Katastrophaler Anbieterwechsel zu Amplus

paperzoner

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Hallo zusammen,

vor gut einem Jahr kam bei uns ein Vertreter von Amplus vorbei der uns schnelleres Internet versprochen hat. Ok gut, Vertrag mit der Telekom war noch 1 Jahr Restlaufzeit, dann warten wir halt noch. Ein Jahr ist irgendwie erträglich wenns nicht anders geht. Den Amplus Vertrag haben wir schon mal ausgefüllt, der liebe Herr Vertreter kümmert sich um den Rest, also Kündigung Telekom Vertrag, Schaltung vom Anschluss,usw.... Wir müssen uns nur ne Fritzbox holen, was wir auch gemacht haben, den Rest übernehmen sie.
Vor ein paar Tagen sind wir dann doch stutzig geworden, weil keine Zugangsdaten oder so kommen (Schalttermin 20.06.16). Haben da angerufen und anschließend Post erhalten. Amplus will bei uns erst 2017! den Anbieterwechsel durchführen.

Nach mehrmaligen Anrufen bei denen kam eigentlich nix raus. Ich vermute, dass sie irgendwie vergessen haben den Telekomvertrag für uns fristgerecht zu kündigen und deshalb noch ein Jahr warten müssen. An sich können wir aber nix dafür, dass die das versemmelt haben... Auf Anfrage meinen sie aber, dass der Amplus Vertrag weiterhin gilt.

Gibts da Möglichkeiten was man tun könnte oder kann man irgendwie aus dem Vertrag aussteigen? Noch ein Jahr warten für solche Unseriösität ist mir dann doch zu blöd. Wir würden noch komplett im Dunkeln tappen wenn wir nicht selbst 4 mal angerufen hätten... Bin für jeden Tipp dankbar!

Mit freundlichen Grüßen
 
muss sein: Wie kann man sich von nem Vertreter an der Haustür eine Internetleitung aufschwatzen lassen?


zum Problem:
Wie kann der Vertrag gelten, wenn die darin bezeichnete Dienstleistung nicht zum vereinbarten Termin erbracht wird?
Wie kann der Vertrag gelten, wenn die Dienstleistung zu einem akzeptablen Termin (2 Tage bis 4 Wochen) nicht erbracht werden wird?
 
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Anwalt einschalten?
Hast du Vertragsunterlagen schriftlich im Original vorliegen?
Vertrag? Wann beginnt dieser? Schalttermin? usw.?

Wenn ja, Frist setzen zur Erfüllung (2-3 Wochen höchstens). Nach Ablauf der Frist den Vertrag fristlos kündigen wegen Nichterfüllung.
Fritz!Box entweder wieder zurück schicken falls noch geht, oder nach fristloser Kündigung Amplus in Rechnung stellen.

Es ist doch gaz einfach Amplus kann den Vertrag nicht fristgerecht erfüllen und auch in einem akzeptablen Zeitrahmen nicht nach-erfüllen.
Daher fristlose Kündigung! Fertig...

Amplus scheint ein regionaler Anbieter zu sein und deren Homepage erweckt auf mich nun nicht gerade den Eindruck ein bodenständig seriöses Unternehmen vor mir zu haben.
Ach ja, Haustürgeschäft? ...selber Schuld! (Sorry, aber das sollte dir hoffentlich für die Zukunft eine Lehre sein.)
 
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Das Bashing des Newbies finde ich blöde.:(
Es sind jede Menge "Provisionsgeier" unterwegs, sie sind die "Blöden" (Täter), nicht der gutgläubige Verbraucher (Opfer)...
Newbie wird sicher dazu gelernt haben...:)
 
Zuletzt bearbeitet: (persönliches entfernt)
Okay danke für die raschen und helfenden Antworten. Gleich mal vorne weg: Es ist so, dass einige Leute in der Nachbarschaft Ampluskunden sind und bei denen läuft alles reibungsfrei. Die haben uns dann auch zum Wechseln überzeugt. Ich hoffe es ist einigermaßen nachvollziehbar, dass man seinem engstem Umfeld da glaubt, wenn sie nur Gutes von Amplus sagen können. Der Vertreter war dann nur mal da wegen dem Vertrag.
Rechtfertigung beiseite, mir ist klar wie dämlich es trotzdem ist. Aber das dämlichste kommt jetzt gleich noch :D

Originalvertrag ist an sich komplett vorhanden. Im Nachhinein natürlich auch klar warum, ist nirgendwo ein genauer Schalttermin /Vertragsbeginn vermerkt (zumindest habe ich ihn nirgendwo lesen können). Es war immer nur die Rede davon, dass dieses Jahr sobald der Telekomvertrag ausläuft der von Amplus beginnt. Mündlich wurde natürlich vom 20.06.16 gesprochen, aber es wurde einfach nirgendwo festgehalten. Das macht die ganze Sache rechtlich wohl deutlich schwerer...

