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Mittlerweile denke ich schon öfter darüber nach etwas Neues zu wagen. Es stimmt schon:
Viele Stellen im Logistikbereich werden mit Zeitarbeitern und angelernten Hilfsarbeitern besetzt. Es gibt eher wenige "Fachkräfte" in dem Bereich die gesucht werden. Und wenn doch sind es zunehmend Stellen im mittleren Management an die man in den seltensten Fällen ohne Weiterbildung oder Studium herankommt.
Ich möchte aber auch keinen reinen Bürojob machen und mich an KPIs aufgeilen und mich in Excel Tabellen herumwälzen. Das wäre nichts für mich. Finde das sehr trocken und öde.
 
Hallo

@John_Wick
Du hast drei Möglichkeiten:
1. Als Quereinsteiger etwas anderes machen.
2. Eine neue Ausbildung/Umschulung machen.
3. Den Logistikmeister IHK machen (nebenberuflich 2 Jahre in der Woche abends oder Samstags), damit hättest du bessere Chancen um Lagerleiter zu werden.
Was davon für dich am ehesten in Frage kommt kannst nur du alleine wissen/beantworten.

Grüße Tomi
 
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John_Wick schrieb:
Mittlerweile denke ich schon öfter darüber nach etwas Neues zu wagen. Es stimmt schon:
Viele Stellen im Logistikbereich werden mit Zeitarbeitern und angelernten Hilfsarbeitern besetzt. Es gibt eher wenige "Fachkräfte" in dem Bereich die gesucht werden. Und wenn doch sind es zunehmend Stellen im mittleren Management an die man in den seltensten Fällen ohne Weiterbildung oder Studium herankommt.
Ich möchte aber auch keinen reinen Bürojob machen und mich an KPIs aufgeilen und mich in Excel Tabellen herumwälzen. Das wäre nichts für mich. Finde das sehr trocken und öde.
Da hast du einfach ein völlig falsches Bild was man im Büro macht..... Büro ist nur das Gebäude in das man rein geht und hat selten Aussagekraft da drüber, was man inhaltlich macht.
 
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Zu dem Thema "warum sind Stellen ausgeschrieben wenn niemand gesucht wird?" hatte mir mal jemand von einer Ladenkette (war Mode) mal gesagt:
"Die werden ausgeschrieben um die Verkäuferinnen unter Druck zu setzen indem man ihnen zeigt, dass sie austauschbar sind und das schnell".
Da hingen bei den Geschäften auch monatelang die Anzeigen, oder waren online bei allen gängigen Stellenportalen.
Ist jetzt vielleicht was anderes als große Dienstleister oder Produktionsbetriebe, fand ich aber trotzdem mehr als fragwürdig. Das nur am Rande.
 
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Jeder ist austauschbar, das ist kein/kaum ein Druckmittel.
Eine permanenten Stellenausschreibung muss nicht als Druckmittel verstanden werden, es ist auch so, dass dank einer hohen Fluktuation auch immer neue Leute benötigt werden - wer will schon dauerhaft als Verkäuferin arbeiten, da ist permamente Bewegung drin, das kann auch Druck auf die Firmen sein.

Vor allem, welche Verkäuferin schaut denn noch in die Stellenausschreibungen es eigenen Arbeitgebers rein?
 
Die Stellenausschreibungen hingen immer gut sichtbar am Eingang der Ladengeschäfte aus. Die hat man dann mindestens beim Öffnen und Schließen immer gesehen.
Über Sinn und Unsinn der Idee lässt sich mit Sicherheit streiten, war nur etwas, was mir jemand erklärt hatte, der direkt in dem Bereich Personalwesen der Kette gearbeitet hat.
 
Das kann man auch positiv sehen. Mehr Personal = bessere Urlaubsplanung und ggf. weniger Arbeitslast.

Ansonsten kann dies bei einer Kette auch sein das generell gesucht wird und nicht nur für diesen Standort.

Austauschbar ist fast jeder AN austauschbar es ist nur eine Frage des Geldes und der Zeit.
Es stimmt schon:
Viele Stellen im Logistikbereich werden mit Zeitarbeitern und angelernten Hilfsarbeitern besetzt.

Ja das ist leider die Realität. Klar die Fachkraft für Lagerlogistik lernt viel über Logistik, Lagerkennzahlen usw aber in der Praxis reicht ja eine oder 2 Fachkräfte und den Rest machen dann eben ungelernte Kräfte..

Wird ja auch durch div. Systeme einfacher. Bei einem Brillenhersteller leuchten quasi die Fächer zur Komissionierung grün auf und werden noch überwacht, das kann quasi jeder, da braucht man (leider) keine 3 järhrige Ausbildung.
Was schade ist, da der Beruf ja an sich sehr schön ist vom Stoff her.

