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NewsKDE Plasma 6.8: Weiterer großer Linux-Desktop verabschiedet sich von X11
Die Entwickler des KDE-Plasma-Desktops haben sich für einen radikalen Schritt entschlossen und verabschieden sich von X11 als Display-Server und setzten künftig vollends auf Wayland. Ältere Anwendungen werden daher über Xwayland laufen und wer auf X11 setzt, wird mit Plasma 6.7 noch Unterstützung bis Anfang 2027 erhalten.
Ist für den Otto Normal User überhaupt bemerkbar welcher Display Server Im Backend läuft? Beziehungsweise kann ich Probleme mit selbigem überhaupt simpel identifizieren?
Ich frage mich das gerade aus User Perspektive von sagen wir mal nur Onkel Erwin Mitte 40, macht den Schwenk zu Linux und hat vorher halt immer Windoof benutzt und da eigentlich auch nur Office und seine Eisenbahn Software...
Wenn es wirklich derart relevant ist, ist Linux dann bereits niederschwellig genug oder springen dafür dann Distros wie Mint und Co in die Bresche, wo man aber auch wieder beachten muss dass Pakete auf Mint laufen aber auf bspw Fedora nicht...?
Ja wenn du z.B. versuchst push to talk in Discord oder TeamSpeak einzusetzen. Das geht in Wayland nämlich nicht ohne weiteres wenn das Discord Fenster nicht im Fokus ist. KDE hat da einen aktivierbaren Workaround in den Einstellungen. Aber Gnome hat das z.B. nicht, weil sich deren Entwickler beharrlich weigern etwas entsprechendes einzubauen. Sie haben da Sicherheitsbedenken und sind der Meinung ihre Nutzer sind unmündige Kinder, die nicht selbst entscheiden können das zu nutzen oder eben nicht. Für alle anderen Geschichten in meinem Anwendungsfall passt Wayland soweit ganz gut und ich vermisse X11 nicht (CachyOS+KDE).
PS: Außer vielleicht die Möglichkeit das Gamma auf über 100% zu stellen. Auch das geht in Wayland nur über Farbprofil Dateien.
@Pramde nein, sollte nicht bemerkbar sein. Wayland bietet eher Vorteile gegenüber X11 und auf die installierbaren Pakete sollte es heute kaum mehr ein Einfluss haben, da es in eien X11 Emulator gibt in Wayland.
@Pramde kommt auch auf die Hardware an. Wenn der Energiesparmodus nicht funktioniert oder der PC danach einen Blackscreen hat, merkt man das auch als Normaluser. Hab das mit älteren Nvidia Karten (GTX970 und 1060) nicht in den Griff bekommen können.
Auch die automatische Bildrate bei Programmen wie KODi geht unter Wayland nicht mehr (Workaround Python Skript).
Müsste Linux mit Desktop wiedermal testen. Normalerweise brauche ich Linux nur als Server OS, da braucht es kein Desktop um einen Container oder sonst was zu Betreiben.
Ich gebe zu auf dem Desktop versuche ich dieses Jahr zum dritten Mal mit Linux warm zu werden und es hat sich in den letzten Jahren viel getan, aber es wirkt immer noch sehr fragmentiert. (Also bezogen auf Community und Co) es fehlt "DIE" Anlaufstelle und auch die Requirements gehen teils stark je nach Distribution auseinander. Aber ich bin froh um jede Entwicklung und werde mich da glaub ich mal bissl mehr mit den Details auseinander setzen.
Hey, bezüglich Community kannst dich auf Reddit oder Lemmy austoben. Wissen gibt es im Arch Wiki meiner Meinung nach am meisten, aber oft halt Arch-Bezogen. Ich bevorzuge Flatpaks zur App-Installation, da ist es nämlich völlig egal, welche Distro du verwendest. Ich selbst nutze OpenSuse Tumbleweed.
Was hatte ich beim ersten Linux-Versuchen für Probleme, wenn z.b. Kubuntu mir ständig sagte das x11 noch aktiv ist, während Wayland läuft. Jetzt mit Fedora und KDE Plasma 6.5 ist alles bestens.
Wenn mich persönlich was nervt, dass in Linux immer alles mehrfach vorhanden ist und das dann für unerfahrener User Probleme schafft, die gar nicht notwendig sind. Ich begrüße es ausdrücklich, dass sich so viele Distros jetzt auf einen Standard setzen. Kann Wayland und den Distros nur guttun.
