IT-Skilliste in der Bewerbung

Kappoggo

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Hi,

bin momentan am Bewerbungen schreiben und merke das es kaum möglich ist meine IT-Kenntnisse auch nur annähernd in einer Standardbewerbung bestehend aus einer Seite Anschreiben und einer Seite Lebenslauf unterzubringen.

Empfiehlt es sich auf einer weiteren Seite nur seine Skills vllt noch mit Kenntnissgrad anzugeben oder bläht das eine Bewerbung unnötig auf?

Wie macht ihr das, wie sind eure Erfahrung?
 
ich persoenlich sehe es nicht als pflicht an, sich an eine seite lebenslauf zu halten ... meiner ist 3 seiten lang (und eine seite davon sind eben skills) ... ich unterteile das auch nach kenntnisgrad (sehr gut/gut/grundkenntnisse) und in kategorien (Programmierung/Datenbanken/Betriebssysteme/Sonstiges/...) - aber Vorsicht - gerade das praedikat sehr gut wuerde ich nur selten vergeben - ansonsten wird einem sehr auf den zahn gefuehlt.

was halt wichtig ist: wenn bestimmte (grund)kenntnisse (zb assembler) fuer eine bestimmte stelle (zb web-entwickler) nichts wert sind, dann sollte man sie (wenn man genug anderes angeben kann), diese nicht unbedingt angeben. und gewisse dinge nimmt man halt auch einfach an (mit ms office umzugehen haut keinen mehr vom hocker).
 
das Anschreiben darf auch 2 Seiten lang sein! Vorausgesetzt natürlich die 1.Seite ist interessant genug das der Personaler weiterliest.
 
@ falke
Genau so meinte ich das auch.
Eine weitere Seite nach dem Lebenslauf mit den Kenntnissen.
Wobei hier die Frage ist ob eine Angabe von sehr gut / gut / Grundkenntnisse genügend Differenzierung zulässt. 1-5 ist mglw. besser.


@ theblade
Schreibst du das deine Kenntnisse auf der zweiten Seite dann in Sätzen aus oder mehr tabellarisch wie im Lebenslauf?



Sollte ich Kenntnisse die ich habe, aber nicht unbedingt im Job machen möchte (bisschen Programmieren) überhaupt angeben?
Denn es zu können kann ja auch eine Entscheidung für einen begünstigen.


Zur Sache:
Ich bin Informatikkaufmann mit noch wenig Berufserfahrung und bewerbe mich auf Stellen im Bereich Administration/Techniker/Support.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also meine persönliche Meinung, wenn mir als Personaler jemand einen Lebenslauf mit 3 Seiten gibt, wobei auf der letzten Seite zwar Skills stehen, diese aber nix mit dem Job zu tun haben...
Sowas wäre bei mir gleich im Müll.

Da du weißt, was gefordert ist, solltest du die Skills aufzählen, die für die Stelle relevant sind.
Softskills sind evtl. auch erwähnenswert, sofern man diese mit Arbeitszeugnissen untermauern kann.
Wenn dann nur tabellarisch!
 
Kappoggo schrieb:
Wobei hier die Frage ist ob eine Angabe von sehr gut / gut / Grundkenntnisse genügend Differenzierung zulässt. 1-5 ist mglw. besser.
und wie differenzierst du eine 3 von einer 4? Oder eine 3 von einer 4? 1-5 ist meiner Meinung nach viel zu genau, und somit wird man das auch schnell mal falsch einschätzen. Dagegen ist sehr gutes Wissen (Experte), gut (man kann damit ohne Probleme umgehen) und Grundkenntnisse (man bekommt es irgendwie hin) eine eindeutige Zuordnung bei der es deutlich schwieriger ist sich falsch einzuordnen, es seiden man hat keinen objektiven Blick auf die eigenen Leistungen.
 
Ein Personaler wendet pro Bewerbung im Durchschnitt 25 Sekunden auf!
Mit 3 Seiten für die Stelle unerheblichen Fähigkeiten, am besten noch in einer unübersichtlichen Tabelle, landest du umgehend in der Rundablage.;)

Ich weiß nicht wie jung oder alt du bist, aber wenn es um einen der ersten Jobs geht, bleib auf Seite 1.;)
Später, wenn du schon wesentlich mehr Berufserfahrung hast, und somit ein wertvollerer Bewerber bist, können es auch 2 Seiten werden.


Lass das Schulnotensystem bei deinen "Fähigkeiten" weg. Etwas unseriöseres gibt es doch gar nicht. Entweder du hast sehr gute XXX-Kenntnisse, gute XXX-Kenntnisse oder mittelmäßige - und in diesem Fall würde ich sie auch nicht erwähnen. (Kenntnisse oder Fähigkeiten, die mit dem Job wirklich überhaupt nichts zu tun haben, kann man sich auch sparen anzugeben)
Es macht auf jeden Fall keinen guten Eindruck, wenn jedes Wirtshaus-Seminar seinen Weg in den Lebenslauf findet.
 