Die Telekom hat uns kurz nach Vertragsabschluss mal angerufen und nach den Gründen gefragt, weshalb wir den Anbieterwechsel durchführen werden. Also klang das alles so, als ob es schon unter Dach und Fach wäre.
 
Das kannst du tun:
1. Frage Amplus wann die Telekom informiert wurde (Datum...)
2. Frage Telekom wann der Anbieterwunsch eingegangen ist und warum er nicht bearbeitet wurde...
Danach rechergierst du weiter, oder gibts auf... Wie die meisten.:D

Noch ein Tipp: Dein Vertrag zum nächstmöglichen Anbieterwechsel bleibt gültig für 2017! Wenn du dich noch nicht festlegen möchtest muss du ihn kündigen.
 
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kündigen ist immer der erste Schritt.

zum Einen wird Amplus einen Kunden verlieren, wenn der Laden ordentlich organisiert ist wird der Grund dafür sorgen daß man die Telekom anschnauzt, wenn nicht wird jemand bei Amplus angeschnauzt. Problem ist eher, daß niemand die Ausdauer hat einen Präzedenz-Fall zu kreieren zu lassen, am wenigsten die Telekom. Also entweder alle Geschütze oder nix.
 
Nein, beim Anbieterwechsel kündigt der Kunde nicht. Eigentlich unterschreibt er nur den Anbieterwechsel mit oder ohne Rufnummernmitnahme. Alles weitere erledigen die Provider. Normalerweise bestätigt dann der Anschlussbetreiber den Wechsel, bzw. Kündigung und den Termin. der neue Anbieter schickt die Hardware und das war es.
 
Zuletzt bearbeitet: (persönliches entfernt)
paperzoner schrieb:
Originalvertrag ist an sich komplett vorhanden. Im Nachhinein natürlich auch klar warum, ist nirgendwo ein genauer Schalttermin /Vertragsbeginn vermerkt (zumindest habe ich ihn nirgendwo lesen können). Es war immer nur die Rede davon, dass dieses Jahr sobald der Telekomvertrag ausläuft der von Amplus beginnt. Mündlich wurde natürlich vom 20.06.16 gesprochen, aber es wurde einfach nirgendwo festgehalten. Das macht die ganze Sache rechtlich wohl deutlich schwerer...

Die Telekom hat uns kurz nach Vertragsabschluss mal angerufen und nach den Gründen gefragt, weshalb wir den Anbieterwechsel durchführen werden. Also klang das alles so, als ob es schon unter Dach und Fach wäre.


Über meine jetzige Aussage bin ich mir leider nicht so sicher - der Hausverstand gibt mir aber irgendwie recht.
Solange Amplus nicht schaltet und sozusagen den Vertrag nicht erfüllt sollte man doch jederzeit ohne Probleme kündigen können? Bisher wurde ja noch nichts geleistet...
 
Zuletzt bearbeitet:
Tut mir leid, dass ich diese Karteileiche wieder zum Leben erwecke....

Aber Amplus hat in meiner Region aktuell wieder eine große Offensiv am Laufen und geht aktiv auf potentielle Kunden bzw. Interessenten zu. Gegen Vertragsabschluss wird z.B. der Glasfaseranschluss ins Haus gelegt.

Gibt's aktuell Erfahrungen mit Glasfaser über Amplus?
 
Der TE schrieb ja dass die Nachbarn durchweg zufrieden waren, auch wenn das bereits eine Weile her ist.
Größtes Problem bei solchen Anbietern ist meist die Schaltung von DS-Lite oder Überbuchung* des Uplink.
Wenn man hier gegen kleinen Aufpreis eine eigene, öffentliche IPv4 Adresse bekommen kann sollte man das tun.
Evtl. meldet sich @paperzoner ja nochmal wenn er über die Erwähnung benachrichtigt wird. Ansonsten kannst du ihm mal eine PN schreiben.

*Bei Überbuchung kommts halt drauf an ob man von ADSL mit <16Mbit/s kommt und dann statt der versprochenen 300Mbit nur 100Mbit anliegen oder ob man von VDSL100 kommt und dann nur statt der versprochenen 300Mbit nur 100Mbit auf der Glasfaser anliegen.

