Kabel in Aufbodenkanal legen

c-mate

Rear Admiral
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6.018
Hi, ihr kennt doch sicherlich Aufbodenkanal, in dem man Kabel auf dem Boden legen kann.
Aber das Verlegen der Kabel darin macht mich absolut wahnsinnig, weil ja kein Kabel richtig gerade ist und von alleine liegen bleibt.
Die Kabel rutschen dann raus oder werden eingeklemmt, wenn man den Deckel drauf macht etc.
Wie zum Henker soll man das in einen 2m langen Bodenkanal reinbekommen?
Ich werd irre.
Hat jemand eine Idee oder einen Trick?
In den Bodenkanal muss rein:
2x Stromkabel
3x Telefonkabel
3x LAN Kabel

THX
 
Die Kabel mit Bindfaden, Kabelbinder oder Klebeband alle x cm zusammenbinden. Dann hast du im Grunde nur noch ein dickes Kabel das du händeln musst.
 
stromkabel neben lankabel würde ich nicht als optimal sehen.
im einen rinnt viel strom, das andere mag keine induktiven einstreuungen. sollte also ein gut geschirmtes sein.
 
Datenkabel gehören 20cm entfernt verlegt zu Stromführenden Leitungen, nicht in einem Kanal, auch nicht mit Trennern.
 
Einfach Deckel an einer Seite draufschieben, dann kannst die Kabel entsprechend halten und dabei den Deckel weiterschieben? Sehe da ehrlich gesagt kein Problem..
 
Du hast mehrere Möglichkeiten:

1. Du investierst in eine professionelle Lösung wie z.B. so etwas hier Adam Hall 85160 Defender Office. Da hast du innerhalb des Kanals noch kleine Querstege die dabei helfen das Kabel zu fixieren.

2. Du fixierst die Kabel in regelmäßigen Abständen mit Streifen aus Gaffa-Tape. Da würde ich aber nicht das ganz billige nehmen, da die Rückstände bei eventuellem entfernen des Tapes nicht ganz so mühsam zu entfernen sind. Ganz egal was die Werbung behauptet, wenn das Zeug lange genug an Ort und Stelle klebt gibt es immer Rückstände.

Prinzipiell sollte man, wenn man LAN- und Stromkabel über längere Distanzen parallel verlegt darauf achten, nicht die billigsten LAN-Kabel zu nehmen. CAT6 oder CAT7 sollte es da schon sein wenn man auf hohe und stabile Datenraten von 1 Gbit wert legt.
 
Es ist nicht unbedingt schön, Ethernet neben Stromkabel zu legen, aber mit gut geschirmten Kabel sind zumindest Gigabit kein Problem.
Da sollte die Schirmung durch den Switch o. ä. aber auch ordentlich geerdet sein.
 
whats4 schrieb:
stromkabel neben lankabel würde ich nicht als optimal sehen.
im einen rinnt viel strom, das andere mag keine induktiven einstreuungen. sollte also ein gut geschirmtes sein.
Nicht wirklich.
- LAN (mit RG58 mal ausgenommen, dürfte hier eh kaum wer kennen) hat ein symmetrisches Signal mit verdrillten Leitungen, Einstreuungen heben sich gegenseitig nahezu auf.
- Das Magnetfeld einer mehradrigen Netzleitung ist sehr schwach, da sich die Magnetfelder von Hin- und Rückleiter aufheben, nimm mal ein gewöhnliches Zangenamperemeter...
- Von "viel Strom" kann nicht die Rede sein, es geht hier woh nur um etwas Bürokrams und nicht um große Maschinen (inklusive Frequenzumrichtern).

Samurai76 schrieb:
Datenkabel gehören 20cm entfernt verlegt zu Stromführenden Leitungen, nicht in einem Kanal, auch nicht mit Trennern.
Dann dürften nahezu alle Büroinstallationen (Kanal mit Dosen) falsch sein.

In unserer Werkstatt sind LAN und Strom auf getrennten Kabelbühnen, da reden wir auch gerne mal von Leitungen mit 5x25 mm² für die Bearbeitungszentren...
 
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LAN und Strom getrennt zu verlegen halte ich für unnötig, im Brüstungskanal liegen die ja auch nicht 20cm voneinander getrennt.
Die LAN Kabel sind CAT 6 sftp.
Der Bodenkanal hat ja so Trennstege, aber die die Kabel lassen sich halt trotzdem nicht fixieren.
Und die Kabel zu einem dicken Strank miteinander zu verbinden geht natürlich auch nicht, da der Strang dann zu dick wird. Die Kabel müssen nebeneinander in dem Kanal liegen.
Vielleicht säge ich den oberen Deckel ja auch in drei Teile, dann kann ich die Kabel in drei Schritten da rein legen.
Den Deckel am Anfang ansetzen und dann reinschieben wird bei einer Länge von 2m nicht funktionieren.
Dann werde ich morgen mal weiter dran rumfummeln und vielleicht mal versuchen mit Tape zu fixieren.
 
