News Kein chinesischer Investor für Qimonda

Andy

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Für den in Dresden ansässigen Chipproduzenten Qimonda sieht es derzeit düster aus, nachdem das Unternehmen Ende Januar Insolvenz anmelden mussten. Nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung sind die Verhandlungen mit einem chinesischen Investor in großen Teilen gescheitert.

Zur News: Kein chinesischer Investor für Qimonda
 

Bully|Ossi

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Man, die sollen Qimonda endlich untergehen lassen... is ja netmehr normal was in dieses tote Unternehmen gepumpt wird... was meinen die warum Infineon die ausgegliedert hat...

Das war von Anfang an zum scheitern verurteilt...

Qimonda war nen Name womit niemand was Anfangen konnte, selbst in Dresden gabs nur Werbung in form einer zu nem Viertel lackierten Tram...

Infineon war immerhin recht beliebt... Qimonda wurde erst bekannt als es unterging...
 

illegalz

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was passiert dann mit den AMD HD4k Grafikkarten, welche ja teils auf GDDR5 Speicher aufgebaut sind? ist der Speicher dort immernoch von Quimoda?
Und noch ne Frage: Der Arbeitsspeicher welcher Firma, hat Quimoda Speicher.
Also von welcher Firma sollte man ab jetzt seinen RAM beziehen?
lg illegalz
 
C

canada

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@ Bully|Ossi, und was ist daran verkehrt das die einen Investor suchen?! Zu dem, dein Infineon steht auch nicht gut da und das auch schon seit Jahren.

@ illegalz, dann sitzt halt Speicher von Micron auf der HD 4/5xxx Serie ... kommt halt drauf an welche Hersteller noch GDDR5 im Angebot haben.
 
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Ycon

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Elpida und Hynix haben meines Wissens auch GDDR5 im Angebot, also das wäre kein Problem.

Bin eig. ziemlich froh über die News; den Chinesen dieses Unternehmen zu überlassen wäre fatal (soll jetzt kein Flame sein oder so, ist aber traurige Realität), dagegen wären die verlorenen Arbeitsplätze fast schon eine Freude (sozusagen).
 

swz.alucard

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@ Bully|Ossi, und was ist daran verkehrt das die einen Investor suchen?! Zu dem, dein Infineon steht auch nicht gut da und das auch schon seit Jahren.
Deswegen wurde es von Siemens auch ausgegliedert! Da scheint sich die ganze Geschichte zu wiederholen. Solange Investoren gefunden werden ist es ok, aber sobald die auf die Idee kommen da noch mehr Steuergelder reinzupumpen dann doch lieber Pleite gehen lassen, das ist eben der lauf der Marktwirtschaft.
 

moepster

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also von Quimonda gabs noch nie Speicher, höchstens von Qimonda. Trotzdem ist das infineon Management zumindest teilschuldig am Untergang. Die Stimmung in den Reinräumen ist sehr traurig. Ich war jetzt mal da drin, das Licht ist halb dunkel, die Anlagen blinken/hupen vor sich hin und ich hab keinen einzigen Menschen gesehen. Wie ne geisterstadt eben und dabei ist der Reinraum mehrere tausend qm² groß. Ich hätte gern mal Bilder gemacht, um die Stimmung einzufangen, aber das ist verboten. Da gibts auch keine Manschaft die irgendwas wartet. Das wars dann wohl mit deutschem Speicher. Wird demnächst wohl alles liquidiert werden :-(

noch ne Anmerkung: Qimonda ist eine Firma aus München und nicht aus Dresden!
 

tree-snake

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Na wenn da eh keiner wahr hättest schnell das Handy auspacken können , das spielt wohl alles eh keine Rolle mehr.
 

Nikolaus117

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hört sich ja echt düster an !

was moepster da erzählt.
man hat dann schon irgendwie mitleid
 

SixpackRanger

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Deswegen wurde es von Siemens auch ausgegliedert! Da scheint sich die ganze Geschichte zu wiederholen. Solange Investoren gefunden werden ist es ok, aber sobald die auf die Idee kommen da noch mehr Steuergelder reinzupumpen dann doch lieber Pleite gehen lassen, das ist eben der lauf der Marktwirtschaft.
Tja, irgendwo muß ja Siemens seine ca 2,9 Milliarden EUR einsparen die durch ihre aufgedeckten Schmiergeldgeschichtchen entstanden sind. :rolleyes: Leider ist das meiner Meinung nach alles Andere als der Lauf der Marktwirtschaft. :cool_alt:
 

Ghaz

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das in nem Reinraum niemand rumläuft und dort "leere" herrscht KÖNNTE natürlich daran liegen, das das beabsichtigt ist. Oder glaubt ihr, die lassen die Mitarbeiter dort ihr Mittagspläuschchen halten??
Es ist ein Reinraum WEIL dort niemand ist^^
 

moepster

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Also Ghaz, ich hab bis 31.03 dort gearbeitet. Ich weiß wie es vorher dort war...
 

