[Kaufberatung] Speicherlösung "Homeserver"

zuzei

Cadet 2nd Year
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Hallo zusammen

Vorne weg: Ja, ich habe die Threads [Welche Festplatte/NAS/Controller/ Externe/Wechselrahmen] gelesen :)
Ich bin mir aber unsicher was das richtige Vorgehen in meiner Situation ist, deshalb würde ich gerne bei den Profis nachhaken.

Vorhanden:
Proxmox Server mit paar VM's (Fileserver, Plex, FTP, Mail u.s.w.) im 24/7 Betrieb
- In diesem sind 3 x 4TB Festplatten verbaut. (Kein Backup!) Dazu noch 2 SSD's mit Betriebsystem und VM's drauf.

2-Bay NAS
- 2 x 1TB Raid 1 wo ich von den VM's regelmässig Backups erstelle. Von meinen Clients werden ebenfalls dort die Backups erstellt.

Problemstellung:
- Speicherplatz wird knapp
- Keine Ausfallsicherheit
- Kein Backup der Daten. (Nur die wichtigsten auf dem 2-Bay NAS)
- Zu langsam (Kopiervorgänge)

Lösungsansätze:
- Synology DS1618+ mit 6 x 4TB (3 neu kaufen, 3 vorhanden) im RAID 5 und Dauerbetrieb.
- Vorteile
- - Ausfallsicherheit vorhanden
- - Speicherplatz mit 20 TB erstmal genug.
- Nachteile:
- - Hoher Stromverbrauch. Mein Server braucht schon ~40Watt, das Synology wohl nochmal soviel...
- - Immer noch kein Backup.

- Homeserver mit RAID Controller aufrüsten und dort ein RAID erstellen
- Vorteile
- - Ausfallsicherheit vorhanden
- - Speicherplatz mit 20 TB erstmal genug.
- Nachteile:
- - Gibt es welche zu der NAS-lösung? Wenn mir das NAS abkratzt bin ich genau gleich weit wie wenn mir der Raid Controller abkratzt?
Falls dies eine Option wäre, welchen Controller würdet ihr empfehlen?
- - Immer noch kein Backup.

Weitere Option wäre noch NAS selber bauen (Werde ich beim DS1618+ "Problem" enden.

Ich bin grade etwas Ratlos wie ich das lösen soll um nicht horrende Stromkosten zu generieren und gleichzeitig aber Geschwindigkeit, Ausfallsicherheit sowie Backup zu gewährleisten.

Vielen Dank für eure Tipps.

Grüsse
zuzei
 

chris_2401

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Wenn dir bei nem Synology das NAS verreckt, kundenservice anrufen und eine vorab RMA vereinbaren, neues NAS kommt per Kurier binnen weniger Tage, dann Platten in der selben Reihenfolge einbauen wie zuvor, hochfahren, fertig.

Deinen alten Homeserver als Backupserver einrichten oder Backblaze für 50$ im Jahr mit unlimiterten Speicher benutzen und vor dem hochladen alles verschlüsseln.
 

AlanK

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Ich beantworte nur einen Teil deiner Fragen:
Sehr kleine Platten am Leben halten ist oft unwirtschaftlich.
Vor 6 Jahren hatte ich 8x4TB im NAS; dieses abgeschafft weil platten voll; sowie ich kein Bock mehr auf 8 Platten hatte, in 5 Jahren Laufzeit sind zweimal auch Platten kaputt gegangen.

Raid 5 ist auch sowieso ein sehr beschissenes RAID. Klar günstig, aber das NAS war 3(!) Tage unbenutzbar nachdem ich eine Platte ausgetauscht habe.

Wenn Stromverbrauch wichtig ist schlage ich immer sowas vor: Kleine 2 (maximal4) Bay NAS mit (sehr) großen Platten, sowie eine zweite Platte an anderer Stelle lagern für dein Backup deiner NAS.

Mein Setup 2 Bay NAS mit 2x 14 TB
Sicherung: Einen Großteil davon in meiner Google Cloud + einen Teil davon bei Dropbox (habe sehr guten Upload), verschlüsselt, gezipt mit Rev Archiven.

Sicherung der gesamten 2 Bay NAS auf eine 3. HDD die einfach per USB angeschlossen wird (nicht ist) 1x im Monat.

Eine NAS ist keine Datensicherung, nicht alle Daten auf deiner NAS werden wichtig sein(?)
 
Zuletzt bearbeitet:

snaxilian

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Ausfallsicherheit hast du bei keiner der Lösungen, du hast nur und ausschließlich eine erhöhte Verfügbarkeit der Daten, wenn auch eine ziemlich besch***ene aber die Thematik Raid 5 und diese Datenmengen wurde unzählige Male in diesem und anderen Foren behandelt, das kannst selbst in Erfahrung bringen, wir brauchen uns da nicht wiederholen. Zur Veranschaulichung empfehle ich: https://magj.github.io/raid-failure/
Fällt dir ein Netzteil aus oder das Board kannst deiner sogenannten Ausfallsicherheit nur nett hinterher winken.

Was willst du mit nem Raid-Controller wo Proxmox dir mehrere Möglichkeiten zur Storage-Nutzung bietet von denen einige problemlos erweiterbar sind wie z.B. LVM oder ZFS. Ja, das kann Ausflüge auf die Shell erfordern und du musst dir halt Fachwissen anlesen aber du bist sehr flexibel. Nachteil ist eben ganz klar, dass du ohne ein gewisses Wissen und die Zeit, dir dieses anzueignen nicht weit kommst. Du kannst zwar Anleitungen abschreiben und dir was aus Foren zusammen suchen aber wenn es mal kracht ist das Gejammer groß.

