"Ist WoW noch das selbe wie zu MC-Zeiten?"
Natürlich nicht, sowohl das Spiel hat sich verändert, als auch die Spieler. Wer seit Beginn dabei ist, spielt nun schon seit über 5 Jahren, da ändert sich das eigene Spielgefühl immens. Ich kann mich noch an die Anfangszeiten erinnern, als mir die Gebiete unendlich gross vorkamen, als ich das erste Mal vor den Toren von IF staunend stand, oder als sich das erste Mal Ragnaros aus dem Boden erhoben hat. Das waren alles unglaubliche Spieleerlebnisse, die sich nicht beliebig oft wiederholen lassen, man wird irgendwann verwöhnt und lässt sich nicht mehr so schnell begeistern.
Meiner Meinung nach sind die Encounter immer noch sehr schön und abwechslungsreich (vielleicht nicht unbedingt für die Tanks *hust*) designt und können Spass machen. Aber egal wie Blizz es dreht und wendet, zu Classic Zeiten hat ein Großteil geschrien, weil sie etliche Encounter wegen des knackigen Schwierigkeitsgrads nie zu Gesicht bekommen haben, aktuell schreien etliche, weil es angeblich zu leicht ist.
Ich glaube auch, dass sich die Motivation verändert hat. Damals war es normal, dass man bei Encountern einige IDs gebraucht hat, um sie sich zu erarbeiten (Grüsse an Vashy oder Kael). Heute fängt der halbe Raid an zu kotzen, wenn ein neuer Encounter nicht am ersten Abend fällt.
Blizzard ist auch nur ein erfolgsorientiertes Unternehmen, und daher ist WoW über die Jahre (noch) einsteigerfreundlicher geworden, um für die breite Masse attraktiv zu sein. Was ich nicht verstehen kann, dass sich die Leute über die einfache Art und Weise aufregen, wie man an Epics kommt. Die Zeiten, dass man sich über Items definiert sind schon lange vorbei, und wer sowas braucht (was eigentlich ein Armutszeugnis ist) tut das heute über Titel. Mir gings immer darum die herausfordernden Enounter in einer Gruppe zu bewältigen, und nicht ob der Char 5 Meter Links von mir, bessere Epics trägt. Die Items sind nur Mittel zum Zweck.
Was sich allerdings leider nie ändern wird, ist die Tatsache, dass es nach 5 Jahren immer wieder irgendwelche Oberüberproowner gibt, die einen anpöbeln, weil sie in einer 5er-Random verreckt sind, und meinen ihren Alltagsfrust im Spiel ausleben zu müssen, ein weiteres Armutszeugnis.
Summa summarum: WoW hat sich verändert, aber die (meisten) Spieler noch viel mehr, und Blizz kann tun und machen sie wollen, es wird niemals mehr so wie zu Anfanfgszeiten werden. Wenn man das akzeptiert und sich drauf einlässt, kann man immer noch ne Menge Spass haben. Wem es nicht gefällt stehen alle Türen offen, sich ein anderes Hobby zu suchen.
