks zählen, die TDP zählt (in Relation zur Leistung).

Dieses "meiner hat 3ghz, der ist gut" Gerede ist alt.
 
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Bruzla schrieb:
Dieses "meiner hat 3ghz, der ist gut" Gerede ist alt.
Damit konnte man noch flexen damals :D Ich erinnere mich genau als der Pentium 4 mit 3GHz rauskam und ich mir den geholt hatte, das waren schöne und noch einfache Zeiten :)

Aber heutzutage muss man wirklich nach (Spiele-) Benchmarks gehen.. Für manche ist auch noch der Stromverbrauch wichtig usw...
 
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takt ist schon wichtig...aber halt nicht alles...klar kann bei höherem takt mehr berechnet werden in der selben zeit...aber mal ehrlich was bringt dir das wenn die ihre aufgabe in nanosekunden abarbeitet und dann sekunden wartet bis du die maus übern bildschirm geschoben hast und das nächste mal klickst?
manche dinge lassen sich schön parallel aufteilen und da hilfts mehr viele kerne zu haben, heißt aber nich automatisch das 16 kerne besser sind wie 8...
und zum thema hubraum, der ist klar nur durch mehr hubraum zu ersetzen...beim passenden anwendungsfall...dort gehts um die kraft was zu bewegen dazu braucht man hubraum...mit 1l und turbo zieht dir kein lkw die 40 tonnen irgendnen berg hoch und mit nem 600ps lkw motor wirst du keine virtel meile rennen gegen irgendein e-auto gewinnen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja vorausgesetzt man hat die richtigen Aufgabe. Unter idealen Bedingungen sieht es halt anders aus. Aber ab einen bestimmten Punkt ist man halt im Software limit. Ab da kann man so viel Takt drauf hauen wie man will und gibt halt dann keine Steigerung mehr. Das ist ja bei jeder Software anders die Grenze. Würde jede Software von 6 GHz profitieren ,würden das die Hersteller schon gerne machen aber dem ist ja nicht so.
 
Clock Stretching ist dir ein Begriff?

Das ist dann genau der Effekt, den du beschreibst, wenn mehr Takt plötzlich nicht zu mehr Leistung führt. Was daran liegt, dass der eingestellte zu hohe Takt ausgelesen wird, der aber im Endeffekt nicht anliegt.

Und wenn breitere Kerne zu einer geringeren Auslastung führen, dann ist im Endeffekt die Software schuld, weil sie die Hardware nicht auslasten kann. Das ist halt genauso wie: Mehr Kerne sind Trumpf. Mehr Kerne bringen aber eben nichts, wenn eine Software nur auf 1-2 Kernen läuft, weil sie nicht gut parallelisiert.

Im Grunde merkst du schon selbst, dass quasi alles Anwendungsabhängig ist.

Mehr Takt ist besser.
Mehr IPC ist besser.
Mehr Kerne sind besser.
Mehr Cache ist besser.
Mehr alles bringt nur nichts, wenn die Software von der Mehrleistung die Hälfte Brach liegen lässt.

Es ist halt auch immer die Frage: Was erreichst du womit. Selbst wenn eine Anwendung nicht die komplette Leistung ausnutzt, bringt sie meist auf einem anderen Feld etwas. Zum Beispiel Effizienz. Etwas, was der 3D Cache bei AMD quasi in jedem Spiel erbringt. Vielleicht nicht immer mehr FPS - aber die X3D-CPUs laufen quasi in jedem Spiel effizienter, als die CPUs ohne 3D Cache. Obwohl identische Hardware.
 
Zuletzt bearbeitet:
EL-Xatrix schrieb:
manche dinge lassen sich schön parallel aufteilen und da hilfts mehr viele kerne zu haben, heißt aber nich automatisch das 16 kerne besser sind wie 8...
Und bei Vollast ,wenn 8 Kerne voll bis Anschlag ausgelastet werden ,das dieser keine Luft mehr zum Atmen hat ,dann können 16 Kerner wirklich hilfreich sein. So habe ich das gehabt. Aber 16 Kerner was von 84 %. Dann wäre das eine zu hart für die CPU und das andere zu unterfordert. Das sind zwei harte Beispiele. In dem Sinne gibt es also weder richtig noch falsch.
 
latiose88 schrieb:
Aber ab einen bestimmten Punkt ist man halt im Software limit.
Was soll das denn genau sein?
Klar kann die Software schlecht optimiert sein und dadurch sehr Ineffizienz umgehen und sehr viel unnötige Rechenleistung beanspruchen.

Aber am Ende wartet die Software immer auf Antwort der Hardware.
Daher gibt es ein Softwarelimit nicht wenn du die Rechenleistung von allen beteiligten Komponenten hoch skalierst. Natürlich ist nicht nur rein die CPU Taktrate für die Gesamtperformance zuständig, daher bringt es nichts die immer weiter zu erhöhen ohne die Architektur außen rum mit zu skalieren.

...mal abgesehen von irgendwelchen hart definierten Wait Timern im Code... aber dann haben wir ganz andere Probleme... :D
 
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kachiri schrieb:
Clock Stretching ist dir ein Begriff?