Alternative wäre noch Bundeswehr Feldwebel oder Unteroffizierlaufbahn im Fachdienst. Da kann man auch mit höherem Dienstgrad einsteigen und div. Führerscheine machen und ist auch in fast jedem Einsatz dabei.
 
rallyco schrieb:
Zu dem Thema "warum sind Stellen ausgeschrieben wenn niemand gesucht wird?" hatte mir mal jemand von einer Ladenkette (war Mode) mal gesagt:
"Die werden ausgeschrieben um die Verkäuferinnen unter Druck zu setzen indem man ihnen zeigt, dass sie austauschbar sind und das schnell".

So kann man auch Mitarbeiter drängen, Dienst nach Vorschrift zu machen und nur nicht zu viel zu tun. Auch keine Identifizierung mit den Arbeitgeber oder überhaupt positiv über diesen zu sprechen.

Wer auch immer so dämlich ist in der Personalabteilung, sowas zu forcieren, der hat einfach kein Plan von Personalführung!

Wir sprechen hier ja grad von Mitarbeitern, die als EINZIGE Mitarbeiter den Kundenkontakt haben. Wenn die schon fies behandelt werden vom Arbeitgeber, habe ich als Kunde kein tolles Einkaufserlebnis, da die Mitarbeiter ja schon frustriert sind. Wäre mal mein Einwurf hierzu ...
 
_killy_ schrieb:
So kann man auch Mitarbeiter drängen, Dienst nach Vorschrift zu machen und nur nicht zu viel zu tun. Auch keine Identifizierung mit den Arbeitgeber oder überhaupt positiv über diesen zu sprechen.
...
Würdest du von einer Verkäuferin, zB bei H&M oder C&A oder ähnlichem eine Identifizierung mit dem AG erwarten? In den meisten Fällen sind das doch Jobs, die jemand für 1-2 Jahre macht, aber doch nicht als Job mit Identifikation.
Klar sind die das Gesicht der Firma zum Kunden, aber als Kunde sehe ich selber, dass ich beim nächsten Einkauf einen neuen Ansprechpartner habe und eine Beratung kann man auch nicht erwarten.

In diesem genannten Fall - ständige Stellenausschreibung am Eingang - würde ich das als völlig normal und ok betrachten, Stress hat da niemand.
 
@Fu Manchu

Als Einzelhändler sind nun mal die Mitarbeiter in den Filialen, die einzigen Mitarbeiter mit Kundenkontakt. Wenn ihr hier schon durch - wie auch immer geartete Maßnahmen - ein so schlechtes Bild des eigenen Unternehmens abgebe, was sollen dann die Mitarbeiter gegenüber den Kunden für ein Bild zeichnen?
In anderen Bereichen hofiert man ja die "Sales-Mitarbeiter" - warum schlägt man hier im Einzelhandel/Modeeinzelhandel so ein völlig anderen Weg ein? Oder ist dem Kunden einfach egal, wie gut die Beratung im Modegeschäft ist?
 
In diesem genannten Fall - ständige Stellenausschreibung am Eingang - würde ich das als völlig normal und ok betrachten, Stress hat da niemand.

Eben. Es steht doch mittlerweile auch auf fast jedem Handwerker Auto eine Werbung "Personal gesucht" soll da jeder Angst haben?

Diese "Abschreckung" im EInzelhandel mag vllt früher funktioniert haben, wenn sie es denn überhaupt jemals war. Aber heute ist das einfach normale Personalwerbung.

abgebe, was sollen dann die Mitarbeiter gegenüber den Kunden für ein Bild zeichnen?
Das man Mitarbeiter sucht?

Bei uns hängt bei jedem Aldi, Mc Donalds, Rewe usw. das Schild "Mitarbeiter gesucht". Auch im teueren Bio Edel Schuppen.
 
_killy_ schrieb:
...
In anderen Bereichen hofiert man ja die "Sales-Mitarbeiter" - warum schlägt man hier im Einzelhandel/Modeeinzelhandel so ein völlig anderen Weg ein? Oder ist dem Kunden einfach egal, wie gut die Beratung im Modegeschäft ist?
Unter Sales-Mitarbeiter verstehe ich etwas mehr als Verkäufer im Einzelhandel. Unsere - bei meinem Arbeitgeber und andere Firmen, mit denen ich zu tun habe - sind meist studierte BWLer oder Ingenieure, die sich mit einem Thema gut auskennen und im Salesprozess Anforderungen aufnehmen, Machbarkeiten prüfen und rechtssichere Angebote erstellen.

Im Einzelhandel hat man eine Person, die dir auf Nachfrage einen Pullover oder Schuhe in einer anderen Größe aus dem Lager holen und im Fall eines Kaufs die Kasse bedienen und meine Karte durchziehen. Ja, der Einzelhandel schlägt einen völlig anderen Weg ein bzw. echte Sales-Mitarbeiter würde ich dann in der Zentrale verorten, wo der Einkauf für alle Filialen gemacht wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unter Sales-Mitarbeiter verstehe ich etwas mehr als Verkäufer im Einzelhandel.

Sales ist nach meinem Verständnis auch eher Vertrieb... und alles was dazugehört.

Verkauf würde man ehr als operatives Geschäft oder so sehen.
 