Ansonsten besteht auch immer die Möglichkeit den Tarif erst kleinstmöglich zu wählen und später zu erweitern statt erst dicke Leitung buchen und dann nicht mehr runterstufen können.
Kommt natürlich auch etwas aufs Preismodell an, oftmals steigt die Einmalzahlung für den Anschluss bei kleinen Tarifen.
 
@h00bi : Die Frage ist eben, ob man einen funktionierenden DSL 50.000 Anschluss auf's Spiel setzen mag?

Aber dieses Entscheidung kann mir natürlich niemand abnehmen.
 
Wenn bei euch VDSL50 ausgebaut ist und evtl. sogar 100 oder 250 näher am Verteiler, dann kann es durchaus sein dass bei euch gar nicht genug Bestellungen zusammen kommen.

Alternativ kannst du den VDSL Anschluss dank separater Technik ja auch eine gewisse Zeit parallel weiter laufen lassen, kostet halt mehr, bietet aber auch mehr Sicherheit.
 
Ich habe den Anschluss bereits seit 2 Jahren im Keller liegen. War damals kostenlos ohne jede Verpflichtung - kam aus einem Fördertopf, bei dem nicht erschlossene DSL Gebiete versorgt wurden und wir sind als letzte Straße noch mit reingerutscht, obwohl bereits eine Versorgung bestanden hat.

Im Moment erfolgt eine Bedarfsabfrage für das restliche Dorf - hier erfolgt der Abschluss aber nur gegen Gebühr oder zum Spottpreis bei Abschluss eines Vertrages.

Die von uns durchgeführte Leitungsprüfung hat ergeben,dass wir Ihnen eine Geschwindigkeit im Download mit maximal 200.000 Kbit/s anbieten können.

schreibt mir Amplus auf meine Nachfrage zur möglichen Geschwindigkeit.

Im Moment habe ich ja ein ein Kabel im Keller hängen - dementsprechend müsste ich doch, um in den vollen Glasfasergenuss zu kommen, selbige doch auch im Haus verlegen, oder?
 
Um in den vollen Glasfasergenuss zu kommen reicht es eine gut kaubare Portion abzuschneiden.

Wenn es darum geht die Geschwindigkeit des verfügbaren Glasfaser-Tarifs zu nutzen - das sind laut Deiner Aussage 200 Mbit, dafür kannst Du quasi frei wählen. Glasfaser ist natürlich auch hier die einzige Zukunftssichere Lösung, in der Gegenwart und noch einige Zeit danach wird aber Ethernetkabel mit 1 und 10 Gbit vermutlich keinen Flaschenhals bilden.

Geht es Dir darum, das was über die Glasfaser möglich ist auszuschöpfen, dann kommt auch im Haus nur Glasfaser in Frage. Da sind wir gegenwärtig bei 400 Gbit die Dir auch Dein Provider sicher gerne stellen wird wenn Du ihn mit Geld (Kisten reichen da aber nicht mehr, es werden LKW-Ladungen gebraucht) dazu zwingst.

tl;dr: Glasfaser wenn Du es zukunftssicher magst und Kosteneffizienz nicht als vordringlich ansiehst. Ansonsten Ethernetkabel mit Eignung für 10 GBit verlegen lassen.
 
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Kornilein schrieb:
Im Moment erfolgt eine Bedarfsabfrage für das restliche Dorf - hier erfolgt der Abschluss aber nur gegen Gebühr oder zum Spottpreis bei Abschluss eines Vertrages.
Vermutlich gabs in der letzten Runde zu viele Kunden wie dich, deren Anschluss noch ungenutzt im Keller liegt.

Du kannst den GF Anschluss ja jederzeit aktivieren lassen und nutzen.
Eine normale 1 Gigabit Ethernet Hausverkabelung mit zeitgemäßem Netzwerkkabel ist üblicherweise auf 10G aufrüstbar.

In deinem Haus Glasfaser zu legen ist nicht notwendig. Glasfaser muss nur bis dahin, wo der Router hin kommt.
Der kann aber auch zum Anschluss in den Keller.
 
Nun ja: Uns wurde der Anschluss mehr oder weniger aufgezwungen, obwohl wir mehrfach bekundet haben, dass Glasfaser aktuell nicht benötigt und ein Wechsel nicht erfolgen wird.
Irgendwie müssen die zugewiesenen Förderungen ja auch eingesetzt werden. Mein schlechtes Gewissen hält sich daher in Grenzen.

Für die restlichen Ausführungen von Dir besten Dank.
 
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