Worum geht es eigentlich bei so einem Projekt? Um die Softwarekonfiguration der Anwendungen und des Netzwerks oder um die reine Hardware? Bei großen Firmen mag das mit einem Systemhaus ja alles zutreffen. Bei einer kleinen "Klitsche" eines Selbstständigen, der wirklich nur 3 Rechner benötigt, halte ich das für überzogen. Wenn an einer Kiste was kaputt ist, dann wird halt im Zweifel eine neue gekauft und ins bestehende Netz "eingehängt". Hardware kostet doch "fast nix" mehr und wenn so ein 350,- Euro PC nach 3 Jahren Dauerlauf die Grätsche macht, dann wird halt ein neuer gekauft und gut ist es. Abgeschrieben ist die Gurke bis dahin allemal. Zeit ist kostbar und Fehlersuche bei Hardware durch einen Techniker kann doch heute "keiner" mehr bezahlen, wenn erst Garantien abgelaufen sind.
Natürlich sollen Leute, die sich als Fachleute/Admins in ein Thema einarbeiten, auch ein entsprechendes Gehalt verdienen. Was aber draußen verlangt wird, kann und will sich einfach nicht jeder kleine Unternehmer leisten. Solange nicht an der existenziell wichtigen Datensicherung in der Firma gespart wird, ist doch alles in Ordnung.
Habe letztens erst einen recht alten PC für Windows XP an jemanden verkauft, der das Teil in einer Kanzlei in sein Netzwerk hängen wollte. Sein bisheriger Rechner war kaputt und seiner Ansicht nach gab es neu nichts vergleichbares, was unter XP vernünftig läuft. Wir hier wissen, das sowas Quatsch ist, aber was soll's! Auch dieser Herr war Kunde bei einem Systemhaus, was ihm die IT-Anlage in der Kanzlei eingerichtet hatte und auch wartet. Warum geht so ein Anzugträger nicht direkt dorthin und kauft bei denen einen PC?

Für das alte XP-Schätzchen wird es aus Sicht dieser Person gute Gründe geben...
Manchmal habe ich den Eindruck, dass hier bei Kleinunternehmern die gleichen Maßstäbe angelegt werden, wie bei einem großen Konzern mit eigener IT-Abteilung.
Zum Thema IT-Systemhaus: Ich hatte letztens ein von einem solchen "Systemhaus" zusammengestelltes System sehen dürfen. Das war ein alter AMD Athlon X2 64 auf einem alten Billig-ASRock-Board der 40,- Euro Klasse. Das Ganze "garniert" mit einem Tronje 500 Watt Netzteil!

Der Rechner verfügte nichtmal über eine zusätzliche Grafikkarte, oder zig Laufwerke, die ein solches NT erfodert hätten. Es handelte sich schlicht um die "Schreibmaschine" einer Vorzimmerdame. Da haben viele Leute hier im Forum mehr Kompetenz bei der Zusammenstellung eines solchen Systems. Man kann das also nicht verallgemeinern und muss sich, wenn schon, einen vernünftigen Laden suchen, was aber auch wieder kostet. You get, what you pay for!