@Vindoriel
na, ich bin eben oldschool, ich gebs ja zu:)

ich dachte da weniger ans erdmagnetfeld, aber im stromkabel ist 50hz wechselstrom, also pulsierendes magnetfeld ums kabel. und "viel" an amplitude im verhältnis zu den signalpegel in einem netzwerkkabel.

ich bin halt der meinung, daß potentielle probleme, die im vorfeld bei der konzeption ausgeschlossen werden, solche sind, an die ich nie wieder denken muss. weil der tag kommt, da steigt einer drauf, etc, etc
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte bisher nur einmal den Fall, das die Schirmung bei GBit eine Rolle gespielt hat und das war ein ~85Meter UTP Kabel vorbei an knapp 50 Gleichrichter und einem 2,5 MVA Trafo. Das bisschen zwei Meter Stromkabel daheim macht nix.
 
Komisch, das in Foren immer noch Leute behaupten, man dürfe keine Stromkabel und LAN Kabel in einem Kabelkanal verlegen bzw. das wäre igendwie ungünstig. Das wird aber in der Industrie und Handwerk überall gemacht. Das zeigt wieder mal, da hier viele Theoretiker am Werk sind, weniger Praktiker. War gerade letzten Monat noch in einem neuen Laborgebäude 3 Stockwerke, alles schön Ex geschützt. Dort ist das so gemacht worden von professionellen Firmen. Warum sollte man im Heimnetzwerkbereich strengere Regeln einhalten, als in der Industrie.
 
das hat niemand behauptet: "darf nicht..."
ich benutzte eine andere fornulierung, die auch was anderes heisst.
"sehe nicht als optimal".
und ich sehe es immer noch so.
 
Ok, der Abstand Kommunikationskabel zu Starkstromleitungen sollte 50mm betragen und Datenkabel sollten nicht mit Datenkabel in einem Bündel verlegt werden. Wenn das so bei dir Privat läuft, who cares. Aber ich gebe ungern Tips, die keine Gültigkeit haben.
 
ist ja die haut mit den abgebundenen enden.
soll jeder, wie er mag
 
whats4 schrieb:
ich dachte da weniger ans erdmagnetfeld, aber im stromkabel ist 50hz wechselstrom, also pulsierendes magnetfeld ums kabel. und "viel" an amplitude im verhältnis zu den signalpegel in einem netzwerkkabel.
Ich habe auch nirgends vom Erdmagnetfelld geschrieben. Und mit "pulsierend" ist da auch nichts, sondern schöner Sinus mit "nervöser Gleichspannung" (das sagen die HF-Leute über alles unter 20 kHz...) und lachhafter Flankensteilheit.
Bei 20 kW über Phasenanschnitt kann man sich schon eher drüber unterhalten...
 
na klar pulsiert das bei wechselspannung, ist doch ein netzkabel
erd.. klar, hab mich verlesen
 
Um den Spekulationen entgegenzuwirken, bitte ich folgenden Link zur fachgerechten Leitungsverlegung beachten: https://www.elektrofachkraft.de/sicheres-arbeiten/verlegung-leitungsadern#axzz5VRfRRUXU

Twisted Pair Kabel ist durch den Aufbau ziemlich robust gegen Gleichtaktstörungen wie sie ein "Stromkabel" in sehr geringem Ausmaß aussendet, selbst wenn es direkt daneben liegt. In der Zeit einer 50Hz Halbwelle sind bereits 10.000kbits über die Leitung gewandert. Kritisch sind Störungen durch zum Beispiel Schaltnetzteile, die leitungsgebunden die Schaltfrequenz und daraus resultierende Oberwellen auf die Zuleitung aussenden. Sollte bei nicht defekten, CE geprüften Geräten zwar nur in geringem Maß auftreten, die Praxis zeigt jedoch, dass es viele Billighersteller damit nicht so genau nehmen. Dann ist eine Schirmung der Telekommunikationsleitungen vorteilhaft. Aber nur, wenn der Schirm auch niederohmig in den Potentialauagleich eingebunden ist.
 
eben, in einem netzkabel findet sich alles mögliche.

ich breche das auf die einfache grundregel: wo räumliche trennung, kein potentielles problem.
weil ich jede noch so unwahrscheinliche fehlerquelle prinzipiell meide, wenn nur irgendwie möglich.
ist viel entspannter so.
 
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