Das ist dann genau der Effekt, den du beschreibst, wenn mehr Takt plötzlich nicht zu mehr Leistung führt. Was daran liegt, dass der eingestellte zu hohe Takt ausgelesen wird, der aber im Endeffekt nicht anliegt.
Das muss nicht unbedingt clock Stretching sein. Es kann einfach sein das Software gesättigt ist dann kommt sowas auch vor.
 
Es kommt immer drauf an!

Ist wie bei Motoren. Fehlenden Hubraum kann man durch Drehzahl oder einen Turbo ersetzen um auf die gleiche Leistung zu kommen. Je nach Anwendungsfall (Beschleunigung, Top-Speed, Verbrauch, Laufruhe, ...) ist mal das Eine und mal das Andere Besser.

Genauso ist es bei CPUs. Du hast ja bereits viele Faktoren genannt, die da mit reinspielen. Für Spiele braucht man i.d.R. keine 20 Kerne mit 2Ghz, sondern eher 8 Kerne mit 5GHz. Fürs VideoEncoding sind dann aber mehr Kerne und das entsprechende InstructionSet von Vorteil.
 
@SaxnPaule eine solche Software skaliert dann aber mit Single Core Performance, oder nicht? (ich klammere bewusst jetzt mal stumpf andere Komponenten aus, geht ja nur um CPU in dem Thread)
 
die software wird nur durch sich selbst oder die hardware ausgebremmst...entweder du hast da irgendeine abfrage in der software drin wo es noch keine antwort weil du die eingeben must oder auslesen oder ein anderer prozess die erst berechnet der vielleicht noch nicht fertig ist...
kann man den prozess auf nem anderem kern starten und parallel abarbeiten um das ergebnis dafür zu haben wenn im hauptteil genau dieser wert abgefragt wird gehts natürlich schneller...
aber n+1 rechnen geht nicht unbedingt parallel ohne austausch...dort wär mehr takt singel core natürlich besser wie etwas langammer viele kerne...woher soll kern 5 und 7 wissen was n ist wenn kern 1 das noch nicht berechnet hat.
 
Mehr Takt bringt nichts, während die CPU auf Infos vom RAM wartet...
... aber sobald die Daten da sind, gehen die Berechnungen schneller.
Alternativ kann der Hersteller aber auch eine breitere Pipeline einbauen für denselben Effekt einer höheren Rechenleistung.
 
@abcddcba Ja, aber auch da ist es wieder abhängig von InstructionSet, QueueDepth, Cache, etc.

Dadurch können zwei unterschiedliche CPUs bei gleichem Takt unterschiedlich schnell sein.
 
Ja freilich gehe ich davon aus daß es beide die selbe Bedingung haben. Sonst kann man ja nicht gut miteinander vergleichen. Zumindest ordentlich Takt gab es dank Zen 4 schon mal. Der nächste Sprung wird schwieriger weil dann kommt mAh in das Temperatur und stromverbauch Limit rein. Dann sinkt die Leistung auch. Aber da wollen man ja nicht hin .
 
wenn die software gut ist brauchst du dann entsprechende cpu für diese, gibt aber halt keinen 256kern 6ghz prozessor mit 8gig L3 cache und 10000er ram anbindung...
da mus man sich halt entscheiden ob man den takt will, die kerne, die ram anbindung....
 
latiose88 schrieb:
Ja freilich gehe ich davon aus daß es beide die selbe Bedingung haben.
Also vergleichst du bei zwei identischen CPUs die SingleThread Leistung?

Temperaturlimit außen vor ist davon auszugehen, dass mehr Takt natürlich mehr Leistung bringt.

Aber auch da kommt es auf die Aufgabe an. Wenn nicht vorhersagbare Zwischenschritte berechnet werden müssen, funktioniert die Sprungvorhersage nicht brauchbar und irgendwann bringt eine weitere Taktsteigerung keinen spürbaren Effekt mehr.

Ich glaube der P4 war damals so ein "Krüppel". Sehr viel Takt und eine sehr tiefe Queue.

Edit:
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@SaxnPaule gut das du das ansprichst. Dann könnte ich genau dieses Problem schon haben. Das erklärt auch warum breitere Design dann ins leere geht..für manche bringt Zen 5 schon eine Steigerung gegenüber Zen 4. Würde ich unter gleichen Bedingungen Timing bei RAM und subtimings Optimierung bis Anschlag ,gleiche Takt und so ,kann ich mir schon gut vorstellen das z.b ein 7950x gleich schnell ist wie beim 9950x bei beiden auf 230 Watt kann man so sagen. Das wäre dann faire Bedingung und gleiche Aufgabe versteht sich. Ansonsten kann man es ja vergessen.
Mir wird ein 7950x empfohlen weil unter gleichen Bedingungen auch wenn Zen 5 auf dem Papier ein Vorteil haben sollte ,es dennoch gleiche Ergebnis führt. Es wird spannend sein ob ich mit 230 Watt den 7950x auf 5,3 oder 5,4 GHz stabil zum laufen kriegen werde. Wenn dann lasse ich alles mit einfließen. Um das volle Potenzial aus der Plattform zu holen. Nach dem Intel mich bei Power enttäuscht hatte ,ist gleichmaßige Leistung viel optimaler. Das ist ja auch richtig so.
 
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