Kaufberatung Office PC "gehobene Ansprüche" für meine Firma (3 Stück)

Alles wunderbar und schön und gut. ABER: wenn derjenige das Unternehmen verlässt?

Wenn innerhalb des Unternehmens NIEMAND ist, der sich mit Hard/Software auskennt?

Solang alles funktioniert, wunderbar. Wenns dann mal nciht mehr geht und der selbsternannte IT-Manager nciht mehr da ist?

DANN ist "Cheffe" gezwungen, einen Externen anzurufen. Was dann RICHTIG teuer wird. Und es geht nur darum. Ja, ich baue auch bessere und günstigere Kisten als Dell/HP. Ist keine Kunst. Ich bastel auch einen Server zusammen wenns sein muss und konfigurier die ganze Scheisse.
Alles keine Kunst.
Wenn ICH dann aber das Unternehmen verlasse, was dann? Dann wird das im Vergleich zum Systemhaus "Ersparte" im Bedarfsfall doppelt und dreifach für einfache Wartungsarbeiten ausgegeben. ISt das sinnvoll? Kann irgendjemand garantieren die nächsten 5 Jahre im selben Unternehmen zu bleiben?

Nein?

Eben.
 
Worum geht es eigentlich bei so einem Projekt? Um die Softwarekonfiguration der Anwendungen und des Netzwerks oder um die reine Hardware? Bei großen Firmen mag das mit einem Systemhaus ja alles zutreffen. Bei einer kleinen "Klitsche" eines Selbstständigen, der wirklich nur 3 Rechner benötigt, halte ich das für überzogen. Wenn an einer Kiste was kaputt ist, dann wird halt im Zweifel eine neue gekauft und ins bestehende Netz "eingehängt". Hardware kostet doch "fast nix" mehr und wenn so ein 350,- Euro PC nach 3 Jahren Dauerlauf die Grätsche macht, dann wird halt ein neuer gekauft und gut ist es. Abgeschrieben ist die Gurke bis dahin allemal. Zeit ist kostbar und Fehlersuche bei Hardware durch einen Techniker kann doch heute "keiner" mehr bezahlen, wenn erst Garantien abgelaufen sind.

Natürlich sollen Leute, die sich als Fachleute/Admins in ein Thema einarbeiten, auch ein entsprechendes Gehalt verdienen. Was aber draußen verlangt wird, kann und will sich einfach nicht jeder kleine Unternehmer leisten. Solange nicht an der existenziell wichtigen Datensicherung in der Firma gespart wird, ist doch alles in Ordnung.

Habe letztens erst einen recht alten PC für Windows XP an jemanden verkauft, der das Teil in einer Kanzlei in sein Netzwerk hängen wollte. Sein bisheriger Rechner war kaputt und seiner Ansicht nach gab es neu nichts vergleichbares, was unter XP vernünftig läuft. Wir hier wissen, das sowas Quatsch ist, aber was soll's! Auch dieser Herr war Kunde bei einem Systemhaus, was ihm die IT-Anlage in der Kanzlei eingerichtet hatte und auch wartet. Warum geht so ein Anzugträger nicht direkt dorthin und kauft bei denen einen PC? :D Für das alte XP-Schätzchen wird es aus Sicht dieser Person gute Gründe geben...

Manchmal habe ich den Eindruck, dass hier bei Kleinunternehmern die gleichen Maßstäbe angelegt werden, wie bei einem großen Konzern mit eigener IT-Abteilung.

Zum Thema IT-Systemhaus: Ich hatte letztens ein von einem solchen "Systemhaus" zusammengestelltes System sehen dürfen. Das war ein alter AMD Athlon X2 64 auf einem alten Billig-ASRock-Board der 40,- Euro Klasse. Das Ganze "garniert" mit einem Tronje 500 Watt Netzteil! ;) Der Rechner verfügte nichtmal über eine zusätzliche Grafikkarte, oder zig Laufwerke, die ein solches NT erfodert hätten. Es handelte sich schlicht um die "Schreibmaschine" einer Vorzimmerdame. Da haben viele Leute hier im Forum mehr Kompetenz bei der Zusammenstellung eines solchen Systems. Man kann das also nicht verallgemeinern und muss sich, wenn schon, einen vernünftigen Laden suchen, was aber auch wieder kostet. You get, what you pay for!
 