Zuletzt bearbeitet:
und wie differenzierst du eine 3 von einer 4? Oder eine 3 von einer 4? 1-5 ist meiner Meinung nach viel zu genau, und somit wird man das auch schnell mal falsch einschätzen. Dagegen ist sehr gutes Wissen (Experte), gut (man kann damit ohne Probleme umgehen) und Grundkenntnisse (man bekommt es irgendwie hin) eine eindeutige Zuordnung bei der es deutlich schwieriger ist sich falsch einzuordnen, es seiden man hat keinen objektiven Blick auf die eigenen Leistungen.

da stimme ich zu 100 % zu! will man sich selbst wirklich ne 4 oder 5 fuer etwas geben?

Ein Personaler wendet pro Bewerbung im Durchschnitt 25 Sekunden auf!
Mit 3 Seiten für die Stelle unerheblichen Fähigkeiten, am besten noch in einer unübersichtlichen Tabelle, landest du umgehend in der Rundablage.

Es kommt wirklich darauf an. Mit den unerheblichen faehigkeiten gebe dch dir auf jeden fall recht. ich habe mir gerade meinen lebenslauf angesehen und der hat gut 2 seiten sehe ich - wenn ich ihn verschicken wuerde, wuerde ich diesen auf 1 1/2 - 2 seiten kuerzen, aber weniger ist wirklich schwer - es kommt halt darauf an was man gemacht hat (Schule 2 Stationen, Studium 2 Stationen mit den jeweiligen Abschlussarbeiten, Veroeffentlichungen, Berufserfahrung mit Referenzen (ich habe stichwortartig erlaeutert was ich dort gemacht habe), Skills - dann ist eine seite wirklich zu wenig auch wenn ich jetzt noch ganz am anfang stehe.

Zu den 25 Sekunden: Ja das mag vielleicht stimmen, aber es ist ja nicht so, dass er in diesen 25 sekunden anfaengt den Lebenslauf mit den persoenlichen daten zu lesen, dann mit der schulbildung weitermacht usw. er wird sich das foto anschauen und dann vermutlich kurz ueber die wichtigsten lebensstationen in der PDF schauen ... wenn man dann ueberzeugt dann sieht sich der das schon noch mal etwas genauer an - und dann ist es auch egal ob der lebenslauf 1 oder 2 seiten lang ist.

Entweder du hast sehr gute XXX-Kenntnisse, gute XXX-Kenntnisse oder mittelmäßige - und in diesem Fall würde ich sie auch nicht

ja, ich denke, grund/mittelmaessige kenntnisse kann man durchaus auch weglassen. AUSSER sie sind wirklich fuer den job von grosser bedeutung.

Es macht auf jeden Fall keinen guten Eindruck, wenn jedes Wirtshaus-Seminar seinen Weg in den Lebenslauf findet.

das ist imho ein sehr wichtiger satz. viele glauben, dass jedes zertifikat, das sie mal ausgestellt bekommen haben, den grossen karrieresprung bedeuten koennen. da sollte man in der tat sehr vorsichtig sein.
 
Ich würde hier vllt ein wenig falsch verstanden.

Das Anschreiben auf zwei Seiten aufzuplustern finde ich auch keine gute Idee,
hier wollte ich mir nur mal weitere Meinungen einholen.

Wenn aber ein Personaler die Bewerbung nach dem Anschreiben nicht in den Müll wirft und sich auch noch den Lebenslauf anschaut ist eine weitere Seite mit den Skills welche für die Stelle relevant sind / sein könnten doch sicher nicht fehl am Platz.

Schließlich war die Bewerbung so interessant das er bis zur dritten Seite mit den Skills gekommen ist. Diese kann dann unter Umständen den Ausschlag geben.

Ich hab zwar sehr viel von dem was ich in meiner Ausbildung und in meiner momentanen Arbeit gemacht habe im Anschreiben drin stehen, es ist aber unmöglich auf so wenig Platz genauer darauf einzugehen mit welchen Betriebssystemen, spezifischen Programmen etc. ich vertraut bin.
Im Anschreiben kann man eben nur zusammenfassen und nicht spezifizieren.

Das dort nicht reingehört das man mit Word und Excel umgehen und auch mal mit einem Lötkolben etwas löten kann ist klar.


Das mit dem Grundkenntnisse/gut/sehr gut leuchtet nach euren Argumenten ein,
besser als 1-5.

Ein System mit 1-5 hatte ich aber sogar mal im Bewerberportal einer Firma auszufüllen.
Das findet also durchaus auch Anwendung.
 
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