Durch die Konzentration auf nur noch einen Display-Server soll mehr Zeit in Stabilitäts- und Funktionserweiterung des freien Plasma-Desktops fließen. Neuerungen sollen schneller umgesetzt werden können, ohne Altlasten mitnehmen zu müssen.
Bin vor wenigen Wochen von Windows auf CachyOS (also Arch) mit KDE Plasma gewechselt. Anno 117 mit HDR und Freesync lief problemlos während auf dem Zweitmonitor andere Dinge passieren.
Ich hab auch so meine Baustellen, aber das war erstaunlich schmerzfrei.
Finde ich den den richtigen weg und bis 2027 ist ja auch noch Zeit, die Entwicklung bleibt ja nicht stehen.
Darum gibt es bis dahin noch viele Verbesserungen, damit es dann auch reibungslos läuft.
Um mit Windoof Boardmitteln GUI technisch auf nen Wayland Linux zuzugreifen gabs (Stand letztes Jahr) auch nicht funktionsfähiges. Für X11 gibts ja nen Remotedesktop.
X11 hat uns viele Jahre lang gut gedient, aber der Schwenk auf Wayland ist auf jeden Fall sinnvoll.
Leider wurde da die letzten 10 Jahren ziemlich geschlafen (von allen Seiten, egal ob DEs oder Applikationen), seit ein paar Jahren beschleunigt es sich zum Glück massiv.
Inzwischen habe ich eigentlich kaum noch irgendwelche großen Baustellen, für den Rest sind schon Portals und co geplant/in Arbeit.
Von dem her absolut richtig, dass Gnome und KDE hier "druck machen" - getrödelt wurde schon genug
Gullveig schrieb:
Zeigt mir eine Distribution, bei der HDR, Freesync und Multimonitorsetup fehlerfrei / bzw überhaupt funktioniert!
Gut so. Lasst X11 endlich sterben. Wird schon viel zu lange mitgezogen. Die Entwickler diverser Software hatten mehr als genug Zeit ihre Software Wayland-ready zu machen.
wenn mich persönlich was nervt, dass in linux immer alles mehrfach vorhanden ist und das dann für unerfahrer user probleme schafft, die gar nicht notwendig sind.
Für den Einen, besonders Umsteiger von Windows, mag es verwirrend sein, für Viele andere ist diese Wahlmöglichkeit dagegen ein Vorteil gegenüber Windows. Unter Linux gibt es verschiedene Lösungen für die selbe Aufgabe, aber die unterschieden sich halt auch von Ansatz und Funktionsumfang. Da kann sich dann Jeder das aussuchen, was die eigenene Anforderungen am Besten erfüllt. Bei Windows muss man erstmal Alles so nehmen, wie von Microsoft angedacht - Wahlmöglichkeit gibt es dort offiziell nicht. Man kann dort höchsten mit, von Microsoft nicht vorgesehenen, Wegen wie StartIsBack, OpenShell oder ExplorerPatcher halbwegs Abhilfe schaffen.
MGFirewater schrieb:
ich begrüße es ausdrücklich das sich soviele distros jetzt auf einen standard setzen. kann wayland und den ditros nur gut tun.
Es wurde sich nicht erst jetzt auf einen Standard geeinigt, sondern immer mehr Distributionen bzw. Desktop Umgebungen wechseln zunehmend vom alten Standard X11 auf Wayland als neuen Standard. Wayland war schon von Beginn an als Nachfolger/Ablösung von X11 vorgesehen. Nur dauert der Umstieg eben ein paar Jahre, weil die Entwicklung von Wayland erstmal auf einen Stand sein muss, um X11 vollständig ablösen zu können. Dann müssen die Desktop Umgebungen bzw. deren Windows Manager auch Wayland vollständig implementieren und die Grafiktreiber brauchen ebenfalls gescheiten Wayland-Support.
Nutzer des proprietären Nvidia-Treibers sind noch bis dieses Jahr mit X11 besser gefahren, weil der Wayland-Support seitens Nvidia nicht wirklich gegeben war. Es wird aber im Grunde schon seit Jahren von allen beteiligten darauf hingearbeitet, irgendwann X11 vollständig durch Wayland abzulösen. Aber das dauert aus den erwähnten Gründen eben einige Jahre und so lange wurden halt X11 und Wayland erstmal parallel angeboten.