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MDMMA schrieb:
Alles wunderbar und schön und gut. ABER: wenn derjenige das Unternehmen verlässt?

Das ist doch ganz einfach. Zum einen ist in der Regel in irgend einer Form eine Kooperation mit einem Anbieter gegeben - sei es wegen der Systemsoftware oder weil man da die Hardware gekauft hat. Auch sollte, wenn jemand den Betrieb verlässt, dies geordnet geschehen - also eine Übergabe stattfinden. Auch sollte der IT-Verantwortliche - wie stark er diese Position auch immer mit Leben ausfüllt - eine Sache gemacht haben: eine Dokumentation, die den Ist-Stand aufzeigt.

Aber gut - sagen wir, alle Stricke reißen - und so etwas gibt es - ohne Frage.

Es ist definitiv nicht viel Arbeit, sich einen Überblick über den Zustand des Betriebes zu verschaffen. Und teuer ist das auch nicht. Weil es nicht viel Arbeit ist - vor allem aber, weil es genug potentielle Nachfolger gibt, die gerne übernehmen.
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Lord Extra schrieb:
Zum Thema IT-Systemhaus: Ich hatte letztens ein von einem solchen "Systemhaus" zusammengestelltes System sehen dürfen. Das war ein alter AMD Athlon X2 64 auf einem alten Billig-ASRock-Board der 40,- Euro Klasse. Das Ganze "garniert" mit einem Tronje 500 Watt Netzteil! ;) Der Rechner verfügte nichtmal über eine zusätzliche Grafikkarte, oder zig Laufwerke, die ein solches NT erfodert hätten. Es handelte sich schlicht um die "Schreibmaschine" einer Vorzimmerdame. Da haben viele Leute hier im Forum mehr Kompetenz bei der Zusammenstellung eines solchen Systems. Man kann das also nicht verallgemeinern und muss sich, wenn schon, einen vernünftigen Laden suchen, was aber auch wieder kostet. You get, what you pay for!

Da hab ich noch ganz andere Sachen gesehen. Server von Systemhäusern hübsch mit Serversoftware eingerichtet (teuer, teuer, teuer) - als peer to peer - was in so einer Steuerberantskanzlai zum Beispiel natürlich niemanden auffällt. Auch das im Inneren des "Servers" kein bisschen Serverhardware werkelte - und die Datensicherung nur Schein war. Die Systemsoftware lag auch nicht vor - nur installiert.

Irgendwann nach Jahren wurde dann dem Eigner mulmig (die teuren und unangenehmen Zwischenfälle waren zu viele) - und bei diversen Nachfragen wurde ihm klar, dass er verarscht wird. Er wollte wechseln. Die haben dem bis heute nicht die Systemsoftware ausgeliefert. Ich hatte Mühe, diese zu extrahieren und in das neue System zu migrieren. Dokumentation ebenfalls Fehlanzeige. Es wurde zwar auch eine neue Software eingesetzt - aber: Steuerberatungsgesellschaft - die alten Daten mussten aktiv vorgehalten werden.

Merke: auch an dieser Front bietet ein Systemhaus keinerlei mehr Sicherheit als der IT-Student um die Ecke.
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Gerade ein Forum wie dieses hier könnte ein Gegengewicht zu so etwas sein. Dennoch wird leider jede diesbezügliche Anfrage sofort negiert und der Hilfesuchende mit Verweis auf Systemhäuser vergrault. Ich finde, es gilt hier umzudenken. Der Verweis auf ein Systemhaus kann ja bleiben - aber die Beratungsleistung sollte unbedingt geleistet werden. Hier fragen keine Konzerne an - sondern die kleinen Betriebe, die bei so etwas massiv geschädigt werden können und Hilfe benötigen. Und indirekt profitieren wir, wenn wir den Schaden abwenden.
 
