Kalenderdienst für die Großfamilie

snoogans schrieb:
Solange der Anbieter eine IPv6 sendet, ist alles gut. Sollte das einmal nicht der Fall sein, warum auch immer, gibt es keine Verbindung!
Was ich seltsam finde ist, dass der Zugriff auf meine Synology-NAS von dem IPhone meiner Frau funktioniert aber von meinem Android wegen Timeout fehlgeschlagen hat (Manchmal war es auch genau andersrum). Da wir in unterschiedlichen Mobilfunknetzen sind, bin ich davon ausgegangen, dass ich eine IPv4 auf meinem Android-Gerät erhalten habe aber keine IPv6. Das war aber nicht der Fall, was ich auf der Seite wahtismyipaddress überprüfen konnte.
snoogans schrieb:
Du benötigst dringend Dual-Stack. Sag einfach wegen Homeoffice. Probiere es ruhig mehrmals bei unterschiedlichen Beratern, wenn sie sich weigern. Bei welchem Anbieter bist du?
Ich bin bei htp und ein Bekannter hat mir den Tipp gegeben, im Kundenportal die Option zum Umstellen von DSLite auf DS zu nutzen. Das hat geklappt. Hier auch noch mal ein ausdrückliches Danke an @snoogans und @DeusoftheWired, die das ja auch empfohlen haben.
snoogans schrieb:
VPN war keine Option? Bei einer Freigabe muss man etwas mehr machen, damit es nicht zum Bumerang wird.
Wäre ich dran interessiert. Muss mich aber erstmal informieren wie das technisch konfiguriert wird.

Vielen Dank erstmal an dieser Stelle für die wertvolle Hilfe.
 
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Der Synology Kalender und das Adressbuch haben manchmal schon komische Fehler gehabt. Ich würde diese Apps nur bedingt empfehlen. Wenn man langfristig Ruhe haben will und einen schlanken Dienst bevorzugt, ist man bei Baikal nicht schlecht aufgehoben.

Ich würde, wenn möglich, beim DynDNS auch nur die IPv4 übertragen und nicht beide Adressen. Mit einer IPv6 bekommst du ja immer eine ausgehende IPv4. Dein Problem ist aber die eingehende IPv4 gewesen. Das kann man oft einfach über die Update-URL anpassen. Bei IPv6 ist noch zu beachten, dass jedes Gerät seine eigene hat und diese auch freigegeben werden muss. Im Gegensatz zu IPv4 müssen die Anfragen direkt an die Geräte gestellt werden und nicht an den Router. Der Router verteilt die Anfragen bei IPv6 nicht mehr. Somit ist es unbedingt nötig, dass die IPv6-Adresse auch richtig übermittelt wird. Dort gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine einfache Aktualisierung durch den Router ist nicht möglich. Entweder muss das Gerät die Aktualisierung selbst durchführen oder man überträgt nur dem Präfix und trägt die IPv6 manuell ein (kann nicht jeder Anbieter).

ScottB schrieb:
Wäre ich dran interessiert. Muss mich aber erstmal informieren wie das technisch konfiguriert wird.
Das ist auch sehr schnell und einfach umzusetzen. Mit einem entsprechenden Router, der IPSec oder noch besser WireGuard unterstützt, sind das ein paar Klicks. Danach bist du von extern mit deinem Netzwerk verbunden, ohne dass der Service öffentlich im Internet steht. Für Privat erst einmal die beste Lösung als eine Freigabe. Besonders, wenn man keine weiteren Schutzvorrichtungen getroffen hat.
 