@Fu Manchu @brettler

Am Ende sind es aber die Mitarbeiter, die als einzige Mitarbeiter mit den Kunden Kontakt haben. Deshalb hätte ich zumindest erwartet, dass man auch in der Vergangenheit, diese Mitarbeiter besser behandelt.
Vielleicht bewerte ich aber auch die Kundenbeziehung/Einkaufserlebnis beim Mode-Einzelhandel etwas über.
 
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Vielleicht bewerte ich aber auch die Kundenbeziehung/Einkaufserlebnis beim Mode-Einzelhandel etwas über.

Das Personal ist halt leicht ersetzbar, im schlimmsten Fall durch ungelernte. Verkauf hat auch viel Anteil an ungelernten Quersteigern und ist oft auch schlecht bezahlt.

Das die Qualität dann eine andere ist, ist natürlich selbsterklärend.
 
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brettler schrieb:
Das Personal ist halt leicht ersetzbar, im schlimmsten Fall durch ungelernte. …
Korrekt. Und welcher Verkäufer sieht das als Lebensaufgabe an, bei H&M oder Co an der Kasse zu stehen. Meine Freundin und ihre Mädels haben das als Studienjob gemacht, eine leichte, anspruchslose Arbeit bis zum Ende des Studiums. Ich glaube, die langj Verkäuferin bei Karstadt ist eine aussterbende Spezies.
 
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Ihr seht das aber alles aus der Sicht der technikaffinen jungen Generation mit guter Bildung.

Wenn ihr die Bildungs und Erwerbsbiografie einer Kassiererin hättet und evtl noch Alleinerziehend am Rand des Existenzminimums - dann ist das ein anderer Druck den man ausüben kann.
Klar gibt es andere Märkte wo man arbeiten kann - aber sind die auch mit dem Bus zu erreichen und so nah an der Kita/Schule das man den Alltag gewuppt kriegt? Nur um mal so eine Frage zu nennen die sich die typische Kassiererin vielleicht eher stellt als ihr.
 
Ja, so wie auch Karstadt seine Häuser langsam schließt. Und Oma Erna die zum Einkauf zu Wöhrl und co. fährt und sich beraten lässt , ist mittlerweile auch schon verstorben oder im Pflegeheim...

Die junge Generation bestellt ja online dank guten Rücksendemöglichkeiten..

Eine reine Fachberatung braucht man leider auch immer weniger.


Wenn ihr die Bildungs und Erwerbsbiografie einer Kassiererin hättet und evtl noch Alleinerziehend am Rand des Existenzminimums -

Also ich kenne genug Personal bei Aldi, Selgros und Marktkauf die nagen alles andere als am Hungertuch..

Wenn ihr die Bildungs und Erwerbsbiografie einer Kassiererin hättet und evtl noch Alleinerziehend am Rand des Existenzminimums

Falscher Ansatz. Das trifft ebenso auf den Lageristen und den Hilfsarbeiter, und noch viele mehr zu. Da muss man dann alle betrachten.

Und ja ich kenne sowas selbst, da ich schon selbst im Schichtbetrieb für 9,50€/h Brutto gearbeitet habe.



Nur um mal so eine Frage zu nennen die sich die typische Kassiererin vielleicht eher stellt als ihr.

Das hat ja nun auch nix mit Aushängen zu tun und das Personal im Verkauf leicht ersetzbar ist.

aber sind die auch mit dem Bus zu erreichen und so nah an der Kita/Schule das man den Alltag gewuppt kriegt?

Gleiche Frage zur Mutti die fussläufig Teile in einer Fabrik zum Mindestlohn entgratet? Warum hebst du die Kassererin besonders heraus?

Es gibt eben Berufe für die muss man (leider) nicht mehr gelernt haben und dort ist man auch genauso leicht ersetzbar. Aber das ist der Lauf der Dinge.
Wenn KI wirklich mal richtig kommt werden auch viele Hotline MA aussterben.

Ich habe auch über 10 Jahre komplexe Kennzeichnungssysteme repariert. Und was macht der Hersteller? Stellt um auf Baugruppen und Module die jeder mit 3 Schrauben tauschen kann, verkauft das auch an Endkunden.
Warum braucht man dann noch einen Techniker?
 
John_Wick schrieb:
mir ist seit dem letzten Jahr aufgefallen, dass viele Unternehmen keine Rückmeldungen mehr auf Bewerbungen geben.
Auch Eingangsbestätigungen sind sehr selten geworden. Selbst wenn man den Job nicht bekommt, eine Absage sollte schon noch drin sein.
Das ist doch seit Jahren so?!
Selbst mein letzter Arbeitgeber hatte mir keine Absage/Zusage erteilt. Erst als ich die verantwortliche Person direkt kontaktiert hatte, kam sofort ein Rückruf, schon fast mit Zusage.
 
Naja wenn die Prozesse sauber laufen sollte es schon zumindest eine Absage geben.

Aber das macht ja jedes Unternehmen wie es will. Würde es aber noch nicht als normal bezeichnen das nix mehr kommt.
 
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