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You get what you pay for - exactly.

Bei meinem letzten Arbeitgeber wurde die gesamte IT von einem lokalen Dienstleister gemacht.

Die Clients waren allesamt Lenovo-Workstations (ca. 30 Stück), aufs jeweilige Aufgabengebiet zugeschnitten. Da war ALLES tip-top, selbst die benötigte Software wurde Dienstleister-seitig bereits installiert - und nciht nur installiert, es wurden sogar Optimierungen an den Clients selbst vorgenommen bevor diese an uns ausgeliefert wurden (dabei handelte es sich im CAD/CAE/DPT-Software).

Bei Problemen war zwanzig Minuten nach dem ersten Telefonat der Techniker vor Ort, meist konnte innert weniger Stunden wieder an dem Client gearbeitet werden.

Wer sich ein beschissenes Systemhaus aussucht, der kriegt halt beschissene Hardware und einen beschissenen Service.

DESWEGEN aber grundsätzlich IT-Systemhäuser zu verteufeln ist... Naja. Wenns dann an die "großen" geht (DELL, HP, etc) - dann kann man davon ausgehen dass die haargenau wissen was sie tun. Bezahlen muss man sie halt können - bzw, wollen.

Speziell in kleinen Unternehmen die keine eigene IT unterhalten machen sich Systemhäuser bezahlt. Aber gut, wie immer: Geiz ist (nicht) geil.

Es geht ja auch nciht nur darum dass der selbsternannte IT-ler sich sang und klanglos von seinem Unternehmen verabschiedet. Was ist im Krankheitsfall? Was wenn derjenige im Urlaub ist und die Büro-Tippse aus irgendeinem Grund das Backup zerschießt? Was wenn die Putzfrau den Server in Pril ertränkt weil das Ding so dreckig ist?
 
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Nicht missverstehen - ich verteufle die nicht grundsätzlich - und obiges Beispiel war kein Billigsystemhaus. Ich kenne auch sehr gute und seriöse Systemhäuser bzw. lokale Anbieter. Und ein Betrieb mit alleine 30 Lenovo-Worstations (es gibt also erheblich mehr Computerarbeitsplätze) würde auch hier nicht anfragen - und recht sicher sehr guten Support bekommen. Aber was ist mit den Kleinen unwissenden Betrieben. Den 4-5-Mann Einheiten, aber auch 10 oder 20 Arbeitsplätze. Da sieht die Welt anders aus - und so etwas fragt hier an - leider nur einmal - und ohne Ergebnis.

Ich bin überzeugt, dass es viel besser ist, wenn so jemand mit konkreter Vorbereitung und unterstützt von hier geführten Diskussionen und Konfigurationen an Systemhäuser / lokale Anbieter herantritt.

Beispiel:

Kleiner Betrieb, 5 Arbeitsplätze. Eigner hat keine Ahnung - und wendet sich hypothetisch an ein und den selben Anbieter.

Einmal unvorbereitet, die ITler für Halbgötter haltend - und nach bisheriger Beratung hier in dieser Haltung noch bestärkt.

Einmal mit: So und so sieht mein Betrieb aus, ich brauch eine neue Ausstattung, ich habe mich mittlerweile damit beschäftigt und informiert, hab ihnen beispielhaft was mitgebracht, was mir nach diversen Diskussionen sinnvoll erscheint. Kommen Sie doch mal bei uns vorbei, schauen Sie sich den Betrieb an, wir trinken nen Kaffee - und Sie machen mir ein Angebot.