Ich verwende den Synology Kalender seit einer Woche für die familiären Termine und wollte euch eine kurze Rückmeldung geben. Wie schon von mir berichtet, nutze ich auch den Synology-DDNS-Dienst, um von außen über eine öffentliche Domäne auf mein DSM im Heimnetzwerk zuzugreifen. Dies ist notwendig, um die Endgeräte der Familienmitglieder über die CalDAV-URL mit dem Familienkalender zu verknüpfen. Die Sache hat nach ihrer Einrichtung ganz gut funktioniert und ich konnte meiner Frau etwas Vertrauen in die Technik abgewinnen. Doch es hat nicht lange gedauert, da war entweder auf meinem Android-Smartphone oder auf dem IPhone meiner Frau keine Verbindung zum Synology Kalender mehr möglich. Ich habe gedacht, dass es daran liegt, dass ich einen DS-Lite-Anschluss haben, also habe ich den Anschluss im htp-Kundenportal auf DS umgestellt. Nach einem Neustart der Synology NAS stand die Verbindung wieder und wir konnten weiter fröhlich Termine eingeben. Nach ca. 6 Stunden, wieder keine Verbindung. Ich habe im Menü "Externe Zugriffe" in der Synology DSM gesehen, dass meine NAS nur eine IPv4-Adresse bekommen hat, aber keine IPv6. Meine Vermutung war dann, dass die Fritzbox keine GUA-IPv6-Adresse an meine NAS vergibt, wenn der Präfix vom Provider erneuert wurde. Ich habe dann in der Fritzbox unter dem Menü "Heimnetzwerk->Netzwerkeinstellungen->IPv6-Einstellungen" die Option "Nur DNS-Server zuweisen" zu "DNS-Server, Präfix (IA_PD) und IPv6-Adresse (IA_NA) zuweisen" geändert. Seitdem haben wir immer eine gültige IPv6-Adresse und Zugriff auf den Kalender von außen.

Nun zum praktischen Nutzen: Es ist ganz nett, dass wir jetzt alle unseren Familienkalender auf den Endgeräten eingebunden haben. Als ich gestern meine Tochter von einer Spielfreundin abgeholt habe, konnte ich sofort sehen, ob sie nächste Woche schon verplant ist. Etwas schade finde ich, dass ich in den CalDAV-Account, den ich über die DSM administriere, keine Ferien- und Feiertags-Kalender importieren kann. Ich muss es auf jedem Endgerät einzeln tun, was ziemlich nervig ist.

Außerdem habe ich auf dem neuen IPhone meiner Frau festgestellt, dass sie Erinnerungen erstellen und ihnen abfotografierte Dokumente anheften kann. Das IPhone wandelt die Dokumente direkt nach dem Abfotografieren in eine PDF um. Die Erinnerungen kann ich leider nur in den ICloud-Kalender einfügen, nicht aber in unseren Synology-Kalender. Das ist schade, weil wir im Alltag sämtliche Termine von Kindergärten und Schulen immer in Papierform bekommen und diese sich dann irgendwann stapeln, bis man den Überblick verloren hat. Das ist definitiv ein Minuspunkt, wenn man sich für den Synology-Kalender entscheidet.
 
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  1. Ich würde IPv6 im Router komplett deaktivieren, wenn du das schon nicht richtig einrichten kannst! Eine richtige Einrichtung ist nicht, dass es irgendwie gerade läuft.
  2. Natürlich kann man auch Termine in den Kalender importieren. Dazu nimmst du einen Client deiner Wahl und importierst das Ferien-File. Ich mache das immer am Desktop über Outlook per Drag and Drop. Es gibt aber auch Apps, die das am Phone machen können, teilweise aber kostenpflichtig. Thunderbird kann das natürlich auch.
  3. Der Kalender und das Adressbuch sind wie bei Baikal wirklich nur ein Kalender, also ohne Anhang oder Ähnliches. Das ist kein Bug, sondern so gewollt und auch bei anderen Servern so üblich.
  4. Stelle die Firewall richtig ein und nutze das Skript von Geimist, bevor etwas in die Hose geht und du ganz andere Probleme hast. Deaktiviere UPNP und stelle die Sicherheitseinstellungen richtig ein.
  5. Verwende, wenn möglich, VPN und keine Freigabe. Leichter als mit WireGuard bei deiner Fritz!Box geht es nicht!
Mir ist die Umsetzung zu halbherzig, um nicht irgendwann Probleme zu bekommen. Viele Vorschläge habe ich in den anderen Beiträgen schon ausführlich gegeben, welche aber scheinbar nicht umgesetzt wurden. Dann kann man sich den Aufwand für das ausführliche Schreiben auch sparen.
 