Ich würde an deiner Stelle auf ein fertiges NAS gehen, das bietet idR die Möglichkeiten per Plugin/Docker/VM deine Anforderungen wie Mail oder Plex darzustellen. FTP im Jahr 2018 ist irgendwas zwischen wissentlich-dumm und maximal-faul sofern es öffentlich erreichbar ist. SFTP/Webdav-over-HTTPS/Nextcloud etc ist da doch etwas zeitgemäßer und sicherer.

Deinen jetzigen Server würde ich auch nur als reines Backup-Ziel nutzen was z.B. nachts täglich/wöchentlich startet, Backups in Empfang nimmt und wieder herunter fährt.
Hast dann halt das Problem, dass deine Sicherungen nach wie vor nicht räumlich getrennt sind und deine Daten bei Einbruch/Elementarschaden/etc im Zweifelsfall weg sind.

@chris_2401 Das Backblaze 50€/Jahr Angebot gilt für einen PC und ist ganz klar eine Vertragsverletzung wenn du da Sicherungen mehrerer Systeme rein pumpst. Auch bewahren die dort die Daten nicht ewig auf, siehe kleingedrucktes und Clients gibt es afaik nur für Windows und OS X.
 

Holt

Fleet Admiral
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mit 6 x 4TB (3 neu kaufen, 3 vorhanden) im RAID 5
Welche Platten sind denn genau vorhanden? Bedenke das bei einem RAID 5 aus 6x4TB bei Platten mit einer UBER von 1:10^14 die theoretische Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Rebuild nur gut 13% beträgt, bei Platten mit einer UBER von 1:10^15 aber über 84%. Trotzdem ersetzen RAIDs keine Backups, auch wenn sie in einem NAS stecken. Einfache Desktopplatten wie die WD Blue/Green, Seagate Barracuda oder Toshiba X300 sollte man auch nicht in ein NAS bauen, schon gar nicht mehrere davon.
 

zuzei

Cadet 2nd Year
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Hallo zusammen

Danke für die Antworten.

Sehr kleine Platten am Leben halten ist oft unwirtschaftlich.
Alles klar, also grössere Platten, danke.

Die sind dann aber im RAID1? und du sicherst die auf eine weitere Platte weg. 14TB sind mir zu wenig. und 2 x 2 14TB und die dann wöchentlich Backupen scheint mir auch nicht sehr komfortabel zu sein :(

Ausfallsicherheit hast du bei keiner der Lösungen
Das ist mir bewusst, ich habe das falsche Wort benutzt, entschuldige :)

Was willst du mit nem Raid-Controller wo Proxmox dir mehrere Möglichkeiten zur Storage-Nutzung bietet
Das ist der Grund warum ich hier nachfrage... LVM, ZFS... hab mich nur mal kurz eingelesen, aber so wie ich das verstanden habe, kann ich damit noch keine "erhöhte Verfügbarkeit" erreichen, dafür müsste ich unten drunter immer noch ein Raid erstellen?

Deinen jetzigen Server würde ich auch nur als reines Backup-Ziel nutzen
Der jetzige Server wird für mehr benötigt als bisher dargestellt. Darauf laufen viele VM's die ich benötige, und viele auch zum testen/lernen, das kann ich mit einem NAS nicht abdecken. Deshalb wird der Server sicher bleiben.

Welche Platten sind denn genau vorhanden?
WD Red 4TB
 

snaxilian

Captain
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Aha, ein Häppchen Thread und du erwartest jetzt ernsthaft, dass ich und andere Zeit investieren und dir Möglichkeiten aufzeigen damit du danach wieder sagst: Hupsi geht ja gar nicht, weil ich Aufgabe XYZ verschwiegen hatte. No way.

Wenn deine Datenmengen so groß sind und du trotzdem ein brauchbares Backup willst bleibt dir nur entweder ein Cloudstorage-Anbieter oder ein NAS das bei Eltern/Freunden/Geschwistern/Server-Housing-Anbieter/sonstwo steht damit deine Daten auch einen Einbruch/Elementarschaden überstehen.

Ob du je nach Lösungsansatz einen extra Hardware-Raid-Controller verwenden willst oder eine Software-Lösung wie eben mdadm oder ZFS oder sonst was bleibt dir überlassen. Beide haben Vor- und Nachteile und wurden bereits hunderte Male im Internet durchgekaut, da wird sich kaum einer die Mühe machen das erneut aufzuschreiben.

ZFS hat Raid-Funktionalitäten (0, 1, 10, 5, 6, 7 bzw raidz3) inklusive. Wenn du mindestens mal den englischen oder deutschen Wikipedia Artikel dazu gelesen hättest, wüsstest du dies. Bei solch grundlegenden Technologien empfiehlt es sich immer die allgemeinen Wiki-Seiten bzw Projektseiten und -dokus zu lesen und nicht nur von solchen Projekten wie Proxmox.
Ebenso beherrscht LVM einen Stripe (Raid 0) als auch einen Mirror (Raid 1) Mode. Ebenso BTRFS, da gibt es auch ein Raid 5, gilt aber nicht als stable.
 
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