Suxxess

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Eine Kooperation wurde allerdings nicht völlig ausgeschlossen, im technologischen Teilbereichen sei diese vorstellbar.
Das klingt irgendwie nach, eure Technik würden wir euch für ein Butterbrot abkaufen, der Rest ist aber für uns wertlos.
(Und ein deutscher Standort hat eh keine Chance bei den Weltmarktpreisen)

Die typischen Heuschreckenstrategien chinesischer Unternehmen...

@moepster
Ein Umstieg auf Flashspeicher / SSD u.s.w. wäre nicht praktikabel gewesen oder?
(Da sind die Preise ja noch auf einem höheren Level, auch wenn sie ebenfalls stark fallen)
 
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moepster

Cadet 4th Year
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Ins Flashgeschäft ist Qimonda mal kurz eingestiegen, um dann gleich wieder auszusteigen. Das hat leider auch wieder paar Milliönchen verschlungen :-( (Das Management hatte nie eine Linie, hickhack ebend, das kann nichts werden!)
 
R

Respekt

Gast
das in nem Reinraum niemand rumläuft und dort "leere" herrscht KÖNNTE natürlich daran liegen, das das beabsichtigt ist. Oder glaubt ihr, die lassen die Mitarbeiter dort ihr Mittagspläuschchen halten??
Es ist ein Reinraum WEIL dort niemand ist^^
Ja ne, ist klar. Meinst du das ist alles so automatisiert, das alles nur von Maschinen gesteuert und überprüft wird? Bist du Zeitreisender aus dem Jahre 2029? ^^
 

Bully|Ossi

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Ich hab selber bei Infineon/Qimonda gearbeitet... zu Zeiten wo es nur Infineon war und dann noch paar Monate nachdem das RDC in vollen Umfang lief (wenn man das so sagen kann)

Infineon wusste das es am Speichermarkt nen umbruch geben wird, Qimonda hat im ersten Jahr über 1Milliarde Gewinn gemacht, wovon durch geschickten (internen) AKtienhandel viel zu Infineon floß, aber bereits ein Jahr danach gings bergab. Während Infineon im Auftrag für Qimonda Speicher produzierte und so die Lücken bei der Logik produktion schloß, ging Qimonda baden...

Das war von Anfang an geplant... dann die Welle an befristeten Anstellungen von Leiharbeitern bei Qimonda trotz Millionenverlusten... alles sehr unlogisch, ich hab mir dort öfters an den Kopf gegriffen... aber mir wars egal, hab weder für Infineon noch für Qimonda gearbeitet... aber ich war halt innerhalb der Fabs in DD...

Bei 200mm blühte das Leben, bei 300mm Kam die vollautomatisierung... hm, wieder eine Mega investition trotz mega Verlusten...

Ich vermute mal, dass Infineon über Qimonda unmengen an Subventionen kassierte jetzt abwartet und dann den Reinraum samt Vollautomatisierung und der 45nm Technik für nen "Äppel und nen Ei" zurück kauft.

Damit steigt der Aktienwert und alle Anleger freuen sich, nur der Angestellte guckt in die Röhre.
 
M

MixMasterMike

Gast
interessante Theorie, bei Infineon und Siemens wundert einen ja gar nix mehr
 

moepster

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45 nm geht nicht mehr, da die ASML Immersion weg (abgebaut) sind. Maximal die 65 nm (trocken). Aber ich denke mal Infineon will das Qimonda Werk in Dresden nicht zurück. Der Toolpark ist zu speziell auf Qimonda Produkte ausgelegt und es gibt keine Kupfer dedizierten Tools. Außerdem wurden die meisten Maschinen sowieso ge-leased.
Infineon hat eine Fab-Light-Strategie (wenige eigene Fertigung) und die atmende Fabrik (also die Mitarbeiter werden ein- und ausgeatmet). LOL, wo sind wir hier nur hingeraten.
Aber wie es im Endeffekt laufen wird werden wir noch sehen. Eigentlich ist es schwer vorstellbar, dass eine so hochmoderne Fabrik einfach zu macht.
 
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