snoogans schrieb:
Mir ist die Umsetzung zu halbherzig, um nicht irgendwann Probleme zu bekommen.
Mir eigentlich auch.
snoogans schrieb:
Viele Vorschläge habe ich in den anderen Beiträgen schon ausführlich gegeben, welche aber scheinbar nicht umgesetzt wurden. Dann kann man sich den Aufwand für das ausführliche Schreiben auch sparen.
Ich komme zwar nur im Schneckentempo voran, aber das heißt nicht, dass ich deine Ideen nicht umsetze. Im Gegenteil, ich finde sie echt hilfreich.
Was Beikal angeht: Im Moment wüsste ich nicht, auf welchem Server ich das ohne extra Aufwand laufen lassen könnte. Klar, mit Docker auf der Synology-NAS ginge das bestimmt, aber da fehlt mir gerade noch das nötige Know-how.
snoogans schrieb:
Natürlich kann man auch Termine in den Kalender importieren. Dazu nimmst du einen Client deiner Wahl und importierst das Ferien-File. Ich mache das immer am Desktop über Outlook per Drag and Drop. Es gibt aber auch Apps, die das am Phone machen können, teilweise aber kostenpflichtig. Thunderbird kann das natürlich auch.
Es ist doch aber so, dass ich das auf jedem Endgerät einzeln machen muss. Es ist ja nicht so, dass ich den Ferien-Kalender in Outlook importiere und dieser am Ende auf allen anderen Endgeräten ebenfalls importiert ist. Ich muss also von Handy zu Handy gehen, und den Ferien-Kalender importieren.
snoogans schrieb:
Das ist kein Bug, sondern so gewollt und auch bei anderen Servern so üblich.
Das sollte auch nicht den Eindruck erwecken, als wäre es ein Bug. Ich finde das Apple-Feature trotzdem ziemlich praktisch und habe kurz sogar überlegt, ob es mir den Umstieg auf iCloud und Apple-Produkte wert wäre. Ich bekomme ständig irgendwelche Zettel mit Terminen und Ankündigungen und ich hasse es einfach, dieses ganze Papierkram zu verwalten. Im Moment ist es so, dass ich Mühsam das Wichtigste aus den Dokumenten in den Terminkalender am Smartphone übertrage.
snoogans schrieb:
  1. Stelle die Firewall richtig ein und nutze das Skript von Geimist, bevor etwas in die Hose geht und du ganz andere Probleme hast. Deaktiviere UPNP und stelle die Sicherheitseinstellungen richtig ein.
  2. Verwende, wenn möglich, VPN und keine Freigabe. Leichter als mit WireGuard bei deiner Fritz!Box geht es nicht!
Ja das ist mein nächstes Ziel. Ich habe noch nie mit WireGuard gearbeitet, muss hier also erstmal Fuß fassen. Aktuell kann ich mir nicht ganz vorstellen, wie ich die Kalender-App auf meinem Android via VPN mit meinem CalDAV-Account auf der Synology-NAS verbinde.
 
...hier stand ein falscher Beitrag...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@snoogans Im falschen Beitrag unterwegs?:p;)
 
snoogans schrieb:
Wenn du einen kleinen, schnellen Kalender und ein Adressbuch haben willst, kommst du um Baikal nicht herum.
Radicale gibts auch noch, nur so der Vollständigkeit halber.
 
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Richtig, wird die noch entwickelt und gewartet? Das war damals schon sehr dürftig.
 
Hallo liebe Community,

ich freue mich sehr, euch mitteilen zu können, dass ich seit einigen Wochen eine wirklich stabile und komfortable Kalenderlösung für meine Familie in Betrieb habe. Da ich hier im Forum wertvolle Unterstützung erhalten habe, möchte ich meine Erfahrungen und die wichtigsten Schritte teilen, vielleicht hilft das ja jemandem weiter.

Zielsetzung​

Ausgangspunkt war der Wunsch, einen Baïkal-CalDAV-Server auf meiner Synology DS1520+ zu betreiben und auch von außerhalb des Heimnetzwerks sicher auf meine Kalender zugreifen zu können.