Ich denke, dass nur allzu häufig das Angebot sowie die weitere Betreuung im 2ten Fall erheblich passender und besser wäre. Im ersten Fall nämlich ist einfach die Verführung zu groß, mal richtig abzusahnen. Zumal ja auch die betreffende Person hier gute Erfahrungen gemacht hat - und auch in der weitern Entwicklung noch mal zur Überprüfung hier nachfragen kann - was bisher niemand tut, da er immer nur als Antwort pauschal bekommt - "Systemhaus" - und sonst nix. Außerdem hat betreffende Person mittlerweile eine gewisse Eigenkompetenz aufgebaut - anstatt Denkauslagerung zugunsten eines Systemhauses zu betreiben.

Und dass auch ein Systemanbieter wegbrechen kann, ergab mein Beispiel - sowie das Beispiel, dass ich verlinkt hatte und welches auch wieder bestätigte, wie Systemhäuser mit eher unerfahrenen Kunden umgehen. Der TE war glücklicherweie noch erfahren genug, zu merken, dass das doch eher überdimensioniert ist - und hat hier angefragt und mal eine Antwort bekommen, die über die Pauschalie "Systemhaus" hinaus ging ...

Die Marschrichtung hier sollte doch eher sein, den TE darauf hinzuweisen, dass er sich einen von der Größe passenden lokalen Anbieter suchen soll, um mit diesem längerfristig zusammen zu arbeiten - und im Weiteren aber hier nun die Konfiguration zu diskutieren sei, damit der TE einen Eindruck bekommt, was er braucht und worauf er achten soll.
 
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Naja, jeder Chef der sich ein Unternehmen aufbaut vergleicht verschiedene Angebote und sagt nicht beim ersten zu ;)
 
1Hz schrieb:
Definitiv nicht. Schau doch mal nur beispielsweise in

https://www.computerbase.de/forum/threads/server-fuer-kleinunternehmen.1163141/

so von wegen Systemhaus. Da wäre auch jemand mal wieder total aabgezockt worden. Kann ich, nach allem was ich gesehen habe, nur von abraten.

Thomas Krenn ist für mich jetzt auch kein workliches Systemhaus...
Ein Sytemhaus ist in der Nähe deines Unternehmens und verkauft oder vermietet nicht hauptsächlich Hardware.

Wenn sich eh niemand mit Hardware auskennt, braucht man nen externen Dienstleister.
Wen ich dann aber höre, dass das "richtig teuer" wird, kann ich bei kleineren Unternehmen nur mit dem Kopf schütteln...
Als wenn es sich rentieren würde, bei 10 Arbeitsplätzen einen Admin einzustellen, der kostet doch deutlich mehr als die paar Arbeitsstunden, die ein externer Dienstleister in der Firma verbringt.

Vor-Ort-Service alleine reicht da dann auch nicht. Denn die Netzwerkkonfiguration usw. ist im Preis da auch nicht inbegriffen.
Wie wichtig einem das funktionierende Netzwerk ist, hängt dann natürlich zwangsläufig mit dem Preis zusammen.

Und ob man sich mit Virtualisierung, (Embedded-)SAN oder Clusterserver auskennt oder dies benötigt, muss auch jeder selbst wissen oder sich entsprechend beraten lassen.
 
@ stefanrees

Ich weiß zwar nicht, ob Du noch Entscheidungshilfe brauchst, da ich Dragon Naturally Speaking 11.5 selber nutze, hier mein CPU Tipp:

Dieses Software "lebt" vom L3 Cache der CPU - je gößer, umso besser - heißt, die Verzögerung zwischen Aufzeichnung und Anzeige wird immer geringer. Als ideal haben sich 8 MB Cache herausgestellt. Takt und RAM sind nicht so entscheiden. In der untersten Preisklasse kommen hier nur die AMD FX CPU´s z.B. der 6100 in Frage (ca. € 97,-).

Es arbeiten auch einige mit dem i3 und 3 MB Cache und sind glücklich. Bei intensiver Nutzung hast Du mit größerem Cache mehr Freude !:cool_alt:
Das Experten Forum findest Du hier.
 
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