Grundvoraussetzungen​

Der Baïkal-Server läuft auf meiner Synology im Container Manager, was ich hier nicht im Detail beschreibe ( das würde wohl den Rahmen sprengen). Für den externen Zugriff mussten jedoch mehrere technische Voraussetzungen erfüllt sein:
  1. Eigene Domain mit SSL-Zertifikat
    Da sich die öffentliche IP-Adresse eines privaten Internetanschlusses regelmäßig ändert, ist eine feste Domain mit gültigem SSL-Zertifikat sehr hilfreich (insbesondere für den Aufbau einer VPN-Verbindung).
  2. Router mit VPN-Funktionalität
    Der Router muss in der Lage sein, als VPN-Endpunkt zu fungieren. Meine alte Hardware konnte das nicht, daher habe ich mir über Kleinanzeigen eine Fritz!Box 7590 AX für rund 90 € besorgt.
  3. DynDNS über Netcup
    Ich habe bei Netcup ein Webhosting-Paket (ca. 12 € pro Jahr) gebucht. Das Paket enthält eine Domain, die ich für DynDNS nutze.
    Auf meinem Webserver liegt ein kleines PHP-Skript, das die aktuelle öffentliche IP-Adresse meiner Fritz!Box an den Netcup-DNS-Server übermittelt. Die Fritz!Box ruft dieses Skript bei jeder Adressänderung automatisch auf.
    In den DynDNS-Einstellungen der Fritz!Box müssen dafür die Update-URL und der Domainname eingetragen werden.
    Anschließend kann über die Netcup-Oberfläche ein SSL-Zertifikat für die eigene Domain erstellt werden, damit die Kommunikation zwischen Fritz!Box und Webserver verschlüsselt erfolgt.

VPN-Zugang mit WireGuard​

Sobald die Fritz!Box über die öffentliche Domain erreichbar ist, lässt sich im Menü „VPN (WireGard)“ ein QR-Code generieren, der alle Verbindungsdaten enthält.
Diesen Code scannt man einfach mit der WireGuard-App auf dem Smartphone und schon befindet man sich sicher im eigenen Heimnetzwerk.

Zugriff auf den Baïkal-Kalender​

Die Konfiguration meiner Kalender habe ich bequem zuhause am Desktop-PC über das Baikal-Wepinterface durchgeführt. Dort findet man auch die persönliche CalDAV-URL, die anschließend im bevorzugten Kalender-Client (z. B. auf Android, iOS oder in Outlook) eingetragen wird.
Nach der Einrichtung werden die Kalender automatisch synchronisiert.

Erweiterung um weitere Dienste​

Das Beste an dieser Lösung: Sie schafft ein solides Fundament, um weitere IT-Dienste im Heimnetz zu betreiben, unabhängig von externen Cloud-Anbietern.
So habe ich zusätzlich eine Subdomain für meinen GitLab-Server eingerichtet. Dafür leitet meine Fritz!Box Port 443 an die interne IP-Adresse der DS1520+ weiter.
Auf der DiskStation habe ich einen Reverse Proxy konfiguriert, der Anfragen über Port 443 an den internen GitLab-Container weitergibt.
Wichtig: Wer ebenfalls Dienste über die Portfreigabe 443 bereitstellen will, braucht auch für die DS ein SSl-Zertifikat. Da dieses irgendwann abläuft, muss es regelmäßig erneurrt werden und wer GitLab (oder ähnliche Dienste) extern erreichbar macht, sollte unbedingt eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren, um die Sicherheit zu erhöhen.

Fazit​

Dank eurer Unterstützung (insbesondere durch Snogaanz, ohne dessen Hilfe ich wohl deutlich länger gebraucht hätte) läuft nun eine zuverlässige, sichere und erweiterbare Familienlösung.

Vielleicht hilft diese Anleitung ja anderen, die ebenfalls ihre eigene kleine Cloud-Infrastruktur aufbauen möchten.

Viele Grüße
 
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